Lichtempfehlungen in lx oder lm/l

Peter47

Active Member
Hallo,
@ Nik: Deinem Post entnehme ich, dass Du dich hinsichtlich Licht per se ausreichend informiert siehst und Du dafür Zusammenhänge mit anderen Kriterien die vielleicht nicht gleich „ins Auge fallen“ genauer betrachtest. Ich denke, das ist sehr wichtig, schließlich hängt alles irgendwie zusammen und solche Zusammenhänge müssen gestaltet werden. „Flowgrow“ ist halt mehr als nur Liebig'sches Gesetz. Dennoch behaupte ich, dass die Aussage von Alicia nicht nur richtig, sondern auch sehr angebracht ist, weil sie die Dimensionierung des Lichts bei größeren Aquarien (Aq) verbessert. Umgekehrt: obige Posts von Alicia und Jens (K. Lopez) sind für Flowgrower die nur kleine Becken (s. beiliegendes Bild) betreiben weniger wichtig.
Bei Stöbern im Forum bin ich auf Überschriften wie „Lichtrechner falsch“ gestoßen. Diese Formulierung halte ich für unglücklich, weil der Aquasabi-Lichtrechner eben nicht falsch ist, nur die von Alicia vorgestellte Methode ist einen Schritt näher an der physikalischen Realität. Für die Pflanze ist nämlich die Beleuchtungsstärke (Lux) wesentlich relevanter als der Lichtstrom (Lumen), auf was übrigens auch in Wiki von Aquasabi hingewiesen wird. Die Formel, auf die Alicia vermutlich zurückgreift ist eine Näherung und sagt nichts anderes als „nimm die Grundfläche deines Aquariums (Aq) in Quadratzentimetern und du weißt wie viel Lumen du maximal brauchst“. Ich sehe das als eine erste Orientierung, quasi „wo soll ich anfangen“. Später können jene (glücklichen), die ihre Beleuchtung dimmen können eine Art Feintuning machen.
Als ich die Posts von Alicia und Jens (K. Lopez) las, fiel es mir wie Schuppen von den Augen - genial einfach und einfach genial! Im untenstehenden Bild habe ich den Unterschied zwischen Volumen-bezogener und Beleuchtungsstärke-bezogener Dimensionierung der Beleuchtung dargestellt.
Volumen vs Beleuchtungsstärke.jpg


Was den „Off Topic-Alarm“ angeht, habe ich zwei Threads gefunden, wo der Post besser aufgehoben gewesen wäre: Diffusionsdüngung im Sand/Soilalternative von Dir und natürlich Opas Aquarium (insbesondere S. 36). In beiden Threads möchte ich noch posten.

@ Kurt: Was Deine Erfahrung mit der Wurzelbildung in der Bodenkammer anbelangt bin ich sehr angenehm überrascht und verhalten optimistisch. Ich hätte eher erwartet, dass dort die Wurzeln „verbrennen“. Was bei mir tatsächlich passiert, hängt ja auch vom Aufbau des Bodengrunds ab. Ich beabsichtige dazu in Deinem Thread darauf einzugehen. Was die zusätzliche Düngung des Bodengrunds angeht, da habe ich zwar richtig gehandelt, aber sicherlich noch nicht genug. Die Anforderung an die Durchflutungsgeschwindigkeit im Bodengrund kenne ich schon seit meinen ersten Schritten in der Aquaristik (vor über 55 Jahren). Nur Lösung, so wie sie von Dir, Nik und sicherlich vielen anderen praktiziert wird, ist mir eben völlig neu. Und das, obwohl sie ja so sehr naheliegend ist! Meine Irrwege bis zur jetzigen Lösung waren im Nachhinein gesehen schon abenteuerlich! Ein Post von Nik, den ich leider nicht mehr fand, hat mich mit der Nase auf meine neue Erkenntnis gestoßen! Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich meine Odyssee (die Aussage in Deinem letzten Satz ist auch ein Grund für deren Perfektion) posten soll, um anderen vor Schaden zu bewahren. Schließlich beschreibt man ja auch keine Route, indem man sagt wohin nicht gegangen bzw. gefahren werden soll.

