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Postby bocap » 20 Oct 2013 00:13
Hallo Leute,

ich möchte euch heute mein neues Becken vorstellen.
Es ist gleichzeitig mein erster, wirklich ernstgemeinter Scapingversuch.



Mit meinem letzten Becken "Sandbecken mit Geringfilterung" habe ich sehr viel über Mikroflora, Wasserchemie, Nährstoffe und Düngung dazugelernt. Diese Erfahrungen möchte ich nun in diesem Becken fortführen.

Technik
Beckenmaße: 60x30x30 cm, 54 L
Beleuchtung: 2 LED Balken à ca. 1.134 lm = 42 lm/L --> Vielen Dank an vetzy (Christian) für seine tolle Arbeit! :thumbs:
Filterung: JBL CristalProfi 701, komplett ohne Filtermedien, Umwälzung ca. 280 L/h
CO2: Druckgas ohne Nachtabschaltung
Heizung: keine

Bodengrund
1 cm feiner Bims, darüber ein Armierungsgewebe
10 Liter Nature Soil von Oliver Knott, braun/fein

Hardscape
Holz aus dem hiesigen Forst
Grauwacke

Mehr zum Becken und auch noch ein paar Fotos gibt's morgen!

Gute Nacht und Gruß,
Sascha
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Postby Ada » 20 Oct 2013 09:34
Hallo Sascha,
mir gefällt das Becken jetzt schon. Schöne Wurzeln und eine gestalterisch geschickt angelegte „Lücke“, die ich auch freihalten würde. Bilder von der Beleuchtung wären auch interessant.

Freundliche Grüße
Adam
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Postby Aquariophilo » 20 Oct 2013 12:17
Hallo Sascha,

unglaublich hübsch eingerichtet :thumbs: Tolle Steine, noch tollere Wurzeln: In ein paar Wochen nach dem ersten Form-/Rückschnitt wird das echt superschick. Weil mir da jetzt spontan ein paar Ideen eingefallen sind, teile ich die mal (ungefragt) mit Dir, ich hoffe, Du bist mir nicht böse :P Hab' mal ein wenig stümperhaft rumgepaintet.



Die linke Seite finde ich richtig stark und sehr gut gelungen. :hut: Lediglich der umkringelten Punkte 1) fällt ein Bisschen ins Auge: Es sieht so aus, als wäre der "Baum" nicht wirklich da gewachsen, sondern draufgesetzt. Da würde ich in den Lücken (durch die man die Rückwand sieht) noch etwas Moos unterbringen, das dann später wie am Fuße des Baumes wachsende Büsche aussieht.
Auch der Stein in der vorderen, linken Ecke (2) ist ein wenig "gerade" und steht recht isoliert da, die Ecke wirkt im Gegensatz zum sonst sehr wilden, natürlich bewachsenen Layout sehr leer. Den Stein würde ich vielleicht noch etwas zuwachsen lassen (Crypto parva, Staurogyne, Bacopa monnieri "compact" davorpflanzen oder Moos in die Lücke stopfen) und/oder die"Schnittkante an der linken Seitenscheibe eventuell mit einem dünneren Ast (als den Stein umwachsende Wurzel) kaschieren. So würde der Stein wesentlich besser integriert und die relativ strukturlose Oberfläche kaschiert.
Die rechte Seite ist für meinen Geschmack noch etwas leer. Wirkt ein wenig, als wäre das Bau(m)material ausgegangen. Die Steine sind auch da toll arrangiert wie ich finde, aber es fehlt an den Wurzeln noch etwas. Ich habe da mal einen Vorschlag skizziert (ich war so frech, sorry ;-))
Ich würde da einen relativ dicken (Tiefenwirkung!) Knüppel auf dem großen Felsen postieren und mit ein paar kleinen Ästen ("dessen Wurzeln") die bei Punkt 2 auf der rechten Seite - im Gegensatz zu den sehr interessant und zerklüftet aussehenden Felsen rechts und links vom Durchgang - strukturlos und nicht so interessant wirkende Oberfläche des großen Brockens kaschieren.
Auch würde ich den "Baumstumpf" bei Punkt 4 um 90° drehen und in die Lücke schieben, sodass dessen Ausläufer (der mit der Moosmütze) in die Lücke nach vorne ragt.
Dahinter würde ich an die hintere Scheibe (z.B. bei Punkt 5) noch einen etwas dünneren "Baum "platzieren, der die Tiefe noch verstärkt und die rechte Seite gut ausfüllt.
Ob die für meinen Geschmack etwas aufdringliche Färbung der Ammania(?) den natürlichen Eindruck des Layouts stört oder nicht, wird man dann sehen, wenn alles eingewachsen ist.

