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Beitragvon Papierfisch » 30 Okt 2018 14:42
Hallo,
Ich liebe Pflanzen und mein Ziel ist es mal ein richtig schönes Pflanzenbecken anzulegen und zu pflegen. Bisher hat das nie geklappt. Als Kind hatte ich mal ein Aquarium und nun seit einem Jahr ein 240l Aquarium mit dem ich im Prinzip ganz glücklich bin, nur leider wachsen meine Pflanzen einfach nicht richtig, es gibt viele Kieselalgen und einige Pinselalgen. Ich dünge gar nicht, weil ein Versuch mit Eisendünger mal zu Pinselalgen geführt hat.

Seit einigen Wochen beschäftige ich mich jetzt sehr intensiv mit den Themen Licht, CO2 und Düngung und Pflanzen. Dieses Forum ist dafür ein wahrer Schatz. Ich bin nun so weit, dass ich weiß, dass in meinem Becken CO2 fehlt und ich habe vor, mir eine C02-Anlage anzuschaffen. Allerdings habe ich nun auch einmal die Lichtmenge meiner 2 Lampen zusammengerechnet und komme auf den traumhaften Wert von 0,25 W/l. Hier müsste also auch noch eine vernünftige Alternative her. Ich scheue mich hier aber an der Stelle nach einer Lichtstarken LED von 120cm zu schauen, weil das wohl sehr teuer wird. Das Becken ist ja sehr tief, deshalb müsste man da sicher ordentlich Licht reinleiten.

Also Plan B: CO2-Anlage kaufen und mein kleines 60x30x30 Becken mit einer RGB LED aufzurüsten. Hier bin ich gerade am Suchen und finde nichts, was auch für ein geschlossenes Becken passen würde. Habt ihr da einen Tipp?
Parallel zu der CO2- und Lichtsache möchte ich mich nun mit dem Düngen auseinandersetzen und meine Wasserwerte kennenlernen. Ich überlege nun Tröpfchentest zu bestellen und möchte nicht unnötig Geld ausgeben. Reicht es, einen Test für NO3, Phosphat, Eisen und Kalium zu kaufen?

Ich freue mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt und mir helfen könnt, den ich möchte endlich mal ein Becken mit gesunden Pflanzen haben :grow:

Danke!
Laura
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Beitragvon copalethri » 30 Okt 2018 16:54
Papierfisch hat geschrieben:Also Plan B: CO2-Anlage kaufen und mein kleines 60x30x30 Becken mit einer RGB LED aufzurüsten. Hier bin ich gerade am Suchen und finde nichts, was auch für ein geschlossenes Becken passen würde. Habt ihr da einen Tipp?
Parallel zu der CO2- und Lichtsache möchte ich mich nun mit dem Düngen auseinandersetzen und meine Wasserwerte kennenlernen. Ich überlege nun Tröpfchentest zu bestellen und möchte nicht unnötig Geld ausgeben. Reicht es, einen Test für NO3, Phosphat, Eisen und Kalium zu kaufen?

Ich freue mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt und mir helfen könnt, den ich möchte endlich mal ein Becken mit gesunden Pflanzen haben :grow:

Danke!
Laura


Hallo Laura,
zu Plan B - ich nutze seit Jahren Beleuchtung von GHL und auch die RGB-LED, seit dem es diese gibt - nähere Informationen dazu findest Du: hier - ich bin hier allerdings eher der Exot bei diesen Leuchten, wie ich schnell erkennen durfte...die Qualität dieser Leuchten und auch das Zubehör sind meiner Meinung nach außergewöhnlich gut und haben dementsprechend auch ihren Preis...Eins noch, Leuchtstärke ist beileibe nicht alles, das richtige Spektrum hat einen ähnlichen Stellenwert....
Ähnliches gilt auch für Deine Tests, zu den von Dir genannten würde ich noch Calcium/Magnesium-Tests hinzufügen, da das Verhältnis dieser beiden Komponenten für den gesamten Düngeerfolg mitentscheidend sein kann...alle diese Tests bekommst Du in hoher Qualität von Macherey Nagel... :thumbs:
Viele Grüße, Kay.
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Beitragvon Papierfisch » 30 Okt 2018 18:08
Vielen Dank für deinen Tipp! Die Lampe sieht auf jeden Fall geeignet aus, um sie im Becken zu installieren. Ich möchte gern auch Perlkraut pflegen, und da benötigt man wohl laut Lichtrechner 0,9w/l. Bei einem 54l Becken benötigt eine Lampe dann 48 W. Nun habe ich keinen besonders guten Überblick über den LED Lampen Markt, aber bisher habe ich nur Lampen gesehen, die darunter lagen. Die vorgeschlagene hat z.B. 36,5 W. Ich möchte eigentlich nur eine Lampe kaufen und nicht mehrere, aber gibt es das überhaupt? Oder habe ich einen Denkfehler?
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Beitragvon copalethri » 31 Okt 2018 13:25
Hallo Laura,
tatsächlich verwendet an bei LED Mitras Daylight besser die Lumen/Liter und dann kommt man auch bei 1 Leuchtbalken bereits auf ca. 50L/Liter - dass wird als hohe Beleuchtungsintensität im Lichtrechner für Dein AQ eingestuft - damit kannst Du locker Dein Perlkraut kultivieren. :pfeifen:
Viele Grüße, Kay.
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Beitragvon Wuestenrose » 31 Okt 2018 15:40
'N Abend...

copalethri hat geschrieben:Eins noch, Leuchtstärke ist beileibe nicht alles, das richtige Spektrum hat einen ähnlichen Stellenwert....

Schön, daß du diesen Werbespruch von GHL so vorbehaltlos übernimmst. Da habe ich aber schon die Frage, was ist für dich "das richtige Spektrum"? Besitzen dann die Leuchten anderer Hersteller ein falsches Spektrum?

I.d.S.
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Beitragvon Papierfisch » 31 Okt 2018 16:16
copalethri hat geschrieben:Hallo Laura,
tatsächlich verwendet an bei LED Mitras Daylight besser die Lumen/Liter und dann kommt man auch bei 1 Leuchtbalken bereits auf ca. 50L/Liter - dass wird als hohe Beleuchtungsintensität im Lichtrechner für Dein AQ eingestuft - damit kannst Du locker Dein Perlkraut kultivieren. :pfeifen:


Danke, das wusste ich nicht.
Ich habe mir parallel noch die Twinstar RGB LED Lampe angeschaut, die auf ein offenes Becken kommt - nun überlege ich, ob ich vielleicht diese Lampe nutze und mein Becken offen lasse. Allerdings hat mein Becken nur 4mm Glasstärke und die Lampe braucht 6-8mm... Entscheidungsfindung dauert an :smile:
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Beitragvon copalethri » 31 Okt 2018 17:53
Wuestenrose hat geschrieben:'N Abend...

copalethri hat geschrieben:Eins noch, Leuchtstärke ist beileibe nicht alles, das richtige Spektrum hat einen ähnlichen Stellenwert....

Schön, daß du diesen Werbespruch von GHL so vorbehaltlos übernimmst. Da habe ich aber schon die Frage, was ist für dich "das richtige Spektrum"? Besitzen dann die Leuchten anderer Hersteller ein falsches Spektrum?

I.d.S.
Robert


Hallo Robert,
hm, ich kann mehreres nicht erkennen:
- selbst auf GHL gibt es einen solchen "Werbespruch" nicht, auch wenn die Thematik dort aufgegriffen wird...meine Aussage bezüglich Leuchtstärke und Spektrum ist allgemeingültig und hat mit irgendwelchen Herstellern gleich gar nix zu tun...
- GHL wirbt nicht damit, die Einzigen zu sein und ich habe das so auch nicht behauptet...
- weder GHL noch ich haben behauptet das die Leuchten anderer Hersteller ein "falsches" Spektrum haben
- was ist eigentlich Dein Problem?
Viele Grüße, Kay.
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Beitragvon Wuestenrose » 01 Nov 2018 02:13
Morgen...

copalethri hat geschrieben:hm, ich kann mehreres nicht erkennen:
- selbst auf GHL gibt es einen solchen "Werbespruch" nicht, ...

