Low Carb für Wasserpflanzen oder ...

borchi

Member
Hallo in die Runde,

das finde ich interessant:
Hei, alle Verbräuche werden durch die Lichtmenge gesteuert.
Da muß man halt mal schauen, wie weit das ohne oder mit weniger Co2 geht.
Auch da ist weniger manchmal mehr.
VG Monika
Wie lange beleuchtet ihr eure Becken?

Ob es wohl Sinn macht, die Beleuchtungszeit zu reduzieren? Aktuell beleuchte ich von 7 Uhr bis 22 Uhr. Das ist angepasst auf die Zeiten, wo ich das Becken normalerweise sehe, morgens und Abends... Seit meinem Einzug ins Homeoffice sehe ich es ja den ganzen Tag, da könnte ich auf Licht verzichten.

Ich habe bei mir etwas Stress mit der Egeria najas und auch der Rotala rotundifolia... Sie wachsen nicht richtig finde ich. Kleine neue Triebe und recht langsam. Meine Limnophila sessiliflora dagegen wächst wie Unkraut.
 

Kejoro

Active Member
Hi Christian,

ich verfolge aktuell die Ansicht, dass ein langsamerer Stoffwechsel zu attraktiverem Wuchs führt.
Das lässt sich durch Low Carb sehr gut erreichen/erzwingen. Weniger Licht ist eine andere Sache! Wenig Licht neigt zur Vergeilung, wenig CO2 zu kompakterem Wuchs (und irgendwann in Krüppeltriebe). Ich bin vor einiger Zeit aus Zufall auf positive Wirkung in der Reduktion des Lichts gekommen. Low Carb ist nach einiger Überlegung vielversprechender.
Unter'm Strich passen beide Methoden in ein Modell :)

Es gibt hier durchaus Threads, die jenseits der 100lm/l einen Nährstoffmangel erlebt haben, darunter allerdings nicht. Das lässt sich über die Geschwindigkeit der Nährstoffdiffusion in die Pflanze erklären. So lange die Nährstoffe schneller nachkommen, als sie verbraucht werden, entsteht kein Mangel.
Wie du das erreichst, ist vollkommen egal. Die Qualität des Biofilms spielt hierbei eine wichtige Rolle, aber reproduzierbaren Einfluss auf die Sache kann man über den Pflanzenstoffwechsel erreichen. Diesen geeignet zu limitieren/begrenzen führt dazu, dass Pflanzen in einer großen Bandbreite an Nährstoffverhältnissen und Biofilmkompositionen mangelfrei wachsen können.

Wenn du in Licht limitieren magst, dann würde ich über die Intensität gehen und nicht über die Lichtdauer. Kürzere Belichtungszeiten zielen mehr auf die Benachteiligung der Algen im Biofilm ab. Mehr dazu in @nik's Signatur. Weniger Intensität verlangsamt den Stoffwechsel und die Nährstoffe haben mehr Zeit, in die Pflanze zu gelangen.

Schöne Grüße
Kevin
 
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Plantamaniac

Active Member
Hei, meine Lowtecbecken werden 12.14 Stunden beleuchtet.
Von 13-16 Uhr ist Mittagspause. Eigentlich nicht, um dadurch irgendeine Wirkung zu erziehlen, sondern um abends später nochmal zu fütterund und nach den Becken zu sehen.
VG Monika
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin,

mit dem Licht ist es so eine Sache. In Grenzen ist es das Produkt aus Dauer und Intensität. Wenn das Licht zuviel für die gegebenen Nährstoffe ist, dann fangen die Pflanzen an nach Nährstoffen zu suchen. Vergeilen ist eine Möglichkeit, waagrecht oder gar gegen den Boden wachsen eine weitere. Es kommt auch vor, dass die Wurzeln der Pflanzen auf der Nährstofsuche aus dem Boden herauswachsen. Pflanzenschäden sind dann sicher. Kann man in der Regel mit ausreichender Nährstoffversorgung abstellen. Funktioniert das trotzdem nicht, dann ist es ein Problem, dass vorhandene Nährstoffe nicht ausreichend in die Pflanze gelangen. Nährstoffantagonismus kann eine Rolle spielen, die "Qualität" der Mikroflora/des Biofilms auch.

Nährstoffantagonismus wird schon mal abgetan, spielen auch nicht immer eine Rolle, unter aquaristischen, d.h. idR. hypertrophen Bedingungen tun sie es.

Gruß Nik
 

borchi

Member
Guten Morgen,

ich hatte das im Wiki geschriebene Verhalten mit dem schließen der Köpfe gegen 20 Uhr an der Limnophila sessiliflora beobachtet. Morgens sind die auch noch zu.

Habe von 15 auf 12 Stunden reduziert und schaue mir das mal 2-3 Wochen an. An der Intensität kann ich nicht rumschrauben, ich habe keinen Dimmer...
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin Christian,

im üblichen, eher schwach besetzten Pflanzenaquarium ist mir die Sauerstoffsättigung des Wassers gutes Indiz, d.h. wenn die erreicht ist, fängt das Perlen der Pflanzen an. Das geht mit kürzerem intensiverem Licht besser. Wenn also irgendwann im Laufe des Tages irgendeine Pflanze das Perlen anfängt, dann sind die 8 mg/l O2 erreicht und man muss sich um Sauerstoff keine Gedanken mehr machen. Tut es das nicht, muss das noch kein Problem bedeuten, es hat dann nur unbestimmt unter 8 mg/l O2 und man ist ohne Messung im Unklaren. Ist jetzt kein Ziel höchster Priorität, sollte sich aber im Pflanzenbecken schon ergeben. Und wenn es richtig sprudelt, dann ist es erstaunlicherweise auch kein Problem. Nach meinen Erfahrungen verbuche ich reichliches Geblubber, höhere O2-Gehalte insgesamt positiver.

Ist einer der Gründe warum ich fetter dünge. Das war in CO2 bei ~20mg/l, unter 2x 24 W T5 Vollspektrum, beides nicht so schlimm viel. Interessant wird es, wenn man mit so einem Becken auf <10 mg/l CO2 runtergeht. Ein "schnelles" Becken in dieser Art, das war schon sehr wüchsig, habe ich aber schon lange nicht mehr.


Gruß Nik
 

borchi

Member
Mahlzeit Nik,
meins ist ja ein Gesellschaftsbecken, die Sauerstoffsättigung kommt da nicht so schnell denke ich... Was mir aufgefallen ist beim Frühstück, ist das der Dropchecker kurz vor 10 Uhr im dunklen Becken schon recht hellgrün war. Jetzt ist das grün wieder dunkler, da die Photosynthese ja läuft.

Was man alles so sieht, wenn man mal hinguckt...
 
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