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Postby Valcas » 11 Oct 2014 19:59
Hallo liebe Helfende!

Habe eine allgemeine Frage zu dem oben genannten Dünger.
Auf der Flasche steht hier dass 0,41 mg/l FE bei einer Anwendung von 10ml auf 100l hinzugegeben wird, da frage ich mich wie das mit der Düngeempfehlung hier im Nährstoffrechner (die ja minimale Eisenwerte im Gegensatz dazu angibt) vereinbaren lässt.

Wäre da nicht bei einer täglichen Dosierung von 2ml auf 100l eine Überdüngung von Eisen? Oder muss der tägliche Gehalt von freiem Eisen II auf einem bestimmten mindest Wert gehalten werden? :sceptic:
Ich blick da nicht durch, bitte um Hilfe :)
Grüße
Rick
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Postby Erwin » 11 Oct 2014 20:37
Hallo Rick,

der Nährstoffrechner spuckt den selbigen Eisenwert aus, wie auf der Flasche angegeben.

EisenII ist im Becken nicht besonders stabil und reichert sich deshalb nicht an, bzw. wird überschüssiges vom Phosphat gebunden. (Ich hoffe das stimmt so einigermaßen - ansonsten möge Robert mir verzeihen und mich berichtigen ;-) )
Anteilsmäßig ist EisenII und EisenIII im Beckenwasser in einem bestimmten Verhältnis vorhanden, abhängig von.... (Robert kann das besser erklären) .
Teste doch einfach mal den Eisen-Gehalt direkt nach der Zugabe und dann nochmal 3 Stunden später.

edit; 2ml am Tag auf 100L führen dann nur noch 0,08mg/l Eisen hinzu. Und die werden dann auch wohl irgendwie verbraucht, da ja nur schwach chelatiert. Wenn nicht, einfach geringer dosieren. ;-)

MfG
Erwin
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Postby prutschmar » 11 Oct 2014 21:11
Hi,

ich habe beim Flowgrow Dünger das Gefühl, dass das Eisen meine Pflanzen nicht erreicht.
Ich habe nach Vorgabe dosiert, über Wochen und die Pflanzen wurden immer gelber und gelber. Auch eine Steigerung der Dosierung brachte keinen Erfolg ausser dass Bartalgen wuchsen.
Nachdem ich wieder mit dem Eisenvolldünger ergänzt hatte, besserten sich die Verfärbungen.

Kann es sein dass das organisch chelatierte Eisen Bakterien zum Opfer fällt bevor es überhaupt die Pflanzen erreicht?
Gruß,
Mario
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Postby Valcas » 11 Oct 2014 21:16
Dankeschön für die schnelle Antwort!
Ich hab mir vor langer Zeit diese Flasche gekauft und verwende den Dünger erst jetzt wieder, da war dann früher vllt noch so viel Eisen drin, steht zumindest so auf der Flasche. Gut, dann hat sich das etwas geklärt.

Wenn jemand vielleicht einen Link hätte zu dem Eisen II und Eisen III Verhältnis, das würde mich brennend interessieren, habe leider nicht so genaues darüber gefunden.

Bezüglich Phosphat: Ich konnte bei mir keine Ausfällungen beobachten, jedoch zeigen mir die Pflanzen einen kleinen Eisenmangel. Da ich nur auf Symptome achte und so meine Düngung einstelle und nicht messe kann ich eine Ausfällung von Eisen nicht ausschließen.
Meine Frage: Ist eine Stoßdüngung von Phosphat gegenüber einer Täglichen eher ratsam? (Da es sich um ein "mobiles Element" handelt und gut gespeichert werden kann?)

:tnx:

Edit: Die oben gestellte Frage würde mich auch interessieren! Kann ja auch das die Ursache meines kleinen Mangels sein!
Grüße
Rick
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Postby prutschmar » 11 Oct 2014 21:21
Hoi Rick,

die wöchentlich Stoßdüngung ist auf jeden Fall der täglichen vorzuziehen, vor allem wenn man den Flowgrow benutzt. Ich dünge bei all meinen AQs PO4 nur auf Stoß.
Kann ja auch das die Ursache meines kleinen Mangels sein!

Bei meiner Staurogyne repnes war der Mangel am deutlichten zu erkennen. Nach der Volldüngerzugabe konnte ich eine deutliche Besserung feststellen.
Meines Erachtens nach ist die Kombination von Flowgrow und Eisenvolldünger entscheident!

