Viel probiert, nichts hilft: Algenproblem wird schlimmer statt besser

AquaDavid

New Member
Hallo liebe Aquarianer,

ich komme mit meinem Aquarium aktuell einfach nicht weiter und hoffe auf euren Blick von außen. Der Frust ist allmählich wirklich groß.

Das Becken läuft seit etwa 7 Monaten, aber trotz vieler Anpassungen kämpfe ich weiterhin mit hartnäckigen Algen. Ich habe bereits einiges ausprobiert und zuletzt bewusst auf mehr Konstanz geachtet – ohne den gewünschten Erfolg.

Die Details habe ich im Fragebogen unten zusammengestellt und freue mich sehr über eure Einschätzungen und Ideen.

Vielen Dank schon mal!

LG David


***
Problembeschreibung
Das Aquarium läuft seit etwa 7 Monaten. Bereits in der Einfahrphase traten erste Algenprobleme auf: zunächst grüne Beläge sowie Pinselalgen, kurz darauf auch Blaualgen (vor allem im Javamoos). Die Blaualgen konnte ich irgendwann in den Griff bekommen, vermutlich durch eine starke Reduktion des Javamooses sowie eine Verringerung der Filtermedien (aktuell: 2 Schwämme, 1 Wattepad + Cirax).
Die Grünalgenbeläge (insbesondere auf Wurzeln und Steinen) sind seitdem nie vollständig verschwunden. Es gab immer wieder Phasen, in denen sie nach mechanischer Entfernung für 1–2 Wochen deutlich zurückgingen, aber ebenso Phasen, in denen sie bereits nach 2–3 Tagen wiederkamen. Die Pinselalgen verschwanden nach etwa 3–4 Monaten Standzeit relativ plötzlich, ohne dass ich eine klare Ursache benennen konnte.

Seit ca. 2 Monaten hat sich die Situation wieder zunehmend verschlechtert:
Vor allem Fadenalgen treten inzwischen stark auf und wachsen sehr schnell nach. Zusätzlich beobachte ich zunehmend Bartalgen (vermutlich) auf Bucephalandra und Hygrophila corymbosa. Das irritiert mich besonders, da ich die Eisendüngung über Monate kaum verändert habe (Eisen Basic stoßweise, zusätzlich 2–3× pro Woche je 2 ml Flowgrow).
Insgesamt hat das Algenproblem aktuell wieder ein Ausmaß erreicht, das die Pflanzen sichtbar beeinträchtigt, viel Pflegeaufwand verursacht und nach dieser Standzeit frustrierend ist.
Ich pflege das Aquarium sehr intensiv, messe regelmäßig Wasserwerte und habe im Laufe der Zeit viele Anpassungen vorgenommen. Gleichzeitig habe ich in den letzten Wochen bewusst versucht, mehr Konstanz reinzubringen, um Maßnahmen besser bewerten zu können (z. B. stabile CO₂-Zufuhr, konstante Lichtparameter, kontrollierte Nährstoffbereiche). Dennoch verschlechtert sich die Algensituation weiter.


Bisherige Maßnahmen

Düngung:
· Umstellung zwischen Stoß- und täglicher Düngung
· Düngung nach Zielwerten vs. phosphatlimitierend
· Anpassung von Nährstoffverhältnissen
· Ergänzende Bodendüngung (kein durchgängiger Nährboden)

Beleuchtung (Chihiros WRGB):

· Anhebung auf ca. 10h Beleuchtung, zunächst ohne dann mit Mittagspause (ca. 3 h)
· Anpassung von Intensität und Tagesverlauf (morgens schwächer, nachmittags stärker)
· Veränderung von Dimmphasen und Farbanteilen

CO₂:

· Anpassung der Einbringung (Position, Diffusor statt Spirale)
· Früheres Einschalten vor Lichtbeginn (1,5h vorher)
· Fokus auf stabilere Versorgung

Filterung:

· Reduktion der Filtermedien (u. a. Entfernen von Aktivkohle und feinem Schwamm)
· Regelmäßiger Austausch des Wattepads (ca. alle 5 Tage)
· Einsatz von Seachem Purigen (v. a. gegen Schwebstoffe)

Fütterung:


· Reduziert auf 1-2× täglich (nur, was in ~1 Minute gefressen wird)
· Ergänzend 3×/Woche Tabs für Bodenfische/Algenfresser
· 1 Fastentag pro Woche

Wasserwechsel:

· Anfangs 30–40 %/Woche mit Leitungswasser
· später ca. 50/50 Leitungs- und Osmosewasser
· aktuell 100 % Osmosewasser, ca. 25 %/Woche
· KH von ursprünglich 12–14 auf ca. 6–8 gesenkt (weitere Senkung durch aufhärtende Steine schwierig)

Bepflanzung:

· Ergänzung schnellwachsender Pflanzen und Schwimmpflanzen
· Verlust vieler Anubias durch Fäule → Ersatz durch Bucephalandra

Wie würdet ihr an meiner Stelle weiter vorgehen?
Ich bin aktuell unsicher, welche Stellschraube wirklich entscheidend ist und freue mich über eure Einschätzungen und konkreten Ideen.

