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Beitragvon Sumpfheini » 19 Jan 2015 19:29
Hallo,

ich möchte hier mal die Einträge in der Pflanzendatenbank auflisten, die zwar schon angelegt, aber noch offline sind. Vor allem weil noch (gute) Bilder und/oder Informationen fehlen.
Manche dieser Pflanzen sind von Usern schon mehrfach für die DB vorgeschlagen worden.

Zuletzt geändert: 28.05.2016

- Alternanthera bettzickiana: häufig im Aquarienpflanzenhandel, aber nicht aquariengeeignet
- Amblystegiaceae sp. "Manaus": irrtümliche Bezeichnung von Hydropogonella gymnostoma
- Ammannia multiflora
- Anubias barteri var. nana 'Chili'
- Anubias barteri var. nana 'Pangolino'
- Anubias barteri var. nana 'Pinto'
- Anubias barteri var. nana 'Stardust'
- Anubias barteri var. nana 'White'
- Anubias pynaertii: wahrscheinlich sehr selten in Kultur und nicht im Handel erhältlich. Habe es noch nicht geschafft, an ein Foto zu kommen
- Blyxa japonica var. recurvifolia: neu beschriebene Varietät, schon länger unter dem Namen "Blyxa alternifolia" im Handel
- Brasenia schreberi: Schwimmblattpflanze, wohl nur bedingt aquarientauglich, aber in Aquarienliteratur behandelt
- Bucephalandra akantha: ziemlich variable, relativ große Bucephalandra-Art. Eine Reihe von Formen wurde als B. akantha identifiziert: "Silver Grey", "Pearl Grey", "Dark Grey", "Semadang". Vielleicht gehören auch verschiedene unbestimmte, nach Fundorten benannte Bucephalandras, die in der Datenbank online sind, zu B. akantha. Das könnte man nur durch Untersuchung der Blütenstände rausfinden.
- Bucephalandra belindae (wurde u.a. als "Fake Catherineae" importiert, aber dieser Handelsname wird wohl auch für mindestens eine weitere Art verwendet)
- Bucephalandra bogneri: eine der größeren, breitblättrigen Bucephalandra-Arten, zu Ehren von Josef Bogner benannt. Sieht äußerlich Bucephalandra akantha sehr ähnlich, unterscheidet sich aber an Blütenkolben (Spadix)-Merkmalen. Eine Form mit rötlichen Blattunterseiten ist als "Red Under" in den Handel gekommen.
- Bucephalandra catherineae
- Bucephalandra chrysokoupa (Handelsnamen: 'Miranda', 'Marie', 'Juliet'): bisher die einzige Bucephalandra-Art mit mehr oder weniger gelber Spatha. - Aquarieneignung??
- Bucephalandra filifolia: noch nicht gültig veröffentlichter Artname, von P.C. Boyce vergeben. Neue Art aus den Maligan Highlands, Sabah. Sehr schmal-linealische, glatte Blätter, sehr ähnlich manchen Aridarum-Arten. Ist schon scherzhaft "Rosmarinbuce" genannt worden.
- Bucephalandra kishii "Dark"
- Bucephalandra kishii "Green" (B. kishii ist die als "Achilles" oder "Skeleton King" bekannte Pflanze)
- Bucephalandra micrantha: neu beschriebene Art, sehr kleine, schmalblättrige Pflanze, ähnlich B. catherineae und B. belindae; wahrscheinlich unter dem Namen "Fake Catherinae" in den Handel gekommen, so wie auch B. belindae
- Bucephalandra sp. "Kualakuayan 1"
- Bucephalandra sp. "Kualakuayan 2"
- Bucephalandra spathulifolia: neu beschriebene Art
- Bucephalandra tetana (Handelsname: "Penelope"): aquariengeeignet???
- Cabomba caroliniana var. caroliniana 'Silbergrüne'
- Cabomba caroliniana var. flavida
- Cabomba caroliniana var. pulcherrima
- Cabomba pulcherrima = Synonym von C. caroliniana var. pulcherrima
- Ceratopteris thalictroides "Vietnam"
- Crepidomanes cf. malabaricum
- Cryptocoryne amicorum: Synonym von Cryptocoryne minima. Unter dem Label "C. amicorum" kommt aber auch C. × willisii in den Handel, die noch nicht mal Ähnlichkeit mit C. minima hat.
- Cryptocoryne annamica: unter diesem Namen ist die aquariengeeignete Lagenandra nairii in Asien in den Handel gekommen. Möglicherweise eignet sich aber auch echte C. annamica für Aquarienkultur
- Cryptocoryne lutea 'Hobbit' = Synonym von C. walkeri 'Hobbit'
- Cryptocoryne minima: offenbar aquariengeeignet. Siehe aquaristik Aktuelle Süßwasserpraxis 6/2012, S. 71
- Cryptocoryne noritoi
- Cryptocoryne nurii: zumindest einige Formen von C. nurii scheinen sich gut als Aquarienpflanzen zu eignen und kommen schon in den Handel
- Cryptocoryne sivadasanii: 2004 von Bogner beschriebene Art aus Indien, aber vorher schon lange in Kultur gewesen und für Cryptocoryne consobrina gehalten. Hat extrem schmale, lange Unterwasserblätter. Sehr selten in Kultur, nicht im Handel, eignet sich aber gut als Aquarienpflanze
- Cryptocoryne vietnamensis: eignet sich nach Information von Maike Wilstermann-Hildebrand als Aquarienpflanze
