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Postby Peda 22 » 10 May 2011 09:08
Hallo,

mich würde mal interessieren warum hier viele im Forum ihre GH über eine Osmoseanlage oder VE senken und danach wieder (natürlich auf einen niedrigeren Wert :) ) aufhärten? Meine liegt bei ca 19° und mir wurde auch schon des öfteren geraten mir eine Osmoseanlage zu besorgen nur niemand hat mit noch erklärt was das bringt.

Kann eine hohe GH die Aufnahme gewisser Nährstoffe verhindern?
Was bringt meinen Pflanzen eine niedrigere GH?
schöne Grüße

Peter
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Postby solar88 » 10 May 2011 09:26
Hallo Peter,

die Senkung der GH ist ein Nebenprodukt. Was wirklich gesenkt werden soll ist die KH (Karbonathärte). Eine hohe GH ist meines Wissens nicht nährstoffhemmend. Eine niedrige GH ist insofern kritisch, da deine Pflanzen Calcium und Magnesium brauchen. Speziell das Magnesium wird dir bei einer niedern GH bald fehlen.

Die GH wird dann wieder erhöht wenn du nur mit Osmosewasser dein Becken betreibst, um den Pflanzen Magnesium und Calcium in ausreichender Menge anzubieten. Oder wenn du das Wasser verschneidest, um das im Forum etablierte Calcium/Magnesium-Verhältnis von so um 3:1 4:1 zu erreichen.

mfg. Werner
Liebe Grüße, Werner
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Postby Peda 22 » 10 May 2011 09:33
Hallo werner,

danke für deine Antwort. Also ist eine GH nicht zwingend schlecht (Vorrausgesetzt das Verhältnis stimmt) nur eine hohe KH, da diese die Aufnahme vom CO2 erschwärt.
Ich senke meine KH durch Zugabe von KH minus (17 auf 4) ist das nun ein echtes senken oder nur ein vorteuschen, denn es wird das Wasser ja nur mit Salzsäure vermischt!
schöne Grüße

Peter
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Postby solar88 » 10 May 2011 10:34
Hallo Peter,

durch die Salzsäure wird das Calciumcarbonat zu Calciumchlorid CaCl2, Wasser und CO2 umgewandelt und ist dann nicht mehr im Becken vorhanden.

mfg. Werner
Liebe Grüße, Werner
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Postby Roger » 10 May 2011 10:43
Hallo Peter,

wie Werner schon schrieb, werden durch Salzsäure die Carbonate umgewandelt. Dabei entsteht Chlorid was man in größeren Mengen eigentlich nicht im Becken haben möchte. Ausserdem verschiebt sich das Ionenverhältniss des Wassers und der Gesamtsalzgehalt (Leitwertmessung) steigt sogar an.
Alles in allem kann die Salzsäuremethode nur eine Notlösung sein und bei Deinem Ausgangswasser wäre eine Teil- oder Vollentsalzung, bzw. die Verwendung einer Osmoseanlage langfristig sinnvoller.
Gruß
Roger
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Postby Peda 22 » 10 May 2011 10:49
Hallo,

danke für eure Antworten.

Also wenn würde ich zu einer Vollentsaltzung tndieren, denn eine Osmoseanlage ist mir zu unwirtschaftlich.

Was versteht man dann genau unter einer Teilentsalzung? Kann man auch nur GH und KH senken ohne PO4, NO3 und K aus dem Wasser zu lösen?
schöne Grüße

Peter
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Postby Peda 22 » 10 May 2011 11:51
Hallo

@ Roger: Ich hab hier einen alten Artikel gefunden hier beschreibst du die Funtion der VE-Anlage:
"Beispiel:
Du härtest das VEA Wasser mit Mineralsalz oder durch verschneiden auf 2° Gh und 2° Kh auf und belüftest bis ein Ph von 6,5 erreicht ist. Dann hast Du ein verwendbares Weichwasser. Im laufenden Betrieb des AQ wird der Ph nun aber auch ohne Belüftung weiter ansteigen wenn nicht ständig CO2 zugeführt wird."

Nun zu meiner Frage: Man füllt ja üblicherweise das VE-Wasser in Kanister oder sonstigen behälter um es zu lagern. Wie lange muss ich das Wasser vorher belüften und wie ermittle ich den genauen ph-Wert oder reicht das mit den Tröpfchentests?

Für mich klingt so eine VE-Anlage ganz schön kompliziert :bonk:
schöne Grüße

Peter
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Postby Aniuk » 10 May 2011 12:14
Huhu,

wir haben das Thema neulich ausführlich diskutiert:
technik/osmose-ionentauscher-fur-kleine-mengen-lohnt-sich-das-t15905.html

Ich habe ähnliches Ausgangswasser wie du und habe mich für eine Osmose Anlage entschieden. Die erscheint mir bei einem Reinwassergewinn von 1:2 immer noch wesentlich wirtschaftlicher als einen Vollentsalzer, da man dort entweder mit Chemikalien hantieren muss oder regelmässig das Harz austauschen muss (= auch teuer). Also bei mir bietet sich die Osmoseanlage aber auch an, weil sie ungestört im Keller hängen kann und ich sie bei Bedarf nur aufdrehen muss.

