Dosierungsempfehlung Flowgrow vs. Flourish

java97

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Hallo zusammen,
Ich habe mir gerade mal die Zusammensetzung der ähnlich schwach chelatierten Mikrodünger Seachem Flourish und AR Mikrospezial Flowgrow angesehen.
Im Bereich der Spurenelemente-Zusammensetzung gibt es da kaum Abweichungen, allerdings unterscheiden sich die Dosierungsempfehlungen drastisch:
Während vom Mikrospezial-Flowgrow bei täglicher Düngung und CO2 umgerechnet wöchentlich 10,5 - 14 ml (5ml ohne CO2) pro 100l empfohlen werden, empfiehlt Seachem für den Flourish nur 2-4 ml pro Woche. Das sind ja schon eklatante Unterschiede... :?
Das zeigt, meiner Meinung nach, dass man sich vorsichtig (von unten !!) an die passende Dosierung herantasten muss.
Der Florish wird in kleinen Mengen ab 100 ml angeboten. Den Flowgrow gibt´s erst ab 500 ml, was ich schade finde.
 

nik

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Hallo Volker,
nimm's nicht persönlich, ist es nicht! Fällt mir aufgrund meiner derzeitigen aquaristischen Beschäftigungen nur besonders auf.
java97":58tttuzg schrieb:
Das zeigt, meiner Meinung nach, dass man sich vorsichtig (von unten !!) an die passende Dosierung herantasten muss.
Wenn du dich mal mit dem EI beschäftigt, ihn gar funktionierend betrieben hättest, dann wäre dir eine solche Äußerung gar nicht mehr möglich! Es ist nicht einmal zu diskutieren ob der EI funktioniert, allenfalls warum. Der EI zeigt überdeutlich, dass es bei einer Nährstoffbetrachtung anders herum funktioniert, d.h. inwieweit macht es Sinn bei einer sehr üppigen, nominal völlig überschüssigen, in jeder Hinsicht unlimitierten, funktionierenden Düngung diese zu reduzieren und warum? Der Ansatz das von einem Nährstoffmangel aus angehen zu wollen, ist dann leicht in Frage zu stellen. Der wird halt begünstigt durch die Annahme üppige Nährstoffe verursachten Schäden. Das tun sie aber in sehr weiten Bereichen nicht! Beim EI wird z.B. die K-Anreicherung durch alleinige Verwendung von KNO3 als Stickstoffdünger(!) in Kauf genommen, weil auch Gehalte von bis zu 100 mg/l Kalium keine negativen Folgen zeigten.

Das machte mir mal wieder bewusst, warum ich Nährstoffe vor allem in ihrer Wirkung auf die Morphogenese der Pflanzen und ihre teilweise suppressive Wirkung auf Algen betrachte. Die algensuppressive Wirkung vollständig und üppig vorhandener Nährstoffe könnte maßgeblich für das Funktionieren des EI sein, denn irgendwelche Betrachtungen einer Mikroflora oder ein in Zweifel ziehen starker Substratfilterung sind beim EI kein Thema bzw. finden in EI Diskussionen überhaupt nicht statt. Und da spreche ich nicht vom im Flowgrow gering repräsentierten EI und den zugehörigen kümmerlichen Threads sondern von englischsprachigen Foren, in denen der EI eine erheblich größere Rolle spielt.

Ich musste mich mal wieder genauer mit dem EI beschäftigen, auch bei dem schreiten die Erkenntnisse voran und so etwas ist mir immer wieder hilfreich mich in meiner Sicht - im mit der Zeit reduzierenden Mustopf meiner subjektiver Wahrnehmungen befindend - mal wieder anzuregen und zu erweitern. Man möge mir nachsehen, wenn ich diese nährstoffreduzierten(, nicht reduzierenden ;) ) Betrachtungen, die ich in ihren bis hin zu skurilen Blüten treibenden Erscheinungen schon als "micro-managed" bezeichnet habe, nicht für die Lösung halte, da sie zu leicht in unerkannte Mängel laufen können und vermutlich/nur in der Tendenz das ganze System Aquarium empfindlicher gegen Störungen machen. Die Nährstoffmängel kann man sicher _nur_ an den Pflanzen erkennen - soweit man überhaupt dazu in der Lage ist. Da wäre ich schon sehr vorsichtig bzw. schließe das für mich als hinreichende Möglichkeit aus! Umgekehrt, d.h. bei einer sukzessiven, partiellen Nährstoffreduzierung irgendwann Schäden an einer bis dahin gesund wachsenden Pflanze zu erkennen und so eine für diese Pflanze/das Becken spezifische Grenze auszumachen, kann funktionieren. An Algen lassen sich Nährstoffmängel kaum und -überschüsse gar nicht festmachen. Algen, Bakterien, Pilze, ... sind einfach eine andere Baustelle.

