Leitungswasser mit über 4 mg/L PO4, alten Bodengrund tauschen und viele Anfängerfragen.

Rincel

New Member
Hallo Zusammen,

ich habe ein Aquarium aus der Familie übernommen. Es lief die letzten 5-8 Jahre eher so vor sich hin. Es waren 5-10 Guppys, 10 Neons und unterschiedliche "Guppy in schach Halter" dabei. Nun habe ich das Becken seit ein paar Wochen übernommen und immer mehr gemacht, gelesen und ganz viel Halbwissen angesammelt. Seit ca. 4 Wochen habe ich ein Grünalgenproblem (Pelzalgen hauptsächlich, glaube ich). Daher habe ich mich auf Ursachenforschung begeben.


Die Rahmendaten:

120 Liter brutto, netto ? ca. 100
Licht 2 LED-Röhren mit 8 Stunden Laufzeit (Eine leuchtet Rot)
Außenfilter Eheim Eco 200
CO2 Anlage. Bisher nicht, könnte mich damit anfreunden, wenn es notwendig ist, bzw. hilft das PO4 Problem zu lösen.
Bodengrund: Schwarzer Kies, so alt wie das Auqarium, ca. 4 bis 8 cm hoch. Wurde nie regelmäßig abgesaugt.
Besatz:
3 Erwachsen Guppys mit ca. 8 Jungfischen (Seit der regelmäßigen Fütterung (Flocken und Frost abwechselnd) gibt es wieder Nachwuchs)
6 Platys mit 2-3 Jungfischen
4 Neons
6 Gelbe Phantomsalmer
1 Hechtling (ca. 10 cm) bekommt bald Verstärkung von 2 weiteren) 2W / 1M
ca. 8 Amanogarnelen
theoretisch 30 Neocardina Garnelen. (Davon habe ich seit einer Woche keine gesehen, davor immer mal 2-5)
ca. 8 Rennschnecken, 8 Geweihschnecken, 3 Posthornschnecken, 5-8 Anthrazithelmschnecken, 4 größere TDS (die sich nur langsam vermehren) und diverse Blasenschnecken (kamen ungefragt, sind aber lustig zu beobachten, dürfen also bleiben)

Wasserwerte: Becken / Leitungswasser

PH: 7,4 / ca. 7
KH: 13 / 14
GH:18 / 19
NH3, NH4, NO2, NO3 alle null (habe noch nicht mit düngen bekonnen)
PO4: 0 / über 4mg/l
FE: 0/0

Meine Entwicklung:

1. Das seit ca. 8 Monaten kaputte Licht durch neue LEDs ersetzt.

2. Eine Wurzel und ein paar Steine in das Becken gesetzt und diese bepflanzt:
Weepingmose, Christmasmose und Flammenmose, 3 Anubis, 1 Alternanthera reineckii Mini, Microsorum Pteropus, Lilaeopsis noveazealandia, Wasserlinsen und so "4 blättrige Kleeblätter mit sehr langen Wurzeln" auf der Wasseroberfläche.

3. Garnelen und Schnecken zur Algenbekämpfung eingesetzt. (Halbwissen)

4. Fische ergänzt. (Beratung im Fachgeschäft)

5. Angefangen mich zu informieren.

6. Starker Algenbefall, im Auqariengeschäft Easycarbo plus PO4 Filter bekommen, seit einer Woche täglich 5 ml.

7. Leitungswasser überprüft. -->PO4 auffällig, Test an zwei Tagen wiederholt: Seratest 1:1 zeigt für 4 mg/l noch eine sehr dunkle Färbung, der 2:8 dann kaum Farbe, aber Färbung wohl den 5 mg/L zuzuordnen.

8. Überlegt, was mache ich nun. -- Weiter informiert. Oh Düngung könnte grundsätzlich auch nicht verkehrt sein, aber es sollen ja "nur" ca. 0.5 bis 1 mg/l PO4 im Wasser sein. Also wie nun düngen?

