NanoCube 20l ohne jegliche Art von Dünger

kranscher

New Member
Hallo,

ich heiße Daniel und bin 23 Jahre alt. Nachdem mein damaliges Süßwasseraquarium einem Meerwasserbecken weichen musste, würde ich jetzt gerne einen 20l NanoCube starten.
Das Becken soll so wartungsarm und günstig wie möglich laufen. Geplant war ein kleines Aquascape mit Drachensteinen. Als Pflanzen habe ich mir anspruchslose Moose überlegt, außerdem wäre eine Mini-Nadelsimse als Bodendecker noch sehr hübsch. Das Becken soll also mit recht anspruchsosen Pflanzen gestaltet werden. Daher frage ich mich jetzt, ob das Becken ohne jegliche Düngung - also ohne CO2 und ohne Flüssigdünger - betrieben werden kann und das mit den Pflanzen trotzdem funktioniert.
Beleuchtet wird mit einer 11W-Lampe.

Gruß
Daniel
 

Nanu

Member
Hi Daniel,

klar funktioniert das...kommt alt drauf an was du unter "funktionieren" verstehst :?

Am Wasserwechsel würde ich in jedem Fall nicht sparen...60% pro Woche machen bei 20Litern nicht wirklich Arbeit und verursachen auch keine relevanten Kosten, können aber ( ein annehmbares Wechselwasser vorausgesetzt ) viele Fehler ausbügeln und helfen, das Aquarium stabil laufen zu lassen.

Wenn du allerdings wirklich nur Moos und Simse einsetzt, würde ich mich auch im Tierbesatz stark zurückhalten. Der Nährstoffeintrag durch Fütterung muß ja verbraucht werden.

Ich habe meine beiden Nanos auch so begonnen, habe dann aber bald mit Bio-CO², Eisendünger und später auch weiterem Dünger begonnen.
Macht einfach mehr Spaß wenn die Pflanzen etwas beschleunigt wachsen :D
Bei mir ( ich habe auch die 11Watt Funzel ) ist die Beleuchtung durch die Düngung allerdigs fast etwas knapp ausgelegt.

Grüße Steffen
 

zapp26

Member
Re: AW: NanoCube 20l ohne jegliche Art von Dünger

Hallo,
Ich hab meinen 10l cube größtenteils techniklos betrieben. Anfangs noch mit Luftheber, später ohne. Beleuchtung (3x1W LED) täglich 6-7h, sonst nichts. Pflanzen sind gewachsen, die Schnecken haben sich vermehrt, hatten aber Schäden am Gehäuse. Die Garnelen haben sich auch vermehrt, aber es sind immer ziemlich wenige geblieben, zum Schluss hin nur 7 Stück.
Wasser habe ich sehr selten gewechselt, nur alle 1-2 Monate. Hätte ich häufiger gewechselt, wäre wohl der Garnelenbesatz höher geblieben.
Algen hatte ich an sich keine, lediglich minimal Punktalgen an den Scheiben.
Ich werde das Aquarium demnächst aber abbauen, da ich gerade auf ein 30er umsteige.

Bilder sind in meinem Thread zu finden, ich mache am Nachmittag mal ein aktuelles und stelle den Link hier rein.

Gruß Anton.
 

Anja87

Member
Hallo, ich hoffe ich darf mal etwas negatives posten :-/
Ihr entscheidet euch für ein tolles Hobby und schafft euch ein Becken und auch Tiere an. Warum wird dann nicht auch etwas Geld in die Bedürfnisse die Tiere und Pflanzen investiert?
Pflanzen brauchen etwas Dünger und die Garnelen zB. leben in fließenden Gewässern und haben somit immer sehr sauberes Wasser. Regelmäßiger Wasserwechsel ( jede Wochen ca 20-30%) gehören dazu.
Dessen sollte man sich mit bewusst sein bevor ich mit Tiere kaufe.
Gruß Anja
Ps. nicht persönlich nehmen, ist meine Einstellung
 

kranscher

New Member
Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
Beim Tierbesatz waren eigentlich nur Garnelen und Schnecken geplant, keine Fische. Das "wartungsarm" war eigentlich nur hinsichtlich CO2- und Flüssigdüngung gemeint, ein Wasserwechsel von mind. 50% die Woche war natürlich eingeplant. Habe es als selbstverständlich erachtet und deswegen auch nicht weiter erwähnt.

