Hilfe Neocaridina Zuchtansatz Low Tech Vorgehen

Thiemo

Active Member
Hallo,

Ich habe vor einiger Zeit (ca 9 Monate) für mein 180 Liter Becken 12 Neocaridina davidi Blue Diamond gekauft.

Leider haben sich diese noch nicht vermehrt. Ein Weibchen mit Eiern konnte ich auch noch nicht entdecken.

Da ich eigentlich von einem Erhalt oder einer Vergrößerung des Stammes ausgegangen bin überlege ich mir nun die Garnelen separat nachzuziehen.

Ich habe mich im Internet dazu schon eingelesen. Doch würde ich mich über eure Erfahrungen bezüglich optimalem PH Wert, KH/ GH zur Zucht freuen.

Habt ihr Ideen für ein optimales Setup? Ich möchte das ganze zweckmäßig und minimalistisch gestalten.

Also so wenig Einrichtung wie möglich und auch nicht unnötig viel Strom verbrauchen.
Würden 10 bis maximal 20 Liter ausreichen? Muss das ganze gefiltert sein, reicht ein Sprudelstein oder genügt ein Ista Schwammfilter der auf dem Lufthebeprinzip beruht?
Genügt Zimmertemperatur (es ist ja Sommer).
Als Bodengrund Sand einbringen? Soil wird ja eher bei Bienengarnelen benötigt oder hätte dieser hier auch positive Eigenschaften?

Gibt es "Tricks" um die Neocaridina davidi zur Vermehrung anzuregen?

Vielen Dank für eure Tipps.
 
Hallo Thiemo,

ich bin kein Züchter, hier nur meine bescheidene Meinung.

Das Becken lieber so groß wie möglich.
Osmose Wasser eher weich ist vermutlich am besten: GH ~6
Huminstoffe vorteilhaft -> Seemandelblätter werden gerne bearbeitet.
Düngen kann man auch per überbrühten Brennessel-Blätter (einmal die Woche z.B.).
Feiner Sand mit kleinem Innenfilter (muss halt Garnelensicher sein) sollte reichen (oder halt ohne Filter wie bei Julia).
Viele einfache Pflanzen/Moos (Crypo/Anubis usw.) die nicht unbedingt Co2 brauchen. Licht muss halt passen.

Meine lieber sehr solchen Garnelen Pudding und Mineral Sticks, Brennesseln sind auch immer sofort besetzt. Wird aber eigentlich Alles gefressen.

Nachtrag:
Eigentlich sollten die sich immer gut vermehren. Hast Du einen Besatz welche den Bestand ausrotten? Hast Du mal genau geprüft ob vielleicht Schädlinge vorhanden sind (Planarien/Blutegel)?
Eventuell gibt es auch Probleme mit dem Wasser (Kupfer...) oder dein Becken läuft nicht in einem sauberen Kreislauf?
 
Zuletzt bearbeitet:

Öhrchen

Well-Known Member
Hi,
was schwimmt denn außer den Garnelen noch im 180 L Becken? Und ganz simple Frage bei nur 12 Garnelen - sind beide Geschlechter dabei?
Wenn es nur die Garnelen sind - manchmal hängt es wirklich an der Fütterung. Es heißt ja, die brauchen nicht viel, finden genug im Becken, mehr pflanzlich als carnivor usw. Ich habe andere Erfahrungen gemacht.
Meine Garnelen, egal ob Neocaridina oder Caridina, fingen mit der Vermehrung erst richtig an, als sie vom Fischfutter gefressen haben (ich habe mit Garnelen angefangen, und später Fische zugesetzt).
Etwas jahreszeitlich abhängig scheint die Vermehrung auch zu sein, aber das passt ja jetzt.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin Thiemo,

die Neos werden ins Becken geschmissen und gut is. Julias Hinweis mit dem Futter ist noch gut. In meinen intensiven Pflanzenbecken fütter ich sie nicht einmal. Müsstest du schon ins Detail/in Klausur gehen, wer die Jungen "frisst". ^^ Schon mal in deinem Filter nachgesehen?

Gruß Nik
 

aquapax

Active Member
Hmm...

Die sollten sich eigentlich ohne weiteres Zutun und in einem weiten Spektrum an Wasserwerten vermehren. Ich habe einen meiner Stämme in einer techniklosen 12-Liter-Pfütze. Heizen beschleunigt die Vermehrung, Raumtemperatur reicht aber auch.

Zu den guten Ideen der Vorschreiber möchte ich noch eine Frage ergänzen:
Die Weibchen sind nur für kurze Zeit nach einer Häutung paarungsbereit und verstecken sich dann auch noch. Ich habe in 3,5 Jahren Garnelenhaltung erst eine Paarung beobachten können - da hat es die "Party" wohl während eines Wasserwechsels aus ihrem Versteck gespült...