Wortwörtlich nicht, aber:

GHL hat geschrieben:Stellen Sie – in Verbindung mit dem ProfiLux Aquariencomputer – das Lichtspektrum (Bereich ca. 380-700 nm) und die Lichtleistung in weiten Bereichen exakt nach Ihren Wünschen ein und geben Sie Ihren Pflanzen, Fischen und Korallen genau das Licht, das sie für gesundes Wachstum benötigen.


Also doch "richtiges Spektrum".

Aber schön, daß du meiner Frage, was denn für dich ein "richtiges Spektrum" sei, so gekonnt aus dem Weg gegangen bist.

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Beitragvon nik » 01 Nov 2018 07:01
Hallo Kay,

copalethri hat geschrieben:- was ist eigentlich Dein Problem?

nicht seins, es ist deins. Die Lichtintensität hat für Pflanzen so viel mehr Bedeutung, dass die Unterschiede aus "richtigen" oder "falschen" Spektren im Rahmen auch nur halbwegs üblicher aquaristischer Lichter schlicht vernachlässigbar sind. Ein schöneres, besseres, farbwiedergabetreues Spektrum dient zuallererst der Bespaßung des Betrachters.

Es ist im Grunde sehr einfach: für die Pflanzen Lichtquantität, für den Betrachter Lichtqualität.

Das ist übrigens ein alter, schon hier im Flowgrow und noch früher abgetragener Hut. Lässt sich hier sicher genaueres finden, wenn es Robert dir nicht direkt präsentiert. Ansonsten schau dir mal Lektüre zum gewerblichen Pflanzenbau unter Glas an.

Gruß Nik
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Beitragvon moskal » 01 Nov 2018 08:45
Hallo,

kurz noch zu den Ca/Mg-Tests:
kann sein, daß die Mg-Tests besser geworden sind aber der den ich kannte war so eine Art von nicht ablesbar. Der Ca-Test hat einen besseren Eindruck gemacht und wenn Ca und gH bekannt sind lässt sich Mg ausrechnen. Ich verwende keine der beiden Tests, da per Jahresmittelwertanalyse des Wasserversorgers die Werte genauer als ich sie jemals messen kann vorliegen. Was ich ins Wasser schütte weiß ich und damit lässt sich alles rechnerisch genau ermitteln.

Gruß, helmut
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Beitragvon copalethri » 01 Nov 2018 11:35
moskal hat geschrieben:Hallo,

kurz noch zu den Ca/Mg-Tests:
kann sein, daß die Mg-Tests besser geworden sind aber der den ich kannte war so eine Art von nicht ablesbar. Der Ca-Test hat einen besseren Eindruck gemacht und wenn Ca und gH bekannt sind lässt sich Mg ausrechnen. Ich verwende keine der beiden Tests, da per Jahresmittelwertanalyse des Wasserversorgers die Werte genauer als ich sie jemals messen kann vorliegen. Was ich ins Wasser schütte weiß ich und damit lässt sich alles rechnerisch genau ermitteln.

Gruß, helmut


Hallo Helmut,
wie es aussieht, hat da u.U. jeder (s)eine individuelle Situation vor Ort, da ich z.B. VE-Wasser verwende und entsprechend aufbereite nützen mir die Werte meines Versorgers nicht wirklich. Weiterhin konnte ich aus der Bucht recht günstig ein MN-Photometer ersteigern und mit dem Testkit Nanocolor Härte Ca/Mg ist m.E. eine recht präzise Bestimmung dieser Werte möglich und ich bekomme über diesen 1 Test gleich 3 Werte ermittelt - hat mir schon sehr geholfen.
Viele Grüße, Kay.
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Beitragvon copalethri » 01 Nov 2018 12:26
nik hat geschrieben:
Es ist im Grunde sehr einfach: für die Pflanzen Lichtquantität, für den Betrachter Lichtqualität.



