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Beitragvon dabn » 10 Sep 2018 16:11
Moin!
Ich habe ein Problem mit meinem Erstbesatz an Fischen. Das Aquarium ist nach acht Wochen DSM nun seit über vier Wochen geflutet und läuft ein. Seit über einer Woche auch bereits problemfrei mit Amanos, Red Fire und Posthornschnecken.
Da auch am letzten Wochenende kein Nitrit nachweisbar war, und auch bis heute nichts nachgewiesen wurde, habe ich am Samstag bei meinem Händler vor Ort 10 Danio margaritatus gekauft.
Nach langem Eingewöhnen habe ich die 10 ins Becken gelassen und bis heute auch so gut wie nicht gesehen.

Heute nach der Arbeit musste ich feststellen, dass so gut wie alle Fische an Flossenfäule erkrankt sind. Wasserwerte sind laut Teststreifen (leider keine Tröpfchentests) noch immer in absoluter Ordnung. Habe erstmal einen großzügigen Wasserwechsel gemacht aber selbst mit Medikamenten, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob eine Anwendung Sinn macht, wenn sie die Wirbellosen im Becken gefährdet, werden wahrscheinlich noch mindestens drei weitere Fische sterben; zwei sind bereits hinüber. Dort ist die Fäule bereits auf den Körper übergegangen und das Schwimmverhalten lässt nichts Gutes erahnen.
Was mich jetzt wundert und wurmt: hab ich das beim Händler nicht gesehen? Oder kann die Fäule so extrem schnell entstehen? Die Tiere sind ja gerade mal 48 Stunden im Becken. Da das mein erstes Aquarium seit meiner Kindheit ist, habe ich da nicht wirklich Erfahrungswerte.

Jemand Tipps zum weiteren Vorgehen? Und: kann ich die Tiere beim Händler reklamieren oder kann das tatsächlich so schnell in meinem Becken entstanden sein? Vom Stress des Umzugs mal abgesehen...

Vielen Dank und besten Gruß!
dabn
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Beitragvon omr » 10 Sep 2018 18:01
Moin,

zunächst würde ich einen Wasserwechsel 80% machen, um den Keimdruck zu senken.

Das kann leider passieren, da die Tiere bei Dir auf eine ganz andere Mikrobiologie treffen als sie vom Züchter & Händler (womöglich unter Antibiotika-Gabe) gewöhnt sind. Habe ich auch schon erlebt. Da hat das Immunsystem dann nichts entgegenzusetzen. Ich möchte Dir da keine Hoffnung machen.

Du kannst versuchen herauszufinden, von welchem Züchter die Fische stammen und beim nächsten Versuch eine andere Quelle wählen. Es kann auch Sinn machen, die Wasserwerte (Leitfähigkeit, Härte, Temperatur) den Bedingungen beim Händler soweit wie möglich anzugleichen, um den Stress, der auch auf das Immunsystem wirkt zu reduzieren.

Wenn Du eine Medikamentenbehandlung in Betracht ziehst, würde ich diese in einem Quarantänebecken vornehmen.
Viele Grüße,
Olli
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Beitragvon Plantamaniac » 10 Sep 2018 20:19
Hallo, ja, es kann sein, das die Fische an vollkommen harmlosen Baktieren im Becken erkranken, weil ihr Imunsystem sie noch nicht erkannt hat und somit zu lange braucht um sie zu bekämpfen.
Dagegen hilft, das man kurz vor dem Eintreffen nochmal 80% Wasserwechsel macht, damit sie in eine möglichst Keim und pIlzsporenarme Umgebung kommen. Außerdem den Stress beim Abholen, Transport und Einsetzen versuchen zu minimieren. Huminstoffe in Form von Herbstlaub und/oder Erlenzapfen bzw. Seemandelbaumblätter können hilfreich sein. Es ist auch möglich, das Wasser in der Tüte nochmal schnell zu messen, und evt. das Wasser im Aquarium noch etwas anzupassen.
Was auch immer sehr gut funktioniert, ist ein Eimer oder eine Faunabox, in die man die Tiere mit ihrem Transportwasser gibt. Vorrausgesetzt der Transport war nicht zu lange (entstehung von Ammonium) und der Ph im neuen Becken nicht viel über PH 7. Dann kann man die Faunabox mit Wasser aus dem zukünftigen Aquarium auffüllen..dann immer 2 Becher Wasser raus, 2 Becher vom Aquarium rein...kann ruhig lange so gehen, bis sie sich gut daran gewöhnt haben...
Wenn in einem Gesellschaftsbecken noch andere Fische sind, macht man 2 Nach einsetzen nochmals 80% Wasserwechsel um die Mitgebrachten Keime der Neulinge zu verdünnen...
Bei 20% WW nimmt man 20% der Keime im freien Wasser herraus und bei 80% Nimmt man 80% herraus.
Das kann man noch eine Weile beibehalten, solange bis alles gut läuft und dann wieder zur Tagesordnung übergehen...Oder ein Quarantänebecken von 20 Liter für so kleine Fische aufstellen...da ist die Wasserwechselerei leichter...Für kurze Zeit ist das machbar und erlaubt.
Chiao Moni
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Beitragvon dabn » 11 Sep 2018 14:31
Besten Dank für eure Antworten.

