Unbekannte Pflanze

troetti

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Hallo zusammen,
ich habe gestern eine Pflanze erworben, ohne zu wissen wie sie heißt, welche Anspruche sie hat und wie sie sich entwickeln wird.
Ein "Surprise-Kauf" eben. :lol:

Kann mir jemand verraten, wie sie heißt?
Die nötigen Informationen werde ich mir dann ergoogeln. :smile:
 

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Sumpfheini

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Hallo Eddy,

die ist noch in der Emersform und hat dann fiedrige, blaugrüne, stark wasserabweisende Blätter ("Lotos-Effekt"), unter Wasser gesetzt sind die Blätter dann von einem silbrigen Luftmantel umgeben.
Das ist typisch für den Myriophyllum aquaticum-Formenkreis. Man kann die einzelnen Formen aus dieser Gruppe besser in der Unterwassserform unterscheiden. Dazu gehört unter anderem auch das neue Myriophyllum sp. "Roraima", emers sieht es praktisch so aus wie die gängige Form von M. aquaticum.
Ist der Stängel deutlich braunrot (scheint so), und wie lang sind die emersen Blätter? Es könnte z.B. auch diese Pflanze sein, die man immer als "Myriophyllum brasiliensis" im Teichpflanzenhandel bekommt: pflanzen/Myriophyllum-cf-aquaticum-Red-Stem-515.html
Aber mal abwarten, wie die submersen Stängel aussehen werden.

Gruß
Heiko
 

troetti

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Hallo Heiko,
vielen Dank. Das scheint die Myriophyllum zu sein.
Das es sich noch um eine emerse Form handelt, hatte ich schon vermutet, denn die Stängel sind sehr steif und hart.
Die emersen Blätter sind ca. 1,5 cm lang.

Ich werde Bilder posten, wenn sie sich eingwöhnt hat.
:tnx:
 

Sumpfheini

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Hallo Eddy,
ok, 1,5 cm emerse Blattlänge passt zu der "Red Stem", bei der "Normalform" von M. aquaticum werden sie meistens länger, mindestens 2 cm. Dann mal schau'n, ob sich das bestätigt!
Wurde sie evtl. als Teich- und nicht als Aquarienpflanze angeboten? Das würde auch für die "Red Stem" aka "M. brasiliensis" sprechen.

Gruß
Heiko
 

Erwin

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X-treme":2qxt9cxd schrieb:
Woooow finde die sieht echt klasse aus :thumbs:

Mfg Sascha

Hi Sascha,

ja, momentan schon, aber 99,9% der Käufer sind anschließend vom Aussehen/Erscheinungsbild der submersen Wuchsweise arg enttäuscht. Also nicht wegen dem "Silberglanz" zum Kauf verführen lassen, denn der ist schnell vorbei. Anschließend ist die Färbung zwischen einem allerwelts-grün bis zur Rotfärbung der Spitzen die Normalität.
Wenn man dies weiß, ist ein Kauf angebracht. Ansonsten nicht vom Verkäufer täuschen lassen. Ich habe mal mitbekommen, wie ein solcher ganz fest und steif behauptet hatte, dass das Aussehen bei optimalen Bedingungen so bleibt. Als dieser dann dem Kunden auch noch ein "Düngepaket" mitverkaufen wollte, bin ich eingeschritten.......

MfG
Erwin
 

Sumpfheini

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Hi,
Erwin":29axa64h schrieb:
Ich habe mal mitbekommen, wie ein solcher ganz fest und steif behauptet hatte, dass das Aussehen bei optimalen Bedingungen so bleibt.
Könnte mir vorstellen, dass der das gar nicht anders wusste... aber falls optimale Bedingungen = Emerskultur, hätte er sogar recht gehabt :D
Das erwähnte M. cf. aquaticum "Red Stem" dürfte sich gut für Emers-Setups eignen, weil das nicht so ein großes, wucherndes Kraut wird wie die M. aquaticum-Normalform. Ich hatte es mal im Sommer draußen in einem Plastikpott auf dem Fensterbrett gehalten, die Triebe hingen runter. Normales M. aquaticum hat emers eher aufsteigende, sich dann niederlegende Stängel.