Grüße
Peter
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moinn Peter,
@ Nik: Deinem Post entnehme ich, dass Du dich hinsichtlich Licht per se ausreichend informiert siehst und Du dafür Zusammenhänge mit anderen Kriterien die vielleicht nicht gleich „ins Auge fallen“ genauer betrachtest.
schon, praktisch reicht für eine hinreichende erste Empfehlung eine lm/l-Angabe. 50 lm/l sind sicherlich üppig, es besteht aber allgemeiner Konsens, dass größere Becken weniger lm/l benötigen als kleinere.

Lumen per Liter ist simpel im Graph darzustellen.

Wie von Lumen, unter Berücksichtigung von Abstrahlwinkel und Entfernung zur in der Größe bekannten Fläche, die resultierenden Lux errechnet werden, kann jeder googlen.
Nach meinem bisherigen Verständnis wird in diesen Lux-Empfehlungen, hier am Beispiel 10.000 lx, unter Vernachlässigung von Abstrahlwinkel und Entfernung Gesamtlumen auf Gesamtoberfläche bezogen. Die 10.000 lx sind also oberflächenbezogen. Je nach Oberfläche braucht es korrelierende Lumen der Leuchtmittel. Das seltsame Formeltuning mal beiseite lassend, hätte ich noch die Frage, wie du von den 10.000 lx auf das Volumen der X-Achse kommst.
Vielleicht auch, warum die 10.000 lx für 100x40x40 und 100x40x50 unterschiedslos gelten. Das ist nur ein Beispiel für weitere Standardmaße. Kann mit Sondermaßen noch viel abstruser werden. Ist ja nicht das erste Mal, dass ich das schreibe. Wem das gefällt, der möge sich an solchen Empfehlungen orientieren und seine Lumen umrechnen.

Gruß Nik
 

Wuestenrose

Well-Known Member
'N Abend...

Wie von Lumen, unter Berücksichtigung von Abstrahlwinkel und Entfernung zur in der Größe bekannten Fläche, die resultierenden Lux errechnet werden, kann jeder googlen.

Wobei die Google-Ergebnisse größtenteils nur idealisieren und die Realität falsch wiedergeben. Genauer habe ich das da und dort im Forum schon mal ausgeführt.

Vielleicht auch, warum die 10.000 lx für 100x40x40 und 100x40x50 unterschiedslos gelten.

Naja, die 10 Zentimeter entscheiden ganz sicher nicht über Wohl oder Wehe. Ich wiederhole gebetsmühlenartig: Die Lumen-pro-Liter-Regel funktioniert nur bei mittleren Aquariengrößen einigermaßen zufriedenstellend liefert bei größeren oder kleineren Aquarien zunehmend abstruser werdende Werte. Ganz abgesehen davon, daß sie vollkommen außer Acht läßt, wieviel von dem Licht der Leuchte die Aquarienoberfläche auch tatsächlich trifft.

Ein vernünftiges Lux-Meter kann man für kleines Geld kaufen.


Viele Grüße
Robert
 
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nik

Moderator
Teammitglied
Moin zusammen, moin Robert,

Ein vernünftiges Lux-Meter kann man für kleines Geld kaufen.
soso, ein Lux-Meter braucht der hippe Lichtbestimmer! Hatten wir ja schon mal. Um das genauer und nachvollziehbarer zu machen, fuchtelt der informationshungrige Lichtbestimmer sein Lux-Meter irgendwie unter das aufgrund einer Lux-basierenden Empfehlung erstandene 1 bis n-flammige Leuchtmittel unterschiedlicher Leuchtdichte, unterschiedlicher Länge und erhält einen Wert für die Beleuchtungsstärke! Bravo!

Diesen nach Belieben und Tagesform und Berücksichtigung des Liebeslebens der linksrheinischen Pflastersteine im Rückenflug genommenen Wert als allgemeingültiger als die schlechteste Anwendung der lm/l-Regel anbieten zu wollen, offenbahrt mir noch nicht seine angenommene argumentative Wucht.
Solche rekursiven Empfehlungen sind sicher nicht die Intention, würden in der Praxis sicher unterhaltsam werden. Da bekommt sogar das "kreative" Formeltuning plötzlich wieder Charme. ;)

Wird dem Leuchteninteressenten nichts anderes übrigbleiben, wenn er nicht weiß, wie er von der Empfehlung auf die passende Leuchte kommt.

