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Postby Tetrawolf » 27 Mar 2019 13:59
Hallo ihr Lieben!

Nach einer Standzeit von ca 15 Monaten habe ich vor ca 2 Wochen das erste weiße Schneckenhaus entdeckt. Von einer blauen PHS. Hab mir noch nix dabei gedacht, hatte das Problem noch nie. Heute hab ich mit Schrecken festgestellt, dass viele PHS betroffen sind. Ebenfalls eine Piano und eine Rennschnecke. Habe sofort sämtliche Tests gemacht und nix feststellen können. Außer dass ich nicht fähig bin, den Mg Wert zweifelsfrei abzulesen und beim Calcium ists auch nicht viel besser. In einem anderen Thread hab ich gelesen, dass es an einer niedrigen GH liegen könnte. Die hat bei mir 15, also kann ich das mal ausschließen oder? Bis vor 3 Monaten hatten wir aufhärtende Steine im Aq, die kamen aber raus weils einfach zuviel war.
Was meint ihr was es ist? Die PHS hab ich erst ein paar Wochen, aber die anderen schon recht lang ohne Probleme.
PH war die letzten Wochen ca 6,75. Könnte es was bringen, den auf 7 zu erhöhen? Ich möchte irgendwas tun, es macht mich ganz irre, den Tierchen beim Abkratzen zuzusehen :shock:

Verzweifelte Grüße
Schöne Grüße
Wolfgang und Claudia
Tetrawolf
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Postby Carlhigh » 27 Mar 2019 14:27
Moinsen ?

bei mir hat Mironekuton Pulver sehr schnell Abhilfe geschaffen, die Schnecken werden auch wieder viel größer.
Grüße, Carlo
Carlhigh
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Postby Tetrawolf » 27 Mar 2019 14:37
Ja das Zeug ist toll, die Garnelen lieben es auch. Es kommt nach jedem Ww mit rein.
Die beiden Pomacea hat es auch erwischt hab ich grad gesehen. Es muss ja schon was Gravierendes sein :(
Schöne Grüße
Wolfgang und Claudia
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Postby Plantamaniac » 27 Mar 2019 14:47
Hallo, wie oft machst Du Filter und Bodengrund sauber?
Ich habe da direkte Zusammenhänge feststellen können.
Wenn man das nicht zu sehr zumulmen läßt, sind die Gehäuse bedeutend besser bzw. wunderbar.
Das Problem ist, Du kannst füttern was Du willst, das nützt alles nichts, wenn irgendwas das Calcium wieder aus den Gehäusen rauslöst. Und das kannst Du durch relative Sauberkeit beeinflussen.
Probier es aus...
In Diskus oder Hochzuchtgarnelenbecken, die sauber gehalten werden, sind die Schneckengehäuse sehr schön, obwohl der Leitwert ehr niedrig gefahren wird.
Man könnte jetzt auch versuchen KH und oder PH anzuheben, das hilft trotzdem nicht viel und ist ungünstig für die Pflanzen.
Chiao Moni
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Postby Tetrawolf » 27 Mar 2019 16:17
Filter und Schläuche ungefähr alle 4-6 Wochen, Mulm absaugen auch so in etwa. Ist das zu wenig?
Schöne Grüße
Wolfgang und Claudia
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Postby Plantamaniac » 27 Mar 2019 16:34
Hei, die Zeit ist relativ.
Einfach schauen, ob zu viel da ist und das zuviel entfernen.
Chiao Moni
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Postby Tetrawolf » 27 Mar 2019 16:50
Ja dann kann ich das auch als Grund ausschließen. Danke trotzdem für Eure Antworten.
Schöne Grüße
Wolfgang und Claudia
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Postby moskal » 27 Mar 2019 19:23
Hallo,

Schnecken sind nicht wirklich mein Thema aber das mit den sich anlösenden Häusern kenne ich. Und ich frage mich, ob das überhaupt Kalk ist, das sich löst oder nicht irgendein anderer Bestandteil des Geäuses. Hier gibts gesunde Schnecken bei gH/KH 0 und löchrige in Kalkwasser. In Aquarien die noch nie Aquariendünger gesehen haben oder in gedüngten, mit CO2 und ohne. Scheint alles kein Einfluss zu haben.

Gruß, helmut
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Postby Tetrawolf » 27 Mar 2019 20:17
Ja Helmut, da hast du wohl Recht :?
Schöne Grüße
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Postby moskal » 28 Mar 2019 07:07
Hallo,

habe ein wenig nachgedacht und in altem Sand aus stillgelegten Aquarien gewühlt. die Turmdeckelschnecken sind nicht oder bei weitem nicht so stark wie z.B. Posthornschnecken betroffen. Kann sein, daß sich die Gehäuse der Turmdeckelschnecken in der Machart von den anderen unterscheiden aber auch, daß sie was im Boden aufnehmen, das essenziell zum Erhalt und/oder Neubildung des Gehäuses ist, das sich nicht mehr an den Oberflächen im Aquarium findet. Irgendwas, das sich mit Phosphat verbindet und dann nicht mehr für die Oberflächenschnecken erreichbar ist vielleicht? Das würde zu den Beobachtungen von Moni passen.