java97":58tttuzg schrieb:
Hallo zusammen,
Ich habe mir gerade mal die Zusammensetzung der ähnlich schwach chelatierten Mikrodünger Seachem Flourish und AR Mikrospezial Flowgrow angesehen.
Im Bereich der Spurenelemente-Zusammensetzung gibt es da kaum Abweichungen, allerdings unterscheiden sich die Dosierungsempfehlungen drastisch:
Während vom Mikrospezial-Flowgrow bei täglicher Düngung und CO2 umgerechnet wöchentlich 10,5 - 14 ml (5ml ohne CO2) pro 100l empfohlen werden, empfiehlt Seachem für den Flourish nur 2-4 ml pro Woche. Das sind ja schon eklatante Unterschiede... :?
Ein eklatanter Unterschied ist, wenn 5 mg/l Kalium für den Betrieb eines Aquariums empfohlen werden, aber auch 100 mg/l problemlos funktionieren können. Vermutlich werden die unterschiedlichen Dosierungen von unterschiedlichen Strategien der Hersteller herkommen. Frage sie danach oder verwende den Dünger gemäß deiner Strategie.

Mit freundlichem Gruß
Nik
 

Biotoecus

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Moin,
meine nährstofflimitierten Becken sahen immer Scheisse aus.
Etwaigen Algenaufkommen wurde da konsequent durch UOA Wasser, EC und FAS begegnet.
Dann wurde das Wasser aufgedüngt und Voila: Es tut. :grow:
Gruß Martin
 

D-ZEPP

Member
Hallo Martin,
Kann es sein, dass Deine Aquarien schon zeitlang gelaufen sind?
Dann wäre es kein Wunder.
Du schreibst doch: meine nährstofflimitierten Becken. ...
Nach dem Motto, ich will aber ich kann nicht .
Gruss Darius



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Biotoecus

Active Member
Hi Darius,
D-ZEPP":21vg12hq schrieb:
Hallo Martin,
Kann es sein, dass Deine Aquarien schon zeitlang gelaufen sind?
Dann wäre es kein Wunder.
Du schreibst doch: meine nährstofflimitierten Becken. ...
Nach dem Motto, ich will aber ich kann nicht .
Gruss Darius
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Ich kann Dir gerade nicht folgen. Sorry.
Spielt die Laufzeit irgendwie eine Rolle bei Volkers These?
Gruß Martin
 

D-ZEPP

Member
Martin.
Es ging mir ausschließlich um Post #4, und dazu das Wort 'Nährstofflimitierten '
Gruss Darius



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java97

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Hallo,
Mit "von unten Herantasten" meinte ich auch das Vermeiden von Eisenphosphatausfällungen. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass eine sehr üppige Dosierung von derart schwach(!) chelatierten, eisenbetonten Düngern bei gleichzeitiger PO4-Düngung (ob nun permanent nachweisbar oder auf Stoß) langfristig vorteilhaft ist.
 

nik

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Hi,
java97":2pvo957f schrieb:
... das Vermeiden von Eisenphosphatausfällungen.
da muss man aber auch nicht drauf schauen wie das Kaninchen auf die Schlange. Der EI ist so fett, dass es scheisendreckegal ist ob es Nährstofffällungen, Filter- oder Bodengrundeinflüsse hat.

Gruß, Nik
 

DJNoob

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Hi, ich nutze flowgrow 6ml auf 300l und das seit 2 Jahren? Läuft super. Alle meine Arten im Tank und das sind nicht gerade wenige Arten haben mir nie Eisen Mangel gezeigt.
 

DJNoob

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Hi, Täglich und seit Anfang der Woche mit erhöhtem urea von 1mg/l.
 

java97

Active Member
Hi Bülent,
Dann musst du eigentlich auch nicht extra betonen, dass Deine Pflanzen bei wöchentlich 0,57 mg/l Fe keine Eisenmangelsymptome zeigen :wink: , denn 6 ml pro Tag liegen ja am oberen Ende der vom Hersteller empfohlenen Dosierung.
troetti (Eddy) verwendet z.B. nur einmal wöchentlich 5 ml Flowgrow auf 280l und wie seine Pflanzen aussehen, kann man ja in seinen Videos sehen...
 

chrisu

Well-Known Member
Hallo Volker,

ich bin auch noch auf der Suche nach der optimalen Dosierung des Spezial Flowgrow für meine Becken.
Zwar bin ich mit dem Pflanzenwachstum und Aussehen mehr als zufrieden aber leider habe ich seit ich nur mehr Spezial FG als Eisenvolldünger verwende ein kleines Problem mit Pinselalgen.
Meine momentane Dosierung beträgt 3 Tropfen täglich auf 25 Liter bzw. 12 Tropfen täglich auf 100 Liter.
Laut Messbecher sollten 20 Tropfen etwa 1ml entsprechen.
 

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