Naja, die 10 Zentimeter entscheiden ganz sicher nicht über Wohl oder Wehe. Ich wiederhole gebetsmühlenartig: Die Lumen-pro-Liter-Regel funktioniert nur bei mittleren Aquariengrößen einigermaßen zufriedenstellend liefert bei größeren oder kleineren Aquarien zunehmend abstruser werdende Werte. Ganz abgesehen davon, daß sie vollkommen außer Acht läßt, wieviel von dem Licht der Leuchte die Aquarienoberfläche auch tatsächlich trifft.
Ja, das macht schon Sinn, dass das Licht herangezogen wird, das auch ins Aquarium gelangt. Warst nicht du das, der sein 1 l Glas mit irgendeinem runden LED-Leuchtmittel beleuchtete und im Brustton der Überzeugung die Leuchtmittellumen auf den Liter bezog, obwohl offensichtlich ein Großteil vorbeistrahlte? Auf meine wiederholte Nachfrage zu deiner wiederholt dargebotenen "unterhaltsamen" lm/l Berechnung bekam ich in keinem Fall eine Antwort. Das können wir nun abschließen, denn inzwischen weißt du ja, worauf es ankommt. :)

Es ist ebenso eine gegenstandslose Behauptung, dass die lm/l-Regel mit Bruttolumen rechnet. Nicht nur bei den häufig verwendeten T8/T5 gab es unterschiedliche Korrektive durch Eigenabschattung bei der Lichtlenkung durch Reflektoren. Das war recht brauchbar, auch unter deiner Mitwirkung aufgedröselt.
Mit LED spielen die Lichtverluste allgemein eine geringe Rolle. Was niemanden von seiner Sorgfaltspflicht entbindet und - SCNR - darauf achtet, dass die aquaristische Pracht, sei es in Lux oder Lumen, versehentlic die Zimmerdecke inszeniert.

Wobei die Google-Ergebnisse größtenteils nur idealisieren und die Realität falsch wiedergeben. Genauer habe ich das da und dort im Forum schon mal ausgeführt.
Öhm, die Google-Ergebnisse für die Formeln der Umrechnung Lumen in Lux sind idealisiert? Was hast du denn gegoogled?
Und ja, das sind ja schöne Ausführungen in den Links, nur, was hat die Lichtbrechung von COBs mit der Lux-Empfehlung zu tun?

Na ja, vielleicht kann ja @Lixa , die ebenfalls mit Lux in ihren Empfehlungen hantiert, ihr Vorgehen begründen respektive aufzeigen, wie man von einer beispielhaften Empfehlung von 10.000 Lux auf die entsprechende Leuchte kommt.

Für mich ist das in der dargebotenen Form nicht plausibel, nehme Erläuterung gerne mit, lasse mich auch gerne überzeugen, dazu braucht es aber nicht mein weiteres Zutun! Peter - du bist der OT-Großmeister, chapeau ^^ - du bist interessiert und das Thema sicher der Erläuterung würdig. Mache bitte das nächste Mal bei einem deiner unheimlichen Anflüge vergeblicher Off-Topic-Vermeidung ^^ direkt einen Thread auf. Wer Peter oder dem leider noch namenlosen Threadersteller bei deren Fragen helfen möchte, möge das - bitte sachlich, freundlich und zugewandt - tun. Einen schönen Tag noch der Flowgrow Community und Dankeschön!

Gruß Nik

Noch mein Disclaimer:
Dieser Post enthält Passagen die der Unterhaltung dienen, keinesfalls herabwürdigend und/oder geringschätzend sein sollen. Sollte sich trotzdem jemand emotional kompromittiert, auf den Schlips oder die Schuhe getreten fühlen, dann ist das nicht meine Intention und ich bitte ausdrücklich um Entschuldigung!
 