Das Wasser bei mir in der Gegend (Münchner Raum) ist mittelhart und hat Nitratwerte unterhalb der 1,0 m g L-1. Sollte also recht annehmbar für so ein Becken sein. Ansonsten Habe ich auch noch eine Osmoseanlage im Keller, da ich das Osmosewasser zum Verdunstungsausgleich und Wasserwechsel für das Meerwasserbecken benötige.

@Anja
Kritik ist immer willkommen und ohne Kritik könnte man Foren auch gleich schließen. ;)
Wie bereits erwähnt hatte ich bereits ein Süßwasserbecken, genauer gesagt sogar zwei. Allerdings ist es nie so richtig gelaufen und nach etlichen Algenplagen habe ich es dann zu Gunsten eines Meerwasserbeckens aufgelöst. Meerwasser ist genial. Die Artenvielfalt im Becken, das Verhalten der einzelnen Tiere - sei es höhere oder niedere - und die Schönheit der Korallen sind unglaublich und übertreffen ein Süßwasserbecken um Längen. Trotzdem fehlt mir die Unkompliziertheit sowie ein paar Pflänzchen. Aus diesem Grund kam die Idee mit einem Nanobecken auf. Da ich den 20l Cube und Bodengrund aus dem alten Becken eh noch hier hatte, hat nur noch die Lampe sowie passender Filter gefehlt. Ich wollte ein Becken, dass äußerst wartungsarm und kostengünstig läuft - da das Meerwasserbecken eh schon genug verschlingt - und trotzdem was hermacht. Aus diesem Grund die Beschränkung auf möglichst anspruchslose Pflanzen, was mir die Düngung mit CO2 und Flüssigdünger erspart.

Gruß
Daniel
 

zapp26

Member
Re: AW: NanoCube 20l ohne jegliche Art von Dünger

Ich glaub das war mehr an mich gerichtet.
Da keine jungen Garnelen durchkamen, habe ich alles mögliche getestet, weniger/mehr Wasser wechseln, Filter an/aus, Wasseraufbereiter im Frischwasser gegen nicht messbare Spuren von Kupfer....
Nachdem ich die Anubias rausgenommen hatte, hatten dann 2 Garnelen Eier und es kamen auch endlich einige junge Garnelen durch. Und jetzt sitzen sie im neuen 30er, bisher ohne Todesfälle.

Zum Thema:
1mg/l ist schon ziemlich wenig, ich hab hier etwa 5mg/l. Vielleicht reicht es das Wasser häufiger zu wechseln, das musst du wohl selbst herausfinden.

Sieht aktuell so aus:


Das Moos wuchert, der Bodendecker eher weniger. Das Javafarn wächst auch nur mittelmäßig, aber es wächst.
 
Hallo Daniel,

ein Becken ganz ohne Düngung funktioniert sicherlich, halt nur mit sehr bescheidenen Pflanzenwuchs.
Eine wöchentliche Stoßdüngung nach dem Wasserwechsel mit NPK und Eisenvolldünger ist doch überhaupt kein Aufwand finde ich. Allerdings hilft es den Pflanzen enorm, vor allem wenn du wenig Besatz hast.
Die Wasserwechsel sollten sich so zwischen 40-60% pro Woche bewegen, damit sich da nix anreichert an Düngern.
Die Filterung würde ich auch sehr mager auslegen, aber trotzdem nicht drauf verzichten. Dann gehts den Garnelen besser :wink:

Liebe Grüße
 
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