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Beitragvon Arami Gurami » 15 Aug 2012 19:49
Hallo zusammen,
im Rahmen der Überarbeitung des Algenratgebers wird es nun einzelne Threads für jeden Algentyp geben.
Dieser Thread dient nun als Erfahrungsaustausch, Diskussions -und Frageplattform zum Thema Pinselalgen!
Liebe Grüße,
Aram
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Beitragvon chrisu » 15 Aug 2012 20:14
Hallo,

Pinselalgen sind für mich die hartnäckigsten Algen da ich nie genau dahinter gekommen bin was diese Algen auslöst.
Seit ich Sand als Substrat verwende und zudem geringfiltere hatte ich jedenfalls nie mehr Pinselalgen. Davor waren Pinselalgen meine ständigen Begleiter.
Mfg Christian
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Beitragvon Corymäus » 15 Aug 2012 20:40
Ich steige im Moment von Wochendünger auf Tagesdünger um, und habe die CO2-Zufuhr erhöht, außerdem mache ich mehr Wasserwechsel. Auch die Besatzdichte der Fische ist vermindert worden. Die Algen sind schon viel weniger geworden. Eine mechanische Entfernung hilft, damit sie sich erst mal nicht so schnell vermehren können. In meinen anderen Becken mit speziellen Pflanzenlampen (viel Blau-Anteil) habe ich keine Pinselalgen. Eine Vermutung meinerseits ist, dass zuviel rotes Licht das Wachstum der Pinselalgen (Gruppe der Rotalgen) fördert.
Grüße, Elias

שטיל וואַסער גראָבט טיף.
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Beitragvon nik » 16 Aug 2012 09:21
Hallo zusammen, hallo Christian,

chrisu hat geschrieben:Hallo,

Pinselalgen sind für mich die hartnäckigsten Algen da ich nie genau dahinter gekommen bin was diese Algen auslöst.
Seit ich Sand als Substrat verwende und zudem geringfiltere hatte ich jedenfalls nie mehr Pinselalgen. Davor waren Pinselalgen meine ständigen Begleiter.

im Zuge des ARG reloaded hatte ich schon geschaut ob es eine Möglichkeit zu einer Umfrage gibt. Ich hätte dann nach Sand/Geringfilterung und Pinselalgen gefragt. Das Problem Pinselalgen wird bei dieser Art von Betrieb gegen bedeutungslos gehen. Die Ursache hat mit Sicherheit irgend etwas mit der Gesamtfilterleistung, d.h. der Filterleistung aus Filtersubstrat und/oder gröberem Bodensubstrat, zu tun. Das kann ein Problem sein, muss aber nicht. Einer der wichtigen Gründe warum sich Substratfilterung am unteren Ende des Machbaren orientieren, ausgetestet werden sollte und nicht irgendwie Schwämme nach Gefühl in den Filter gestopft. Das Problem Pinselalgen stellt sich dann nicht. BTW, gilt für Bartalgen genauso.

Natürlich bringt ein stärkerer Besatz, d.h. mehr zu mineralisierendes Futter auch mehr notwendige Filterleistung mit sich, aber man sollte nie aus den Augen verlieren, dass es vorrangig um die Gewährleistung ausreichender Nitrifikation geht - und da lässt sich schon eine Menge über Pflanzenmasse - als Siedlungssubstrat für Biofilm - und reichlicherer Strömung im Becken erreichen.
Wenig Besatz, d.h. Futter erhöht also die Chance auf Problem freien Betrieb. Was hier üblicherweise an gestalteten Pflanzenbecken und zugehörigem Besatz gezeigt wird, kann man getrost als sehr gering bezeichnen.

Die Spurenelemente werden bezüglich Pinselalgen kontrovers diskutiert. Bei mir sah es eher so aus, dass eine üppigere Mineralisierung deutlich zu deren Verschwinden beitrug.

Mein Fazit ist eindeutig: Im Grunde muss das nur eine vollständige Nährstoffversorgung sein, wobei ich keinen Nährstoff in seiner Bedeutung hervor heben könnte - und eine minimierte Substratfilterung. Diese Grenze muss ausgetestet werden, deshalb kann Geringfilterung durchaus auch mal mehr Filtersubstrat erforderlich machen, aber wenn es um Pinselalgen - auch Bartalgen - geht, dann ist die absolut geringe Filterleistung der entscheidende Punkt.
Dann spielen unter der Voraussetzung einer vollständigen und ausreichenden Nährstoffversorgung nur noch drei Dinge eine Rolle:
- geringe Fütterung bzw. entsprechender Besatz
- möglichst geringe Menge an Filtersubstrat
- keine Filterleistung des Bodensubstrats. Sand hat sicher keine Filterleistung, gröbere Substrate können/müssen nicht unerwünschten Einfluss haben.