Peter47

Active Member
Hallo
@nik: ich habe die 50 lm/l gewählt, weil ich auch die Obergrenze der Beleuchtungsstärke mit 10.000 lx gewählt habe. Deshalb auch meine Aussage
und sagt nichts anderes als „nimm die Grundfläche deines Aquariums (Aq) in Quadratzentimetern und du weißt wie viel Lumen du maximal brauchst“.
Beachte bitte das Wort „maximal“!
Du schreibst
Nach meinem bisherigen Verständnis wird in diesen Lux-Empfehlungen, hier am Beispiel 10.000 lx, unter Vernachlässigung von Abstrahlwinkel und Entfernung Gesamtlumen auf Gesamtoberfläche bezogen. Die 10.000 lx sind
Gerade im Gegenteil: Da hier die Fläche des Aquariums als Grundlage für die Umrechnung von lx in lm verwendet wird, ist automatisch Bedingung, dass nur(!!!) die Fläche des Aquariums ausgeleuchtet wird. Und zwar am Boden und nirgend wo anders! Ist dem so, dann werden Abstrahlwinkel und Entfernung automatisch zur Bedingung.
Eigentlich müsste die Beleuchtungsstärke am Ort der Umsetzung (Assimilation) dimensioniert werden! D.h. es müsste jedes Blatt oder Stängel in die Berechnung einbezogen werden und die Leuchte so konstruiert werden, dass sie jeder Änderung entsprechend folgt. Da das ein Ding der Unmöglichkeit ist, werden nicht das „Grünzeug“, sondern die Bodenfläche als Ziel verwendet. Eine ganz gravierende Vereinfachung. Die Aquasabi - Dimensionierung geht aber da noch weiter, hier wird die Beleuchtungsstärke ignoriert und statt dessen Erfahrungswerte des Lichtstroms (lm) angesetzt. Eine pragmatische Lösung, die natürlich nur unter den Bedingungen gilt, unter denen die Erfahrung gewonnen wurde. Das scheinen hier kleine Aquarien gewesen zu sein. Die 8.000 lx … 10.000 lx stammen vermutlich aus verschiedenen Messungen in der Natur, dort wo sich halt Pflanzen schön entwickelt haben.
lassend, hätte ich noch die Frage, wie du von den 10.000 lx auf das Volumen der X-Achse kommst.
Der erforderliche Lichtstrom hängt grundsätzlich von zwei Faktoren ab:
  1. der allgemeine Lichtbedarf der Pflanzenaquarien (gering, mittel, hoch)
  2. der Größe des Aquariums
Wie ich oben angedeutet habe, sind Abstrahlwinkel und Entfernung automatisch Bedingung für die Gültigkeit einer Berechnung. Da für die Ausleuchtung ja nur die Grundfläche relevant ist, für den Lichtstrom, (den ich ja ermitteln will) aber auch die Höhe des Aq entscheidend ist (je höher ein Aq, desto mehr Lichtstrom brauche ich um am Boden eine bestimmte Beleuchtungsstärke zu erhalten), ergibt sich automatisch das Volumen als die unabhängige Variable (neben dem Lichtstrom als abhängige Variable).
Zitat „Vielleicht auch, warum die 10.000 lx für 100x40x40 und 100x40x50 unterschiedslos gelten.“
Eben nicht! Als Rahmenbedingung habe ich „Kube in verschiedenen Größen“ angegeben. D.h. die Verhältnisse der Kanten zueinander sind ganz entscheidend! Sie müssen in einer Betrachtung immer gleich bleiben. Ein umfassendes Diagramm hätte dann eine Kurvenschar (Bild 2 zeigt eine aus zwei Kurven bestehende „Schar“), wo jede Kurve für ein anderes Kantenverhältnis gilt. (b.t.w.: Der Begriff Kube ist nicht korrekt. Richtig heißt es „Kubus“ bzw. „Kuben“)
Ich hoffe Du siehst, wie komplex der Hintergrund der ganzen Thematik ist. Das Ergebnis aber ist genial einfach!

Volumen vs Beleuchtungsstärke 3.jpgVolumen vs Beleuchtungsstärke 2.jpg

Grüße
Peter
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo,
Mit der Lichtintensität ist es wie mit dem Düngen: Man startet mit einer Empfehlung und muss dann noch korrigieren. Das Wasser hat auch selten überall die gleiche Farbe.

Tatsächlich sind kleine und große Becken ebenso schwierig für den Lichtrechner wie extrem hohe oder flache Becken. Lux ist aber auch nur eine Näherung, bei der wir die Höhe des Beckens ignorieren. 10 000 Lux entsprechen etwa einem Teich im Sommer im Schatten.