Der "Schwarm" hat sich jetzt auf sechs Tiere reduziert, vier sind verstorben. Die Tiere sehen zwar noch nicht übermäßig krank aus, man kann aber erkennen, dass auch deren Flossen nicht komplett sind.
Ich habe das Gefühl, dass die Tiere sich jetzt noch weniger Wohl fühlen. Vielleicht weil die Gruppe zu klein ist. Ich denke, aufstocken macht jetzt aber noch keinen Sinn, oder? Sie gehen auch nur ganz schlecht ans Futter. Sowohl Flocken, als auch Frost Mückenlarven werden nur ganz marginal genommen. Die Garnelen freuen sich allerdings über alles, was auf den Boden sinkt. Das scheint mir bei den Perlhühner ja eh etwas problematisch zu sein. Von der Wasseroberfläche und vom Grund wird nicht gefressen.

Besten Gruß,
David
dabn
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Beitragvon Öhrchen » 11 Sep 2018 15:15
Hi,
das müssen sie erst lernen, von der Oberfläche zu nehmen oder Futter aufzupicken. Können sie aber prinzipiell schon. Nur ist es schwierig, ohnehin schon angeschlagene Fische ans Futter zu bekommen.
Versuch doch mal (lebende) Artemianauplien - lassen sich fix in der Aufzuchtschale von Hobby züchten, sind klein, und einigermaßen gehaltvoll. Auf Lebendfutter sind die kleinen Bärblinge normalerweise ganz wild.
Und wenn die Nauplien nicht gefressen werden, ist es nicht schlimm. Ein paar erwischen die Garnelen auch, der Rest stirbt nach einer Weile in Süßwasser.
Viele Grüße
Stefanie

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Beitragvon Plantamaniac » 11 Sep 2018 20:50
Hallo,
Zitat:
Sie gehen auch nur ganz schlecht ans Futter.
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Check mal Deinen Nitratwert...wenn der zu hoch wird, stellen sie die Nahrungsaufnahme ein...
Das geht auch mit vermehrtem Keimdruck einher...
Mußt Du hier nicht drüber berichten...machs einfach mal für Dich persönlich...

Wenn meine im Aufzuchtbecken nicht fressen wollen...oha...Schlauch und Eimer her, dann gehts wieder...
Fies ist halt, das bei mir das Frischwasser schon 50mg/Liter Nitrat mitbringt :irre: ...
Das schnalzt dann im gut besetzten Aufzuchtbecken, in dem extensiv gefüttert wird ruckzuck in Sphären, die nicht sein müssen...Grad Flockenfutter ist eine wahre Dreckschleuder...Wenn sie mal Granulat nehmen, wirds besser...
Lebendfutter verdirbt das Wasser garnicht...aber sie müssen ja auch das andere Zeug lernen...
Chiao Moni
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Beitragvon dabn » 12 Sep 2018 18:03
Es sind seit heute leider nur noch vier übrig, einer davon wohl nicht mehr lange.
Immerhin konnte ich beim Händler eine Reklamation einreichen und werde (vermutlich) die volle Summe erstattet bekommen.
dabn
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