Umstellung auf Osmosewasser, was ist zu beachten?

netwolf

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Hallo Aram,

sorry aber jetzt muss ich diesen Thread doch nochmal wiederbeleben.
Ich habe vor lauter Fokus auf das Mg-Thema ganz übersehen was du noch geschrieben hast:

Arami Guramüi":1nm21z7s schrieb:
Auf den Fotos sind Mangelerscheinungen in Form von gelben Blättern, aber durchscheinenden, grünen Blattadern zu sehen, ebenso Nekrosen (braune Stellen) und Punktalgen.

Hast du denn eine Vermutung bzw. Idee, was ich gegen die gelben Blätter, Nekrosen und Punktalgen tun kann?
Ich hab auch gerade bemerkt dass auch an anderer Stelle unschöne PInselalgen auftreten (s. Foto), und ich habe wirklich den Eindruck dass sich der Zustand der Marsilea seit den Fotos vom Erste Hilfe Thread (ja, bei dem Becken hab ich früher einen erstellt :wink: ) nicht verbessert sondern eher verschlechtert hat.

Ich versuche wie gesagt mit Osmosewasser Ca und die KH zu senken, was mir durch die Seiryu-Steine mässig gelingt.
Zudem halte ich ca. 25 mg/l NO3 und zw. 0,05 und 0,08 mg/l Eisen.
Hab auch schon mal mit etwas mehr Eisen versucht, hatte aber den Eindruck dass ich damit direkt die Pinselalgen füttere :fies:
PO4 gebe ich wöchentlich 0,4 mg/l dazu und mit Bittersalz werde ich künftig ein 3:1 Ca:Mg-Verhältnis antreben (bisher offenbar etwas zu weni Mg).
Vielleicht ist mein Becken auch einfach nicht geeignet für diese PO4-limitierte Stoßdüngen und es wäre besser, so wie bei einem klassischen NPK-Dünger für einen konstanten Nachschub (und PO4-Spiegel) zu sorgen, ist das möglich?

Seit ca. 5 Wochen bekommt das Becken auch ML Special Blend, und es bekam Mironekuton, was ich jetzt allerdings erstmal einstellen werde.

Ich weiß wirklich nicht was ich sonst noch tun könnte um es den Pflanzen gemütlicher zu machen, bzw. die Algen nachhaltig zu vergraulen.

Liebe Grüße
Wolfgang
 

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unbekannt1984

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Hallo Wolfgang,

Arami Gurami":2zmodtbw schrieb:
Auf den Fotos sind Mangelerscheinungen in Form von gelben Blättern, aber durchscheinenden, grünen Blattadern zu sehen, ebenso Nekrosen (braune Stellen) und Punktalgen.
gelbe Blätter mit grünen Blattadern ist Magnesiummangel, was Aram auch so geschrieben hat:
Arami Gurami":2zmodtbw schrieb:
es kann durchaus auch ein Mg Mangel hier beteiligt sein.

Nekrosen können durch Kaliummangel entstehen - wieder mal dein Lieblingsthema...

Ich sehe hier aber Calcium als (wahrscheinliches) Hauptproblem, dadurch wird ja unser schönes Verhältnis von Kalium, Calcium und Magnesium verschoben.
 

Arami Gurami

Administrator
Teammitglied
Hallo Wolfgang,
um das zu deuten, müsste ich mal deinen aktuellen Düngeplan wissen. Des weiteren:
Düngst du täglich?
Wie ist die CO2 Konzentration?
Womit misst du NO3? Macherey&Nagel?


Eine Sache muss einem bewusst sein: Da du immer mehr UO-Wasser benutzt und die Aufhärtung hauptsächlich durch die Steine zustande kommt (lässt hauptsächlich Calcium steigen, andere Erdalkalimetalle hingegen nicht), fehlen deinem Wasser wichtige Spurenelemente.
Die sind natürlich in deinem Eisenvolldünger dabei, aber wenn dieser Pinselalgen erzeugt, neigt man ja dazu, die Dosis zu verringern. Auch ist meine Erfahrung, dass ein stark chelatierter Volldünger in weichem Ausgangswasser nicht so gut funktioniert (und dann erst Recht Pinselalgen erzeugt).
Kurzum: Dir fehlen Spurenelemente. Ich hatte in einem meiner Becken ein ganz ähnliches Problem und auch ähnliche Mangelerscheinungen. Abhilfe hat hier gebracht:
-der Wechsel auf einen sanft stabiliserten Eisenvolldünger (z.B. Seachem Flourish, Aqua Rebell Spezial Flowgrow)
Hier hab ich mich an die Maximaldosis rangetastet, bis keine Pinselalgen auftreten. Treten dennoch Mangelerscheinungen auf, dann:
-zusätzliche Düngung über einen reinen Spurenelementedünger (z.B. Seachem Trace, bei Drak kann man auch einen beziehen).