Ich hatte auch schon Hygrphila corymbosa im sonnigen Bereich des Gartenteiches und sie wurden so dunkelrot wie Blutbuche. Die meisten Pflanzen haben kein Problem mit zu viel Licht, sondern der Aquarianer mit dem Stromverbrauch und den Düngermengen.

Viele Grüße
Alicia
 

kurt

Well-Known Member
Hallo zusammen,

Mit der Lichtintensität ist es wie mit dem Düngen: Man startet mit einer Empfehlung und muss dann noch korrigieren. Das Wasser hat auch selten überall die gleiche Farbe.

dito,
ja es wird penibel auf Lumen, Kelvin, Lux, Farbwiedergabeindex usw. eingegangen, der Aspekt der Wasserqualität wird außen vor gelassen.
Bei im biologischen Gleichgewicht befindliche Aquarien hat das Wasser einen gewissen Schimmer/Brillanz, beschreiben geht nicht, man muss das selber gesehen haben.
Lichtwirkung und Gesamteindruck werden durch Wasser stark beeinflusst, ein funktionierendes Aquarium ist also für die Optik entscheidend.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin Peter,

ich habe das nun ausgegliedert. Noch einmal der Hinweis, kümmere dich in Zukunft selbst zeitnah um die Separierung deiner absehbaren Off Topic Ralleys! Danke.
Ich hoffe Du siehst, wie komplex der Hintergrund der ganzen Thematik ist. Das Ergebnis aber ist genial einfach!
Im speziellen Fall ist der Hintergrund nicht sonderlich komplex, sogar übersichtlich. Wichtiger wäre eine gemeinsame Basis. Bei deinem genial einfachen Ergebnis, das wegen des Postens von Grafikbildchen ohne erkennbare Daten, Berechnungen für die Kurven nicht überprüfbar ist, weichen die schon bis um den Faktor 2,5 von dem ab was ich als Wertebereich erwarten würde. So revolutionär du das wähnst, kann das nicht so weit abweichen. Vielleicht magst du die Tabellenkalkulation mit der Grafik anhängen.

Und ich habe Zweifel ob dir klar ist, dass deine Begeisterung für Alicias Vorschlag der Lichtberechnung in Lux, den ich im Ursprung eher Robert zuordne, auf die Oberfläche bezieht und nicht wie bei dir auf die Bodenfläche.
An Alicias letztem Post kannst du ihren Beitrag zum Thema sehen. Absolut im Rahmen dessen was ich erwartet hatte. Meine konkreten Punkte ...
Na ja, vielleicht kann ja @Lixa , die ebenfalls mit Lux in ihren Empfehlungen hantiert, ihr Vorgehen begründen respektive aufzeigen, wie man von einer beispielhaften Empfehlung von 10.000 Lux auf die entsprechende Leuchte kommt.
Ist ja schön, wenn es am Teich 10.000 lx an der Oberfläche hat, beantwortet leider nichts. Ihrer Beratungsfreude tut das keinen Abbruch.

Ich wüsste halt gern, wie sie von 9000 lm auf über 10.000 lx an der Oberfläche kommt

Mein 120x50x50 war mit 4 x 54 w T5 HO, á brutto 4450 lm, dimmbar beleuchtet. Diese Lumenwerte werden nach einer Einbrenndauer von 100 h, bei einer Umgebungstemperatur von 25° C genommen, praktisch haben die T5 bei 35° C ihr Lichtmaximum mit 5000 lm. Passte praktisch immer wieder erstaunlich gut mit der Temperatur unter der Abdeckung zusammen. Reflektorverluste etwa 20% noch ein bisschen Toleranz waren das roundabout 50 lm/l, vermutlich mehr. Das war eine Lichtkanone im Wohnzimmer und ungedimmt lief das nur in der verkehrsarmen Zeit.

Stellt sich die Frage, wie ich mit effektiv wirksamen ~15.000 lm auf 50 lm/l komme und Alicia mit 9000 lm auf ... über10.000 lx auf der Oberfläche. Peter, du bist ebenfalls bei 10.000 lx, bezogen auf die Beckengrundfläche und vergleichst die mit 50 lm/l, wäre echt nett, wenn ihr mich mal aufklärt was ihr da treibt.