Als kurzfristige Maßnahme habe ich gestern die Beleuchtung angepasst: Start jetzt um 12:00 Uhr statt 07:30 Uhr, keine Mittagspause mehr und durchgehende Beleuchtung bis 21:00 Uhr mit jeweils 30 Minuten Auf- und Abdimmen.
Zusätzlich überlege ich, eine ca. 5-tägige Dunkelkur durchzuführen, um die Algen zunächst stark zurückzudrängen. Mir ist aber vor allem wichtig, danach eine nachhaltige Strategie zu finden, damit sich das Problem nicht wieder aufbaut. Hier fehlt mir aktuell ein klarer Ansatz.



Sind in letzter Zeit Änderungen am Aquarium erfolgt?
s. ausführliche Beschreibung oben


Allgemeine Angaben zum Becken
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Standzeit des Aquariums:7 Monate
Maße des Aquariums LxBxH:101x41x50
Bruttoliter:180
~Nettoliter:Ca. 160
Bodengrund, evtl. -aufbau:Unterschiedlicher Aufbau, an fast allen Stellen mit bodenwurzelnden Pflanzen: Lavagranulat, Nährboden, Aquarienkies (von unten nach oben)

Mittlerer Bereich zwischen Wurzeln: Nur Garnelenkies
Wurzeln, (aufhärtende) Steine, etc.4 Mangrovenwurzeln , etliche Steine (v.a. Seiryu-Steine)



Beleuchtung
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LED, welche, wieviele?Chihiros Universal WRGB 1000
Leuchtstofflampen/Reflektoren?-
HQI?-
Gesamt Lumen : Bruttoliter in lm/l23-24 lm/l
Mittelwert Farbtemperatur in K(elvin)-
Beleuchtungsdauer?10h (inkl. Dimmphasen); Beginn: 07:30, Ende: 20:30
Dimmphasen? Wie lange?Morgens und Abends je 45 Minuten, rund um Mittagspause je 15 Minuten

= 2h Gesamt
Mittagspause? Wie lange?3 Stunden (12-15 Uhr)



Filterung
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Filter: Hersteller&Modellbezeichnung?Juwel Eccoflow 600
Welche Filtermaterialien, wieviel?Unterer Korb (Biologisch): Cirax Keramikgranulat, Oberer Korb (von unten nach oben): Seachem Purigen, zwei grobe Filterschwämme, Wattepad
Andere Filterung, z.B. HMF?-
Durchsatz lt. Hersteller in l/h?600 l/h
Wenn bekannt, effektiver Durchsatz ?-



CO2-Versorgung
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Bio-CO2?Nein
Druckgas mit/ohne Magnetventil?Mit Magnetventil
pH-Controller?Nein
Art der CO2 Zugabe?Diffusor
CO2 Dauertest mit 20 od. 30 mg/l Lösung?20 mg/l
Farbe des Dauertests?1 Stunde nach Lichteinschaltung: Mittelgrün

Nach Mittagspause: i.d.R. Hellgrün

1 Stunde vor Lichtabschaltung: gelbliches Grün


Heizer, Bodenfluter, UV-C, sonstige Technik?
Juwel Regelheizer

Chihiros Dosieranlage


Wasseraufbereitung?
Wenn ja, bitte beschreiben wie? Entsalzung, verschneiden mit LW, Aufhärtesalze, Bittersalz, etc.
Mittlerweile ausschließlich Osmosewasser, Aufhärtung nur um Ca:Mg-Verhältnis stabil zu halten. Wasser härtet sich immer stark durch Seyriu-Steine auf. Bei Bedarf Zugabe von Bittersalz.


Wasserwechsel, Menge/Intervall
1x pro Woche ca. 25% (40 Liter)


Womit wird wieviel pro Woche gedüngt
Stoßdüngung nach Wasserwechsel mit Aqua Rebel Einzeldüngern (je nach Wasserwerten):

GH Boost N: 12-15 ml
Phosphat Basic: 10-13 ml
Kalium Basic: 5-22 ml
Eisen Basic: 14ml


Da mein Wasser gut aufhärtet und ich bisher nie unter eine GH von 8 gesunken bin, gebe ich nur ab und an noch Bittersalz zu , um das Ca: Mg-Verhältnis ungefähr im Bereich 3:1 bis 4:1 zu halten.

