Mayaca sp. Belem

kiko

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hallo,
mal eine Mayaca, errinnert gaanz entfernt vom oberen Habitus an eine Mini Tonina/Syngonanthus macrocaulon.
Der Kronendurchmesser intensiviert sich jenach Licht/Wasserwerten/Substrat, hier u.a. schön bei Michael zu sehen: http://bubblesaquarium.com/NewArrival/NewArrival_Mayaca_sp_from_Belem_Popup.htm

Die Pflanze hat auch die interessante Eigenart, wenn ihr das Wasser oder irgendwas sonstiges an den Rahmenbedingungen nicht gefällt, das sie die Blätter komplett schließt und das behält sie tagelang :sceptic: bei (bis die Rahmenbedingungen wieder passen).
Seitensprosse wie andere Mayacas entwickelt sie kaum bis gar nicht, das Wurzelwerk ist auch eher gering.
Auf (vermute) Eisenmangel reagiert die Pflanze auch auffällig schnell mit blaßer Triebspitze.
Vom Wuchs zeigt sie sich eher unauffällig langsam.
 

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Andreas S.

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Hallo Olaf-Peter!
kiko":1abbpua7 schrieb:
(...)
Die Pflanze hat auch die interessante Eigenart, wenn ihr das Wasser oder irgendwas sonstiges an den Rahmenbedingungen nicht gefällt, (...)

Wie gestalten sich denn die ..."Rahmenbedingungen" ?
Gruß, Andreas
 

kiko

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Hallo Andreas,
was genau der Auslöser für das Blattschließen ist kann ich im nachhinein nicht mehr sagen, da ich Wasserwerte nicht regulär messe. Was ich nur sagen kann: Ein Exemplar hatte ich in mein 54L das andere in mein 12L gesetzt, wo sie wesentlich munterer wächst. Der Unterschied des 12L zu dem anderen Becken ist primär, das es kaliumärmer aber ansonsten mehr SE+Eisenbetonter gedüngt wird.
Die Art selbst bildet auch kaum Wurzeln, scheint also primär auf das angewiesen zu sein was über die Wassersäule reinkommt. An und für sich keine schwierige Art, aber auch keine die unter allen Bedingungen wächst - ich denke zumindest, das die sich in Becken ohne Co2 Zufuhr nicht dauerhaft hält.
Unter Schwachlicht, wird die sich imo auch nicht optimal entwickeln.
 

Andreas S.

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Hallo Olaf-Peter,
kiko":227n7vb2 schrieb:
was genau der Auslöser für das Blattschließen ist kann ich im nachhinein nicht mehr sagen, da ich Wasserwerte nicht regulär messe. .
Wie Bedauerlich.
' Hätte mich schon interessiert, da ich die Pflanze interessant finde, als Ex-Syngonanthus-Pfleger.
Deren Kulturparameter ('macrocaulon, 'cf. inundatus) habe ich damals hier im Forum hinterlegt und mit anderen vergleichen können.
Schade, das dass hier nicht läuft.
"Transparenz" würde ich mir wünschen.
Gruß, Andreas
 

kiko

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Hallo Andreas,
Transparenz ist sicherlich gut, nur nicht jeder hat adhoc ein Fotometer u./o. die teuren M/N Tests an der Hand.
Ich kann aber die wichtigsten Eckwerte des 12L (d.h. wo sie am besten wächst) mal mit Tropftests ausmessen, wenn es weiterhilft?
 

Sumpfheini

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Hallo,
die erinnert mich an Mayaca sellowiana (die ich bisher nur auf Bildern oder im Handel gesehen habe, und die - grrr - im Handel fast durchgängig Mayaca sellowiniana genannt wird). Wäre sicher interessant, diese "Belem" und sellowiana zwecks Vergleich unter gleichen Bedingungen zu kultivieren.
@Olaf-Peter: wie breit werden die Triebe ungefähr?

Gruß
Heiko
 

Andreas S.

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Hallo !
@kiko:
Ja, das würde mich interessieren. Gib' dann bitte an, wie und mittels welcher Firmenfabrikate du gemessen hast.
Das du mit Vgl.-Lsg. agieren solltest, weisst du natürlich. Kannst den Kram auch auch gerne pn senden.
@Heiko:
ich biete gerade die M. sellowiana an- eine Wildaufsammlung, die über Stephan K. nach D. kam und an mich weitergereicht wurde (HGK); wächst wie Unkraut, bzw. wie die M. fluviatilis bei geeigneten Kulturparametern (pH 5, entspr. "KH" und CO2. Licht 0,6W/l- höchstens).
Gerne sende ich den einen oder anderen Stängel zwecks Vgl.-Kultur, bevor die in den Müll gehen.
Komisch, das COOK nur die 'sellowiana angibt und nicht die 'fluviatilis.
Allerdings ist das Buch auch von '90. Von daher vielleicht schon: "kalt". Wer weiss !?
Gruß, Andreas
 

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Sumpfheini

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Teammitglied
Hi Andreas,
danke, Interesse hätte ich schon, aber kann keine neuen Pflanzen unterbringen und kriege leider so was wie Vergleichskulturen vorerst zeitlich, platzmäßig usw. nicht auf die Reihe...
Sieht ja toll aus; sind solche leicht rötlichen Stängel auch von handelsüblicher Mayaca sellowiana bekannt?