Gruß Nik
 
Ich habe ein bisschen Erfahrung mit PAR- Messungen in Aquarien. Das meiste von der Meerwasserwelt aber ich habe auch meine Süsswasseraquarien gemessen.
Nach meine Erfahrungen ist es extrem schwierig berechnete Messwerten in ein Aquarium mit Messungen zu erhalten.
Abstrahlwinkel des Leuchtes und Reflektionen von den Scheiben sowohl als eine kleine Trübigkeit des Wasser ändern die Messwerten.

In meiner Erfahrung ist der Gedanke in der OP richtig aber weit übergezogen. Ich könnte mir vorstellen das 10 000 lux an der Oberfläche mal ein korrektionsfaktor für der höhe des Aquariums könnte besser sein.
Vielleicht + 50% für 30 cm - +100% für 50 cm +200% für 1 meter.
Wenn man Wurzeln im Aqurium hat braucht man oft viel mehr.

Es scheint mir auch als der Strömung ein Bedeutung hat. Aber Unterschiedlich für Unterschiedliche Pflanzen.

Mit freundliche Grüsse: Stig.
 

Wuestenrose

Well-Known Member
'N Abend...

Die Beleuchtungsstärke besitzt einen gewaltigen Vorteil gegenüber dem Lichtstrom: Wir können sie mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand brauchbar messen. Den Lichtstrom nicht.

PAR brauchen wir auch nicht zu messen, PAR-Sensoren, die diesen Namen auch verdienen, gehen bei einem halben Tausi los. Bei für dem menschlichen Auge als "weiß" erscheinenden Lichtquellen kann man den bekannten Umrechnungsfaktor ansetzen und macht dabei nicht groß etwas falsch.


Viele Grüße
Robert
 

Zer0Fame

Well-Known Member
Hallo zusammen,

vor der Schwierigkeit stehe ich gerade bei einem neuen Becken.
Vielleicht darf ich mal kurz hier kapern, da es zum Thema irgendwie gut passe.

Becken: 33,5l, 40x30x28
Die ausgesuchte Lampe hat 817 Lumen. (Die Lampe gefällt mir vom Design und Licht her ausgesprochen gut, deshalb bin ich etwas auf die fixiert)
Nach der Lumen/Liter-Regel wäre ich bei 24,5lm/l ... für die ausgesuchten Pflanzen, sollte das ausreichen. Die Lichthungrigste wäre eine Rotala indica.
Nach der Lux-Berechnung komme ich aber nur auf ~6.800 Lux und hätte damit recht geringes Licht ... was dann vermutlich nicht mehr ausreichen würde.

Jetzt aber das, was mich stutzig macht ... fiktives Becken, 30x30x40 ... Hier hätte ich über 9.000 Lux und damit mittleres Licht, was wieder reichen würde, obwohl das Becken höher ist.

Das ist das, was sich mir bei der Lux-Rechnung momentan nicht erschließt. Es sei denn die Werte würden nur gemessen mit einem Luxmeter relevant sein und die Berechnung über die Grundfläche nur eine (sehr) ungefähre Annährung.

Ich überlege jetzt schon 3 Wochen, ob die Lampe reichen wird oder nicht. :D

Edit: Das mit der Lampe hat sich erledigt. Konnte gerade eine Lampe mit 1500 Lumen im Angebot ergattern ... die hat definitiv genug Licht. Würde mich aber trotzdem mal interessieren, wie sich das mit den Lux-Werten verhält. Robert sagt zum Beispiel auch, dass man PAR nicht zu messen braucht, da vernünftige Geräte sündhaft teuer sind. Das ist aber gerade DER Wert, der sich international in der "Szene" durchgesetzt hat.