- Cyperus alternifolius: was unter dem Namen in den Handel kommt, soll meistens die ähnliche Art C. involucratus sein. In Aquarien eignen sich beide nur als aus dem Wasser wachsende Sumpfpflanzen.
- Cyperus involucratus: meistens unter dem Namen C. alternifolius im Handel. Als Aquarienpflanze verkauft, aber nur als Sumpfpflanze für offene Becken geeignet (ansonsten auch pflegeleichte Zimmerpflanze)
- Echinodorus 'Paul Kloecker'
- Echinodorus grisebachii "Gracilis": in älterer Aquarienliteratur als Echinodorus gracilis
- Echinodorus longiscapus: wahrscheinlich wird dieser Name im Handel für verschiedene Echinodorus-Formen verwendet
- Elodea callitrichoides: etwas rätselhafte Art aus dem südlichen Südamerika, in Deutschland an wenigen Stellen verwildert, angeblich aus Aquarienkultur.
- Fissidens geppii: wahrscheinlich wird es schwer sein, an ein Bild von echtem F. geppii zu kommen. Unter dem Namen ist Fissidens fontanus im Handel
- Fissidens sp. "Mallorca": zählt möglicherweise zu Fissidens crassipes
- Galium palustre, Sumpf-Labkraut: häufige einheimische Sumpfpflanze, bildet unter Wasser zierliche, aufrechte Triebe mit kleinen Blättern in Viererquirlen und langen Internodien
- Gratiola aurea: eine nordamerikanische Gnadenkraut-Art, bisher sehr selten in Kultur, sieht unter Wasser ähnlich wie G. viscidula aus
- Gratiola brevifolia: eine nordamerikanische Gnadenkraut-Art, bisher sehr selten in Kultur
- Hydropogonella gymnostoma, "Queen moss": ist als Amblystegiaceae sp. 'Manaus' bekannt geworden. Eines der ganz wenigen Aquarienmoose aus dem tropischen Amerika
- Lemna aequinoctialis: eine der tropischen Wasserlinsen, die oft eingeschleppt, aber meistens für Lemna minor gehalten werden
- Lemna gibba, Bucklige Wasserlinse: einheimische Art, verirrt sich wahrscheinlich nur selten in Aquarien, wird aber oft in Aquarienliteratur vorgestellt
- Lemna minuta: aus Amerika stammende Art, die schon in Deutschland verwildert ist. Eine der exotischen Wasserlinsen in Aquarien, die meistens für Lemna minor gehalten werden
- Lemna turionifera, Rote Wasserlinse: kommt in Europa einschl. Deutschland wild vor, aber möglicherweise nicht heimisch; sehr ähnlich L. minor, wächst sicherlich auch in Aquarien
- Lemna valdiviana: eine der tropischen Wasserlinsen, die oft eingeschleppt, aber meistens für Lemna minor gehalten werden
- Limnophila sp. "Guinea Needle Leaf"
- Ludwigia alata: für die Aquaristik neue Art aus den südöstlichen USA, in Europa noch eine Rarität
- Ludwigia sp. 'Atlantis'
- Marsilea minuta: evtl. der zur Zeit akzeptierte botanische Name für Marsilea crenata
- Microsorum pteropus "Petite": sieht M. pteropus "Narrow" sehr ähnlich, aber hat etwas kürzer bleibende und breitere Blätter
- Microsorum pteropus "Serpentifolia"
- Najas graminea: evtl. sind unterschiedliche Najas-Formen unter diesem Namen in Kultur.
- Nechamandra alternifolia subsp. alternifolia: scheint in den USA schon in Kultur zu sein ("Blyxa sp. India"), deutlich breitblättriger als N. alternifolia subsp. angustifolia ("Blyxa cf. vietii")
- Nuphar japonica "Rubrotincta": unterscheidet sich von normaler N. japonica durch rotbraune Unterwasserblätter und sich von gelb nach rot verfärbende Blüten
- Nuphar lutea: die einheimische Teichrose oder Mummel, bildet im Aquarium Unterwasserblätter
- Nymphoides parviflora "Sulawesi": damit ist die "Sulawesi plant", "Lymnocharus sp." gemeint. Ich bin mir mit der Bestimmung als N. parviflora noch nicht ganz sicher
- Ophiopogon jaburan: Nicht aquariengeeignete Pflanze, kommt aber oft in den Aquarienpflanzenhandel
- Pilularia globulifera
- Potamogeton crispus
- Ranunculus aquatilis agg. = Artengruppe Wasserhahnenfuß (die in Europa heimischen Arten)
- Salvinia auriculata: schwierig von Salvinia molesta und S. biloba zu unterscheiden
- Salvinia biloba
- Taxiphyllum sp. "Giant"
- Taxiphyllum sp. "Riam Macan": eins, das auf einer Bucephalandra gefunden wurde. Hängender Wuchs.
- Veronica catenata: einheimische Wasserehrenpreis-Art, als Aquarienpflanze geeignet, aber sehr schnellwüchsig
- Vesicularia sp. "Amazonia Willow Moss": nach Information der Firma Tropica die ursprüngliche Bezeichnung für das "Christmas moss" von Tropica (gelabelt als Vesicularia dubyana "Christmas"). Soll aus Brasilien stammen, dürfte dann weder zu V. dubyana noch zu V. montagnei zählen (beide in Asien heimisch).