Meine Fragen:

Vlt. vorweg noch, am liebsten hätte ich ein sich selbst regulierendes Becken, mit Fischen, Garnelen, Schnecken und hübschen Pflanzen. Also Düngung eher wöchentlich als täglich, Wasserwechsel, ok da könnte ich mich auf wöchentlich einlassen. Dann auch 50 bis 70 %. Was da mehr Sinn macht. Füttern, ja werde ich wohl, aber nicht immer zur selben Zeit und auch mal einen Tag nicht.

Wie gehe ich mit dem PO4 aus dem Leitungswasser um?

Düngung: Kalium und Nitrat einzeln plus Microdünger (z.B. Aquarebell Basic N und Kalium und Micro FE, oder den GH Boost N statt Basic N)?
Filter: Soll ich das PO4 nach einem Wasserwechsel zunächst rausfiltern (z.B. mit amtra Phosphat Reduct o.ä.)? Wenn Ja, wie lange müsste das etwa sein? Anschließend dann PO4 auf 0,5 mg/L hochdüngen, bzw. Filter rechtzeitig rausnehmen? Also Filtern und testen nach ca. ? Stunden / ? Tagen?
Oder soll ich ertsmal "vernünftig" Düngen und abwarten was passiert?

Bodengrund:

Der Kies erscheint mir sehr dreckig. Es steigen zwar keine Luftblasen auf, aber außen gibt es schon Farbverläufe und wenn ich mit der Mulmglocke in den Kies gehe, wird viel Dreck aufgewirbelt.
Daher würde ich den gerne nach und nach säubern und wieder einsetzen. Grundsätzlich gefällt er mir.

Wenn ich den Kies schon aufarbeite, stellt sich mir die Frage, wie dünge ich den Boden? Nährboden oder Kapseln?

Grundsätzlich würde ich eine Schicht Nährboden einsetzen und darauf dann 1-3 cm Kies setzen. Weil der Nährboden wohl "Wartungsärmer" ist als Düngekapseln. Macht das im laufenden Betrieb Sinn? Also bekomme ich den Nährboden mit Wasser überhaupt ausgelegt? Und wie ist es mit den PO4 Werten? Steigen die dann im Wasser mit an? Oder sollte ich dann doch besser Kapseln nehmen?

Filter:

Bisher sind im Filter (Eheim Eco 200) So kurze schwarze Plastikröhrchen, dann kleine Steinchen und Filterwolle. Macht das Sinn? Ich lese immer mal wieder Schwämchen statt Wolle, und Biofiltermaterial. Daher überlege ich auch, ob ich den Filter verbessern kann und ob das überhaupt Sinn macht.

CO2:

Da wäre ich durchaus bereit zu investieren. Habe da aber auch nur Halbwissen. Wie ist das mit der Oberfläche? Eigentlich finde ich da ein paar schwimmende Blumen sehr hübsch, verlangt aber eine CO2 Anlage nicht auch einen Skimmer und damit eine freie Wasseroberfläche? Irgendwo habe ich auch gelesen, dass der Hechtling gerne unter Schwimmpflanzen lauert, das würde ich ihm auch ungern wegnehmen. Ah, was soll ich also machen?

So vielen Dank für das Lesen. Ich habe versucht meinen wirren Kopf etwas zu strukturieren.

Achso würden Fotos helfen? Ich könnte welche machen...

Schöne Ostern

Rincel
 

Zer0Fame

Active Member
Hi Rincel,

CO2 macht je nach Pflanzen durchaus Sinn. Du brauchst auch keinen Skimmer sondern du gibst nur soviel zu, wie die Pflanzen auch verbrauchen. Die Kahmhaut an der Oberfläche, falls du eine hast und die den Gasaustausch behindert, verschwindet nach einer gewissen Zeit.
Bis dahin kannst du die wunderbar mit Küchenpapier entfernen.