Der PH ist bei Osmoseanlagen zunächst auch ziemlich niedrig. das CO2 treibt dann aber aus, wenn man das Wasser umfüllt oder mit Leitungswasser verschneidet und man kommt auf eine ca. neutrale PH. Wenn du eine niedrige PH wünschst, musst du CO2 im Aquarium zugeben.

Kompliziert ist es nicht wirklich... einmal das Mischverhältnis ausprobieren und mit Tröpfchentests nachmessen, danach dann einfach immer das ermittelte Mischverhältnis anwenden.
Viele Grüße, Anni
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Postby Peda 22 » 10 May 2011 12:55
Hallo,

Danke Anni werde mir den Beitrag heute gleich durchlesen.
schöne Grüße

Peter
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Postby Peda 22 » 10 May 2011 13:09
Hallo,

wollte euch noch meine Awsserwerte zeigen, damit ihr auch wisst warum ich mir diese Gedanke mache:
Gesamthärte °dH 13,5
Carbonathärte °dH 11,2
Kalium - Ion mg/l 2
Gesamteisen mg/l 0,02
Chlorid - Ion mg/l 11
Nitrat - Ion mg/l 12
PO4 0mg/l
Calcium - Ion mg/l 70
Magnesium - Ion mg/l 16
schöne Grüße

Peter
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Postby Roger » 10 May 2011 14:23
Hallo Peter,

zu Voll- bzw. Teilentsalzung gibt es hier einige Threads wie z. B. diesen hier:

http://www.flowgrow.de/technik/vollentsalzer-regeneriert-jetzt-seltsamer-ph-wert-t10272.html

Bei Dir dürfte ein Teilentsalzer schon ausreichen, wobei ich ein vollentsalztes - auf bestimmbare Werte aufgehärtetes Wasser bevorzugen würde.

Man füllt ja üblicherweise das VE-Wasser in Kanister oder sonstigen behälter um es zu lagern. Wie lange muss ich das Wasser vorher belüften und wie ermittle ich den genauen ph-Wert oder reicht das mit den Tröpfchentests?

Bei einem normalen Wasserwechsel kannst Du das Wasser direkt ins Becken laufen lassen und ggf. dabei stark belüften. Wenn Du das Wasser aber dennoch Lagern möchtest, entweicht die Kohlensäure auch mit der Zeit von selbst. Ph kann man leicht mit Tropfentest oder elektronischem Messgerät bestimmen.
Wenn Du Dir eine VEA anschaffst, solltest Du sowieso gleich ein Handmessgerät für Ph und Leitwert mit besorgen. :wink:
Gruß
Roger
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Postby Peda 22 » 10 May 2011 18:22
Hallo Roger,

danke für deine Antwort.

Hab mir jetzt viele Beiträge durchgelesen und in einem Beitrag kahm unter anderm vor "wozu das Wasser enthärten man kann sehr viele Pflanzen auch mit hartem Wasser wachsen lassen". Zudem ist die Autorin eine hier im Forum bekannte Scaperin und zaubert sehr schöne Becken mit sehr gesund aussehenden Pflanzen.

Ich hab mir hier in der Wasserpflanzendatenbank mal genau die Bedürfnisse meiner Pflanzen angesehen und eigentlich steht bei allen "von weich bis hart". Nun steh ich vor einer Entscheidung die ja auch nicht gerade billig ist!? Wozu bräuchte ich noch einen Leitwertmesser?

Zu meinen Wasserwerten ok die KH und GH sind hoch allerdings hab ich ein GH Verhältnis von 1:4,3 also nicht schlecht eigentlich oder?

Da ich ja KH minus in großen Mengen zugebe ensteht auch Chlorid. Was genau ist an Chlorid im Wasser so schädlich? Ich hab im Netz und in meinem Buch eigentlich nichts schlechtes gefunden. Kann es sein das meine Pflanzen ohne Chlorid besser wachsen würden?
schöne Grüße

Peter
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Postby Peda 22 » 10 May 2011 19:44
Hallo

hab mir jetzt die von euch verlinkten Beiträge durchgelesen.

Und jetzt weis ich gar nicht mehr was ich von all dem halten soll. Der eine schwört auf UOA der andere auf VE. :bonk:
Werde mich auf jeden Fall weiter informieren.

Vielleicht könnt ihr in der Zwischenzeit meine Fragen vom letzt Post beantworten :D
schöne Grüße

Peter
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Postby Roger » 10 May 2011 23:23
Hallo Peter!