Alles in Allem aber bereits jetzt ein Layout was mich in seinem Detailreichtum echt begeistert, ich bin gespannt, wie es eingewachsen wirkt.
Mich kannst Du als Mitleser verbuchen.
Liebe Grüße
Stefan

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Postby bocap » 20 Oct 2013 21:39
Hallo zusammen,

Adam und Stefan, danke für euer Feedback. Ich lasse aber jetzt erst mal meine Finger aus dem Becken und alles in Ruhe wachsen. Später findet sich bestimmt noch das Ein oder Andere was sich an der Gestaltung optimieren lässt. Ich habe mir mit dem Layout ziemlich viel Zeit gelassen und viel herumprobiert. Mein besonderer Dank dabei gilt Aram der mir hier vor Ort geholfen hat dem Layout den letzten Schliff zu geben. Danke dafür noch mal Aram! :bier:

Hier noch mal zwei Bilder von der LED-Beleuchtung und meiner DIY Abdeckung.


Die Balken habe ich mir von Christian bauen lassen. 6.500 K und 42 lm/L. Ich muss sagen, dass mir das Licht deutlich besser zusagt wie die T5 Röhren im alten Becken.
Ich beleuchte das Becken anfangs nur mit 6 Stunden am Stück, von 17:00 bis 23:00 Uhr.

Zum Bodenrund
Soil sollte es werden soviel stand fest. Aber welcher? In der engeren Auswahl hatte ich zum Schluss ADA Africana, Red Bee Sand und Nature Soil von Oliver Knott. Die Tendenz ging dann nach reiflicher Überlegung eher zu den nicht extra gedüngten Soils. Hier gefiel mir das Soil vom Knott rein optisch allerdings besser als der Red Bee Sand. Außerdem günstig beim Nature Soil fand ich die Eigenschaft, dass er dem Wasser hauptsächlich Calcium und Carbonat entzieht und als Gegenionen vor allem Ammonium, Kalium, ein wenig Magnesium abgibt. Phosphat wird vermutlich aufgrund von Eisenanteilen im Substrat gebunden.
Den Bodengrund habe ich nach dem setzten der Pflanzen mit einer ordentlichen Portion Special Blend angeimpft.

Das Pflanzenmaterial
Hier habe ich ausschließlich auf inVitros und einem kleinen Teil aus meinem alten Becken gesetzt.
Der Anteil ist etwa 90% inVitro und 10% Altbestand (Moose, Hydrocotyle cf. tripartia und ein kleiner Teil HCC).
Folgende Pflanzen habe ich eingesetzt:

Eleocharis acicularis
Eleocharis sp. 'Mini'
Hemianthus callitrichoides "Cuba"
Hygrophila pinnatifida
Alternanthera reineckii "rosaefolia minor"
Staurogyne sp. 'Porto Velho'
Rotala indica
Anubias barteri var. nana 'Petite' ('Bonsai')
Cryptocoryne parva
Bucephalandra cf. motleyana "Melawi"
Vesicularia ferriei "Weeping Moss"
Riccardia spp.
Fissidens fontanus