Weiß nicht ob das bei dir möglich ist, aber ich habe vor vielen Jahren auch mal Probleme mit NO3 und PO4 im Leitungswasser gehabt. Ich hab mir dann eine 60l Tonne gekauft, da 50l rein und einen Außenfilter den ich noch hier stehen hatte mit Phosphat- und Nitratentfener bestückt. Das habe ich dann eine Woche filtern lassen, dann zum Wasserwechsel benutzt, wieder aufgefüllt und wieder filtern lassen. Hat eigentlich super funktioniert.

Alternativ eine Osmoseanlage.
 

Thiemo

Active Member
Hi Rincel,

klar Bilder finde ich immer super um einen groben Überblick zu bekommen.

Prinzipiell ist halt immer die Frage, was du erreichen möchtest und wie viel Aufwand du bereit bist zu betreiben.

Dein Wasser ist schon ziemlich hart.
Würde mir persönlich überlegen eine Osmose Anlage zu besorgen. Dann machst du dich von deinem Wasserversorger unabhängig.

Ich denke im laufenden Betrieb wird es ziemlich schwierig Nährboden einzubringen.
Ich selbst habe aktuell den von JBL im Einsatz und würde diesen nicht mehr verwenden.

Vielleicht können wir hier mal Meinungen zum Pro und Contra für Nährboden sammeln, wüsste nämlich aktuell auch nicht ob es beim nächsten Mal besser wäre keinen zu verwenden.

Prinzipiell würde ich den Kies so oft wie möglich Mulmen, überall kommt man sowieso nie hin, also würde ich die zugänglichen Stellen "sauber halten".

Co2 ist natürlich eine Investition die sich allerdings auszahlt. Mir persönlich macht es Spaß damit zu handtieren und zu wissen, dass ich zumindest an dieser Stelle keinen limitierenden Faktor habe.
Da du einen Außenfilter hast kannst du auch mit einem Inline Diffusor arbeiten.

Prinzipiell würde ich sagen, dass wenn dein Becken ordentlich läuft, also keine schwebstoffe etc. Du den Filter erstmal nicht veränderst.
 

omega

Well-Known Member
Hi,

den Kies würde ich Wasserwechsel für Wasserwechsel abschnittsweise per Mulmglocke bis zur Bodenplatte entmulmen. Wenn Pflanzen und Einrichtungsgegenstände im Weg sind, müssen die halt temporär umsetzt werden. Rausnehmen würde ich den Kies dazu nicht.

Nährboden werde ich nie mehr wieder verwenden. Zieht man Pflanzen raus, zieht man auch den Nährboden mit raus. Das ergibt jedesmal eine Riesensauerei.

verlangt aber eine CO2 Anlage nicht auch einen Skimmer und damit eine freie Wasseroberfläche?
Wie lautet die Begründung dafür? Wegen besserem Gasaustausch wegen der Kahmhaut? Wozu? Eine Kahmhaut halte ich für ein rein optisches Problem. Sie verringert den CO2-Verlust über die Wasseroberfläche. Skimmer treiben dagegen CO2 aus.

Grüße, Markus
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo,
Wie dick liegt der Kies? So wenig wie möglich und so viel wie nötig lässt sich besser sauber halten. Ich würde PO4-frei über das Wasser düngen, nicht den Boden, was es nicht einfach PO4-frei gibt.

CO2 hätte bei ausreichend Licht den Vorteil, dass die Pflanzen mehr Nährstoffe, auch PO4 aufnehmen können, solange die anderen Nährstoffe ergänzt werden. Allerdings ist die Höhe schon heftig. Leider gibt es für die Verunreinigungen durch Phospate keine Grenzwerte.

Du könntest auch versuchen in einem Wasserfass das PO4 auszufällen. Dazu wären Eisensalze geeignet. Ich würde es testweise mit Compo Fetrilon versuchen, allerdings ist der das Eisen stabilisiert. Andere wären z.B. Eisensulfat. Du musst dabei die Eisenwerte im Blick behalten, sonst tauscht du dein P-Problem nur gegen ein Fe-Problem.

