Hydrocotyle cf. tripartita

Dreiteiliger Wassernabel

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Mittelgrund, Nano-Aquarium, Vordergrund Gruppe, Vordergrund Bodendecker
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: sehr schnell
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Wo kaufen?
Verbreitung und Fundorte [?]: 

unsicher; möglicherweise Australien


Verfügbarkeit [?]: 
  • oft im Handel erhältlich
  • oft von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Dreiteiliger Wassernabel
  • Kleeblatt
  • Kleiner Wassernabel
  • Japanischer Wassernabel

Synonyme [?]: 
  • Hydrocotyle sp. ''Australia''
  • Hydrocotyle sp. ''Japan''

Irrtümliche Namen [?]: 
  • Hydrocotyle maritima

Pflanzentyp [?]:

  • Stängel
  • Rhizom oder Kriechspross
Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Apiales - Doldenblütlerartige
Familie [?]: Araliaceae - Araliengewächse
Gattung [?]: Hydrocotyle

Beschreibung: 

Dieser kleine, grazile Wassernabel ist unter verschiedenen Bezeichnungen, z.B. "Hydrocotyle maritima", besonders bei Aquascapern in Asien beliebt und verbreitet. In Europa ist er bis etwa 2010 so gut wie unbekannt gewesen. Er wurde als Hydrocotyle sp. "Japan" 2008 aus Thailand nach Italien und 2010 aus Japan nach Deutschland eingeführt. Die Pflanze verbreitete sich von dort aus rasch im Aquarienhobby und wurde auch ins Sortiment von europäischen Wasserpflanzengärtnereien genommen. Inzwischen (2013) ist diese Hydrocotyle in Europa recht häufig im Handel und aus dem Aquascaping nicht mehr wegzudenken.

Die Pflanze ähnelt Hydrocotyle sibthorpioides, unterscheidet sich von dieser aber vor allem durch ihre tief eingeschnittenen, drei- bis fünflappigen Blätter. Was sie als Aquarienpflanze besonders interessant macht, ist neben ihrer hübschen, etwas an Klee erinnernden Blattform auch die Tatsache, dass sie anspruchsloser und starkwüchsiger ist und mehr zu kriechendem oder herabhängendem Wuchs neigt als die handelsübliche Hydrocotyle sibthorpioides. Zumindest bei viel Licht und reichnlicher CO2- und Nährstoffversorgung ist sie ausgesprochen schnellwüchsig und oft geradezu invasiv. Bei geringer Beleuchtungsstärke hingegen wächst sie oft eher langsam, die Sprosse wachsen dann auch eher aufsteigend als kriechend.

Die genaue Herkunft und Artzugehörigkeit dieses Wassernabels ist noch unsicher. Allerdings finden wir es wahrscheinlich, dass er nicht ursprünglich in Japan bzw. Asien wild vorkommt, sondern zu der Art Hydrocotyle tripartita aus Australien zählt. Zwar gibt es in Asien Hydrocotyle-Sippen mit ähnlich tief gelappten Blättern, z.B. H. sibthorpioides var. batrachium (S-China, Taiwan, Philippinen, Vietnam) und die oft auch zu H. sibthorpioides gezählte H. yabei (Japan) - doch H. tripartita ist von Natur aus eine aquatische Art, die von australischen Hobbyisten als Aquarienpflanze verwendet wird und auf deren Fotos genau wie die als H. sp. "Japan" bezeichnete Pflanze aussieht. Dies müsste jedoch noch von Experten anhand von emersen Pflanzen mit Blüten und Früchten überprüft werden. Solange sie nicht sicher bestimmt ist, wird die Pflanze hier Hydrocotyle cf. tripartita genannt (cf. ist die Abkürzung des lateinischen Worts confer, "vergleiche").

Der Name Hydrocotyle maritima ist sicher falsch; er ist laut "Flora of China" (Online-Version) ein Synonym von Hydrocotyle ramiflora, die sich deutlich von der Aquarienpflanze unterscheidet.

- Wird fortgesetzt -

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