Kann es sein, dass sich die wenigen Tiere in dem großen Becken schlicht nicht zur rechten Zeit finden?

Gruß, Patrick
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin zusammen,
schlicht nicht zur rechten Zeit finden?
habe ich auch überlegt, ob 12 Garnelen nicht ein bisschen wenig sind.
Irgendwann hatte ich mal zwei winzige Garnelenjunge als "Beifang", die landeten in meinem 25 l Pflanzenhochcube (40x25x25) "Remain a Mo". Härte nahe null, 10-20 mg/l CO2, 60 lm/l, nur gerührt, nicht geheizt, nicht gefüttert. Wurden was, sogar ein Päärchen und vermehrten sich. Stellten sich als recht gute Red Sakura heraus. Die durch die Nichtfütterung nur mehr moderate Vermehrung passte ganz gut.

Gruß Nik
 

Rotalaboi

Member
Hi

Ich habe damals mein 180er mit 8 Blue Dreams gestartet und dies hat trotz Fischen die sich ab und an eine kleine Garnele genehmigen gut geklappt. Haben sie genügend Versteckmöglichkeiten? Meine tragenden Garnelen sind sehr gerne in dichten Pflanzen und verstecken sich.

Lg Flo
 

Thiemo

Active Member
Hi,

schon einmal vielen Dank für die vielen Tipps.

Also zunächst ein paar Worte zu meinem aktuellen Becken. Möglicherweise ist es für 12 Neocaridina auch etwas zu groß.
Die Fütterung halte ich wahrscheinlich eher gering.
KH 3
GH 6 aufgesalzen mit Duradrakon und DRAK GH+
Co2 Düngung läuft.
Da ich 100% Osmosewasser verwende schließe ich Verunreinigungen im Wasser aus.

Ein Seemandelbaumblatt ist immer drin, die Ottos freuen sich darüber.
Ansonsten habe ich Phantomsalmler. Die würden bestimmt kleine Garnelen verspeisen (ein Grund wieso ich das Ganze auch separat durchführen möchte).

Meine Amano Weibchen tragen ständig Eier. Die Neocaridina eben nie. Vlt habe ich auch zu wenig Weibchen, das könnte ich in einem separaten Becken bestimmt besser beurteilen.

Also könnte mir vorstellen einen Dennerle Cube 10 oder 20 Liter zuzulegen, Lufthebefilter rein oder kleinen Innenfilter schadet bestimmt nicht.

Da ich Osmosewasser verwende kann ich die Werte beliebig einstellen, bräuchte aber für die "perfekten Werte" eure Unterstützung
Benötige ich überhaupt KH? Falls nein würdet ihr Soil empfehlen (bei Neocaridina wahrscheinlich nicht optimal da es diese etwas härter möchten)?
Welche GH wäre denn gut?
Würde ich eine Beleuchtung benötigen oder reicht theoretisch auch Tageslicht?
 
Zuletzt bearbeitet:

Carlhigh

Member
Moin Thiemo,
dann gebe ich meine Erfahrungen auch noch zum Besten...meine ersten Garnelen waren Blue Dream...auch nur 10 Stück...anfangs zählte ich auch jede Garnele und war beunruhigt, daß meine Killifische keinen Nachwuchs zulassen würden....dann habe ich, nach ein bisschen lesen hier im Forum, Bacter AE entdeckt. Ein Wundermittel, das nicht nur meine Garnelenpopulation explodieren ließ, sondern auch meine Schnecken auf Vordermann brachte. Funktioniert bei Neocaridinas als auch bei Caridinaarten. Irgendwann wurde mir das zu viel, trotz einiger Raubfische, habe Bacter AE nur noch hin und wieder reingetan. Momentan kuriere ich damit sogar in einem Becken Cyanos aus...zumindest läuft der Versuch und von Woche zu Woche wird es besser...;o)...
 

Thiemo

Active Member
Hi Carlo,

Bacter AE setze ich bereits täglich nach Dosieranleitung zu. Bis jetzt scheint das Produkt sich positiv auf das Becken auszuwirken.
 

Kejoro

Active Member
Hi Thiemo,

setze die Garnelen mal separat. Manchmal ist der Wurm einfach drin.

Wenn man die Tiere nur zur Zucht ansetzen mag, reicht ein Glaskasten, etwas Hornkraut/Nixkraut, indirekte Sonne und Futter (Blätter, Bacter AE, Blütenpollen,...). Das geht auch auf der Fensterbank. Einen Boden brauch es nicht.
Die ernähren sich eine Weile vom Biofilm/Aufwuchs. Irgendwann wird der knapp, dann kann man zufüttern. Bei Becken mit Filter und viel Boden geschieht das eher als in geringgefilterten Becken ohne Bodengrund.