Viele Grüße
Alicia
 

Rincel

New Member
Hallo Zusammen,

erstmal vielen Dank für eure Hilfe.
wir haben über Ostern überraschend Besuch bekommen und ich werde erst nächste Woche wieder Zeit zum Denken und Antworten haben. Daher hier nur kurz eine Rückmeldung.

Eigentlich wollte ich ja den Schritt zur Osmoseanlage nicht machen, aber es scheint in meinem Setup nicht anders möglich. Bzw. ein zusätzliches Wassergefäß mit Filteranlage um das PO4 rauszufiltern wäre ja ein ähnlicher "Aufwand" nur mit weniger Effekten. So könnte ich auch mal andere Garnelen / Fische probieren. Ich werde mich die Tage mal mit Osmoseanlagen beschäftigen und dann weitere Fragen stellen.

Beim Bodengrund ist der Nährboden raus und ich werde mit Düngerkapseln arbeiten. Gibt es hier Empfehlungen?

Vom Bauchgefühl möchte ich den Kies einem aufbereiten. Er ist halt in den letzten 8 Jahren nur sporadisch mal gemulcht worden. Ich glaube halt, da ist viel Dreck drinn und mit ca. 8 cm ist er auch sehr dick. Also bei den nächstem Wasserwechsel werde ich kleine Teile rausnehmen und durchspühlen.

Schöne Grüße

Martin
 

Lixa

Well-Known Member
Beim Bodengrund ist der Nährboden raus und ich werde mit Düngerkapseln arbeiten. Gibt es hier Empfehlungen?
Hallo Martin,
Mit Tropica habe ich gute Erfahrungen gemacht. Mit dem Ton-Zeug (JBL 7 Kugeln) eher schlechte, dass es faul wurde.
Die Masterline Kapseln ähneln denen von Tropica und wären sicher eine Alternative.

Saug beim Wasserwechsel Kies ab bis du 4-6 cm noch drin hast. So wenig wie möglich, so viel wie nötig, dass die Pflanzen noch halten.

Viele Grüße
Alicia
 

Rincel

New Member
Hallo Zusammen,

ich habe in den letzten Wochen fleißig am Aquarium gearbeitet und wollte nun mal den Ausgangszustand und die Zwischenschritte mit Bildern zeigen. Zudem habe ich noch ein größeres Problem nach den Wasserwechsel und der Düngung. Anscheind habe ich plötzlich zu wenig Sauerstoff im Wasser und viele Fische schwimen oben und schnappen nach Luft. Glücklicherweise haben es bisher alle überlebt und nach 12 bis 14 Stunden legt sich das Problem wieder. Ich hatte es nach den letzten drei Wasserwechseln und habe angefangen es einzugrenzen. Bei den ersten beiden Wasserwechseln habe ich noch den Boden rausgenommen und gesäubert wieder eingesetzt.

Mein Vorgehen:

1. Etwa 60-70 % Wasser entfernt
2. Wasser aufgefüllt
3. JBL Wasseraufbereiter ( 30 ml auf die 120 Liter)
4. JBL Aquarium-Starter (nach 1 Stunde 5 ml auf 120 Liter)
5. Dünger: GH Boost N (30 ml) und Kalium Makro Basic (20 ml)
6. JBL Ferropol (30 ml auf 120 Liter)

Zusätzlich habe ich nach der Bodenaktion noch Masterline Root Caps eingesetzt.

Zunächst dachte ich es sei eine Reaktion auf die Bodensäuberung und ich hätte dabei "etwas" freigesetzt oder ein Gleichgewicht zerstört. Doch auch beim Wasserwechsel 1 Woche nach der Bodensäuberung passierte es. Daher habe ich etwas Nachgelesen und bin beim Eisen als mögliches Problem gelandet.