Pflegemaßnahmen, Wasserwechsel und die Mirkoflora
Die Pflegemaßnahmen werden sich soweit möglich nur auf das einkürzen und vermehren der Pflanzen beschränken. Wasserwechsel werde ich aus Überzeugung wenn möglich keine machen. Das ist speziell am Anfang wahrscheinlich wieder mit mehr Messaufwand verbunden, aber meiner Ansicht nach sind Wasserwechsel bei bedarfsgerechter, sparsamer Düngung und sofern es keine sonstigern Probleme im Becken gibt, nicht nötig - auch nicht zu Beginn! Ich bin mal gespannt wie sich hier das Soil verhällt, weil ja überall immer propagandiert wird grade am Anfang mit Soil häufig große WW zu machen. :nasty:
Was mir wieder sehr wichtig ist, ist die Mikroflora im Becken zu stärken. Dazu zählen für mich ein leerer Filter und das wöchentliche "Düngen" mit den Microbe Lift Produkten Special Blend und Nite Out II. Der Special Blend wird die ersten vier Wochen wöchentlich in höherer Dosis zugegeben. Das Nite Out II alle zwei Tage solange bis die Ammonium- und Nitritwerte im grünen Bereich sind. Den Special Blend dosiere ich anschließend weiter wöchentlich mit der Wartungsdosierung immer kurz bevor das Licht im Becken angeht. Das Nite Out II wird dann ein, zwei Tage später ebenfalls in der normalen Wartungsdosierung zugegeben.

Die Düngung
Hier verwende ich von Anfang an täglich meinen eigenen DIY All-in-One Dünger.
Der bringt pro 1ml auf 50 Liter folgende Nährstoffgehalte:

Nitrat: 1,000 mg/l (davon 0,382 mg/l aus 0,111 mg/l Ammonium)
Phosphat: 0,050 mg/l
Kalium: 0,180 mg/l
Eisen: 0,004 mg/l
Magnesium: 0,070 mg/l
+ weitere Spurenelemente

Ich fange hier mit 0,8 ml auf meine 40 Nettoliter an und werde die Menge nach dem anfangs wöchentlichen Messen ggf. anpassen. Dabei peile ich mittelfristig folgende Zielwerde an:

Nitrat: 5-10 mg/l
Phosphat: nicht nachweisbar
Kalium: ca. 1/10 vom Calcium
Eisen: nicht nachweisbar bis maximal 0,05 mg/l
Magnesium: 1/3 bis 1/10 vom Calcium

Gestern Abend habe ich dann zum ersten mal die Wasserwerte gemessen:
pH: <6 (Test geht leider nur bis pH 6)
CO2 Dauertest: Grün bei 15 bpm
KH:
GH:
NH4: n.n.
NO2: 0,1 mg/l
NO3: 10 mg/l
PO4: n.n.
K: k.A. da leider immer noch kein neuer Test vorhanden ist.
Fe: n.n.
Ca: 25 mg/l
Mg: 6,5 mg/l (rechnerich)
Ließt sich in meinen Augen doch erst mal ganz ordentlich. :smile: Mal schauen wies kommendes Wochenende ausschaut.

Zum Abschluss für heute noch ein paar Bilder von heute:



Ich bin hellauf begeistert, wie viele, kleine Sauerstoffbläschen sich schon nach grade mal knapp einer Stunde Licht am HCC bilden. :gdance:

Schönen Gruß und gute Nacht,
Sascha
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Postby bocap » 21 Oct 2013 09:56
Hallo,

ich wundere mich grade über die extrem schlechte Bildqualität bei den letzten drei Bildern von gestern... da ist ja die komplette Zeichnung verloren gegangen... :sceptic:

Das sieht hier auf meinem Rechner deutlich schicker aus. Anscheinend habe ich die Bilder irgendwie falsch gespeichert. Hier jedenfalls noch mal in besserer Qualität:



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Postby Arami Gurami » 21 Oct 2013 11:00
Hey Sascha,
ganz wunderbar, das ist Dir doch sehr gut gelungen! Vor allem schon schön detailverliebt gepflanzt.
Viel Erfolg beim Einfahren und einen algenfreien Start!
Liebe Grüße,
Aram
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Postby bocap » 21 Oct 2013 15:02
Hallo Aram,

danke für die Blumen! :bier:

Das setzten der Pflanzen hat schon ziemlich viel Zeit gekostet. Vor allem die einzelnen Eleocharis und HCC Teile einsetzten war ziemliche Fleißarbeit. :smile:
Mal schauen wie's in ein paar Wochen ausschaut.

Das vereinzeln der ganzen inVitros im Vorfeld habe ich aber komplett unterschätzt. Alleine das hat mich gut 2,5 Stunden gekostet und mich fast bekloppt gemacht. Allerdings muss ich sagen, dass ich grundsätzlich ziemlich begeistert von den inVitros bin. Hatte welche von Tropica, HortiLab und SecureGreen von Roland (wasserpflanzen-freunde.de). Wobei ich vom Preis-Leistungs-Verhältnis ganz klar ein großes Lob an Roland loswerden muss. Da war für 4-7€ pro Cup echt ne Menge Pflanzenmaterial in Top Qualität drin.

Fertig mit der Einrichtung war ich dann Morgens um halb drei! Wohlgemerkt in der Woche... :kaffee2:
Aufstehen um 6 Uhr hat echt keinen Spaß gemacht! :ugly:

Gruß
Sascha
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Postby Giftzwerch28 » 21 Oct 2013 16:13
Hallo Sascha!


Gefällt mir sehr gut, was du da gezaubert hast. :thumbs:
Ich werde gespannt deinen Threat weiter verfolgen und drücke dir die Daumen,
daß es genauso entspannt verläuft, wie bei deinem Sandbecken.


Gruß Alex
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Postby bocap » 21 Oct 2013 18:46
Hallo Alex,

vielen dank!
Giftzwerch28 wrote:...und drücke dir die Daumen,
daß es genauso entspannt verläuft, wie bei deinem Sandbecken.

Hehe...das wünsche ich mir auch! :D

Gruss
Sascha
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Postby bocap » 21 Oct 2013 21:32
Hallo nochmal!

Ich habe grade noch mal ein paar Wasserwerte gemessen:

pH: <6 (Test geht leider nur bis pH 6)
CO2 Dauertest: Grün bei 15 bpm
KH: 1°
GH: 5°
NH4: n.n.
NO2: 0,1 mg/l
NO3: ~7 mg/l

Den pH messe ich mit dem JBL 6,0 - 7,6. Die Testflüssigkeit ist bei mir Zitronengelb, was ich auf einen pH deutlich unter 6 schätze. :sceptic: Ist das normal bei Soil, dass das so weit runtergeht? CO2 habe ich mit grade mal 15 bpm glaube ich eher moderat eingestellt wenn ich lese was hier manch anderer an Blasen reinpustet! :D

Die GH kann ich sicher auf 5° messen. Bei der KH ist es da schon schwieriger. Obwohl ich schon mit doppelter Wassermenge teste, ist die Blaufärbung am Anfang beim ersten Tropfen sogut wie garnicht zu erkennen. Beim zweiten Tropfen kann man dann allerdings einen leichten Farbumschlag auf gelb erkennen. Schwierig, schwierig.
Ich überlege ob ich morgen das Becken mal mit Duradrakon rechnerisch auf KH 4 aufhärten soll.
Was meint Ihr? Schaden kannst sicherlich nicht, oder? :?