Zusätzlich dünge ich zwischen den Wasserwechseln noch wie folgt:
Phosphat Basic 5ml täglich
Nitrat Basic 2ml täglich
Flowgrow 2,5ml, 3x pro Woche
EasyCarbo, 6ml tgl., verteilt auf 4 Zugaben (über Düngeanlage) -> nach 3 Wochen ohne Effekt wieder eingestellt vor zwei Tagen


Ermittelte Werte im
Aquarium_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Wassertests, welcheJBL Tröpfchentests
Angabe der Werte in der üblichen Bandbreite (Messungen mind. 1-2x pro Woche)
pH7,0 – 7,2
GH8-11
KH6-8
Fe0,02 – 0,05
NO310-25
PO40,3 – 0,7
K6-8
Ca35-45
Mg10-15
NH4/
NO2< 0,02



Liste Pflanzen
Stängelpflanzen:
  • Hygrophila Corymbosa
  • Ludwigia palustris „Super Red“
  • Rotala sp. Wayanad
  • Hydrocotyle tripartita „mini“
  • Lobelia cardinalis „mini“
  • Pogostemon erectus
  • Rotala indica
  • Hygrophila lancea araguaia
  • Staurogyne repens
Rosettenpflanzen:
  • Cryptocoryne parva
  • Cryptocoryne Petchii Pink
Aufsitzer:
  • Bucephalandra sp. „Brownie Ghost“
  • Bucephalandra sp. „Kedagang"
  • Bucephalandra sp. „Theia Green“
  • Bucephalandra pygmaea „Bukit Kelam / Sintang
  • Anubias barteri var. Nana „Mini Coin“
  • Anubias barteri var. Nana „Petite“A
  • Anubias barteri var. Nana „Pangolino“
  • Anubias „Nangi“
  • Anubias gracilis
Bodendecker:
  • Mictranthemum tweediei (Montecarlo)
  • Eleocharis sp. „Mini“
Schwimmpflanzen:
  • Limnobium laevigatum (Froschbiss)
Moose:
  • Nach vielen Problemen und verschiedenen ausprobierten Moosen nur noch Reste, die ich wohl nie wieder ganz aus dem Becken bekomme

"Blubbern" die Pflanzen im Laufe der Beleuchtungszeit? Wenn ja, z.B. nach 5 von 8h Beleuchtungsdauer?
Weiß ich nicht so genau, aber nach der Mittagspause sehe ich normalerweise Bläschen aufsteigen und dann auch ordentlich viele. Also ca. nach 4-6 Stunden Beleuchtungszeit.

Besatz
  • 21 Keilfleckbärblinge
  • 3 Honiguramis
  • 10 Panzerwelse
  • 4 Prachtalgenfresser
  • 16 Amanogarnelen
  • 4 Rennschnecken

Allgemeine Beschreibungen und Bilder
Ich habe euch mal den Verlauf der letzten 7 Monate dokumentiert und hänge noch ein paar Detailbilder zum aktuellen Zustand mit an.

Auch die Einstellung zur Beleuchtung in der Chihiros App habe ich mal als Screenshot angehängt. Diese Einstellung hatte ich den letzten 2-3 Wochen stabil und die Wochen davor nur mit minimal anderen Werten.
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Hi,

Wasserwechsel:
· Anfangs 30–40 %/Woche mit Leitungswasser
· später ca. 50/50 Leitungs- und Osmosewasser
· aktuell 100 % Osmosewasser, ca. 25 %/Woche
· KH von ursprünglich 12–14 auf ca. 6–8 gesenkt (weitere Senkung durch aufhärtende Steine schwierig)
dann nimm diese Steine raus. In einem Pflanzenaquarium haben diese nichts verloren.
Das ständige Auf und Ab von GH, KH und. el. Leitfähigkeit (aka Gesamtsalzgehalt) macht den Pflanzen zu schaffen.
Das Becken läuft seit etwa 7 Monaten
Ungefähr so lange hat mein Aquarium nach der vorletzten Neueinrichtung gebraucht, um bis auf die Scheiben augenscheinlich algenfrei zu werden. Ich habe im Gegensatz zu Dir weder an Düngung, Licht noch Filterung etc. etwas geändert. Ich hatte auch keine aufhärtenden Steine drin. Wasserwechsel 60% wöchentlich mit aufgehärtetem Osmosewasser (KH 2, GH 5, Duradrakon, Duradrakon GH-Plus). Düngung 8mg/l NO3, 0,2mg/l PO4, 5mg/l K, Micros mit 0,1mg/l Fe-Äquivalent (Ferrdrakon) 1x wöchentlich auf Stoß. Weniger Fisch als Du bei gut doppelt so viel Wasser. Ruhige, sich langsam drehende Wasseroberfläche. 300l/h Umwälzung bei 390l brutto, bei Dir mehr als das Vierfache. Viele viele überwiegend schnell wachsende Pflanzen, viel Licht, 20-30mg/l CO2.

