Umstellung Innenfilter nach Aussenfilter

BlackWasabi

New Member
Servus miteinander,

nachdem ich mein Aquarium 8 db/aquarien/endoskuebl ) in ein neues Becken ( db/aquarien/basaltcube ) umgezogen habe, war soweit alles gut. Habe 1/3 Altwasser und den Filter übernommen, Werte sind nahezu identisch geblieben, soweit alles ok.
Nur nervte mich irgendwann die Filterreinigung des Eheim biopower 200; die ersten paar Monate war das nicht dramatisch, aber irgendwann muss man den Vorfilter wirklich alle 14 Tage gründlich ausspülen, damit wieder einigermassen Durchfluss stattfindet. Zudem waren Innenfilter und Heizstab nicht unbedingt ästhetisch.
Deshalb hab ich mich für einen Aussenfilter entschieden. Eheim professionell 250T (Typ 2171) entschieden, mit integrierter Heizung, richtig grosser Filterfläche und erhöhter Literzahl meines Dennerle Nano Cube60 (ca 55 l netto) um 4 Liter.
Die Aktion war "etwas" komplizierter, da mein Aquarium in einem Schrank eingebaut ist und alle Zuleitungen durch eine Schrankseite realisiert werden mussten.
Durch einige Anpassungen hat aber alles wie geplant geklappt (siehe Fotos), das Eheim Substrat pro aus dem Innenfilter wurde mit übernommen und mit Sölln Baktinetten cool ergänzt.
Der 2171 läuft aufgrund der "kleinen" Beckengrüsse nun erst mal auf 1/3 Leitung (kann man mit einem Hebel regeln), Eheim und Fachgeschäft haben empfohlen die Leistung zu drosseln und bei nachlassender Leistung hochzuregeln, bis dann irgendwann eine Reinigung des blauen Vorfilterschaumstoff notwendig wird.
Rechnen soll ich mit einer Laufzeit von 12-18 Monaten, bevor die erste Reinigung notwendig ist. Mal sehen.
Mal sehen wie Fred The Shrimp reagiert, ich hab ihm mit Entfernung des Innenfilter sein Liebling-Hindernis entfernt... seht selbst: http://www.youtube.com/watch?v=HaDbocD3vnY

Ich kann jedem nur zur Umstellung auf Aussenfilter raten: neben den bekannten Vorteilen (Bakterien ausserhalb des Aquariums, Inline UV, Inline CO2, grössere Filterfläche, usw) ist die Optik ohne Filter und Heizstab einfach besser, und das Wasser hat einen anderen "Reinheitsgrad" (kaum noch Schwebeteilchen, auch nach der Fütterung).

Hab noch ein paar Lösungen in petto, will noch die Oberfläche absaugen und den Einlauf ändern.




 

joerg5324

Member
Hallo,

BlackWasabi":39whylrx schrieb:
Nur nervte mich irgendwann die Filterreinigung des Eheim biopower 200

Ja, die Biopower finde ich auch bescheuert konstruiert. Wie kann man als Hersteller für so ein Teil "bis zu 240l" angeben und durch eine Fläche von gefühlt <10cm² filtern wollen... Die optisch fast identlischen Aquaball-Filter sind IMHO weit besser, die tun hier in 3 Becken ihren Dienst. Die saugen aber auch in _jeder_ Filterkammer an, ich hab die 60l-Becken mit Aquaball 180 und das 126l-Becken mit einer zusätzlichen Erweiterungskammer bestückt, das ist perfekt und muß quasi niemals gereinigt werden.

BlackWasabi":39whylrx schrieb:
Zudem waren Innenfilter und Heizstab nicht unbedingt ästhetisch.

Verstecke ich im Vallisneria-Urwald. :) Aber das stimmt natürlich, wer ein optisch perfektes Becken möchte kommt am Außenfilter kaum vorbei.

BlackWasabi":39whylrx schrieb:
neben den bekannten Vorteilen (Bakterien ausserhalb des Aquariums,

Huch? Was hat das für Vorteile?

BlackWasabi":39whylrx schrieb:
Inline UV, Inline CO2

Ok, das ist ein Argument, auch wenn ich noch nie Bedarf für UV hatte. Der Dennerle-Flipper stört mich mehr als der schön zugewachsene Filter.

BlackWasabi":39whylrx schrieb:
grössere Filterfläche

Wird IMHO völlig überbewertet. In einem stark bepflanzten Becken filtert der Boden und die Pflanzen freuen sich über die Abbauprodukte. (Ich hatte mal einen Beckenumzug bei dem ich nebenbei den Boden ausgetauscht hatte. Alles andere, Pflanzen und voll bestückter, ungeputzer Filter blieb identisch. Ergebnis: Fetter Nitritpeak. Auch in einem gefilterten Becken scheint der Boden die primäre Besiedlungsfläche der Bakterien zu sein.)

BlackWasabi":39whylrx schrieb:
Optik ohne Filter und Heizstab einfach besser,

Das ohne Zweifel. Ich hab trotzdem lieber alles Nasse _im_ Becken und nicht im Schrank. Das ungute Bauchgefühl des Technikers, irgendwie. Ja, ich weiß, Millionen von Aquarianern hatten noch nie Probleme mit siffenden Außenfiltern. Aber wenn ich so ein Becken mit durchbohrter Bodenplatte sehe, ich weiß nicht, mir ist da immer mulmig. :)

Also ohne den neuen Filter und die viele Arbeit mies zu reden: Ich glaube, beide Filterarten haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Einem generellen:

BlackWasabi":39whylrx schrieb:
Ich kann jedem nur zur Umstellung auf Aussenfilter raten

schließe ich mich nicht an.