Meinst du Cook, Aquatic Plant Book? Da sind von jeder Gattung meistens nur ein, zwei Arten als Beispiel abgebildet. In dem Fall die sellowiana. Zur Gattung Mayaca schreibt er: "+/- 10 species, probably less."

Gruß
Heiko
 

Andreas S.

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Hallo Heiko,
COOK* schreibt def. nichts über ... rote Sprossachsen. Dies scheint also kein Merkmal zu sein. Selbst mein aktueller Bestand weist lediglich alternierend rote Stängel auf.
Scheint also nicht wichtig zu sein, bzw. lediglich eine Stoffwechsel-Laune des "Hier-und -Jetzt' ".
Gruß, Andreas

* Ja, Aquatic Plant Book.
 

Sumpfheini

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Teammitglied
Hi Andreas,
solche Merkmale wie Stängelfärbung fallen bei Unterscheidung auf Gattungs-Ebene sicher meistens unter den Tisch, weil i.d.R. keine "guten", umwelt-unabhängigen und auch an Herbarmaterial erhalten bleibenden. Höchstens "feintaxonomisch" bei Unterscheidung von nah verwandten Sippen (Klein-, Unterarten, Varietäten).

In dem Fall finde ich es nur interessant wg. evtl. Unterscheidbarkeit zwischen dieser Wildaufsammlungs-sellowiana (die dann einen angehängten Hilfs- bzw. Fundortnamen kriegen könnte) und handelsüblicher sellowiana (gleiche Kulturbedingungen vorausgesetzt). Also nur Unterschiede zwischen verschiedenen kultivierten Klonen der gleichen Art, ohne wissenschaftl.-taxonomische Relevanz.

Gruß
Heiko
 

Andreas S.

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Hallo Heiko,
dann verteile ich meine Pflanze, soweit es geht (obwohl man da nie eine Rückmeldung- bzgl. erfolgreicher Weiterkultur erfährt).
Übrigens:
Werner ("channaobscura") scheint dieselbe Pflanze schon längere Zeit erfolgreich zu pflegen- unabhängig von mir und "meiner".
Vielleicht meldet er sich hier aber auch selbst.
Gruß, Andreas
 

Sumpfheini

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Teammitglied
Hallo Andreas,
ja, das ist gut! Vielleicht lässt die sich sogar einfacher kultivieren als "Standard"-sellowiana? Zu Mayaca sellowiana hatte ich vor längerer Zeit mal ein Thema eröffnet, weil die anscheinend nicht so sehr bekannt ist, vielleicht wegen der ewigen Verwechslung mit Rotala sp. "Nanjenshan", so dass wohl viele glauben, M. sellowiana und R. "Nanjenshan" wären das Gleiche. Zumindest auf Bildern finde ich M. sellowiana dekorativer als M. fluviatilis. Aber da gab's nicht viele Antworten.
Zu der Wildaufsammlungs-sellowiana könnte man mal ein eigenes Thema eröffnen.

Gruß
Heiko
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,

die M. sp. "Belem" ist mir attraktiv, ja interessant. Zur Varianz einer Pflanze fällt mir meine M. fluviatilis ein. Die habe ich lange gepflegt und irgendwann sein gelassen - weil ich die ja beliebig nachkaufen zu können glaubte. Das war aber nicht so! Keine war wie diese und ich habe alle Nachkäufe seingelassen. Meine ursprüngliche war einfach im Durchmesser etwas größer und dichter. Eine sellowiana war das IMHO sicher nicht. Die kenne ich auch.

Gruß, Nik
 

Andreas S.

Member
Hallo!
Die 'sellowiana hatte ich vor etwa 12J. mal direkt aus Singapur bekommen und ziemlich schnell ruiniert, max. eine Woche hielt sie. Damals war's das Cu aus der Leitung (ich war damals noch TWW'ler).
Sie sah so aus, wie meine jetzt- etwas längere Blätter vielleicht.
Im Oriental-Catalog ist die ja auch drin, übrigens.
Das die unterschiedlich imponieren, ist eine Frage der Kultur (phänotyp.Plastizität). Das betrifft ja alle Pflanzen.
Wir denken aber immer gleich, eine neue Art vor uns zu haben, wenn ein Blatt mal kürzer oder länger ist als beschrieben. Ohne Blüten geht halt nichts. So war's immer- so wird es immer sein.

Gruß, Andreas
 

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