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Beitragvon Aquariophilo » 08 Jul 2013 21:58
Hallo liebe Flowgrower,

endlich ist es auch mir vergönnt, hier ein Aquascape zu präsentieren. Nach monatelanger Planung (siehe hier) und einigem Hin und Her habe ich endlich sämtliche "Zutaten" zusammengetragen und installiert, sodass sich nun mein erstes Aquascape im Aufbau befindet.
Das Becken soll nach Niks Prinzip der Pflege der Mikroflora betrieben werden.
Ich hoffe damit zu zeigen, dass man auch mit einem Sandbecken mit ein wenig Erfindergeist ein tolles Scape mit viel Hardscape auf die Beine stellen kann, das sich hinter Soilbecken nicht zu verstecken braucht. Aber warten wir es ab...

Die Eckdaten:

Hardware & Technik:

  • ADA Cube Garden 60p 60x30x36 cm (LxBxH) Weißglasbecken
  • DIY Abdeckleuchte aus 3mm PVC Platten, weiß
  • 2x24W T5 + Dennerle Reflektoren, Osram 965 & 940 Röhren
  • Filterlos, Hydor Seltz L20 Strömungspumpe mit 700 l/h Nennumwälzvolumen
  • Hydor Inline-Regelheizer 200W
  • DIY Acrylglaswaren, siehe hier
  • 500g CO2-Druckgasanlage mit Nachtabschaltung
  • DIY CO2-Inline-Aussenreaktor liegend, nach dem Prinzip einer Paffrath'schen Rinne
  • Hintergrundbeleuchtung: 2mm Milchglasplatte mit 49 % Lichtdurchlässigkeit, 13W T5 Baumarkt-Unterbauleuchte

Bodenaufbau:

  • 3mm PVC-Hartschaumplatte
  • Granatsand 0,25-0,5mm Sieblinie

Hardscape:


Pflanzenliste (vorläufig):


Taxiphyllum barbieri
Vesicularia montagnei "Christmas Moss"
Fissidens fontanus
Fontinalis antipyretica var. gigantea
Bolbitis heteroclita "difformis"
Hydrocotyle cf. tripartita
Elatine triandra
Marsilea spp.
Rotala sp. 'Colorata'
Hemianthus sp. "Amano Pearl Grass"

Außerdem noch eine grüne Rotala ähnlich wie
Rotala rotundifolia 'Pink'

und ein paar Miniableger einer Cryptocoryne, die ich durch stetiges Beschneiden in dieser Bonsaifassung halten möchte, mal sehen ob das klappt...

Und nun gibts Bilder des Aufbaus (manche in recht miserabler Qualität, sorry). Der Rest mit Bepflanzung und Wässerung morgen ;-)

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Liebe Grüße
Stefan

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Zuletzt geändert von Aquariophilo am 08 Jul 2013 22:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Aquariophilo » 08 Jul 2013 22:08
Und noch ein paar nette Detailansichten der - wie ich finde - sehr schönen Steine und ein Blick auf die Technik.

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Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon nik » 09 Jul 2013 08:13
Hallo Stefan,

verfolge ich halt mal . . .

. . . sehr interessiert. ;) Optisch ist das schon sehr ansprechend. So limitiert ist man mit Sand, Geringfilterung und Wasserdüngung gar nicht. Ich steuere einfach mal meine Erfahrungen bei. Ich komme ja wegen meiner ablenkenden Neugier nur selten zum Scape. Eigentlich nur einmal hat sich was nettes ergeben, habe es aber nicht gezeigt, weil ich es nicht auf den Punkt bringen konnte. Heute wüsste ich das Problem zu lösen.

Ein Nachteil ist das Problem mit dem Substratanstieg, was ich über zwei Möglichkeiten löse.
- Steinaufbau und bepflanzen, wobei die vollständige Wasserdüngung das gut ermöglicht. Es ist egal ob die Pflanze im nährstofffreien Sand oder gleich substratlos sitzt.
- die andere ist gleich über Pflanzen entsprechende Steigungen zu erreichen und nur einen Stein(/e) passend für den optischen Eindruck reingesetzt. Also ähnlich dem Prinzip der Pflanzenstraßen ohne das formal so streng zu handhaben.

