Hygrophila pinnatifida

Fiederspaltiger Wasserfreund

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Aufsitzerpflanze (Begrünung von Hardscape), halb-emers (offene Becken), Mittelgrund, Vordergrund Gruppe
Schwierigkeitsgrad: mittel
Wachstum: mittel
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

Westen, Süden und Norden von Indien; vor allem Western Ghats


Höhe: 5 - 40 cm
Breite: 10 - 30 cm

Verfügbarkeit [?]: 
  • oft im Handel erhältlich
  • oft von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Fiederspaltiger Wasserfreund
  • Gebuchteter Wasserfreund

Synonyme [?]: 
  • Nomaphila pinnatifida Dalzell
  • Cardanthera pinnatifida (Dalzell) Benth. ex C.B.Clarke .

Pflanzentyp [?]:

  • Stängel
  • Aufsitzerpflanze (auf Holz oder Stein)
Botanischer Name [?]: Hygróphila pinnatífida (Dalzell) Sreem.

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Lamiales - Lippenblütlerartige
Familie [?]: Acanthaceae - Akanthusgewächse
Gattung [?]: Hygrophila

Beschreibung: 

Hygrophila pinnatifida ist eine ungewöhnliche, in Indien endemische Wasserfreund-Art. Sie besiedelt Bäche im westlichen Küstengebiet am Fuß der Western Ghats (Maharashtra, Goa, Karnataka, Tamil Nadu), wird aber auch für den nordindischen Staat Uttar Pradesh angegeben.

H. pinnatifida ist der Wissenschaft schon seit über 150 Jahren bekannt, die Art wurde im Jahr 1851 von Dalzell als Nomaphila pinnatifida beschrieben und von Sreemadhavan 1969 in die Gattung Hygrophila gestellt. Als Aquarienpflanze wird sie aber erst seit Anfang 2008 kultiviert. Im Jahr 2010 war sie im Hobby noch relativ selten, doch einige große Wasserpflanzengärtnereien haben sie bald in ihr Sortiment aufgenommen und auf der Interzoo 2010 als Neuheit vorgestellt. Inzwischen (2013) gehört sie zum Aquarienpflanzen-Standardsortiment.

Diese Pflanze unterscheidet sich in vieler Hinsicht von den bisher in Aquarien gepflegten Hygrophila-Arten. Die Blätter sind in der Land- wie in der Unterwasserform fiederlappig bis fiederschnittig und wirken dadurch ausgesprochen ornamental. Submerse Blätter haben zudem eine besondere, an manche Cryptocorynen erinnernde Färbung: auf der Oberseite lederbraun bis olivgrün mit hell-gelblicher Zeichnung an den Abzweigungen der Seitennerven von der Mittelrippe, unterseits burgunderrot.

H. pinnatifida entwickelt submers sowohl aufrechte Sprosse als auch ausläuferartig kriechende Triebe, die sich mit ihren Wurzeln an Steinen oder Holz festheften können. Am Ende dieser sich oftmals verzweigenden Triebe entwickeln sich wiederum aufrechte Sprosse, die aber auch für längere Zeit rosettenartig gedrungen bleiben können. Die Stängel sind braun gefärbt und von zäher Beschaffenheit.

Die emersen Triebe wachsen aufrecht und sind mit Drüsenhaaren besetzt. Die emersen Blätter sind mittelgrün gefärbt und breiter und kürzer als die submersen, dadurch wirkt die Pflanze in der Landform unscheinbarer als in der Unterwasserform. An den Knoten am oberen Teil des Stängels entwickeln sich die Blüten. (Ausführliche Beschreibung der Pflanze: siehe Muth (2009)1)

(Weiteres siehe unter "Kultur" und "Gestaltung")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Muth, H. (2009): Hygrophila pinnatifida (Dalzell) Sreemadhavan (Acanthaceae), ein aquaristisch neuer Wasserfreund aus Indien. - Aqua Planta 2-2009, 48-56
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