Viele Grüße
Gruß,
Mario
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Postby Valcas » 11 Oct 2014 21:27
Okay dann war meine Schlussfolgerung doch richtig, danke :)
Dann wird das mal umgestellt ^^

Edit: Oh bei mir sehe ich auch erste anzeichen bei der Stauro! Keine richtigen gelben/hellen Blätter aber Anzeichen.
Grüße
Rick
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Postby Erwin » 11 Oct 2014 21:53
Hallo Rick,

Valcas wrote:Wenn jemand vielleicht einen Link hätte zu dem Eisen II und Eisen III Verhältnis, das würde mich brennend interessieren,

ich zitiere es mal raus....
Zudem liegt im Wasser immer ein Gleichgewicht von Fe(II) und Fe(III) vor, dessen Gleichgewichtslage vom Redoxpotential des gesamten Beckens bestimmt wird. Unter aquaristischen Verhältnissen liegt nur ein geringer Teil des Eisen als Fe(II) vor. Beim Verbrauch des wenigen Fe(II) durch die Wasserpflanzen oder durch sonstige Prozesse wird allerdings sofort wieder Fe(II) aus dem Gleichgewicht neugebildet.

Quelle: Drak .... unter Mythen und Legenden.

MfG
Erwin
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Postby Valcas » 11 Oct 2014 22:00
:tnx:
Grüße
Rick
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Postby Wuestenrose » 12 Oct 2014 08:51
Servus…

prutschmar wrote:die wöchentlich Stoßdüngung ist auf jeden Fall der täglichen vorzuziehen, vor allem wenn man den Flowgrow benutzt.

Das sehe ich ganz und gar nicht so. Einen möglichst kontinuierlichen Nährstofffluß ist immer der Stoßdüngung vorzuziehen, wo die Pflanzen erst mal nicht wissen, wohin mit dem ganzen Futter. Mein Aquarium habe ich daher sogar zweimal täglich gedüngt, bzw. vom Automaten düngen lassen. Warum wohl setzt man im gärtnerischen Pflanzenbau auf Depotdünger, die ihre Nährstoffe langsam und kontinuierlicht abgeben? Bestes Beispiel für meine Sichtweise sind die Bilder, die Tropica von ihrer Expedition ins Pantanal mitgebracht hat. Pflanzenreiche Unterwassergärten, soweit das Auge reicht. Man fragt sich, wie bei den Wasserwerten überhaupt was wachsen kann: Weil zwar die Nährstoffkonzentration gering ist, aber laufend zugeführt wird.

Aufgrund seiner schwachen Chelatierung ist der Mikro Spezial Flowgrow prädestiniert für tägliche Düngung. Die Chelatformen Ascorbat, Citrat und Gluconat fallen innerhalb weniger Stunden Bakterien anheim, die dann ungeschützten Spurenelemente gehen schnell schwer- bzw. unlösliche Verbindungen ein (z. B. mit Phosphat und Carbonat) und sind nicht mehr verfügbar. Sein Vorteil ist, daß die Spurenelemente in für Pflanzen leicht verfügbarer Form vorliegen.

Grüße
Robert
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Postby Valcas » 12 Oct 2014 08:58
Wuestenrose wrote:
Das sehe ich ganz und gar nicht so. Einen möglichst kontinuierlichen Nährstofffluß ist immer der Stoßdüngung vorzuziehen, wo die Pflanzen erst mal nicht wissen, wohin mit dem ganzen Futter.


Wie siehts mit der Speicherfähigkeit der Pflanzen von Phosphat aus? Ich dachte da mobiles Element gibts keine Probleme bei Stoßdüngung, da die Pflanzen das zuerst mal "aufsaugen" und speichern? Bitte um Korrektur :D

Wuestenrose wrote:Aufgrund seiner schwachen Chelatierung ist der Mikro Spezial Flowgrow prädestiniert für tägliche Düngung. Die Chelatformen Ascorbat, Citrat und Gluconat fallen innerhalb weniger Stunden Bakterien anheim, die dann ungeschützten Spurenelemente gehen schnell schwer- bzw. unlösliche Verbindungen ein (z. B. mit Phosphat und Carbonat) und sind nicht mehr verfügbar. Sein Vorteil ist, daß die Spurenelemente in für Pflanzen leicht verfügbarer Form vorliegen.


Also muss man bei täglicher Phosphatdüngung das einfach hinnehmen, dass das diese Verbindungen eingeht?
Grüße
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Postby Wuestenrose » 12 Oct 2014 09:05
Servus…

Gerade beim Phosphat erlauben sich die Pflanzen keinen Luxuxkonsum, d. h. sie reichern es nicht über den aktuellen Bedarf hinaus an. Im Erwerbsgartenbau ist Phosphat daher der einzige Nährstoff, den man auf Vorrat düngen kann.

Warum bei Phosphat-Stoßdüngung das Phosphat so schnell wieder weg ist liegt einfach daran, daß fix es mit allem und jedem schwer- bzw. unlösliche Verbindungen eingeht und dann nicht mehr zur Verfügung steht.

Ich halte von der Stoßdüngerei nix. Sie geht an den Bedürfnissen der Pflanzen vorbei.

Grüße
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Postby prutschmar » 12 Oct 2014 16:57
Hallo...