Mein großes Problem waren die Stängelpflanzen! Da gibt es ein Problem, weil man die wegen des nährstofflosen Substrats nicht runterschneiden kann. Die Reste bekommen nichts aus dem Sand und auch wegen fehlender Blattmasse nicht aus dem Wasser. Neutriebe kommen deshalb nur klein und langsam. Man kann nur mit Kopfstecklingen arbeiten, die verzweigen aber nicht. Das Problem hat zufällig eine Lösung erfahren und zwar über den Test von ML/Bio Carbon. Das ist zum Einen ein netter Wuchsverstärker, besser als EC, und zum Anderen fördert es deutlich die Verzweigung von Stängelpflanzen. Die verzweigten Pflanzen kürzt man entweder über das Neusetzen als Kopfsteckling(busch) oder schneidet sie bei ausreichend verbleibendem Rest runter. Im Grunde ist damit mein letztes wirkliches Problem bei der Gestaltung gelöst. Falls du Stängel in deinem Scape verwendest, kann ich dir das nur dringend empfehlen.
Und wenn schon Microbe Lift, dann empfiehlt sich fürs Einfahren der ML/Special Blend. Das Becken vom Sascha(Bocap) kennst du? Ich habe auch noch per PN Rückmeldung von einem weiteren Becken. Selbst verwende ich es auch und auch wenn ich das nicht abschließend beurteilen mag, so scheint es so hilfreich zu sein, dass ich dafür eine Empfehlung ausspreche. Wahrscheinlich ist es allgemein günstig, aber zu Geringfilterung, Sand, Wasserdüngung passt es wie Arsch auf Eimer.

Scape it!

Gruß, Nik
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Beitragvon Aquariophilo » 09 Jul 2013 08:24
Hallo Nik,

schön, dass Du mit im Boot bist ;-)
Das mit den Stängeln hatte ich in meinem letzten Becken (Kies als Bodengrund, ungedüngt) gar nicht so als Problem in Erinnerung. Nach dem Rückschnitt sind die verbliebenen Reste schon wieder ausgetrieben, nach ca. 1 wöchiger Wachstumspause. Man darf halt nicht 1 cm über dem Bodengrund einkürzen...

Das Becken von Sascha verfolge ich natürlich sehr interessiert, bis jetzt versuche ich jedoch erstmal ohne die ML Produkte klarzukommen, mal sehen, ob sich eine Notwendigkeit für die ergibt.

Jetzt mache ich mich erstmal ans Bepflanzen :gdance: :grow:
Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon nik » 09 Jul 2013 08:35
Hallo Stefan,

jetzt schlägst du die Tipps in den Wind! :lol: Ist okay. Wenn du schon gute Pflanzen hast, dann kannst du das auch so recht sicher starten. Es ist aber erstaunlich was sich mit dem ML/SB wieder gerade ziehen lässt - du hast vermutlich meinen miserablen Beckenstart mit (schlechten) Pflanzen aus dem örtlichen Handel gesehen - und wenn du EC bestimmmungsgemäß nutzt, dann ist das ML/BC die bessere Wahl.

Scape on!

Gruß, Nik
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Beitragvon bocap » 09 Jul 2013 12:18
Hallo zusammen,

wenn ich, bzw. mein Becken hier schon erwähnt werden, dann schreibe ich mich hier auch mal ein! :bier:
Ich finde die Steine auch extrem schick. Wo hast du die gekauft??

Meine Erfahrung mit den ML Produkten ist bis jetzt auch durchweg Positiv. Einzig beim SubstratCleaner den ich seit einiger Zeit verwende kann ich noch keine definitive Wirkung feststellen. Das er irgendwelche Nitrat- und Phosphatdepos im Bodengrund aufschließt, kann man (ich) eh nicht messen/feststellen. Aber bis jetzt hat er auch nicht geschadet und nu wird die Pulle auch leer gemacht. :D

Beim Einfahren bringt der Special Blend in Kombination mit dem NiteOut II definitiv was. Im 60er Becken, welches ich in meinem Thread ja beschreibe hatte ich bereits am zweiten Tag deutlich sichtbare Bakterienaktivitäten in Form von dicken weißen Belägen auf der Wurzel. Diese haben sich bestimmt 2-3 Wochen gehalten und sind mit der Zeit immer weniger geworden. Ich verwende den Special Blend aber auch regelmäßig in Form einer wöchentliche Pflegedosierung. Der Gedanke der sich dahinter verbirgt ist der, dass ich durch die regelmäßige Zugabe guter, nützlicher Bakterienstämme es unerwünschten Bakterienstämmen oder anderen schlechten Einfussgrößen einfach schwieriger mache Fuß zu fassen.
Ob's wirklich das Zünglein an der Waage ist weiß ich nicht, jedenfalls Glaube ich daran! :glaskugel:

Gruß
Sascha
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Beitragvon Aquariophilo » 10 Jul 2013 13:09
Hallo zusammen,

bin aus den Tiefen des Pools wieder aufgetaucht und kann mein Werk als vollbracht melden ;-)

@ Sasha: Schön, dass Du als Mitsandmann auch dabei bist :bier: Die Steine hab' ich im Taunus bei einem Spaziergang in limitierter Anzahl im Straßengraben gefunden... Glück muss man haben :flirt:
Die ML Produkte mögen schon ihre Berechtigung und ihre positive Wirkung haben, aber ich lasse das Ganze jetzt erstmal so laufen und in der Not können die ja immernoch zum Einsatz kommen. Fürs Erste ist mein Budget jedenfalls überschritten :P

Ich habe beim Befüllen des Beckens ca. 20 l AQ-Wasser aus meinem alten AQ genommen, um einen harten Nitritpeak zu verhindern. Denn da ich nur genau ein Becken habe, mussten meine 10 Amanos sofort wieder rein...
So habe ich hoffentlich auch einiges an "guten" und bewährten Bakterien mitgebracht. Mulm konnte ich leider nicht übernehmen, der war voll mit Terrdrakon (das hatte ich in meinem vorigen Becken, total vergessen...), die Sauerei war entsprechend groß...

Das Stängelpflanzenmaterial aus meinem alten Becken war leider doch stärker geschwächt, als ich angenommen hatte (trotzdem alles absolut algenfrei), deshalb war es auch deutlich weniger als erwartet. Sollte aber von der Pflanzenmasse hinkommen. Die Pflanzen sind alle bereits auf submers umgestellt, waren schon monatelang in meinem alten AQ bei gleichen Wasserwerten, deshalb sollten sie auch gleich loslegen :grow:

Startwasserwerte (errechnet) sind folgende:

NO3: 10-15 mg/l
PO4: 0,5 mg/l (einmalig auf Stoß gedüngt)
K: 8,5 mg/l (müsste etwas mehr sein, da im alten AQ-Wasser aufgrund der KNO3-Düngung so einiges mehr akkumuliert wurde)
Fe: keine Ahnung, das alte Wasser hatte bereits welches drin, habe nochmal 2 ml KramerDrak nachgelegt. Test habe ich nicht mehr...
Ca: 45 mg/l (mit einiger Unschärfe)
Mg: 15 mg/l mit einiger Unschärfe)
KH müsste so bei 3-5 liegen
GH kann man sich ausrechnen ;-)

Zum Ca und Mg ein paar Anmerkungen:

1.) Ich verschneide mein Leitungswasser im Verhältnis 1:3 mit Quellwasser in Trinkwasserqualität aus dem Taunus (KH und GH ca. 1-2), die Zusammensetzung des Quellwassers ist nicht bekannt...
2.) das Leitungswasser bringt laut Wasserversorger 144 mg/l Ca und 16 mg/l Mg mit (stimmte aber nicht mit meiner gemessenen GH überein, diese war niedriger)
-->das daraus resultierende Wasser hat (ohne Einbeziehung der Resthärte des Quellwassers) theoretisch 36 mg/l Ca und 4 mg/l Mg
3.) Dieses Wasser wird dann mit Preis-Mineralsalz (ungefähr) auf die oben genannten Werte aufgehärtet.

Das weitere Vorgehen:

- Erstmal abwarten und nichts düngen, es sollte genug von allem da sein
- sollte ich bald deutliches Wachstum feststellen, wird vorsichtig pi mal Schnauze nachgedüngt, NO3 über KNO3, PO4 frühestens nach einer Woche wieder auf Stoß (über KH2PO4), Eisen (erst dann, wenn sich Mangelerscheinungen zeigen) über KramerDrak
- wenn alles wächst wie verrückt, wird der Wasserwechsel herausgezögert, um der Bakterienflora Zeit zum Etablieren zu geben und das System möglichst wenig zu stören. Auch, um eine Kahmhautbildung zu verhindern, die hatte ich immer ein paar tage lang nach dem Wasserwechsel.
- zuschauen, es wachsen lassen, mich freuen :gdance:

Anregungen und Tipps sind immer herzlich willkommen :thumbs:

Und jetzt genug der Theorie und her mit den Bildern. Leider konnte ich heute aufgrund der Reflektionen auf der Scheibe noch keine vernünftige Gesamtaufnahme mit meiner kleinen Uralt-Kompaktkamera machen. Wird nachgereicht.
Auch das Leuchtmittel der Hintergrundbeleichtung wird noch gegen ein wärmeres, rötlicheres Licht ausgetauscht, was mehr zu den Steinen passt.