Hallo Nik,
ohne diesen "alten Hut" wieder vorzukramen - die o.g. Aussage ist in Ihrer Allgemeinheit zu platt - bezogen auf Süßwasseraquaristik sicherlich durchaus passend. Anders formuliert, ich würde nicht auf den Gedanken kommen, bei vergleichbarer Lichtintensität den Mitras Lightbar Deep Actinic LB(um bei GHL zu bleiben) für ein Süßwasser-Pflanzenbecken zu verwenden, sondern immer den Daylight LB - erst recht ohne Profilux.
Viele Grüße, Kay.
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Beitragvon moskal » 01 Nov 2018 16:59
Hallo Kay,

ich verwende bei mir in weiten Strecken Osmosewasser und alles Ca-Mg was da rein kommt ist mir bekannt weil ich das gezielt zugebe. In der Süßwasseraquaristik wird das nicht nennenswert verbraucht und fällt mit nichts aus, wozu also messen? Wenn ich Leitungswasser verschneide ist mir auch alles nötige zum berechnen bekannt.
Aber hauptsächlich habe ich gemeint, daß sich nach meinem (möglicherweise nicht mehr aktuellem) ein paar Jahre altem Wissenstand Mg viel besser über Ca und gH errechnen lässt als sich der Mg Test für sich ablesen lässt.

ohne diesen "alten Hut" wieder vorzukramen - die o.g. Aussage ist in Ihrer Allgemeinheit zu platt - bezogen auf Süßwasseraquaristik sicherlich durchaus passend.
wir sind hier aber in der Süßwasseraquaristik und danach wurde auch gefragt.

Gruß, helmut
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Beitragvon nik » 01 Nov 2018 19:45
Hi Kay,
copalethri hat geschrieben:
nik hat geschrieben:
Es ist im Grunde sehr einfach: für die Pflanzen Lichtquantität, für den Betrachter Lichtqualität.



Hallo Nik,
ohne diesen "alten Hut" wieder vorzukramen - die o.g. Aussage ist in Ihrer Allgemeinheit zu platt - bezogen auf Süßwasseraquaristik sicherlich durchaus passend. Anders formuliert, ich würde nicht auf den Gedanken kommen, bei vergleichbarer Lichtintensität den Mitras Lightbar Deep Actinic LB(um bei GHL zu bleiben) für ein Süßwasser-Pflanzenbecken zu verwenden, sondern immer den Daylight LB - erst recht ohne Profilux.

okay, dann hätte ich ein paar Fragen an dich.

Was veranlasst dich bei meiner im Kontext Flowgrow / Wasserpflanzen / Beleuchtung erfolgten Äußerung "auch nur halbwegs üblicher aquaristischer Lichter" mir mit deep actinic zu kommen?

Was veranlasst dich zu der Annahme, dass Lichtintensität für ^^ deine Meerwasserpflanzenaquaristik nicht eine vergleichbare Rolle spielt?

Oder anders: was ist an o.g. Aussage in Ihrer Allgemeinheit zu platt?

Unbeantwortet/unbelegt blieb immer noch die grundsätzliche, alles auflösende Frage an dich: was ist "das richtige Spektrum", das einen "ähnlichen Stellenwert ... wie Leuchtstärke" hat?

Beim Mg bin ich auf einem vergleichbaren Stand wie Helmut. Schön, wenn es inzwischen erschwingliche & brauchbare Mg-Tests geben sollte, nur braucht die kein Mensch, weil bei einer idR. vorhandenen Trinkwasseranalyse eine rechnerische Betrachtung/Düngung völlig ausreicht. Ist aber okay, wenn jemand dem Hobby Reagenzien schütteln frönt oder Messfehlern auf die Spur kommen will. ^^

Gruß Nik
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Beitragvon Papierfisch » 01 Nov 2018 20:42
Ich danke euch für den Tipp, das Ca-Mg-Verhältnis über die Berichte vom Wasserversorger zu ziehen. Die Daten gibts im Internet, gar kein Problem also. Ich werde mir erstmal nur NPK kaufen, weil ich hoffe, einen Eisenmangel an den Pflanzen zu erkennen.

Nochmal zurück zur Lichtfrage. Ich bin eben über die HeliaLux Spectrum 600 von Juwel gestolpert. Laut Lichtrechner würde die Lampe ausreichen um eine hohe Beleuchtungsstärke ins Becken zu bekommen (60 x 30 x 30). Die Lampe hat 140 lm/Watt (also 4000 Lumen?) und 29 Watt. Ich kann das irgendwie kaum glauben, kennt jemand die Lampe? Stimmt das mit der Lichtleistung? Die wäre ziemlich gut, weil sie auch in ein geschlossenes Becken passen würde und unkompliziert zu bekommen ist.
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