Gruß
Heiko
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Beitragvon Pan » 19 Jan 2015 19:41
Hallo Heiko,
die Buce belindae würde ich nicht als fake Catherinae eintragen.
Würde ehr die belindae als Synonym von catherinae eintragen und andersrum.
Bitte nicht mit dem Namen Catherine verwechseln.
Suche mal ein Bild für die DB.
VG Hendrik
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Beitragvon Sumpfheini » 19 Jan 2015 20:55
Hallo Hendrik,
was die wissenschaftl. Artnamen der Bucen betrifft, richte ich mich nach den Papers von Wong & Boyce (siehe flowgrow-aquascaping-network/bucephalandra-viele-neue-arten-t32511-30.html#p268129 und die folgenden Postings).

B. catherineae und belindae sowie die letztens beschriebene B. micrantha werden als äußerlich sehr ähnliche, aber eigenständige, an Blütenmerkmalen (im Paper beschrieben) unterscheidbare Arten aufgefasst. "Fake Catherineae" wird dort als einer der Handelsnamen von B. belindae angegeben.

Aber wer weiß, wie die verschiedenen Sammler und Händler jeweils diese botanischen und Handelsnamen gebrauchen. Die werden sicher keine Blütenstandsmerkmale und Bestimmungsschlüssel checken. Da wird es sicher noch ein großes Kuddelmuddel geben (oder gibt es viell. schon).

Möglicherweise sind die Arten auch jeweils ziemlich variabel, und evtl. gibt's noch weitere sehr ähnliche, aber noch wissensch. unbeschriebene Arten...

Gruß
Heiko
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Beitragvon Sumpfheini » 28 Jan 2015 09:34
Hi,
wie ich auf Fratzenbuch erfahren habe, ist mit zieml. Wahrscheinlichkeit auch die neu beschriebene B. micrantha im Handel als "Fake Catherinae" unterwegs. Noch keine letzte Sicherheit...