Da sieht man halt wieder, bei der Stoßdüngerei gehen die Meinungen auseinander :D
Ich fahre damit sehr gut.
Wuestenrose wrote:Phosphat daher der einzige Nährstoff, den man auf Vorrat düngen kann.

Sehe ich auch so :wink:
Wuestenrose wrote:Warum bei Phosphat-Stoßdüngung das Phosphat so schnell wieder weg ist liegt einfach daran, daß fix es mit allem und jedem schwer- bzw. unlösliche Verbindungen eingeht und dann nicht mehr zur Verfügung steht.

Und das Phosphat welches man dann täglich zuführt, ist ein spezielles Zauberphosphat, das diese Verbindungen nicht eingeht? Durch die Stoßdüngung hat man das Problem nur wenige Tage.
Wuestenrose wrote:Sie geht an den Bedürfnissen der Pflanzen vorbei.

Jetzt kann man sich aussuchen, welchen Kompromiss man eingeht. Ob man den Bedürfnissen gerecht wird, täglich PO4 düngt und das Problem mit den Ausfällungen hinnimmt, oder man düngt auf Stoß, limitiert die Pflanzen dadurch halt und hat die Vorteile des PO4-freien Wassers, was im Bezug auf den Flowgrow-Dünger sicher vom Vorteil ist :smile:
Gruß,
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Postby Wuestenrose » 12 Oct 2014 17:43
Servus…

prutschmar wrote:Und das Phosphat welches man dann täglich zuführt, ist ein spezielles Zauberphosphat, das diese Verbindungen nicht eingeht?

Nein, natürlich nicht. Aber die Unlogik Deiner Anmerkung hätte Dir auch selber auffallen müssen:
  • Wenn man Phosphat nur ab und an auf Stoß düngt, hat die Pflanze wie oft Phosphat zur Verfügung?
  • Wenn man Phosphat täglich (oder wie ich, 2 x täglich) düngt, wie oft hat dann die Pflanze Phosphat zur Verfügung?
Na?

Ich fahre damit sehr gut.

Naja, in Anbetracht Deiner gerade mal halbjährigen Aquarianererfahrung ist das keine sonderlich repräsentative Aussage.

Viele Grüße
Robert
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Postby kiko » 12 Oct 2014 18:01
Hallo,
Und das Phosphat welches man dann täglich zuführt, ist ein spezielles Zauberphosphat, das diese Verbindungen nicht eingeht? Durch die Stoßdüngung hat man das Problem nur wenige Tage.

Ich habe nach Vorgabe dosiert, über Wochen und die Pflanzen wurden immer gelber und gelber.

Dein Aquarium ist ja keine 1:1 Eisen/Phosphatlösung und durch den hohen Verdünnungsgrad im AQ reagiert da erstmal nichts. Allerdings werden gerade Gluconat Verbindungen sehr schnell von Bakterien zerlegt und bleiben auch unter Licht, sowie jenach PH nur äußerst begrenzt stabil.
Und ob das aus dem Gluconatkomplex rausgelöste Eisen dann von Phosphat gebunden, im Boden oder Filter fixiert oder ev. auch aufoxidiert (weiß ich nicht, kann Robert aber bestimmt beantworten), ist letzlich sekundär wenn es erstmal nicht weiter direkt pflanzenverfügbar ist.

Daher kann es auch einfach schon helfen, Eisen(II)gluconatdünger u.ä. schwach chelatiertes morgens+abends geben, um Lücken in der Nährstoffversorgung zu vermeiden. Reicht das immer noch nicht, sollte man einen stärker chelatierten Dünger in Erwägung ziehen, wo Eisenverbindungen dann auch entsprechend länger (bis zu mehreren Tagen) im AQ stabil bleiben.
grüße Olaf-Peter
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Postby prutschmar » 12 Oct 2014 18:15
Guten Abend

Off Topic "Naja, in Anbetracht Deiner gerade mal halbjährigen Aquarianererfahrung ist das keine sonderlich repräsentative Aussage."

Naja man kann so sagen: Halbjährlich beschäftige ich mich intensiv mit Wasserpflanzen und deren Nährstoffversorgung. Aquarien/Koiteich habe ich schon einige Jahre :wink:


Ach Robert, was weis ich denn schon über PO4 und seine Eigenschaften. Ich weis nur dass die Pflanzen das Zeug brauchen und es ziemlich reaktionsfreudig ist. Ob es nun auf Stoß oder kontinuierlich zugegeben wird, soll jeder selber entscheiden was für sein AQ passt. Die Vor- und Nachteile der beiden Varianten wurden hier bereits gesagt.

Und dem Problem kann man auch aus dem Weg gehen, indem man stark chelatierte Dünger mit zB Flowgrow kombiniert.

Beste Grüße
Gruß,
Mario
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