Lumen pro l - Fadenalgen

Pjg

Member
Hallo,

im Moment habe ich Probleme mit Fadenalgen. Ich bin über einen Post gestolpert, der hierzu besagt dass zu geringe Beleuchtung ein Grund sein kann.
Der betroffene Aquarianer hatte die Lumen/ l von 20 auf 34 erhöht und die Fadenalgen gingen zurück.
Ansonsten wurde nichts verändert.
Kann das jemand hier bestätigen? Also den Zusammenhang'?
Ich habe nämlich auch nur 20lm/l
Ist das eigentlich auf Bruttoliter oder Nettoliter zu beziehen?
Danke

Peter
 

Thumper

Well-Known Member
Moin,

lm/L ist immer bezogen auf die Bruttoliter des Beckens.
Welcher Thread war das? Ich kann mir nur vorstellen, dass 20lm/L zu wenig für die Pflanzen war, sodass diese nicht genug Licht bekamen. Algen sind schon mit wenig Licht sehr oft glücklich.
 

Pjg

Member
Hier der letzte Post:

Algenproblem bei LED Aquarium | Aquaristik Forum - Aquaristik-Live.de (aquaristik-live.de)

Ich hätte jetzt gehofft, dass das jemand in diesem Forum bestätigen kann / ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

Das würde bei mir auch passen, da ich auf Bruttoliter bezogen gar nur knapp 17lm/l habe.
Also soll ich mal erhöhen? Auf welchen Wert? Bei 100% hätte ich 33lm. Eher sukzessive denke ich mal, oder?
Ich habe aber eher nicht so viele Pflanzen. Eher so ein klassisches Amazonasbecken mit Anubias, Javafarn, bißchen Moos und paar Stengelpflanzen.
Einiges an Wurzeln und Steinen.
Dünge auch nur auf 10mg/l Nitrat
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo,

Lumen/Liter ist nur bei kleineren Aquarien gut anwendbar. Bei großen Aquarien ergeben sich oft zu hohe Werte. Bei sehr kleinen Aquarien gibt die Formel zu niedrig aus.
Lux ist die andere Möglichkeit und bei klarem Wasser gut anwendbar.

Grüne Fadenalgen lassen sich sehr gut mit einem Nährstoffungleichgewicht provozieren: Meist niedriges Nitrat/Stickstoff während Kalium sehr hoch ist. Eine Düngung mit Eisen und Phosphat kann das dann auch noch verschlimmern. Als mein Filter verstopft war und das Nitrat abbaute bildeten sich Fadenalgen innerhalb weniger Tage.

Viele Grüße

Alicia
 

Pjg

Member
Was ist groß und was ist als klein anzusehen?
Ich habe 250l Brutto. Das würde ich jetzt nicht als klein, aber auch nicht unbedingt als groß bezeichnen.

Diese 34lm aus dem Beispiel kommen mir sehr viel vor, für meine nicht so anspruchsvollen Pflanzen und der geringen Düngung. Nährstoffungleichgewicht passt sicher. Bin mir halt unsicher ob eine Erhöhung der Lumen/l tats. eine Verbesserung bei Fadenalgen bringt. Ich hätte eher das Gegenteil vermutet, daher mein Nachfragen hier.

Wie auch immer. Ich werde zumindest einmal von 17 auf 20lm stellen.
Evtl. hat ja noch jemand Erfahrung in Bezug auf Lumen und Fadenalgen.
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo,
Ab 200 Liter ist schon groß. Durch die größere Höhe und Tiefe potenziert sich die Formel Lumen/Liter sehr schnell.

Für ein Aquarium 100x50 Grundfläche ist um die 7500 Lumen eine gute Wahl für relativ starkes Licht.

Bei Fadenalgen sollten NPK kontrolliert und korrigiert werden.

Viele Grüße

Alicia
 

omega

Well-Known Member
Hi,

Der betroffene Aquarianer hatte die Lumen/ l von 20 auf 34 erhöht und die Fadenalgen gingen zurück.
bei mir kamen Fadenalgen bisher nur nach einem großen Planzenrückschnitt, wodurch ja weniger Nährstoffe verbraucht werden.
Die Beleuchtungsstärke zu erhöhen, bewirkt einen höheren Nährstoffverbrauch.
Da bleibt ja eigentlich nur eine Schlußfolgerung.

Grüße, Markus
 

Kejoro

Active Member
Hi,
Die Beleuchtungsstärke zu erhöhen, bewirkt einen höheren Nährstoffverbrauch.
und einen erhöhtes Sauerstoffaufkommen im Becken, sofern die Sättigungsgrenze bisher nicht erreicht wurde.
Viel Sauerstoff ist für ein passendes (algenfreies) Milieu begünstigend. Das geht letzten Endes auch auf den Redox und darüber hat sich @kurt schon bei seinem Showbecken ausgelassen.

