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Postby SveK » 14 Dec 2013 22:00
Hallo liebe Flowgrowgemeinde,
nach langem suchen im Net , habe ich nichts ueber dieses Produkt gefunden .
Hatte es schon jemand im einsatz ,und kann uns seine Erfahrungen damit mitteilen ?

Gruss Sven
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Postby kiko » 15 Dec 2013 16:56
hallo,
das Produkt enthält Auszüge eines eisenhaltigen Mangrovenschlamms was vermutlich Phosphate binden kann, daher würde ich es auch nicht in Pflanzenbecken einsetzen.
Von Aquasan gibt es ebenfalls einen "sog. Mulmentferner", der diese Eigenschaften nicht aufweist. (sowie noch von Femanga das Pflanzen aktiv, obgleich dies zumindest rein optisch etwas runterverdünnt ausschaut).
Eine sichtbare Mulmreduzierung sollte man von den Produkten nicht erwarten, die Pflanzen legen aber manchmal einen kleinen Schub vom Aquasan hin und assimilieren besser wenn man Femanga Bakto Fit parallel dazu einsetzt (nicht am selben Tag beides geben), worin das genau begründet liegt weiß ich nicht da der Effekt nicht in jedem Becken auf gleiche Weise reproduzierbar ist. (bzw. beim Baktofit dürfte der Assimilationseffekt daran liegen, das es Wasser etwas aufklärt)
Von Hagen gibts das Nutrafin Waste Controll, was jedoch überhaupt keinerlei Effekt auf nur irgendwas zeigt.
grüße Olaf-Peter
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Postby Erwin » 15 Dec 2013 17:17
Hallo,

so pauschale Aussagen, man sollte es in einem Pflanzenbecken nicht anwenden, da es vermutlich Phosphat bindet, verstehe ich nicht.
Ja, es bindet Phosphat - na und?
Möglicherweise ist dies ja auch wünschenswert (z.B. bei vorhandenen Phosphatdepots).

Ältere Becken kann man damit sehr gut wieder auf Vordermann bringen. Es fördert die Biologie des Beckens und verschmutzter Bodengrund wird wieder sauber. Auch an Stellen, wo man mit ner Mulmglocke nicht hinkommt.
Allerdings geht das nicht so schnell, es braucht schon mehrere Wochen bei einem älteren Becken bis man die Wirkung sehen kann.

Übrigens, das andere hier in letzter Zeit des öfteren empfohlenen Produkt MLSB reduziert Nitrat.
Trotzdem wird kaum jemand sagen, man sollte es in einem Pflanzenbecken nicht anwenden, da es Nitrat reduziert.

VG
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Postby kiko » 15 Dec 2013 19:05
Hi,
Hmm, Ist es mir vielleicht entgangen, das ich von "irgendwelchen Problembecken" gesprochen habe.
Nein habe ich nicht und in einem "normal" funktionierenden Pflanzenbecken ist es nunmal sinnfrei Nährstoffe zu düngen => um sie anschließend wieder zu binden.

Nur, ob das Produkt letzteres überhaupt leisten kann sei mal dahingestellt, denn:
a.) vielleicht bindet es Phosphat in ausreichenden Mengen
b.) vielleicht bindet es Phosphat aber auch gar nicht (in meßbar relavanten Mengen)
Tja, wem soll man das also nun empfehlen ... oder sollte man es einfach nur deswegen empfehlen weil M/L grundsätzlich 10x so teuer sind wie andere Produkte. :cool:
(Mulm kann man schließlich auch für 50cent mit H202 aufoxidieren und richtige Phosphatentferner gibts von Drak, Eheim in jedem Zoohandel)

Ja, es bindet Phosphat - na und?
Möglicherweise ist dies ja auch wünschenswert (z.B. bei vorhandenen Phosphatdepots).

Soso, wer diese "ominösen" Depots hat für den wären also noch weitere "ominöse" Depots wünschenswert. :roll:
Nur im Gegensatz zu einem Phosphatentferner wo das Säckchen mit dem eisenhaltigen Medium anschleßend wieder aus dem Wasser genommen wird (=somit auch die daran gebundenen Phosphate tatsächlich entfernt sind) .... verbleibt das was ->auch immer durch solch flüssige Mittel gebundene oder auch nicht gebundene<- nunmal jedoch nach wie vor "auf welche Art auch immer" im Becken.

Steht natürlich jedem frei das anders zu sehen und ich bin mir ziemlich sicher, das tust du entgegen sämtlicher Logik auch. :smile:
grüße Olaf-Peter
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Postby SveK » 15 Dec 2013 19:40
Hi,
bei dem Thema geht es mir darum , zu erfahren wie man grosse Mengen Mulm in einem dicht bepflanzten Pflanzenbecken am effektivsten entfernen kann.
Ich weiss das eine gewisse menge Mulm fuer das Biologische gleichgewicht wichtig ist ,ich habe aber nach gut
10 Monaten wie ich finde grosse Mengen Mulm im Soil.
Mulmglocke geht nicht ,da zuviele Pflanzen ,und das oben genannte Produckt viel mir durch Tobis Shop
auf ,vielleicht wird er sich ja noch dazu melden.

Ob es Phosphat bindet ist doch unwichtig ,da es doch nicht ueber einen laengeren Zeitraum eingesetzt wird und die Phosphatbindung nicht ewig anhalten wird ?
H2O2 wenn es geht ,waehre eine preiswerte Alternative und ich koennte damit vielleicht auch mein leichtes Clado problem loesen . Zwei Fliegen mit einer Klatsche , zu schoen um war zu sein :D .