Gruß, Nik
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Beitragvon Lipfl » 16 Aug 2012 10:34
Hi,
in meinen gut bis sehr gut bepflanzten Becken mit moderatem Fischbesatz und Soil oder feinem Kies konnte ich bisher nur zu viele Spurenelemente bzw. Mikronährstoffe für den Pinselalgenwuchs verantwortlich machen. Das Vorhandensein von reinem Eisen im geringen aber nachweisbaren Bereich scheint aber weniger ein Problem zu sein. Ich denke das Leitungswasser kann da eine große Rolle spielen. An meinem bisherigen Wohnort hatte ich immer Pinselalgen im Becken, mal mehr mal weniger, was meiner Meinung nach dem Vorhandensein zu vieler Spurenelemte im Leitungswasser geschuldet war. Die Verwendung von Mikrodüngern war da fast nicht möglich, geringste Mengen führten fast zu explosionartiger Vermehrung der Pinselalgen. Reine Eisendüngung war dagegen nötig. Nun nach meinem Umzug scheint die Situation völlig anders. Das Becken steht zwar erst 3 Wochen, allerdings habe ich in der Zeit schon so viel Mikrodünger in das Becken gekippt, wie sonst in 1-2 Jahren. Und noch nicht die Spur von Pinselalgen! Ich bin selbst gespannt wie es sich weiter entwickelt. Aber offensichtlich ist es hier eine ganz andere Situation, an meinem alten Wohnort wäre mein Becken auch nach 3 Wochen bei so üppiger Düngung schon mit Pinselalgen besiedelt.
Makronährstoffe im für Pflanzenbecken üblichen Bereich hatten bei mir dagegen nie merkbaren Einfluss auf die Pinselalgen.
Zur Bekämpfung funktioniert auf jeden Fall die Methode des Einnebeln der Pinselalgen mit EC sehr gut.
Beste Grüße
Philipp


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Beitragvon Dieter » 16 Aug 2012 13:36
Hallo,

also ich kann aus langjähriger Erfahrung bestätigen, dass es mit Sand (auch sehr feinem Sand) keinerlei Probleme mit Pinselalgen gab. Anfangs waren Kieselalgen auf dem Sand vorhanden. Die verschwanden aber schnell. Einzig im Bereich des Filterauslauf waren ständig, meist latent, Fadenalgen oder Bartalgen vorhanden. Sowohl an der Aquarienscheibe sowie auf Pflanzenblättern in diesem Bereich. Das paßt zum bereits erwähnten Biofilm. Der wächst dreidimensional, also auch in die Höhe. Wenn der Biofilm eine gewissen Dicke erreicht hat, kann er im Bereich starker Strömung ausfransen oder gar ganz vom Untergrund abreißen.

Die Filterung spielte bei meinen Aquarien immer eine Rolle. Bestückt waren die aber immer nur in homöopathischen Mengen mit groben Kies bzw. mit groben Filtermatten. Auch mit Filterbecken im Unterschrank habe ich gute Erfahrungen gemacht wenn diese wenig bestückt waren und der Durchfluss nicht zu gering war, also nicht als klassischer HMF-Filter eingesetzt war.

Zurzeit habe ich ein 60-Liter-Becken als Zwischenlösung für ein paar Welse. Das habe ich ausschließlich mit Microsorum pteropus bestückt. Betrieben mit einem kleinen Innenfilter der mit groben Filtermatten ausgestattet ist. Beleuchtet wird mit einer alten 30 Watt T8. Gedüngt wird gar nicht. Wasserwechsel alle 5-6 Wochen !!! ca. 50 Prozent. Hier haben sich jetzt Pinselalgen gebildet. Aber weder Pflanzen noch Bodengrund noch Scheiben sind befallen. Die Algen sitzen ausschließlich am Silikon. Sie breiten sich auch nicht weiter aus sondern bleiben in kleinen Büscheln dort.

