Vesicularia montagnei "Christmas Moss"

Weihnachtsbaummoos

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°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Aufsitzerpflanze (Begrünung von Hardscape), Laichpflanze, Nano-Aquarium
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: langsam
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Populärnamen [?]: 
  • Weihnachtsbaummoos

Synonyme [?]: 
  • Vesicularia dubyana var. abbreviata Fleisch.

Pflanzentyp [?]:

  • Aufsitzerpflanze (auf Holz oder Stein)
  • Moos oder Farnprothallium
Botanischer Name [?]: Vesiculária montágnei (Schimp.) Broth.

Großgruppe [?]: Laubmoose (Bryophyta)
Ordnung [?]: Hypnales - Schlafmoosartige
Familie [?]: Hypnaceae - Schlafmoosgewächse
Gattung [?]: Vesicularia

Beschreibung: 

Vesicularia montagnei ist ein kriechend wachsendes, im tropischen Asien weit verbreitetes Moos und kommt dort überwiegend emers vor, z.B. auf feuchten, schattigen Uferbänken von Bächen und auf feuchtem Waldboden.

Die Populärnamen Christmas Moss und Weihnachtsbaummoos beziehen sich auf das an Tannenzweige erinnernde Aussehen der Triebe. Diese sind ziemlich regelmäßig und dicht mit Seitenzweigen besetzt (bei Schwachlicht können sie allerdings auch spärlich verzweigt sein). Die ausgewachsenen "Wedel" sind im Umriss dreieckig und hängen bei submersen Pflanzen mehr oder weniger herab, allerdings nicht so deutlich wie bei Vesicularia ferriei (Weeping-Moos).

Die ca. 1 - 1,5 mm langen Blätter sind nahezu im 90°-Winkel zum Stämmchen angeordnet. Sie haben v.a. bei der emersen Pflanze eine nahezu runde bis breit-ovale Form sowie eine abrupt zugespitzte, scharfe und eher kurze Spitze. Die unter dem Mikroskop sichtbaren Blattzellen sind relativ breit (nur 2-3mal so lang wie breit) und dünnwandig.

Im Unterschied dazu ist die ähnliche Vesicularia dubyana unter gleichen Wachstumsbedingungen unregelmäßiger und lockerer verzweigt, die Blätter sind meistens kleiner und haben eine schmalere Form, und die Blattzellen sind langgestreckter. Allerdings ist submerse V. montagnei nicht immer sicher von V. dubyana zu unterscheiden.

Eventuell sind unter dem Namen "Christmas Moss" neben V. montagnei auch andere Moosarten aus den Gattungen Vesicularia oder Taxiphyllum im Handel, die ebenfalls fiederartig verzweigt wachsen. Andererseits wird echte V. montagnei zuweilen unerkannt als "Javamoos" angeboten. Ein Moos wird unter der Bezeichnung Vesicularia dubyana 'Christmas', in Japan auch "Brazilian Willow Moss", angeboten und stammt angeblich aus Brasilien. Weder V. dubyana noch V. montagnei kommen jedoch in Südamerika natürlich vor. Vielleicht bezieht sich diese Herkunftsangabe auf ein anderes, tatsächlich aus Brasilien stammendes Moos.

Auf solche anderen Arten ist vielleicht die Information zurückzuführen, dass das Weihnachtsbaummoos im Vergleich zu "normalem" Singapur- und Javamoos (V. dubyana und Taxiphyllum barbieri) höhere Ansprüche an die Pflege stelle und nicht ganz so schnell wachse. Tatsächlich lässt sich Vesicularia montagnei etwa so einfach halten wie diese Arten und ist nicht selten als "Großes Javamoos" in den Becken von Aquarienfischzüchtern zu finden. Allerdings verzweigt es sich bei Schwachlicht eher wenig. Im Aquarium lässt es sich gut mit einem dünnen Nylonfaden auf Steinen und Wurzeln anbringen und entfaltet dort bei zumindest mittlerer Beleuchtungsstärke seine volle Schönheit. Besonders eindrucksvoll wirkt es auch in Form einer "Mooswand".

V. montagnei lässt sich auf feuchtem Substrat gut emers kultivieren und dürfte interessante Möglichkeiten für die Gestaltung von Paludarien oder feuchten Terrarien bieten.

Das Moos lässt sich einfach durch Teilung vermehren.

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