Nitrat war grade irgendwie auch nicht so einfach zu bestimmen. Schätze ich so auf ca. 7 mg/l. Auf jeden Fall weniger wie vor zwei Tagen. Ich hätte nicht gedacht, dass Nitrat am Anfang mit dem Soil sinkt! Das soll ja ne Menge Ammonium anfangs abgeben, außerdem dünge ich ja noch täglich 1 mg/l Stickstoff als Nitrat und Ammonium zu! :sceptic:

Ammonium ist jedenfalls stabil bei etwa 0,1 mg/l und Nitrit ist nicht nachweisbar.
Ich schaue mir das noch bis zum Wochen an und dann überlege ich mal ob die Amanos wieder einziehen.

Gruß
Sascha
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Postby bocap » 22 Oct 2013 08:00
Guten Morgen zusammen,

ich habe mir noch mal ein paar Gedanken zu meinem niedrigen KH und pH Wert gemacht.
Vom Prinzip her sehe ich das erst mal nicht als großes Problem an. Wenn ich den Analysen und Messreihen auf Oliver Knotts Website zu seinem Soil trauen kann, sind meine aktuell gemessenen Werte ja nur leicht unter den dort gemessenen am Anfang. Ich strebe jedoch eher eine KH von 3-6 und einen pH um 6.5 an, was auch mit ein Grund war, wieso ich mich letztendlich für das NatureSoil entschieden habe.

Meine Vermutung geht momentan in die Richtung, dass der evtl. KH-Verbrauch und niedrige pH auf die Nitrifikation im Becken zurückzuführen ist. Das Soil setzt ja laut Analysen recht viel Ammonium frei, zusätzlich dünge ich ja täglich noch Ammonium und Nitrat bei. Da werden neben den Pflanzen sicherlich auch die Bakterien ganz gut zulangen! Das würde vielleicht auch erklären, warum ich einen nicht nachweisbaren Ammoniumgehalt und einen wie ich finde für den Anfang sehr niedrigen Nitritgehalt von ca. 0,1 mg/l habe.

Nun ist es ja so, dass bei der Nitrifikation KH verbraucht wird. Was aber wenn keine KH mehr da ist? Dann kommt es doch zu einem Säuresturz, oder? Wenn ja, kann ich mir nicht vorstellen das das förderlich für die Beckenbiologie ist. Wie ich gelesen habe funktioniert die Nitrifikation am besten im neutralen bis leicht alkalischen pH Bereich.

Also spricht was dagegen, dass ich heute Nachmittag mein Becken einfach mal mittels Duradrakon rechnerisch auf eine KH von 4 aufhärte? Die GH müsste dabei dann auf von 5 auf 9 steigen.

Gruß
Sascha
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Postby Arami Gurami » 22 Oct 2013 10:01
Hi Sascha,
dazu würde ich Dir auch raten. Normalerweise steuert man dem ja durch WW entgegen. in deinem Fall würde ich das Wasser auf eine KH von aufhärten und die erstmal versuchen da zu halten.
Sobald sich Pflanzen anfangen komplett aufzulösen, kann das durchaus ein Problem mit einem Säuresturz sein.
Liebe Grüße,
Aram
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Postby nik » 22 Oct 2013 11:07
Hi Sascha,

auch wenn das schon ausserhalb deiner Sicht scheint, das ist eindeutig einen ww wert.

Gruss, Nik

Sorry, vom Smartphone
nik wrote:
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Postby bocap » 22 Oct 2013 12:41
Hallo Aram,
Hallo Nik,

danke für eure Antworten.
Was währe der Vorteil eines TWW gegenüber einem einfachen Aufsalzen mittels Duradrakon?

Geht es nicht einfach darum dem Wasser wieder Carbonate zur Verfügung zu stellen, die dann basisch reagieren (Kaliumcarbonat, Natriumcarbonat), bzw. die KH anheben (Hydrogencarbonat)?
Wenn dem so ist, dann sollte es doch auch mit einem simplen Aufhärten mit Duradrakon getan sein, oder? :?

Gruß
Sascha
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Postby nik » 22 Oct 2013 13:41
Hat Sascha,

Ww vermeidet partielle Anreicherungen, die du mit Duradrakon hättest.

Gruß, Nik

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