LG
Dieter
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Beitragvon kunzi » 18 Aug 2012 20:50
Hallo,

also persönlich kann ich sagen Pinselalgen treten bei mir nach einer Einlaufzeit mehr als einem halben Jahr, auf jeden Fall auf, wenn ich längere Zeit Probleme hatte den Co2-Gehalt im richtigen Bereich zu halten.

Das war/ist jetzt nämlich der Fall, da ich erst wegen einer defekten Nachtabschaltung, und dann wegen einer defekten Dichtung 2 Wochen oder etwas länger keinen konstanten Co2 Wert hatte, seitdem es wieder läuft, gehen diese immer mehr zurück.

Ansonsten hilft oder unterstützt noch EC.

In Bezug auf Volldünger oder Eisendünger, kann ich bisher noch nicht bestätigen. Also weder bei hohen noch niedrigen Düngezugaben konnte ich Veränderungen bzgl. Pinsel oder Bartalgen sehen.

lg Sebastian
Grüße
Sebastian
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Beitragvon lordc » 12 Sep 2012 19:54
Also in meinem Becken habe ich jetzt erstmal Pinselalgen entdeckt. Ich schätze das es wohl auch daran liegt, dass die CO2 Werte in letzter Zeit zu oft verändert wurden.

Gedüngt habe ich weiterhin Normal, wobei auch leichte Grün und Kieselalgen auf dem Hardscape zu sehen ist.
Ich hoffe mal das ich sie durch einen konstanten CO2 Gehalt wegbekomme.
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Grüße Cyril


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Beitragvon Aquariophilo » 15 Okt 2012 10:08
Hallo,

es scheint bei den Pinselalgen verschiedene Preferenzen zu geben.
Ich habe momentan Pinselalgen, die ausschließlich auf dem Hardscape (Basaltsteine) wachsen. An den Silikonnähten findet sich dagegen bei mir nie etwas. Vor einem halben Jahr hingegen wuchsen die bei mir ausschließlich an den Scheiben, wobei dabei keine Abhängigkeit von Filterströmung zu beobachten war. Auf Pflanzen hatte ich die noch nie, obwohl es wohl auch Leute gibt, wo die Pinsel bevorzugt auf älteren Pflanzenteilen wachsen.
Interessant wäre hier die Frage, ob das verschiedene Ausprägungen von Pinselalgen sind oder ob das Aquarienmillieu entscheidet, wo sich die Pinsel vermehrt "hinsetzen".
Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon Plantamaniac » 15 Okt 2012 14:27
Hallo, die ersten 5 Jahre meiner Aquaristikzeit kannte ich Pinselalgen überhauptnicht. Dann zogen wir um und bekamen härteres, alkalischeres Wasser, mit 50mg Nitrat :shocked: Die Pflanzen wollten nichtmehr wachsen und Pinselalgen stellten sich ein. Es war grauenvoll :shock: Überall schwarze Pinsel, an Pflanzenrändern, Steinen, Wurzeln, Kies und Scheiben :(
Dabei hatte ich bis auf das Leitungswasser meine alten Gewohnheiten mit Düngung, Wasserwechselrhytmus usw. beibehalten. Vom 80cm Becken wurden zum Umzug lediglich die Fische in Eimer gesetzt, das Wasser abgelassen und das Becken auf einem Brett mit dem Anhänger 3km weit gefahren und mit dem Wasser aus den Eimern und Leitungswasser, das einer Wasserwechselmenge (damals noch die Empfohlenen 30% wöchentlich) wieder eingefüllt.
Nach 1,5 Jahren war ich das Trauerspiel leid und stellte auf 50% Regenwasser um, was ich in der Art nun seit fast 20 Jahren mache. Pinselalgen habe ich seitdem niemehr gesehen. Ja, die meisten andern Algen kenne ich auch :gdance: aber sie sind für mich nie ein wirkliches Problem. Sie werden entweder in Maßen geduldet, solange sie nicht überhand nehmen oder sich optisch negativ auswirken (als Futter für die Tiere oder als Laichsubstrat kann man sie akzeptieren) oder verschwinden irgendwann von selbst. 17 von aktuell 22 Becken sind algenfrei. Die andern haben Kiesel, Faden, Staub oder Blaualgen und eins Cladophora. Aber alles erträglich und läßt sich bei den wöchentlichen Pflegemaßnahmen leicht in die Schranken weisen. Die Pflanzen sind alle sauber. Die Algen sind lose bzw. lassen sich leicht entfernen...
Chiao Moni
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Beitragvon sabrikara » 29 Okt 2014 10:30
Hallo zusammen,

bekanntlich gibt es bei Pinselalgen den Trick, dass diese sich rot färben, wenn sie in Alkohol eingelegt werden.
Gilt das auch für Chlorreiniger oder ist folgende Beobachtung korrekt? Merkwürdigerweise werden vermeintliche Pinselalgen bei mir im Chlorreiniger grün bevor diese weiß werden.