Anderer Lösungsansatz: Manche Schwebealgen bilden Strategien gegen Bedrohung durch Wasserflöhe, wenn es zu viele davon gibt schließen sie sich zusammen und bilden Dornen. Sie sind dann immernoch klein genug zum schweben aber zu groß als Futter für Daphnien. Die Daphnien verhungern dann in schönstem grünen Wasser oder gehen an den Dornen ein. Könnte ja sein, daß es ähnliche Abwehrmechanismen von Algen gegen Schnecken gibt. Den Verdacht, daß einige Algenarten wenn sie sich im Aquarium etabliert haben ungeniesbar für Fressfeinde werden habe ich schon lange. Vielleicht auch giftig? Das müssen jetzt keine für uns so ohne weiteres optisch wahrnehmbare Algen sein, die Meisten sehen wir so und so nicht mit blosem Auge.

Gruß, helmut
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Postby Plantamaniac » 28 Mar 2019 07:21
Hei, die Beobachtung mache ich schon seit Jahren, das Schnecken in neuen Becken tadellos sind, und nach ca. einma Jahr anfangen diese Schäden zu bilden. Das ist genauso wie bei Bienengarnelen. Die können in normalen Gesellschaftsbecken wunderbar leben. Und nach einem Jahr fangen sie plötzlich an zu sterben.
Mit ständigem, mühevollem sauber machen, kann man beiden helfen.
Oder wenn wenig Bodengrund da ist.
In Wasserpflanzenresteeimern draußen werden die Schnecken wunderschön, ohne Filter und ohne Boden.
Was ich auch meine, was unlogischerweise hilft, ist Huminsäuren. Zb. Erlenzapfensud.
Der scheint irgendwas zu bewirken.
Ja, die Schnecken haben eine "Chitinschicht" als äußerste Gehäuseschicht. Wenn die verletzt ist, schreitet das ganze noch schneller voran.
Für mich ist klar, das es mit Filter und Boden zu tun haben muß, weil wenn ich die sauber mache..zb. einen HMF, geht es wieder eine Weile.
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Postby moskal » 28 Mar 2019 07:48
Hallo Moni,

betrifft das bei dir auch vor Allem die nicht im Boden lebenden Schnecken?
Noch eine Theorie: Die Turmdeckelschnecken im Boden leben im Schlaraffenland und lassen den Kollegen oben nichts von dem ominösen essenziellen übrig. Sauberer oder wenig Boden bedeutet weniger Turmdeckel, das sind dann drastisch weniger Schnecken überhaupt und für die schönen Schnecken von oben bleibt mehr über? Das würde auch zum Resteeimer passen. Ich mach mal nen Gurkenglas Feldversuch mit viel Boden ohne Turmdeckel.

Apropos Resteeimer, das Ding ist wohl das sonderbarste in der Aquaristik überhaupt. In dem sind bei mir schon unbemerkt Fische groß geworden, Pflanzen bestens gediehen und dabei Algen und Cyanos losgeworden... nur Raumlicht, kein extra Dünger oder sonstwelche Pflegemaßnahme. Ich hätte gerne so stabile und offensichtlich gesunde Verhältnisse in den Aquarien wie im seit jahren betriebenen Resteeimer den ich einfach nur ignoriere und einfach alles was nicht sofort weggeschmissen wird reingebe, aus dem ich Blumen giese und der mit egal welchem Wasser aus egal welchem Aquarium im laufenden Betrieb wieder befüllt wird. Auch aus Aquarien mit Schieflage. Im Eimer scheint das egal. Die meisten Pflanzen finden nach Resteeimerkur wieder ins Aquarium. Und wenn da nicht gerade versehentlich Fische drin groß werden hat es da Daphnien.

Gruß, helmut
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Postby Kejoro » 28 Mar 2019 08:03
Hi,

dann steuere ich noch was bei.
Ich habe keine TDS in den Sandbecken und die PHS haben dennoch Gehäuseschäden, dabei ist die Härte egal. Habe von GH 0,25 bis GH 20 °dH alles durch. KH von ~0 bis 10°dH.
Die Schnecken werden bei mir auch nicht allzu groß. Höchstens 1cm, dannach war's das. Ich vermute, dass sie schlichtweg verhungern.
Btw: alles Filterlos, nur gerührt. Mulm wird regelmäßig abgesaugt.
Bestes Wachstum kann ich hingegen bei den Derowurm-Gefäßen beobachten. Die Tiere stehen im Futter (Spinatblatt auf 300ml) und dort sind Größen bis 2cm kein Problem.

@Helmut:
Fahre mit den Pflanzen aus dem Resteeimer mal ein Aquarium ein :D Das würde mich sehr interessieren, wie sich das entwickelt. Ich würde es ja selbst durchführen, aber bis meine kleine Anlage kommt, dauert es noch ein kleines Weilchen.