Am Montag habe ich dann wieder Wasser gewechselt und alls bis auf JBL Ferropol benutzt = Kein Sauerstoffmangel. Heute Mittag habe ich dann die 30 ml Ferropol dazugegeben und ca. 5 Stunden später hatte ich wieder den Sauerstoffmangel. Ich muss dazu sagen das die drei JBL Produkte beim Auqarium dabei waren und bestimmt schon seit 10 Jahre oder länger angebrochen rumstanden. Könnte es also das Eisen aus dem Ferropol sein? Ist da vlt. die Gelatierung weg und dass eisen reagiert mit dem vielen PO4 im Leitungswasser und verbraucht dabei Sauerstoff?


Hier nun die Fotos zu meinen Entwicklungsschritten:

Nachdem ich im Überschwang erstmal alles einpflanzte was bei drei nicht auf den Bäumen war, habe ich es nun reduziert und bin dabei so langsam meinen Pflanzenstil zu finden. Anscheind mag ich Moose und ähnliche kleine Pflanzen mit vielen grazielen Blättern. Mir schwebt da eine Bepflanzung mit Bodendeckern und aufgebundenen Moosen vor. Allerdings habe ich da noch keine genaue Vorstellung was es überhaupt gibt. Da habe ich sicher später noch Fragen an euch.

Leider sind die Bilder nicht so gut geworden, irgendwie schaffe ich selten scharfe Fotos.

Dazu gleich eine Frage, wie macht hier die Scheiben außen sauber? Fensterreiniger und abwischen? Ich habe da bedenken, dass da doch irgendwie was ins Becken kommt. Aber bei zwei neugierigen Kinder (3 und 5) bleibt die Scheibe nicht lange sauber...


Hier ein Bild des Übernahmestatus, damals noch ohne Licht...

IMG_20220218_151453.jpg

Dann nach einigen Wochen nach der Neueinrichtung und der ersten "Algen und Pflanzen Wuchsphase". Ja ok, ich habe es etwas übertrieben und es Wuchs fröhlich zu...IMG_20220429_154502.jpgIMG_20220429_154530.jpg


Rückseite: Algen wuchsen fröhlich mit:
IMG_20220429_154359.jpgIMG_20220416_165706.jpg


Das war dann der Zeitpunkt bei dem ich hier Hilfe suchte. Ich habe dann den Bodengrund in zwei Etappen gesäubert und die Pflanzen reduziert / geschnitten:

Alte Bodengrund:
IMG_20220324_144635.jpg

1. Hälfte:
IMG_20220514_133027.jpgIMG_20220514_133728.jpg

2. Hälfte (Aktueller Stand)

IMG_20220524_205549.jpgIMG_20220524_205648.jpg

Wie gesagt möchte ich gerne mehr Bodendecker und mehr Moose, aber damit wollte ich mir noch Zeit lassen und erstmal schauen wie es sich zur Zeit entwickelt.

Langfristig werde ich wohl auch eine Osmoseanlage anschaffen und habe dann auch bestimmt wieder Fragen.

Schöne Grüße

Martin
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo Martin,
Wenn die Scheibe außen oft Fingerabdrücke hat, kannst du Reinigungsalkohol nehmen. Sollte doch etwas ins Wasser gelangen, wird das schnell abgebaut.

Als Bodendecker kannst du marsilea nehmen. Es gibt da verschiedene Arten.

Das gereinigte Wasser aus einer Umkehrosmose Anlage eignet sich dann auch gut um Getränke zuzubereiten. Oft ist nicht nur Phospat drin, sondern auch ordentlich Nitrat. Beides hat je nach Niederschlag und Jahreszeit starke Schwankungen.

Viele Grüße
Alicia
 

omega

Well-Known Member
Hi,

ja, wenn man Fotos vom Aquarium macht, kann man gerne diese Gelegenheit dazu nutzen, auch mal die Scheiben wieder zu putzen. Sieht schon ekelhaft aus die Unmengen an Wasserflecken, Schlieren und Fingerabdrücke.