Danke im Voraus für eure Erfahrungen und Mühe.
Liebe Grüße
Sabri
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Beitragvon Crockett » 30 Okt 2014 15:54
Guden, ich betreibe wegen miesem Wasser Ossiwasser und habe inzwischen schon 3 10 Zoll Silikatfilter und einen Nitratfilter dahinter geschaltet ( von wegen ne Ossianlage zieht NO3 raus pfft ). EC funzt bei mir überhaupt nicht, im Gegenteil das ungewollte wuchert noch mehr.Ich kann eine Besserung mit Alg Exit bestätigen. Was mir Probleme macht sind schnell befusselte Scheiben mit Punktalgen und wegen sehr viel Silikat,was trotzdem durch die Filter kommt dunkle Ablagerungen. Wenn ich mit Phosphat spiele geht es etwas besser, nur will ich wegen Diskussen nicht so viel Dünger einbringen und auch CO2 musste ich um einiges senken wegen ihnen. ( Wegen den insgesamt 4 Filtergehäusen, habe keinen Platz für große , habe einen fahrbaren Karren gebaut wo alles drauf steht. )
Kumpel wohnt paar Straßen weiter, hat wohl auch das selbe Wasser und der macht nix, der haut das pure Leitungswasser rein und das Becken sieht Top aus, ich werde irre. Nur seine Pflanzen sehen dafür nicht so schön aus wie meine und wachsen auch bei weitem nicht so gut. Ich glaube ich könnte das selbe Becken nochmal neber meinem aufbauen und zu 100 % das selbe rein werfen und trotzdem würden beide unterschiedlich ausschauen. :sceptic:
Mfg Florian
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Beitragvon RavenTheJust » 09 Feb 2016 23:19
Hallo zusammen,
Ich möchte hier schnell meine Erfahrungen mit Pinselalgen kundtun, da sie bei mir immer sehr spezifisch auftreten und sich immer durch die gleiche Massnahme bekämpfen lassen. Deswegen sehe ich sie mittlerweile relativ gelassen.

In meinem 128L Becken mit Sand als Bodengrund und dichtem Bewuchs, welches seit 2.5 Jahren in Betrieb ist und davor auch in meinem 60L Becken, waren Pinselalgen immer ein sicheres Anzeichen, dass ich die Fliterschwämme wieder einmal austauschen sollte.

Ich kann nicht sagen an was es genau liegt aber irgend etwas wird da durch die alten Bakterien gebildet, was das Wachstum der Pinselalgen fördert. Gut möglich, dass sich auch die Bakterienpopulation ändert und deren Wachstum begünstigt.
Tausche ich die dunkel verfärbten Schwämme aus (auswaschen alleine bringt nichts), dann verschwanden die Algen in der Regel nach zwei bis drei Wochen von selbst. Man sieht den Schwämmen an, wenn sie ausgetauscht werden sollten. Sicherheitshalber habe ich auch allfällige Keramikmaterialien entfernt, da es dort bestimmt schwieriger zu sagen ist.
Es versteht sich von selbst, dass der Austausch oder die Entfernung von Filterschwämmen gestaffelt erfolgen sollte.
Und wie immer: Dem Becken genug Zeit einräumen auf die Veränderung zu reagieren.

Für mich passt meine Beobachtung dazu, dass Becken mit Geringfilterung in der Regel seltener/nicht betroffen sind und das ich von vielen Aquarien mit Kiesboden lese, welche diese Algen scheinbar plötzlich in längst eingefahrenen Aquarien zur Plage werden. Der Boden kann natürlich genau so wie ein alter Filterschwamm wirken, nur ist der mühsamer zu reinigen.
Es passt auch, dass die Algen oft in der Nähe des Filterauslasses wachsen - mit der oft zitierten Strömung hat das in meinen Augen nichts zu tun.