Jedenfalls, Gebrauch von wissenschaftl. Artnamen im Handel ist noch keine Garantie, dass die angebotenen Pflanzen richtig benamst sind.

Gruß
Heiko
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Beitragvon Plantamaniac » 18 Apr 2015 05:56
Hallo, habe gestern eine Anubias odorata erworben.
Ist das ein Synonym einer in der Pflanzendatenbank aufgeführten Anubias, oder eine eigenständige Art?
Die Suche im Netz hat keine Erleuchtung gebracht :?
Chiao Moni
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Beitragvon Sumpfheini » 22 Apr 2015 18:08
Hallo Moni, aha, habe den Namen bis jetzt noch nie gehört. Aber im Netz wimmelt es von vorwiegend deutschen Händlerseiten, die was unter dem Namen anbieten. Ja, Anubias odorata gibt offenbar nicht als wissenschaftlichen Namen: http://www.theplantlist.org/tpl1.1/search?q=anubias
Muss ein Fantasiename sein, wer weiß wo der kreiert wurde. Einige Händler bietet sie wenigstens mit Anführungszeichen an, Anubias "odorata", das ist das beste, was man vorläufig in solchen Fällen machen kann.

Falls die eine Wildform und nicht wieder irgendeine obskure Hybride oder In-Vitro-Mutante ist, sieht sie mir auf den Fotos im Netz mit den schmalen Blättern am ehesten nach A. barteri var. angustifolia, barteri var. glabra oder vielleicht auch nach A. afzelii aus. Der Sache kann man natürlich nur mit Blütenstandsmerkmalen und Bestimmungsschlüssel (Crusio) näherkommen, aber falls Hybride, wird man evtl. zu keinem Ergebnis kommen. Vielleicht wissen die Leute vom russischen Anubias-Forum mehr, mal schauen...

Mal wieder so: neue (Handels)Namen werden zusammen mit der Pflanze rausgefeuert, aber sie wird nirgendwo wirklich vorgestellt, über die Hintergründe (z.B. wo gefunden, gezüchtet oder ausgelesen) wird nichts veröffentlicht => "Betriebsgeheimnis". Darum fällt es mir in solchen Fällen immer schwer, die Pflanze in die DB einzupflegen, auch wenn sie unter dem Namen überall zu haben und bekannt ist.

Die Produktfotos von "odorata" scheinen noch nicht mal immer die gleiche Pflanze zu zeigen, auf einem ist eindeutig Anubias barteri var. nana 'Golden Heart' zu sehen.

Gruß
Heiko
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Beitragvon moskal » 22 Apr 2015 19:22
Hallo,

ich würde noch Cryptocoryne noritoi vorschlagen. Die wächst bei mir seit zwei Jahren in normalen Aquarien mit Kies/Sand als Bodengrund in Gesellschaft mit anderen Pflanzen und Fischen. Wasser mit KH 8, gH 13 und 380µS/cm wird genau so vertragen wie weicheres.

Gruß, helmut
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Beitragvon Sumpfheini » 22 Apr 2015 20:20
Hallo Helmut,
moskal hat geschrieben:ich würde noch Cryptocoryne noritoi vorschlagen. Die wächst bei mir seit zwei Jahren in normalen Aquarien mit Kies/Sand als Bodengrund in Gesellschaft mit anderen Pflanzen und Fischen. Wasser mit KH 8, gH 13 und 380µS/cm wird genau so vertragen wie weicheres.
Das finde ich wiederum interessant! Es gibt ja viele aquaristisch so gut wie unbekannte Crypto-Arten - und wenn sich mit Erfahrungen wie deinen belegen lässt, dass die sich gut für Aq. eignen, u. gute Fotos habe, trage ich sie gern in die DB ein. Am besten wäre auch ein Erfahrungsbericht von dir, den ich dann freischalten würde.
Kennst du zufällig auch irgendwelche Artikel über noritoi als Aq.pflanze? Evtl. könntest du als erster in Artikelform darüber schreiben.