Da ich ja KH minus in großen Mengen zugebe ensteht auch Chlorid. Was genau ist an Chlorid im Wasser so schädlich? Ich hab im Netz und in meinem Buch eigentlich nichts schlechtes gefunden. Kann es sein das meine Pflanzen ohne Chlorid besser wachsen würden?

Anton Gabriel schreibt dazu auf seinen Seiten http://www.anton-gabriel.at/03_35.html und http://www.anton-gabriel.at/chlorid.htm
Anton Gabriel wrote:Chlorid ist ein weniger beachteter Wasserwert, welcher einerseits ständig dem Aquarium zugeführt wird (Fütterung) und mangels Messung sich oft anhäuft und über 100 mg/l Pflanzen schädigen kann und auch die Fische beeinflusst. Manche Fische mögen kaum Chlorid und viele Fische reagieren durch Schleimabsonderung der Haut - was bei Heilbehandlungen sinnvoll erscheinen mag, ständig aber einer ständigen Reizung des Fisches gleichkommt.


Anton Gabriel wrote:Chloridgehalt ist ein Indikator für zunehmende Verschmutzung des Wassers und entsteht rasch bei häufiger Trockenfutterfütterung. Die Messung ist auch deshalb wichtig, weil ungeklärter schlechter Pflanzenwuchs und vergilbende Pflanzen, Chloridgehalt als Auslöser haben können. Ab 100 mg Chlorid pro Liter vergilben manche Pflanzen langfristig, ab 50 mg sollte man schon Wasser wechseln.


Peda22 wrote:Ich hab mir hier in der Wasserpflanzendatenbank mal genau die Bedürfnisse meiner Pflanzen angesehen und eigentlich steht bei allen "von weich bis hart". Nun steh ich vor einer Entscheidung die ja auch nicht gerade billig ist!?

Klar wachsen Pflanzen auch in härterem Wasser, aber manche Arten tun sich schon schwerer.
Den ganz klaren Vorteil eines VE oder UOA Wassers sehe ich ausserdem darin, das die Schwankungen und sonstige Kapriolen seitens der Wasserversorger eliminiert sind und man immer ein reproduzierbares Wasser zur Verfügung hat. Alleine das spart einem schon so manche unangenehme Überraschung.

Wozu bräuchte ich noch einen Leitwertmesser?

Unbedingt brauchen tust Du ihn nicht, aber mit einer elektronischen Ph-Messung hast Du immer eine schnelle Kontrollmöglichkeit ohne lange tröpfeln zu müssen. Das ist z. B. recht sinnvoll wenn Du das VE Wasser direkt ins AQ laufen läßt. Mit der Leitwertmessung kannst Du die Qualität des VE-Wassers überprüfen - im laufenden Betrieb, sowie nach der Regeneration.
Gruß
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Postby Peda 22 » 11 May 2011 10:25
Hallo,

nach langem hin und her bin ich jetzt zu folgendem Entschluss gekommen.

1. Ich werde heute einen WW durchführen und das Wasser nicht mehr mit KH minus behandeln so dass sich meine Standart KH einstellt. Dies werde ich für 2 Monate betreiben edas auch meine Pflanzen sich an die Umstellung gewöhnen können.

2. Sollte Nr.1 ein Rinfall sein und meine Pflanzen nicht nach meinen Vorstellungen wachsen, so werde ich mir für 5 Wochen destilliertes Wasser besorgen und mit meinem Leitungswasser verschneiden. Pro WW brauch ich ca 20l Wechselwasser also werd ich mal 1:1 verschneiden. Die GH und KH kann ich ja mit dem Tröpfchentest bestimmen. Ich weiß zwar dann nicht meine Ca und Mg Werte aber ich hab mir gedacht eine GH von 4 wäre ganz ok somit müsste auch genug Ca und Mg im Wasser sein. Düngen kann ich ja mit en Spezial N da kommt ja auch Ca und Mg zu.

3. Wäre dann eine Anschaffung eines Vollentsalzers (Vorrausgesetzt ich schnall das mit den regenerieren und komm an die Säuren :wink: ). Würde mein Wasser auf GH 4 mit (0,43g MgCO3, 0,93g CaCO3) oder 2,1g Duradrakon dadurch kommt halt auch 2mg/l K ins Wasser. Welche Anlage es dann genau werden wird dazu kann ich noch nichts sagen aber mit einer mit 9000 Härteliter könnte ich 28 Wochen meine WW machen danach müsste ich regenerieren.

Die VEA hat für mich mehr Vorteile:
- Ich hab bei mir keinen Wasseranschluss somit mus ich mir das Wasser bei meinen Eltern machen und dann würde
ich mir gleich welches auf Vorrat machen.
- Ich bin mit dem Abwasser aus einer UOA nicht einverstanden, die Membrane muss immer feucht sein somit sollte
alles immer angeschlossen und montiert sein.
- Der Preis!
schöne Grüße

Peter
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