VG Jörg
 

BlackWasabi

New Member
Hallo Jörg,

danke für die konstruktive Kritik :wink:
Vielleicht sollte ich noch etwas Erfahrungen sammeln, bevor ich Empfehlungen abgebe :stumm:
War nach dem Umbau eben ziemlich begeistert vom klaren Wasser, der Laufruhe und dem aufgeräumten Becken.

Bakterien ausserhalb des Aquariums -> Huch? Was hat das für Vorteile?

Ich deute das mal so: auch wenn auf vielen Oberflächen im Becken Mikroorganismen ihre Arbeit verrichten und der Grossteil der Musik am Boden gespielt wird, gehe ich davon aus, das die Anzahl der aktiven Bakterien im Filter proportional zur Filterfläche ist. :sceptic:
Imho: wenn im biopower 300ml Substratkugeln sind und im 2171 ein Liter von den Dingern Platz findet, dann ist die Spielwiese für Bakterien grösser und somit der Einfluss der Beckenoberflächen im Verhältnis geringer... :irre:
Oder liege ich hier komplett falsch?

Es ist abzusehen, dass ich das Becken im nächsten Quartal wieder in einen neuen Glaskasten umziehen muss.
Daher fand ich es vorteilhaft, wenn durch einen Aussenfilter sofort mehr Mikrohelferchen am Start sind.

Zudem liest man immer wieder, je grösser das Becken, desto stabiler die Verhältnisse - ich ging jetzt mal davon aus dass es mit der Wassermenge zu tun hat. Und die erhöht sich in meinem Fall mal um fast 10% durch Filter und Schläuche.

Unter meinen Bedingungen (es geht hier sehr eng zu) ist die Wartung und Pflege auch mit weniger Aufwand verbunden, zudem ist davon auszugehen, dass sich die Standzeit beträchtlich erhöht.

Aber wenn ich so ein Becken mit durchbohrter Bodenplatte sehe, ich weiß nicht, mir ist da immer mulmig.

Geht mir ähnlich. Loch habe ich keines im Becken, Wasserführung erfolgt über den Beckenrand. Und bezüglich der Unrichtigkeit am Aussenfilter: ich hab mir die Konstruktion von den Eheimern mal genauer angesehen: vorausgesetzt es wird kein Schmutz mit eingeklemmt, gehe ich davon aus, dass die Dichtung genauso "unsicher" ist wie eine Silikonnaht am Becken. Und die Schläuche sitzen bei mir bombenfest. Anfangs hatte ich ein paar Zweifel mit den "Quetschmuttern". Hab dann aber mal probiert einen 10mm Schlauch von einem Oheim Abstellhahn zu ziehen - keine Chance, sitz bombenfest.
Mein Vertrauen in die Technik ist da relativ hoch. Hoffentlich muss ich diese Meinung nicht wieder revidieren :-/
 

Ebs

Active Member
Hallo,

joerg5324":ujuj2iv7 schrieb:
BlackWasabi":ujuj2iv7 schrieb:
neben den bekannten Vorteilen (Bakterien ausserhalb des Aquariums,

Huch? Was hat das für Vorteile?

Das würde mich auch sehr interessieren, weil ich das für einen Trugschluss halte.

BlackWasabi":ujuj2iv7 schrieb:
Ich kann jedem nur zur Umstellung auf Aussenfilter raten

schließe ich mich nicht an.

Das sehe ich aus den gleichen von Jörg genannten Gründen auch so, aber jeder ist eben anders und entscheidet sich entsprechend seiner Vorliebe.

Gruß Ebs
 

BlackWasabi

New Member
Hallo Ebs,

vielleicht verständlicher:
Imho: wenn im biopower 300ml Substratkugeln sind und im 2171 ein Liter von den Dingern Platz findet, dann ist die Spielwiese für Bakterien grösser und somit der Einfluss der Beckenoberflächen im Verhältnis geringer... :irre:
Oder liege ich hier komplett falsch?
 

Ebs

Active Member
Hallo BlackWasabi,

dass man außerhalb des Beckens mit einem größeren Außenfilter mehr räumlichen Platz für Bakterien (mehr Filtersubstrat) hat, ist schon klar.

Das ist aber nicht immer von Vorteil und notwendig, denn es werden sich immer nur soviel Bakterien ansiedeln, für die auch die notwendige Nahrung durch organischen Eintrag (Futter, Ausscheidungen, Pflanzenreste) vorhanden ist.

Deshalb braucht man z.B. in einem reinen Pflanzenbecken nur wenig oder sogar kein Filtersubstrat als Siedlungsfläche, weil kaum organischer Eintrag erfolgt, aber anders in einem stark mit Fischen besetzten Becken (Stichworte: Überfilterung + Geringfilterung).

Viel Filterfläche ist also nicht immer optimal und oft nicht erforderlich.
Es hängt von den konkreten Erfordernissen ab.
Wie so oft: Viel hilft nicht immer viel.

Gruß Ebs
 
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