Das ist meine Erfahung und lässt sich sicherlich nicht 1:1 auf andere Becken übertragen.
Vielleicht auch eine Umkehrfrage: An was erkennt ihr, dass die Filterschwämme ausgetauscht werden sollten?
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Beitragvon nik » 10 Feb 2016 09:45
Hallo Lukas, (beinahe hättest du deinen Namen hingeschrieben ^^)

sehr interessante Beobachtung, wenn du erlaubst, werde ich an geeigneter Stelle darauf verweisen. Mit Sand und ohne Filtersubstrat, was ja durchaus ein häufigerer Zustand der Geringfilterung ist, gehen Pinselalgen, Bartalgen genauso, überhaupt nicht! Da ich Schwämme allenfalls als Ansaugschutz nutze und die meist nicht alt, weil weich werden, sich dann zusammenziehen und dann ausgetauscht werden müssen. Bei Rotalgen den Filter leer machen ist ein sicherer Tipp. Schwierig können nur die Fälle mit gröberem Bodensubstrat und dessen möglicher Filterleistung sein und da spielt es keine Rolle ob Kies oder tonige Soils.

Deine Beobachtung ist schon ein Hinweis auf eine Abhängigkeit zum Biofilm, zur Mikroflora. Wenn man sich Substratfilterung genauer ansieht, tauchen beinahe nur Nachteile auf und die wenigen Vorteile, geringere Neigung zur Bakterienblüte, Klarheit des Wassers wird auch gerne angeführt, sind bei genauererer Betrachtung keine. Jedes Becken ist, meist ohne jedes Filtersubstrat, glasklar geworden. Es ist ein Ausdruck der Beckenreife und wird mit oder ohne Substratfilterung erreicht. Und Bakterienblüten werden völlig falsch eingeschätzt. Deren Wirkung ist, wenn man sie zu nutzen weiß, mit segensreich hinreichend beschrieben.

Gruß, Nik
So wenig [füge hier eine beliebige beinflussende Maßnahme ein] wie nötig.

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- geht auch sehr erfolgreich mit ungedüngtem Sand
- ausschließlicher, vollständiger Wasserdüngung
- Geringfilterung, d.h. so viel Filterung wie nötig
- und einer gut funktionierenden Mikroflora
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Beitragvon Frank2 » 10 Feb 2016 11:14
Vielleicht auch eine Umkehrfrage: An was erkennt ihr, dass die Filterschwämme ausgetauscht werden sollten?


Hallo Lukas

genau an dem Zustand, den Du beschreibst. Es bilden sich im Schwamm, zunächst, eine wenige dunklere Stellen, die nicht mehr auswaschbar sind. Genau dann ist der Zeitpunkt für den Austausch der Richtige. Also gleich zu Beginn dieser Veränderung.

Kies hat gegenüber Sand einen wunderbaren Vorteil den hier manche wieder nicht hören wollen. Man kann diesen 1 oder 2 mal jährlich gründlich durchmulmen. Eine Anreicherung von zb Eisenphosphat kann damit wirksam verhindert werden. Neulich habe ich hier iwo gelesen, dass wegen Rücklösungen der Sand ausgetaucht werden soll. Das ist bei Kies in nicht zu großer Schichthöhe nicht notwendig! Und zwar niemals.Ich hatte sowohl Sand- als auch Kiesbecken. Mir kommt kein Sand mehr in ein Becken, welches für lange Dauer (zb 10 Jahre oder länger ) angelegt ist. Wobei es auch da Beispiele gibt mit Sand und sehr langen Standzeiten.

Auf Filterung mag ich auch nicht verzichten, zu manchen Zeiten hatte ich schon recht viele Fische in den Becken, momentan ist nur unser 320er stark bestückt da ich umgeschichtet habe. Aber selbst da ist nur ein blauer grober Schwamm und ein Feinfließ drin da sie eben ihren Dreck produzieren und damit das Wasser klar bleibt.

Insgesamt kann man Deine Erfahrungen aber nur Teilen. Ich wundere mich immer, wenn ich von Standzeiten von 6 oder mehr Monaten lese. Große Filter voll mit Schlamm. Aber das Becken voller Pinselalgen oder unter Dauer-EC-Beschuss. :shocked:

Grüße
Frank
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