An Aquarienpflanzen, die submers silbrig bleiben, fallen mir nur diese Gräser hier ein, die im deutschsprachigen Raum vielleicht noch niemand hat (oder?):
pflanzen/Poaceae-sp-Purple-Bamboo-350.html
pflanzen/Sphaerocaryum-malaccense-355.html

Gruß
Heiko
 

X-treme

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Erwin":1rxi6y4s schrieb:
X-treme":1rxi6y4s schrieb:
Woooow finde die sieht echt klasse aus :thumbs:

Mfg Sascha

Hi Sascha,

ja, momentan schon, aber 99,9% der Käufer sind anschließend vom Aussehen/Erscheinungsbild der submersen Wuchsweise arg enttäuscht. Also nicht wegen dem "Silberglanz" zum Kauf verführen lassen, denn der ist schnell vorbei.
MfG
Erwin

Hi Erwin, na das ist natürlich nicht sinn der sache eine Pflanze sollte natürlich schon so schön bleiben wie sie mich zu m kauf angeregt hat :putzen: , aber gut zu wissen vielen dank :thumbs:

Mfg Sascha
 

troetti

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Hallo zusammen,
ich wollte Euch nur kurz zeigen, wie sich die Pflanze innerhalb einer Woche von emers zu submers entwickelt hat.
Mir gefällt sie ganz.

Ich denke, wenn sie als dichter Busch in den Hintergrund platziert wird, erzielt man mit ihr eine recht große Tiefe im Layout.
 

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Sumpfheini

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Hallo Eddy,

die roten Stängel passen, aber die submersen Blätter sehen irgendwie kräftiger aus als sie bei meiner "Red Stem" waren (siehe Pflanzendatenbankfoto), die hatte ich allerdings bei relativ schwachem Licht. Oder sind die Blätter auf deinem Bild noch in der Umstellungsphase, und haben sich inzwischen welche mit dünneren Fiedern entwickelt?
In den USA kennt man ein "Myriophyllum mattogrossense Red Stem", das ist sicherlich kein mattogrossense, sondern auch was aus der aquaticum-Verwandtschaft. Ich weiß nicht, ob identisch mit cf. aquaticum "Red Stem" (das im Teichpflanzenhandel M. brasiliensis genannt wird) oder wiederum was anderes. Sieht hier deiner Pflanze recht ähnlich:
http://www.aquaticplantcentral.com/foru ... yllum.html
http://www.aquahobby.com/garden/e_myriored.php
Myriophyllum pinnatum sieht ähnlich aus, aber die Stängel wären dichter und nicht durchweg in Quirlen beblättert.

Gruß
Heiko
 

troetti

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Hallo Heiko,
hier ist ein aktuelles Bild der Pflanze.



Sie macht sich ganz gut im Becken. Besonders als Hintergrundplanze hat sie großes Potential.
Durch die "Feinfiedrigkeit" erzielt man mit ihr eine hohe Tiefenwirkung im Layout.

Sie hat allerdings einen Nachteil.
Wenn man sie einkürzt, treiben die "alten" Stengel nicht bzw. gering aus. D.h. von drei beschnittenen Stengeln treibt nur eine aus. Die geschnittenen Stengel kann man natürlich gut wieder ins Substrat einsetzen und sie bilden auch sehr schnell neue Wurzeln... nur die Vermehrung ist langwieriger als z.B. bei der ""Rotala rotundifolia". :smile:
 

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Sumpfheini

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Hallo Eddy,

sieht gut aus! Wirkt "voller" als ich es von submerser 'Red Stem' aka "brasiliensis" kenne, müsste man mal zusammen mit der unter gleichen Bedingungen kultivieren.
Sie hat allerdings einen Nachteil.
Wenn man sie einkürzt, treiben die "alten" Stengel nicht bzw. gering aus. D.h. von drei beschnittenen Stengeln treibt nur eine aus. Die geschnittenen Stengel kann man natürlich gut wieder ins Substrat einsetzen und sie bilden auch sehr schnell neue Wurzeln... nur die Vermehrung ist langwieriger als z.B. bei der ""Rotala rotundifolia". :smile:
Aha, das habe ich noch nicht gemerkt, vielleicht weil ich sie meistens weit oben gekappt habe. Vielleicht haben andere hier das gleiche auch bei anderen M. aquaticum-Varianten festgestellt?
Wie kurz waren die stehengebliebenen Stängelstüpfe?

Gruß
Heiko
 

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