Meiner Erfahrung nach fördert mehr Licht das Algenwachstum. Der Stoffwechsel wird einfach angekurbelt. Bleibt nur die Frage, ob die positiven Effekte (mehr O2 die negativen (mehr Stoffwechsel und ggf. Nährstofflücken) überwiegen. Sind sicher nicht alle Abhängigkeiten.

Schöne Grüße
Kevin
 

Pjg

Member
Ich mache jetzt einfach mal das Gegenteil.

Nachdem mir ja dank Nitrit der Bestand dahingerafft wurde, habe ich jetzt seit zwei Tagen die Beleuchtung aus. Keine Düngung. CO2 wird automatisch geregelt.
Bin mal gespannt wie sich das auf die Fadenalgen auswirkt.

Es sind nur noch 2-3 Corys im Becken + Schnecken und Garnelen.
Über viele WW ist Nitrat auf ca. 12
 

Pjg

Member
NO3: 10mg/l
PO4: 0,06mg/l
K: 2 mg/l

Ich bilde mir ein es sind weniger Fadenalgen, zumindest sind es nicht mehr geworden.
Heute noch mal abgesaugt und stark befallene Blätter entfernt.
Ich bleibe bei dieser "Dunkelkur-light" und werde berichten.

--> ist das dann hier unter Beleuchtung noch richtig, oder soll ich in Algen oder Nährstoffe einen neuen Thread aufmachen?
 

Pjg

Member
Um das Thema abzuschließen:
Habe abgebrochen, da das Wachstum der Algen zwar stagnierte, dass der Pflanzen aber auch. Ein Nitratverbrauch war quasi nicht festzustellen.
Also ist das Thema durch und ich versuche halt nun klassisch die Düngung in den Griff zu bekommen und das Licht langsam zu steigern.
 

Roby

Active Member
Nitrit Katastrophe?

Nitrit tritt eigentlich nur in ersten Wochen der Einfahrphase eines Beckens auf.
In der Einfahrphase sind auch Algenaufkommen normal.
Oft in der Reihenfolge Kiesel, Grün, Pinsel, Blau.
Für die Einfahrphase empfiehlt es sich auch die Beleuchtungsdauer eher kurz zu halten.
Geeignete Pflanzen zu einfahren sind z.B. Wasserpest.
Das Becken sollte von Anfang an mit Eisenvolldünger versorgt werden auch mäßige tägliche Futterzugabe empfiehlt sich (auch ohne Fische) um die Biologie in Schwung zu bringen.
Becken können mit viel und auch mit wenig Licht funktionieren, im letzteren Fall ist die Düngung gering zu halten.

Fehlt zu guter Letzt CO2, ohne Kohlenstoff kein Leben. Ohne CO2 empfiehlt es sich ein Becken nur als alter Hase zu betreiben.

Leider ist die Aquaristik ein sehr komplexe Angelegenheit, die Zusammenhänge sind nicht wirklich zufriedenstellend erforscht, das gilt für Algen ganz besonders. Früher galt die Devise alles Nitrat & Phosphat aus den Becken zu entfernen, heute wird das teilweise aktiv zu gedüngt, beides kann funktionieren aber auch in Form von Algen versagen. Für ein erfolgreiches Becken braucht man ein biologisches und mineralisches Gleichgewicht, leider ist es schwer zu Präzisieren wie dieses beschaffen ist.

LG Robert
 

Roby

Active Member
Hi,


nö, Nitrit kann jederzeit wieder zu einem Problem werden: einfach entsprechend viel füttern oder Filterbakterien killen.

Grüße, Markus
Durchs füttern alleine glaube ich nicht, jedenfalls nicht bei konstantem überfüttern, Nitrat von 100, 200 ist möglich ohne Fische zu killen.
Sollte aber plötzlich und unabsichtlich die sprichwörtliche halbe Futterdose ins Becken gekippt sein dann schon.
Auch ein toter Fisch der übersehen wird kann Probleme bereiten, wobei ein einziger kleiner toter z.B. Neon im eingefahrenem Becken nichts bewirkt.
Filterbackis killen ist auch eine Möglichkeit, das geschieht im eingelaufenen Becken aber nicht von selber.
Dazu braucht es eine z.B. einen Filterausfall, gröberer Medikamentenbehandlung etc.

Ich korrigiere mich also:
Nitritpeak entweder in der Einfahrphase oder bei einem massiven Ereignis, kaum bei konstanten, auch schlechten, Verhältnissen.
Nicht plötzlich bzw. aus heiterem Himmel.

LG Robert
 

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