Ich verfolge den Thread hier mit großem Interesse.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lixa

Well-Known Member
Becken: 33,5l, 40x30x28
Die ausgesuchte Lampe hat 817 Lumen. (Die Lampe gefällt mir vom Design und Licht her ausgesprochen gut, deshalb bin ich etwas auf die fixiert)
Nach der Lumen/Liter-Regel wäre ich bei 24,5lm/l ... für die ausgesuchten Pflanzen, sollte das ausreichen. Die Lichthungrigste wäre eine Rotala indica.
Nach der Lux-Berechnung komme ich aber nur auf ~6.800 Lux und hätte damit recht geringes Licht ... was dann vermutlich nicht mehr ausreichen würde.
Hallo Dominic,
Wieso sind 7000 Lux wenig? Tatsächlich zeigtst du, dass eine Halbierung von Lumen/Liter bei mittelgroßen Becken zu einer ungefähren Halbierung von Lux führt.

Wir können anhand der Angaben der Lichtleistung einer Lampe und den Maßen eines Beckens nur bestimmen wie viel Licht auf die Oberfläche treffen könnte - oder auf das Volumen. Das reicht für eine Empfehlung mit welcher Lichtleistung man starten könnte nach meiner Meinung aus.

Für genaue Werte bräuchte man so viele Informationen über das Aquarium, der Aufwand nicht lohnt, wenn man es mit einem Dimmer auch gleich ausprobieren kann. Allein der Abstand der Lampe und deren Abstrahlwinkel macht sehr viel aus, ob überhaupt die Leistung auch im Becken landet.

Es gibt keinen Rechner für Dünger oder Licht der den richtigen Wert ausgeben kann, denn Aquarien sind eben individuell. Daran konnten auch Komplettsets (für Pflanzenaquarien meist zu wenig Licht) seit Jahrzehnten nichts ändern. Es bleiben Empfehlungen wo man anfangen kann, mehr nicht.

Immerhin ist Watt/Liter auch noch in Verwendung. Das macht es für Anfänger nicht einfacher und führt dazu, dass manche die doppelte bis vierfache Leistung installieren. So viel Licht kann funktionieren, wird aber schwieriger in der Pflege.

Viele Grüße
Alicia
 
Zuletzt bearbeitet:
Par und Lux oder Lumen sind Masseinheiten für Licht. Das spezielle mit PAR ist das man versucht hier ein mass für Photo Active Radiation zu schaffen.
Lux oder Lumen ist ein Mass für Lichtstärke als wir Menschen es empfindet. Es überbetont gelb und reduziert rot und blau.
Einige billige Leuchtdioden hat ein grosser Gelbanteil da es ein höher Lumenwert pro watt verbrauch geben kann. Die geben also ein relativ höher Lumenzahl als andere die mit mehr rot und blau efficienter für Pflanzen wäre.
CRI ist ein Mass für Lichtkvalitet da 100 sehr nahe an Sonnenlicht kommt. Color Rendition Index.
Ein guter Lichtquelle mit 6000 Kelvin hat sehr ungefär 60 lumen für 1 PAR.
Ob man Par oder Lumen messen macht kein grosser Unterschied so lange man weisst das man mit ein grosser Gelbanteil höher Lumenzahl braucht.
Die meisten Pflanzen braucht eigentlicht nicht so viel Licht. Es ist nur das Farbe und Form anders wird in stärkere Beleuchtung. Und sie können dichter wachsen.
Man kann auch Pflanzen in die billigsten fertige Aquarienpakete mit 6 watt LED zu 60 liter haben. Aber nur Pflanzen mit sehr geringe Lichtbedarf und nicht sehr dicht.
 

Zer0Fame

Well-Known Member
Hi Alicia,

Hallo Dominic,
Wieso sind 7000 Lux wenig?

von Robert so geschrieben hier.

Tatsächlich zeigtst du, dass eine Halbierung von Lumen/Liter bei mittelgroßen Becken zu einer ungefähren Halbierung von Lux führt.

Wie ist denn eure Definition von mittelgroß? Im Beispiel sind 2 Becken, gleiches Volumen, 1/3 mehr Kantenlänge, also 1/3 weniger Lux.
Lumen/Liter sind in beiden Fällen gleich.

Wir können anhand der Angaben der Lichtleistung einer Lampe und den Maßen eines Beckens nur bestimmen wie viel Licht auf die Oberfläche treffen könnte - oder auf das Volumen. Das reicht für eine Empfehlung mit welcher Lichtleistung man starten könnte nach meiner Meinung aus.