Grüße, Markus
 

Rincel

New Member
Hallo Zusammen,

zuerstmal Alicia vielen Dank für die Tipps. Ja an die Gesundheit hatte ich auch schon gedacht, da wir alle sehr viel Leitungswasser drinken. Langfristig wird es wohl auf eine durchfluss Osmoseanlage hinauslaufen, so dass wir auch immer frisches Wasser für Kaffee und Tee haben.

Die Scheiben sind nun sauber, Markus, ja so richtig schön war es nicht anzusehen.

Ich habe erstmal eine Frage zum Forum. Neben dem noch vorhandenen Problemen nach dem Wasserwechsel (Dazu gleich mehr) werde ich in den nächsten Monaten das Aquarium immer weiter entwickeln (Düngung, Bodenbepflanzung, Osmoseanlage, CO2.....) und dazu dann immer wieder Fragen haben. Soll ich die dann einfach hier Stellen, oder ein neues Thema in den entsprechenden Foren aufmachen?

Nun erstmal zu dem aktuellen Problem nach dem Wasserwechsel. Hier bin ich zum einen Verwirrt und leide auch noch unter gefährlichen Internethalbwissen.

Aber nun der Reihe nach.

Ich hatte zunächst gedacht, ich hätte das Problem eingegrenzt und eine zu hohe Eisenkonzentration wäre schuld daran. Indikator war 0,5 mg/l FE nach dem WW.
Also habe ich das FE nach dem WW (70%) weggelassen und hatte direkt keine Probleme. Möchte nicht wissen wie hoch das FE dann vor dem WW war. Das war am 29.05.

Am 8.6. habe ich dann wieder einen WW gemacht und wieder FE weggelassen, zusätlich habe ich auch nicht gedüngt, da die Werte nach dem WW noch sehr hoch waren (NPK). Kalium über 15 mg/l und NO3 bei 25 bis 30 mg/l trotz WW! Leitungswasser hatte K: 3-4 mg und NO3 0 am Tag des WW.

Wie können die Werte eigentlich so hoch sein, trotz WW ohne Düngung?

Diesmal habe ich zusätzlich den Einlauf etwas verändert, so dass er nicht mehr auf die Wasseroberfläche "spritzt" sondern dicht darunter sie bewegt.

Nun hatte ich das Fischproblem wieder ca. 5 Stunden nach fertigem WW. Diesmal leider so starkt, das der große Hechtling und ein Neon gestorben sind. Die Fische hatten alle Schnappatmung und schwamen oben. Bei zwei Neons war der Bauch (unterhalb der Roten Linie) weiß, bei den anderen aber nicht. Einer dieser Neons hat sich dann wieder erholt, der andere leider nicht.

Den O2 Gehalt habe ich mit dem Sera-Test gemessen (Komme da aber nicht so ganz mit der Farbzuordnung klar.) Würde aber sagen es waren 2 mg/l und nach dem Rücksetzen des Einlaufes war der Test dunkler. So ca. 4 mg/l. Mehr wurde es aber auch nicht.

Dies habe ich im Wochenverlauf nochmal getestet. Wassereinlauf unter die Wasseroberfläche --> Die Bewohner zeigen Fluchtreflexe nach oben. Zuerst die Schnecken. Wasserzulauf wieder über die Oberfläche. Die Tiere beruhigen sich wieder.

Bei der Suche nach Lösungen stieß ich auch auf die "Blasenkrankheit" und frage mich ob diese auch etwas damit zu tun haben könnte. Ich lasse das Wasser direkt aus dem Hahn, mit ähnlicher Temperatur wie das Aquarium (24 Grad) aber langsam per Schlauch auf die Steine laufen. Das dauert so ca. 30 bis 45 Minuten. Es waren auch nur sehr wenige Blasen zu sehen. Auch wiedersrpicht ja der O2 Test diesem und der Versuch im Wochenverlauf mit dem Wassereinlauf der Blasenkrankheit, oder?