Wobei mir einfällt, dass sich wohl in der Zwischenzeit schon wieder viele Bilder und Erfahrungsberichte von Usern angesammelt haben, die ich noch nicht gecheckt u. freigeschaltet habe... :ops:

Gruß
Heiko
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Beitragvon Plantamaniac » 22 Apr 2015 20:39
Hallo Heiko, die Anubias hat längere Stiele und schmälere Blätter als die Anubias barteri var. glabra.
A. barteri var. angustifolia könnte sein. A. afzelii hatte ich schon, muß mal suchen ob die noch da is...die war viel größer und hatte ein dickeres Rhizom als die "odorata".
A. barteri var. angustifolia hatte ich noch nicht, von daher wär es für mich auch kein Beinbruch...
Auf jedenfall steht sie jetzt mit den Wurzeln im Wasser und Blätter emers...warte auf Blüte :grow: dann gibts ein Foto.
Chiao Moni
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Beitragvon Sumpfheini » 22 Apr 2015 22:28
Hallo Moni,
ja, die die ich als echte afzelii kenne (verschiedene Formen!) und u.a. als "congensis" in den Handel kommt, hat auch stärker aufrechte Blätter. Ich dachte nur, dass vielleicht junge, nicht blühende afzelii für was aus der barteri-Gruppe gehalten werden könnte. Ich habe auch immer Schwierigkeiten, verschiedene schmalblättrige Anubiasse aus dem Handel den Varietäten zuzuordnen.
Die Shopfotos von "odorata" zeigen teilw. wirklich ziemlich unterschiedliche Pflanzen... :?
die wird offenbar von Las Lucanas geführt. Von dort sind schon andere eigenwillige Handelsnamen für Pflanzen, die schon unter anderen Namen bekannt waren, gekommen...

Mir fällt da noch eine Kuriosität aus holländ. Gärtnereien ein: Anubias "Ducky". Elliptische, relativ weiche Blätter mit stumpfgrüner Oberseite, ziemlich lange Blattstiele.Wirkt irgendwie nicht wie eine Anubias. Thomas (tom73) hat mir denn auch versichert, dass das gar keine ist, sondern zu Homalomena zählt. Äußerst artenreiche und vielgestaltige Gattung aus dem tropischen Asien, aquaristisch interessant, weil darunter viele Rheophyten sind.

Gruß
Heiko
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Beitragvon Plantamaniac » 23 Apr 2015 08:11
Hallo Heiko, Shopfotos kann man oft nicht zum Bestimmen herranziehen, weil sie einfach irgendeine ähnliche Pflanze als Foto zum Produkt nehmen, dass mit der beschriebenen Pflanze überhauptnichts zu tun hat :?
Oder der Namen taucht irgendwo auf einer Homepage auf und die Suchmaschine nimmt von dort ein X-beliebiges Bild, das da auchnoch rumschwirrt. Alles sehr :glaskugel:
Wenn ich jetzt meine "odorata" fotografiere und hier reinstelle, moppst sie der nächste als Referenz und da haben wir wieder den Salat :lol:
Chiao Moni
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Beitragvon Matz » 02 Mai 2015 12:03
Moin Heiko :-),
die C. lutea "Hobbit" hab' ich mir ja in Hannover auf der Messe zugelegt (von Harald's Stand aus dem "Besprüh-Regal" :D ) in emerser Form. Da waren die Pflanzen relativ dunkelgrün.
Nach nun etwa 2,5 Monaten sind die alten emersen Blätter fast vollständig durch rote submerse Blätter ersetzt worden. Die neuen Blätter sind etwas schmaler, lanzettlicher als die emersen und auch ein kleines Stückchen länger. Die Blattmasse/-anzahl hat sich bei allen nur sehr unwesentlich vermehrt. würde die also eher unter langsam/mittel schnell wachsend einsortieren.

Bilder folgen, sobald meine aktuelle, weisliche Bakterienblüte Geschichte ist. Sollte in ein paar Tagen so weit sein.

Die Pflänzchen stehen in ADA Amazonia II und sind alle problemlos angewachsen (das war ein Töpfchen, welches etwa 4-5 Ableger ergab. KH 3-4, GH 8-9, ca. 22°C, komplette Düngung inkl. CO2 durchgängig, Licht für etwa 6-7 Std./Tag mit: Lichtfarbe: 3x 6500 Kelvin + 1x 4500 Kelvin, Lumen insg.: 2650, CRI 93. Macht 53l/Liter, also schon ordentlich Licht.