Und das ist genau der Punkt, der es für mich so schwammig macht, da nur das Licht auf der Oberfläche gemessen wird... die Höhe des Beckens wird nicht mit einbezogen.
In meinem 126l-Pflanzenbecken, dürfte ja denke ich mittelgroß sein, habe ich übrigens ca. 20.000 Lux auf der Oberfläche ... bei berechneten 13.000 Lux waren die Pflanzen nicht annährend so rot und die Bodendecker sind nicht annährend so gut gewachsen ... obwohl ich da schon 30% über deiner Empfehlung war. (Laut Robert's Ansicht waren die 13.000 Lux mittleres Licht und erst ab 16.000 Lux war ich im Starklichtbereich)

Wenn ich jedoch über Lumen/Liter rechne war ich im ersten Fall bei ~35lm/l und mit den 20.000 Lux auf 51,5 lm/l.

Wenn ich diese Lux-Werte auf das fiktive 30x30x40cm Becken übertrage, komme ich bei 51,5 lm/l wieder auf 20.000 Lux

Das mit der Höhe wurde ja schon von @nik angemerkt. Mit dem Lux-Wert wäre (d)eine Empfehlung für ein, überspitzt formuliert, 50x50x20 (50l) und ein 50x50x50 (125l) Becken gleich.
Mit der Angabe Lumen/Liter wäre der Unterschied mehr als das doppelte ... was für mich derzeit mehr Sinn machen würde, z.B. im Falle Bodendecker.

Eventuell ist die Höhe entgegen meines jetzigen Wissens komplett irrelevant bei der Beleuchtung? Oder ich verstehe bei der Lux-Berechnung/ -Empfehlung noch etwas falsch?

Bei gleichbleibender Beckenhöhe sind übrigens sowohl Lux, als auch Lumen/Liter konstant, unabhängig von der Grundfläche.
Z.B. ist eine Empfehlung von 10.000 Lux bei einer Beckenhöhe von 30cm immer 33,3lm/l, egal ob das Becken 20cm x 20 cm oder 50 Meter x 20 Meter hat
Bei gleichbleibenden 10.000 Lux Empfehlung sinkt aber bei deiner Methode die lm/l-Empfehlung bei steigender Höhe und sie steigt bei sinkender Höhe.

Und das warum erschließt sich mir nicht. Ich würde ja verstehen wenn man sagt "Bei Höhe 30cm brauchst du 10.000 Lux, bei Höhe 40cm solltest du 15.000 Lux haben" ... aber dann könnte man auch direkt bei den lm/l bleiben.

(Um das nachrechnen zu ersparen und um das zu visualisieren, habe ich mal ein paar Werte in eine Excel-Tabelle geworfen)

Lux.JPG
 

Chryorn

Active Member
Hallo,

die Jungs von Aquaddicted haben vor ein paar Wochen die PAR-Werte von Lampen mit einem Apogee MQ-510 vermessen, jeweils in 10, 20, 30, 40, 50 und 55 cm Tiefe.
Zumindest vom Preis her könnte das Gerät also nach @Wuestenrose etwas taugen. Ich kann es nicht beurteilen.

Ich fand die Ergebnisse interessant. Zum Beispiel auch, dass die Juwel Helialux an der Oberfläche deutlich mehr leistet als die Multilux (409 zu 294 µmol), aber ab 20 cm Tiefe geht die billige Multilux leicht in Führung.

Die Aquatlantis EasyLED Universal 2.0 Freshwater mit 52 Watt ist vom Hersteller mit 6519 Lumen und 9100 Lux angegeben (das einzige Produkt mit beiden Angaben). Die kommt im Test auf:
341 µmol bei 10 cm
214 µmol bei 20 cm
145 µmol bei 30 cm
115 µmol bei 40 cm
101 µmol bei 50 cm
82 µmol bei 55 cm.

Der Sensor wird bei den Messungen mit der Hand gehalten, also nicht auf den mm genau und er hängt auch mal leicht schief, es gibt also entsprechende Ungenauigkeiten. Aber trotzdem fand ich die Videos sehenswert.

AQUaddicted!: Die beste Einbau-LED-Lampe für die Aquarienabdeckung!
AQUaddicted!: Was taugen günstige LED Lampen für das Aquarium?

Gruß
Christoph
 

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