Gruss Sven
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Postby Erwin » 15 Dec 2013 20:21
Hallo,

früher oder später landet das gebundene Phosphat wieder im Filter und wird bei jeder Filterreinigung zumindest teilweise aus dem Becken entfernt.
Richtige Phoshatdepots (keine "ominösen" ;-) ) sind meist in älterem ungepflegten, zu grobkörnigen Bodengrund. Man erkennt das daran, dass der PO4-Gehalt nach einem WW schnell wieder auf das gleiche Niveau wie vor dem WW ansteigt. Es findet also wieder ein Stoffausgleich ins freie Wasser statt. (Das wäre dann mit deinen Worten das "Problembecken").
Beim MLSC ist dies nicht der Fall. Ebenso wie bei anderen flüssigen Phosphatentfernern, die auch auf Eisenbasis wirken. Dort nur sehr viel höher vorhanden, was man an der Trübung/Ausfällung ersehen kann. Das landet dann auch im Filterschlamm, der wiederum entsorgt werden kann. Wenn du es nicht glaubst, kannst du es ja mal selbst testen.
Ist dir bei den phosphatbindenden Filtermedien schon mal der braune Staub aufgefallen?
Wäscht man den vor dem Einsatz aus, ist die Wirkung eher nur noch Bescheiden.
Lässt man ihn dabei, sieht man anfangs das ausströmende braune Wasser. So wird mehr PO4 gebunden und es landet auch wieder im Filter. Dazu muss das letzte Filterflies aber auch wirklich schon annähernd zugesetzt sein. Mit nagelneuem Flies funzt das nicht.
Dass man beides (MLSC und eisenhaltige Po4-binder) nicht zusammen anwenden soll, bzw. den PO4-binder vorher entfernen soll, steht leider (noch) nicht in der Anleitung, sondern nur irgendwo auf auf deren HP.

Es ging mir aber auch eher um diese Pauschalisierung und deine Begründung dazu.
H2O2 verschlechtert dauerhaft angewendet übrigens auch das Pflanzenwachstum. Trotzdem kann es kurzfristig angewendet "Probleme" lösen oder zumindest verbessern.

" in einem "normal" funktionierenden Pflanzenbecken" hat man auch keine Algenprobleme und braucht auch kein H2O2 ;-)

Ach ja, im Titel des Threads steht auch etwas von "Erfahrungsaustausch"......
Hast du das ML/SC schon einmal verwendet und hast damit "Erfahrungen" gesammelt?

MfG
Erwin
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Postby nik » 15 Dec 2013 20:44
Hallo Erwin,

egal wieviel Phosphat gebunden wird, solange es im Aquarium verbleibt, steht die Menge an gebundenem Phosphat in Wechselwirkung mit dem Wasser. Es findet immer eine gleichgewichtsabhängige Rücklösung statt. An sich ist das Phosphat selbst unproblematisch, aber ausfallendes Phosphat reisst bei den SE unbekannt mit. Grundsätzlich sind die üblichen Mengen Phosphat sehr hoch in Relation zur Menge der SE. Da kann erheblich was passieren und niemand kriegt es mit. Deshalb will ich nur so viel PO4 wie notwendig und stoßgedüngt um die Möglichkeiten zur Fällung so weit wie möglich zu minimieren.
Ich halte die PO4-Fällung auch für eine unerwünschte Nebenwirkung des Gravel Cleaner im Pflanzenaquarium.

Beim Special Blend sind wohl fakultative, zur Denitrifikation fähige Anaerobier dabei, für die ist aber im Pflanzenaquarium die notwendige anaerobe Umgebung nicht/kaum vorhanden. Außerdem brauchen diese Bakterien Kohlenstoffverbindungen "zum Beißen". das Wachs/Paraffin, das den Denitrifikationsfiltern beigefügt wird. Die praktische dentrifiziernde Wirkung des ML/SB ist allenfalls gering.

Gruß, Nik
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Postby kiko » 15 Dec 2013 22:02
hallo,
Hast du das ML/SC schon einmal verwendet und hast damit "Erfahrungen" gesammelt?

Diese ganzen "Mulmentferner" incl. M/L habe ich alle durch - denn ich habe hier ein (technik/filterloses) 5L Nano wo wöchentlich alle Pflanzenabfälle drin entsorgt werden und die darin lebenden Schlammschnecken lieben das - nur beträgt die Mulmschicht da schon mehrere cm und kein einziger der sog. Mulmentferner konnte diese Schicht auch nur ansatzweise (!) rein visuell vermindern.
Und wenn es nun darum geht, ob man solche Mittel zwingend in einem "normalen Pflanzenbecken" braucht (wo normallerweise nicht wöchentlich Berge an Pflanzenabällen anfallen) , dann kann man das grundsätzlich verneinen.

Mangelnde Filterung, Besatz/Fütterung, zuviel anfallendes totes Pflanzenmaterial usw. --> wer mit dauernden Mulmbergen zu kämpfen hat, sollte sich vielleicht auchmal fragen "wieso das so ist". :wink:
(denn ab einem gewissen Vermulmungsgrad bringt das mit so Mitteln nunmal nichts (mehr))
grüße Olaf-Peter
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