Welche Wassertests sind unabdingbar...?

emphaser

Member
Hallo Leute,

da ich gerade wieder 2 Becken einlaufen lasse und aktuell keine Tests besitze würde ich gerne oben stehende Frage geklärt haben.

Mir ein komplettes Testlab von egal welcher Firma zu kaufen halte ich für nicht sinnig.
Das JBL ProScan überzeugt mich nicht wirklich.

Welche verschiedenen Tests und von welcher Firma sollten für den Anfang und um eine gute solide Düngung einzustellen vorhanden sein?

Vielen Dank im Voraus.

MfG Mathes
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Mathes,

wichtige Tests wären

Nitrat => Macherey und Nagel wäre hier zu empfehlen
Phosphat => JBL PO4 sensitiv
ggf. Kalium => JBL Kalium Test

Fe muss man nicht wirklich testen.

KH und GH Tests können ggf. auch noch ganz interessant sein, jedoch bei weitem nicht so wichtig wie Nitrat und Phosphat.
 

emphaser

Member
Ok, danke Tobi.

Für dieses Becken verwende ich Leitungswasser (sonst immer aufgesalztes Osmosewasser für die Garnelen).
Hier werde ich keine Hochzuchtbees oder Weichwassergarnelen halten. Dementsprechend muss ich nicht ganz so penibel sein.

Also mit den Wasserwerten des Leitungswassers und den von dir genannten Tests sollte man einen soliden Düngungsplan für den Anfang schon aufbauen können oder?

MfG Mathes
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Mathes,

das sollte dann eigentlich so passen.
 

emphaser

Member
Super, dann werde ich mal meine Wasserwerte aus der Leitung suchen und in einem entsprechenden Thread posten.

Die Tests von Macherey und Nagel sehen sehr wissenschaftlich aus. Meine Mutter arbeitet in der Apotheke. Gibt es die Tests auch dort zu beziehen?


MfG Mathes
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Mathes,

keine Ahnung ob deine Mutter die dort bekommt. Wir haben schon sehr gute Preise in Bezug auf M&N Produkte :).
 

Frank2

Active Member
Hallo Mathes

ich bin mit dem Salifert N03 Test zufrieden. Erreicht sicher nicht den Standart von Macherey und Nagel ist aber erheblich besser wie der N03 von JBL. Bei mir tuts der absolut.
Ich finde es noch wichtig Ca + Mg bestimmen zu können. Normalerweise kann man das aber auch rechnerisch.

Grüße
Frank
 

omega

Well-Known Member
Hallo Mathes,

emphaser":21fkfgvb schrieb:
Welche verschiedenen Tests und von welcher Firma sollten für den Anfang und um eine gute solide Düngung einzustellen vorhanden sein?
es ginge auch komplett ohne Tests, wenn man
- sein Ausgangswasser kennt
- weiß, wieviel man wovon reinkippt
- nicht auf einen gleichmäßig hohen NO3-, PO4- und K-Wert besteht, sondern bereit ist, diese Werte bis zum nächsten Wasserwechsel absinken zu lassen
- mit einem Wasserwechsel regelmäßig einen (Teil-)Reset durchführt.

Ich messe nicht, wechsle wöchentlich ca. 60% Wasser und dünge danach um folgende Stoffmengen auf: 10mg/l NO3, 0.2mg/l PO4, 5.5mg/l K, 0,1mg/l Fe (Fe kommt mit Ferrdrakon).
Die restlichen Parameter stelle ich separat davon ein: 24mg/l Ca, 10mg/l Mg, <1°dKH.
Nach einem heftigeren Pflanzenrückschnitt reduziere ich die Mengen von NPK und Fe um ca. 1/3.
Das mach ich schon jahrelang so. Man sieht dem Aq. an, wenn was fehlt oder zuviel ist.

Grüße, Markus
 

emphaser

Member
Hallo zusammen,

ich hab hier mal die Wasseranalysewerte für Oberhausen. So kommt das Wasser bei mir aus der Leitung.
Könnt ihr hier pauschal sagen, ob es gut ist bzw. was man bei zukünftiger Düngung beachten muss?

MfG Mathes
 

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nik

Moderator
Teammitglied
Hi,

ich denke auch, wenn das Ausgangswasser bekannt ist, genügt eine rechnerische Aufdüngung und wöchentliche Wasserwechsel. Ich messe nur in unerklärlichen Problemfällen, eigentlich nur wenn es mich interessiert. Ein großer Wasserwechsel, sauber aufgedüngt, kommt im Problemfall sowieso als sicherer Reset.
Das läuft nährstoffmäßig sowieso in erstaunlich weiten Bereichen und ich bin mir sicher, wenn ich meine nur gering wassergewechselten Becken durchmäße ( :D ) kämen ein paar Extreme zutage und die laufen trotzdem.

Sich aber einen Überblick zu verschaffen, wenn man unsicher ist, dafür taugt die Betrachtung mittels Wassertests.
Wenn man P nachweisbar halten will, macht ein P-Test Sinn. Beim N können es außerordentliche Verbräuche sein, beim K Anreicherungen. Für Ca, Mg reicht bei ausreichenden Wasserwechseln grundsätzlich eine rechnerische Betrachtung. Bei aufhärtendem Gestein können KH-/GH-Test Klarheit verschaffen. Wenn man nur ein Aquarium an's Laufen bringen will, ist die Notwendigkeit von Wassertests eher gering. Unabdingbar ist keiner, da braucht es schon Interesse.

@ Mathes, das Wasser ist prima. Ein bisschen Mg musst du zugeben, ich nähme Bittersalz, ansonsten nur Düngen. Es ist eines der eher seltenen Trinkwässer mit ein paar Spurenelementen. Spielt weiters keine Rolle.

Gruß, Nik
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Mahlzeit…

nik":3fcgas0v schrieb:
Es ist eines der eher seltenen Trinkwässer mit ein paar Spurenelementen.
Naja… Eisen: Unter Nachweisgrenze. Mangan: Unter Nachweisgrenze.

Natrium ist so hoch wie Calcium. Gefällt mir gar nicht. Das Calcium:Natrium-Verhältnis sollte für zweikeimblättrige Pflanzen bei mindestens 10:1 liegen, für einkeimblättrige (haben wir da überhaupt Aquarienpflanzen?) sogar bei 20:1 (BARKER).

Grüße
Robert
 

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