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Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon bocap » 10 Jul 2013 13:28
Hallo Stefan,

das Ganze sieht sehr schön aus. Ich glaube ich werde solche Quarzit-/Sandsteine auch für mein nächstes Becken mal in Betracht ziehen. Mal sehen welcher Natursteinhändler hier was in die Richtung zu bieten hat.

Dann wünsche ich dir mal viel Erfolg mit dem Becken über die kommenden Wochen.

Let is grow! :grow:

Gruß
Sascha
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Beitragvon nik » 10 Jul 2013 15:11
Hallo Stefan,

sieht gut aus. Die Steine und der Granatsand passen gut zusammen. Nur dazu eine Anmerkung. Du hast jetzt Sand und grobe Steine, Zwischengrößen keine! Wenn du noch einen Stein hast, dann würde ich den klein schlagen um über die kleinen Steine einen natürlicheren Übergang vom Sand zu den Steinen zu erreichen. Ist natürlich nur bei freien Sandflächen nötig.

Jetzt erwähnst du zwei mal den Taunus bezüglich der Steine und des Quellwassers. Ich kenne jede(!) Quelle im Taunus. :D Muss ich doch mal nachfragen, an welcher warst du und wo hast du die Steine gefunden?

Gruß, Nik
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Beitragvon Aquariophilo » 10 Jul 2013 19:18
Hi Nik, hi Sascha,

Danke für die freundlichen Worte ;-)
Die Steine haben glaube ich leider nichts mit der Quelle zu tun, die lagen zwar in der Nähe rum, aber ich glaube so als Art Befestigung einer Straßenböschung, und deren Anzahl war stark reduziert. Aber vielleicht fliegen da noch welche rum, keine Ahnung ;-)
Die Quelle ist der Schläferskopfstollen, eine der Wassergewinnungsanlagen, um Wiesbaden mit Trinkwasser zu versorgen, da pilgern immer haufenweise gesundheitsorientierte Menschen hin (und ich kippe das ins Becken, hehe :P )

Das schöne ist, die Steine härten null auf (sonst wäre das Wasser bei der Quelle ja auch nicht so weich...) Ich hatte schonmal beim Natursteinhändler gefragt, ob es da Nachschub gäbe, aber die sonstigen Quarzit-Steine sind deutlich heller, nicht so schön dunkelrot, und Riesenklopper :shock:, außerdem recht glatt und ohne diese kristalline Struktur und die hübsche Patina. Aber es wurde mir bestätigt, dass meine Steine wahrscheinlich Quarzitsteine sind.

Das Zertrümmern ist eine gute Idee, das nehme ich mir mal für die Ferien vor, wenn ich bei meinem Onkel in Reichweite eines Hammers un Meißels bin :nasty:
Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon Aquariophilo » 12 Jul 2013 12:39
Hi,

hier noch die versprochene Gesamtaufnahme mit dem mir möglichen Minimum an Unschärfe :ops:

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Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon Aquariophilo » 18 Jul 2013 08:26
Hallo zusammen,

hier mal ein Update:

Da ich immernoch starke Verkrüppelungen der Triebspitzen inkl. Wachstumsstagnation habe und dies auch mit dem jetzt vorhandenen neutralen Bodensubstrat nicht besser geworden ist, habe ich mich dafür entschieden, folgende Änderungen vorzunehmen (aus Gründen, die im oben verlinkten Thread beschrieben sind):

- Reduzierung des Nitratspiegels auf 5-10 mg/l (wird vielleicht später noch weiter reduziert)
- anheben der Gh mit PMS von 8°d auf 10°d
- Erhöhung des K-Spiegels auf 15 mg/l (zunächst, eventuell später noch höher)

Die PO4-Stoßdüngung bleibt bei 0,5 mg/l pro Woche, werde heute mal nachmessen, ob noch etwas nachweisbar ist. Sollte das nicht der Fall sein, werden nochmal 0,5 mg/l nachgedüngt, da in einem frischen Becken erstmal alle Oberflächen adsorptiv Phosphat binden (laut DRAKund gesättigt werden müssen).

Da sich mein Hemianthus sp. "Amano Pearl Grass" vollständig aufgelöst hat (Nitratempfindlichkeit, siehe hier?), ist eine ganz Ladung gesunde Rotala sp. "green" eingezogen und hat auch die Rotala rotundifolia in der linken hinteren Ecke ersetzt.