Schöne Grüße
Kevin
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Postby Plantamaniac » 28 Mar 2019 08:07
Hei, nee, bei mir haben auch die TDS im Boden mehr oder weniger Gehäuseschäden.
Bei mir sind halt auch keine Co2 Anlagen in Betrieb und manche Pflanzen holen sich das Hydrogencarbonat.
Biogene entkalkung hab ich trotzdem nur, wenn das Licht zu lange an is...zb. wenn ich was gemacht habe und vergesse den Stecker zurück in die Zeitschaltuhr zu stecken...
Bei mir ist auch oft mal dezenter Säuresturz, was den Tieren aber ehr entgegenkommt.
Das hat ja auch indirekt mit "Dreck" zu tun und ist auch sehr, sehr mühsam zu verhindern, das der PH abrauscht.
Besonders in den Becken, die wegen den Insassen einen niedrigen Leitwert haben müssen.
Ok, da kann Humin natürlich helfen, den Ph auf 6,2 einzustellen. Und löst das Huminpräparat evt. Calcium aus dem Mulm zurück?
Wobei Bienengarnelen damit keine Probleme haben dürften..die mögen es ja noch niedriger...
Mich würde ja jetzt mal interessieren, wie es mit andern HMF Becken oder echten, langjährigen Altwasserbecken aussieht? Ob da bei andern auch Gehäuseschäden dran sind?
Leute mit großen Außenfiltern machen ja auch seltener den Filter sauber.
Meine 3 Becken mit Bodenflutern haben schreckliche Schnecken...tut mir unglaublich leid, aber ich kann es selbst mit größter Mühe nicht verhindern...
Das einzige, was hilft, perfekte Schnecken zu haben, ist ein neues Becken aufsetzen..dann is es eine Weile gut...
Ich hab seit 2008 alle Mittel durch, weil ich liebe Schnecken sehr und besonders etwas ausgefallenere Arten haben es mir angetan. Im Moment habe ich Pianoschnecken mit Nachwuchs. Übernahme einer Beckenauflösung.
Der Vorbesitzer hat mit Natriumcarbonat hantiert...wie er behauptet...er hat das wiederum von einem andern bekommen und sollte davon immer ein wenig ins Becken tun, tja, das hat wohl geholfen...aber das ist Soda und mir suspekt, es ins Becken zu geben. Besonders da die Dosierungsempfehlung Pi x Daumen ist..
Natriumhydrogenkarbonat habe ich schon vor Jahren versucht, das hat nix geholfen und gibt ja bei der Zersetzung Kochsalz ab..muß auch nicht unbedingt sein... 3g auf 100 Liter erhöhen die KH um 1°. Damit kann man arbeiten...
Vielleicht versuche ich das nochmal an einem Becken, wo der PH immer abrauscht...ins Wechselwasser eingerührt.
Oder auflösen in 1 Liter Wasser und nach und nach zugeben.
Es liegt mir schon sehr am Herzen, das zu ergründen...mit tut es immer weh, wenn meine Schnecken so verkrotzt sind.
Mir ist klar, das es mit den Filtern und dem Boden zusammenhängen muß. Da finden Vorgänge statt, die die Gehäuse auflösen. Soo, und ich geh jetzt Filter putzen ;-) Das ist turnusmäßig eh fällig...

Ein Biologe, der sich hier auch tummelt, hat Chelatoren im Verdacht. Und meinte, ich soll die Düngerei mal lassen, oder Dünger ohne Chelatoren selber basteln...dazu fällt mir nur ein, das betreffende Becken ausschließlich mit Brennesseln zu füttern. Da ist alles enthalten, was ein gesundes Pflanzen und Schneckenwachstum erfordert.
Also raus, Brennesseln ernten ;-)

Auf jedenfall werde ich meine blauen Hochzuchtposthornschnecken :wink: jetzt wieder in den Garten auslagern...
Schade um die hübschen dunkelblauen Häuschen...
Vielleicht sollte ich die Pianos auch mal im Sommer raus in die Medakapötte tun?
Im Moment habe ich ja genug, schaun mer mal...

Die Meinung von Maike Wilstermann-Hildebrand würde mich auch mal interessieren..sie ist ja auch Schneckenjunkey.
Glaube aber sie hat es auch noch nicht wirklich ergründet. Ebenso wie Alexandra Behrend. Hat jemand ihr Schneckenbuch? Steht da was zum Thema mit drin?
Hatte letztens mal geguckt, ob es das schon gebraucht gibt...aber kein Chance...
Wenigstens anschauen würde ich es, bevor ich es kaufe...wenn nix Neues drin steht, ist es für mich uninteressant, 30€ auf den Tresen zu werfen.
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Postby moskal » 28 Mar 2019 08:21
Chelatoren aus Düngernglaube ich nicht. In meinen früheren Amphibienbecken war da sicher nichts von vorhanden und mit den Schnecken war es das selbe. In den nur mit Laub und ein wenig Lehm von draußen gedüngten Gefäßen haben die Schnecken auch schäden oder warum auch immer nicht den Zusammenhang gibt es meiner Meinung nach nicht. Genauso wie ich hier keinen Unterschied zwischen CO2 Ja/Nein oder Biogener Entkalkung oder nicht feststellen kann.

Gruß, helmut
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