Heute habe ich nochmal die Werte genommen:

K: Immer noch über 15 mg/l
NO3: 25 mg/l also tatsächlich etwas verbraucht
FE: 0,1 mg/l
PO4: 1 mg/l
O2: ca. 4 mg/l

Tja, eigentlich steht der nächste WW an, aber ich traue mich nicht so richtig. Auch frage ich mich beim Sauerstoff, woran es liegt, das ich so eine starke Oberflächenbewegung brauche. Ich hatte gedacht, es reicht, wenn sich das Wasser bewegt, ohne das es reinspritzt. Wobei der niedrige Düngerverbrauch ja signalisieren könnte, das die Pflanzen kaum etwas verbrauchen und daher auch nicht viel O2 produzieren?

Vlt. passt ja mein Besatz / Pflanzenverhältnis nicht? Oder es gibt zu wenig Licht?

Beleuchtung:

1 mal SF RetroLED Bright T8/T5 60 cm und 18 Watt Leuchtzeit 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr
1 mal SF RetroLED Color T8/T5 60 cm und 9 Watt Leuchtzeit: 10 bis 18 Uhr

Soll ich die Beleuchtung mal länger laufen lassen, oder vlt. 80er Lampen nehmen?

CO2 läuft über eine BIO-CO2 von Dennerle. Da kommt aber nicht viel raus. Der Dauertest ist Grün bis Dunkelgrün, hat sich aber kaum verändert. Hing vorher schon 2 Wochen lang im Becken ohne CO2 Zugabe. PH und GH ändern sich auch nicht.

Beste Grüße

Martin
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo Martin,
Ich habe einen Verdacht, aber dazu möchte ich erst einige Fragen stellen.

Könntest du Cyanobakterien haben? Gibt es seltsame weiche Beläge im Becken?

Zweite Frage: wenn du den Boden aufwühlst, oder den Filter reinigst, wie riecht das? Wie Wald/Erde? Oder eher modrig? Oder sogar wie faule Eier?

Es gibt übrigens 2 verschiedene Gründe weshalb Fische oben hängen. Der Erste ist einfach Sauerstoffmangel, der zweite Grund ist Sauerstoffmangel durch Nitrit. Daher solltest du Nitrit messen.

Viele Grüße
Alicia
 

Zer0Fame

Active Member
Hi Martin,

kann es sein, dass du einfach viel zu viel fütterst und dir nun im Bodengrund was gammelt?
Oder hast du durch zu viel säubern die Biologie zerschossen?

Alicia, sorry, falls ich dir deinen Verdacht vorweggenommen habe. :)
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo Dominic,

Nein, es gibt noch etwas schlimmeres als normale Fäulnis. Ich hatte Mal Kontakt mit Aquarianern die ihren Boden getauscht hatten und was dann passierte war echt heftig nach deren Beschreibung.
Es passiert im Aquarium selten (eher in Teichen und Seen), aber der Geruch kann tatsächlich anzeigen wie der allgemeine Zustand der Bakterien ist. Normalerweise stinkt das nicht.

Viele Grüße
Alicia
 

kurt

Well-Known Member
Hallo zusammen,

Ich hatte Mal Kontakt mit Aquarianern die ihren Boden getauscht hatten und was dann passierte war echt heftig nach deren Beschreibung.

Vorgang durch Sauerstoffmangel, Anaerobe Bakterien holen sich in Stufen O2

1. zuerst über Denifrikation, Sauerstoff aus Nitrat NO3 es entsteht Stickstoff N geruchlos.

2. zuletzt Desulfurikation, Sauerstoff aus Sulfat [SO4]2− es entsteht Schwefelwasserstoff H2S dass stinkt nach faulen Eiern.
 

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