Ansonsten läuft das Becken (noch) völlig algenfrei, es bildet sich lediglich ein gaaaanz leicht milchiger Belag an den Scheiben (Biofilm?).

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Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon Aquariophilo » 18 Jul 2013 10:10
Nachtrag:

Kleine Erläuterung zu den Bildern:

Man beachte bei den neuen Bildern einmal die Rotala sp. "colorata" im Hintergrund zwischen den Wurzeln. Diese ist im Vergleich zu den Bildern vor einer Woche absolut nicht gewachsen!

Die Elatine triandra ganz rechts ist sogar deutlich zurückgegangen (abgestorben).

Lediglich die grüne Rotala (Rotala sp. "pink"?) hinten rechts ist gewachsen, jedoch mit massiver Durchlöcherung der Blätter.

Das Hemianthus ganz links ist verschwunden (hat sich aufgelöst), dafür die frische, kräftige Rotala sp. "green".
Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon Aquariophilo » 14 Aug 2013 21:42
Soderle,

mal ein kleines Update des Beckens:

Ich habe das Hardscape um ein paar kleine Quarzitsteinchen erweitert, um Niks Ratschlag aufzugreifen. Dadurch gehen die größeren Steine jetzt deutlich besser in die Sandzone über. Gefällt mir jetzt schon deutlich besser, ein paar der "Kiessteinchen" kommen aber wieder raus, da mir die Menge im Moment ein bisschen zu sehr nach "Uferbefestigung" aussieht. Außerdem wurden die Moose gestutzt und in Form gebracht.

Es hat sich auch in meinem Verkrüppelungsthread einiges getan, die Wachstumsstagnation und Verkrüppelungen scheinen überwunden und alles wächst zufriedenstellend.



Wasserwerte:

NO3: 0-5 mg/l (geschätzt, warte schon seit Wochen auf den NO3 Test :keule: )
PO4: n.n. (0,5 mg/l)
K: 20+ mg/l (nicht gemessen)
Fe durch KramerDrak
Ca: 45 mg/l
Mg: 18 mg/l

Problemchen:

- leichte Kahmhaut (verschindet ganz, wenn die Pflanzen die Oberfläche erreichen :? :irre: )
- grüne Patina auf dem Hardscape und der Scheibe (wahrscheinlich wegen des hohen Kaliumwertes), Scheibe wird trotzdem erstmal nicht geputzt
- vereinzelte grüne Punktalgen
- Hydra (nicht die grüne, sondern die doofe braune) scheint sich zu vermehren, keine Ahnung warum, gefüttert werden nur die Nelen ab und zu mit Gurke oder Nudeln
- Ansätze von Blaualgen in einigen wenigen, oberflächennahen Triebspitzen des Javamooses

Das Becken ist also mikrobiologisch noch nicht stabil (aber ja auch noch nicht alt).

Nächste Maßnahmen:

- Umstellen auf Scaschas ("bocap") kaliumarmen Stickstoffdünger, der viel urea und Ammonium einbringt
- Schrittweise Reduzierung des Kaliumgehaltes im Wasser unter Beobachtung der Pflanzen, dass mir da die Verkrüppelungen nicht wiederkommen.
- die Blaualgenansätze sehe ich jetzt mal als Indikator für zu wenig Stickstoffzufuhr (so sagt es ja das Redfield-Verhältnis, was allerdings auch mit Vorsicht zu genießen ist, ich weiß :roll: ). Ich werde die jetzt täglich zugeführten 1 mg/l NO3 (recht wenig) mal schrittweise leicht erhöhen, da scheint zu wenig NO3 reinzukommen. Unglücklicherweise kann ich mir den Beckenverbrauch über die Woche nicht herleiten, da mein Zoohändler Ewigkeiten für den NO3-Test braucht :rocket: NO3-Mangelerscheinungen gibt es allerdings noch nicht.
- Warten und mich freuen ;-)

Was mich während der gesamten Einfahrphase gewundert hat: Trotz schwerer Mangelerscheinungen und 2-wöchentlicher Wachstumsstagnation der Pflanzen bis auf hömöopathische Dosen kein Algenaufkommen. Auch keine einzige (erkennbare :D ) Kieselalge.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, es läuft so, wie ich mir das vorgestellt habe, die restlichen Problemchen sind bald erledigt :cool:
Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon Kloner91 » 14 Aug 2013 22:23
Hi Stefan,

ich finde dein becken echt klasse !

Weiter so, es hat extrem viel Potenzial. :thumbs:

Gruß Mirko.
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