Grüße, Markus
 
Hallo ,
solche Berichte, wie deinen, lese ich immer wieder und muss sagen , ich ziehe meinen Hut vor so viel Liebe zum Hobby. Ich betreibe Aquaristik seit nunmehr 50 Jahren und finde das Thema Aquascaping sehr interessant. Für mich persönlich aber ist diese Art der Aquaristik nicht erstrebenswert ,da Aufwand und "kurzzeitiges Ergebnis" in keinerlei Relation steht. Ich sitze lieber vor meinen Becken und schaue hinein als mit dem Oberkörper drin zu hängen ^^ . Ich denke mal , vielen Fragestellern hier geht es genauso ,leider schiessen sie weit übers Ziel hinaus da sie denken man muss den Aufwand betreiben, wenn man ein schönes algenfreies Becken haben möchte. Man sollte vor der Beratung also erst einmal feststellen was genau sie erreichen wollen. Ich persönlich verfolge die " faule Aquaristik" . Keinerlei Wasserwechsel ,kein Messen von Wasserwerten , minimalste Düngung auf Sicht , Filterung nur über eine Lage Tonröllchen, wenig CO2 , wenig Licht. Im Vordergrund steht der Fisch in einem Becken mit üppiger Bepflanzung. Diese "Naturaquaristik" erfordert natürlich eine andere Herangehensweise, die für viele hier aber die Lösung zu sein scheint. Mein 450 Liter Becken sieht momentan so aus .
mfg. Paul
Becken 18.04..webp
 
Hallo David,

erst einmal großes Lob für die ausführliche Beschreibung, damit kann man wirklich etwas anfangen!
Du fragst, an welcher "Stellschraube" du noch etwas machen könntest. Da fallen mir zwei bzw. drei Sachen auf.

Erstens das Licht/ die Beleuchtungsdauer. Das Becken wird minus Mittagspause zwar nur ca. 7 Stunden beleuchtet, aber das ziemlich kräftig. Da würde ich zuerst ansetzen, und die Beleuchtungsintensität insgesamt verringern. Also vor allem das weiße Licht runter auf 80%, den Rest anpassen. Mag sein, dass das dem Bodendecker nicht so gefällt (glaube ich nicht mal), aber der Rest deiner Pflanzen kommt damit gut aus. Über die Mittagspause kann man streiten. Ich persönlich sehe keinen Vorteil darin in Bezug auf Algen und Wachstum. Kann man eher machen, um das Becken abends länger hell zu sehen, wenn man tagsüber nicht da ist. Also, eher 7 Stunden am Stück beleuchten, mit ein bisschen Dimm-Zeit dazu.

Die zweite Sache ist die fehlende Aufbereitung des Osmosewassers. Die entsprechenden Mineralsalze dienen ja nicht nur dazu, GH und KH anzuheben, sie bringen auch Mineralien und Spurenelemente in einem passenden Verhältnis ein. Einfach davon auszugehen, dass die aufhärtenden Steine schon ausreichend Stoffe abgeben, ist meiner Meinung nach zu kurz gedacht. Da würde ich das Osmosewasser zumindest mit einem GH+ Salz aufbereiten, in moderater Menge, bis ca. 200 µS z.B.

Und als Drittes sind die 25% Wasserwechsel auf Dauer nicht sinnvoll, damit bringst du zu wenig Stoffe wieder raus und das kumuliert mit der Zeit. Mach 50% und ab und zu auch mal ein "Reset" mit einem größeren Wasserwechsel. Letzteres würde ich auch jetzt machen, bevor du irgendwas umstellst mit Mineralsalz oder Dünger, dann hast du eine bessere Ausgangsbasis zum Berechnen.

Nur mal aus Neugierde - wie wäre denn dein Leitungswasser?

Und wie groß ist deine Bereitschaft, doch nochmal "umzustylen" und die aushärtenden Steine rauszuschmeissen?
 
Hallo David,

ich schließe mich dem Lob für die ausführliche Beschreibung an.

Wie kann man sich die wegfaulenden Anubias vorstellen? Ich habe so etwas noch nie erlebt (außer einzelne Blätter).

Gruß

Plantlover
 
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