Sind wirklich sehr, sehr schöne Pflänzchen :grow: . Wenn sie auf Dauer so klein bleiben auch bestimmt gut als Vordergrundpflanzen in kleinen Grüppchen für etwas größere Becken zwischen hellgrünem Glosso oder HCC zu empfehlen :thumbs: !
Bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Beitragvon Plantamaniac » 13 Mai 2015 05:22
Hallo Heiko, bin die letzte Zeit öfters mal den lateinischen Namen von Creeping-Moos =Vesicularia miquelii gestolpert und wollte fragen, ob es einen Grund gibt, dass der lateinische Namen nicht so in der Datenbank steht?
Ist der umstritten oder neu?
Chiao Moni
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Beitragvon Sumpfheini » 14 Mai 2015 08:59
Hallo Matthias, vielen Dank! :thumbs:
Wenn du ein Foto hast, werde ich es einpflegen und den Eintrag mit vorläuf. Beschreibung online stellen. Dann wäre es super, wenn du deinen Erfahrungsbericht dort hinterlegst, den ich dann freischalten werde.

Hallo Moni,
Plantamaniac hat geschrieben:bin die letzte Zeit öfters mal den lateinischen Namen von Creeping-Moos =Vesicularia miquelii gestolpert und wollte fragen, ob es einen Grund gibt, dass der lateinische Namen nicht so in der Datenbank steht?
Ist der umstritten oder neu?

Den Namen habe ich auch schon auf Shopseiten gefunden - Vesicularia miquelii gibt es als wissenschaftl. Namen wirklich, und in der Malesian Moss Database wird die Art für Malaysia, Neuguinea (Papua New Guinea u. indonesischer Teil - Irian Jaya), die Philippinen und Singapur gelistet. http://lkcnhm.nus.edu.sg/sinu/mal_moss/mal_moss_v.html
Nur das Problem ist, ich finde keine Info darüber, wer mit welchen Mitteln "Creeping moss" aus dem Handel als V. miquelii bestimmt hat. Und welches Moos da wirklich vorgelegen hat - das auf aquamoss.net gezeigte "Creeping", wohl so um 2005 herum fotografiert, sieht mir von der Blättchenform her ziemlich anders aus als das, was ich aus dem Handel kenne. Habe aber auch noch nicht nach wissenschaftl. Beschreibungen von V. miquelii gesucht. So kann ich erst mal nicht beurteilen, wie glaubwürdig die Bestimmung ist.

Im Handel und bei den Raritätenliebhabern tauchen ja immer wieder mal neue Pflanzen unter botanischen Namen auf, und die letzteren stellen sich später oft genug als irrtümlich heraus, wie im Fall von "Pellia endiviifolia" oder "Blepharostoma trichophyllum". Ob durch falsche Bestimmung (vielleicht haben Händler nach halbwegs ähnlich aussehenden Pflanzen gegoogelt und den Namen übernommen? "ID please"-Beiträge in Foren?) oder spätere Verwechslung...
Und gerade bei Vesicularia-Arten ist so was sicher schwer nachprüfbar, weil es geschätzt über hundert Arten und noch keine Revision der gesamten Gattung gibt, so dass auch Bryologen oft keine sicheren Bestimmungen zustande bringen, wenn sie nicht wissen, wo das Moos urspr. aufgelesen worden ist.

Ein Gegenbeispiel ist die Bestimmung von "Queen moss", "Amblystegiaceae sp. Manaus", als Hydropogonella gymnostoma. Darüber gibt es eine richtige Veröffentlichung von einem Bryologen, wenn auch in Japanisch, und was sich an wissenschaftl. Beschreibungen von H. gymnostoma finden lässt, passt genau zum Aquarien-"Queen moss". http://ci.nii.ac.jp/naid/110009662793 Darum finde ich die Benennung in dem Fall glaubwürdig.

Gruß
Heiko
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Beitragvon Plantamaniac » 14 Mai 2015 09:37
Ok, das ist ja mal wieder Kuddelmuddel :glaskugel:
Dann bleiben wir halt bei Creepingmoos :D
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