In der Praxis sieht das so aus, als dass du alle paar Tage eine Minidosis Futter zugibst. Wenn sie rangehen, dann kannst du täglich füttern.

Schneller wachsen sie dann bei höherer Temperatur. Neos hab ich schon bei 34°C gehalten. Das zieht dann aber auch mehr Futter nach sich und auch eine höhere Belastung. Bei Zimmertemperatur würde ich schätzen, dass du gut und gerne 150 Tiere auf 12l unterbekommst, ohne, dass Du es richtig merkst, wenn die Bepflanzung ordentlich ist.

Wird schon werden, es muss nur einmal anfangen!

Schöne Grüße
Kevin
 

Thiemo

Active Member
Hi,

kurzes Update.
Gestern habe ich einen kleinen Dennerle Cube (10) bekommen.

Bin noch am überlegen ob ich den Dennerle Innenfilter besorgen soll, es eine gute Alternative gibt oder ich es filterlos betreibe?

Da ich nach Möglichkeit auf Strom verzichten möchte, könnte ich mir vorstellen auf eine Beleuchtung zu verzichten. Aber dann würde wahrscheinlich gar nichts wachsen.

Was haltet ihr von dieser Lampe?

Für Alternativen bin ich gerne offen. Etwas Bepflanzung wäre bestimmt ganz nett.

Ich werde auf den Boden etwas hellen Sand einbringen.
Das Becken werde ich mit etwas Wasser aus meinem aktuellen Aquarium erstbefüllen.
An Pflanzen könnte ich mir ein paar Bucen oder Cryptos vorstellen.
 
Ich hab seit ein paar Wochen ein kleines 20L AQ auf dem Fensterbrett (süd/west). Kein Filter und keine Beleuchtung. Einmal die Woche wird aufgefüllt mit aufbereitetem Wasser (da ist auch Fe/N mit drin).
Bucen, Anubias, Cryptos, Styrogyne und das Moos sehen gut aus. Im Moos waren anscheinend noch Baby Garnelen - da laufen jetzt so 10 Stück rum. Blasenschnecken habe ich auch mit rein gemacht. Begleitfauna (Hüperlinge und. Co.) sind auch nach einer gewissen Zeit viele aufgetaucht.

Das Teil ist eigentlich nur als Aufbewahrung für ein paar Pflanzen gedacht die ich vielleicht noch brauche und nicht weg werfen wollte.

Der Sand war gebraucht aus einem alten Aquarium, stand aber ein paar Jahre rum. Pflanzen waren Reste aus meiner Wohnzimmerpfütze und am Anfang habe ich mit Wasser aus dem AQ aufgefüllt.
Bis jetzt ist das Wasser immer noch klar und macht null Probleme bezüglich Algen usw. selbst die Scheiben sind sauber. Am Nachmittag fällt direktes Sonnenlicht drauf.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin Thiemo,

10 l gehen schon. Problem ist, dass du erst das Becken stabil bekommen musst und dann die Garnelen reinsetzt. Ist das Becken nicht stabil oder du musst verstärkt daran "herumreparieren", dann nehmen dir die Garnelen das übel.

Ich habe ja so meine Zwänge, tüchtig bepflanzen zu müssen und da ist mir ein 10 l Cube doch zu klein. Ist auch schwieriger zu händeln, Druckgas im 10 l Cube wird zum gefahrenträchtigen Projekt. Kein CO2 ist ein Hemmnis, schon nur wenig zuviel hat mir jedoch aus meinem 10 l Cube die Marsilea hirsuta aus dem herauswachsen lassen - mit einem Kopfdurchmesser von 45 mm! 20 l gehen besser, 30 l sind schon deutlich einfacher und erleichtern auch optisch einen Hingucker. Ein Filter dran geht auch, sorgt für Strömung und erleichtert das Eingreifen im Problemfall. Die Option auf Fibalon bei einer Algentrübung wäre mir das schon wert. Mit Holz ist die Option auf den Einsatz von Purigen auch sehr gut. Da im Sand Mulm nicht einsickert, ist der Filter als Mulmsammler - mit Keramikröllchen - eine gute Sache. Kannst du dir mal abseits deiner Zwänge versehentliche Geringfilterung in seiner Wirkung ansehen. ^^
edit: bei kleinen Cubes habe ich gute Erfahrungen mit den Dennerle Power 5.0 LEDs gemacht - obwohl die immer noch relativ teuer sind. Eine über 20 l, zwei über 30 l.


Gruß Nik
 
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