Vorher sollte aber geklärt sein, ob CO2 und Makros in genügender Zufuhr und in einem guten Verhältnis gedüngt werden.
 

netwolf

Member
Hallo Torsten,

ja, das mit Mg ist mir bewusst, war allerdings der Meinung dass der allgemeine Tenor hierzu ist, dass dies eher eine Feinheit für Profis und/oder schwierige Pflanzen sei.

Ich habe übrigens seit dem letzten WW 4 g MgSO4 ins Becken gegeben, und heute tatsächlich 12-16 mg/l Mg gemessen (die JBL Test sind _etwas_ schwierig, da keiner der gedruckten Farbtöne wirklich zur Farbe im Messglas passt...).
Kalium war ziemlich genau bei 15 mg/l, es nähert sich also dem gewünschten Wert an :smile:
Allerdings hab ich auch KH 12 und GH 14 gemessen, also rechnerisch einen Ca-Wert von 75(!) mg/l.

Hatte eigentlich gehofft dass Ca geringer ist (nach 60% WW mit Osmosewasser), aber ich muss wohl mit MgSO4 noch deutlich weiter raufgehen, um dem Plan zu folgen ein Verhältnis von 3:1 zu bekommen.

Für sich genommen ist also genug Kalium und Magnesium vorhanden, vll. wird aber eines der beiden oder beide vom Calcium "verdrängt"?

Liebe Grüße
Wolfgang
 

netwolf

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Hallo Aram,

mein Düngeplan ist ganz offensichtlich noch ein wenig "under construction", und ich versuche möglichst nur 2 x pro Woche (also am Tag des WW und dann nochmal) zu düngen. Nicht weil ich so wenig zuhause bin, sondern eher weil 1 ml Dünger in 25 l Wasser schon recht viel ist, und ich es schwer noch kleiner portionieren kann (z.B. beim Eisen, wo 2 ml schon 0,08 mg/l ergeben).

CO2 ist lt. Indikator-Lösung im grünen Bereich (man beachte den Wortwitz :lol: ) und auch rechnerisch fast immer zw. 20 und 30 mg/l.
Ja, NO3 messe ich mit M&N-Tests, da ich nicht wirklich in der Lage war bei den JBL Tests speziell im für mich relevanten Bereich die Farben zuverlässlich zu unterscheiden.

Zum AR Flowgrow: denkst du ich könnte damit dann höher rauf gehen was Eisen und SE betrifft, also z.B. jeden 2. Tag 1 ml davon (anstatt wie jetzt 2 ml Mikro Eisen pro Woche), und damit die SE-Versorgung verbessern ohne Pinselalgen zu provozieren?

Noch zur Frage nach meinem Düngeplan: ich bin mal so frei und hänge meine letzten 10 Messungen dieses Beckens hier an (und stelle meine furchtbare Schrift damit öffentlich bloß :-/ ).
Außerdem stelle ich noch meine gesamte Düngung der letzten Monate in Form eines Excel-sheets zur Schau (exkl. MgSO4).
Darauf hab ich einfach immer notiert wieviel ich in Summe zw. 2 WW ins Becken geleert habe (also die grauen Zahlen), der Rest ist berechnet.
(btw: daraus erschließt sich auch meine Verwunderung über die Kalium-Werte jenseits von 15 mg/l...)
Was aus der Tabelle nicht hervorgeht ist, dass ich PO4 praktisch immer nur am Tag des WW dünge, und Fe erst am Tag danach.

Schönen Abend,
Wolfgang
 

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Arami Gurami

Administrator
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Hallo Wolfgang,
also, das würde schon viel bringen, wenn du auf Tagesdüngung umsteigst mit dem Eisenvolldünger. Da kann eine solche Nährstoffspitze alle paar Tage schon ausreichen, um Pinselalgen zu erzeugen. Um unter 1ml zu dosieren, kannst du eine Spritze (Einweg 5ml) nehmen oder einen Tropfdosierer. Faustregel: 20 Tropfen ergeben ca. 1ml.

Ich würde so eine Umstellung auf Tagesdüngung als erstes probieren.
 

omega

Well-Known Member
Hi,

man kann ja auch mal eine Wochen- oder Monatsdosis 1:10 verdünnen und separat abfüllen. Dosiert sich dann 10x einfacher.

Grüße, Markus
 

netwolf

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Hallo Aram, hallo Markus,

vielen Dank für den Hinweis!
Ich dachte bisher bei einem stark chelatierten Eisenvolldünger wie dem AR Mikro Basic Eisen wäre es rel. egal ob man ihn täglich oder wöchentlich verabreicht, aber ich lerne ja gerne immer wieder Neues dazu :smile:
Werde wohl 2 ml in eine 2 ml Spritze aufziehen, und davon dann 1 ml gleich beim WW verwenden (damit v.a. das WW , aber auch das 'Altwasser' gleich wieder dort ist wo es sein soll) und den restlichen ml dann über die kommende Woche bis zum nächsten WW alle 1-2 Tage verabreichen.

Mir sind gestern abend noch ein, zwei u.U. seltsame Dinge am bzw. im Bodengrund aufgefallen, aber nachdem's in diesem Thread ja eigentlich um die UOW-Umstellung gehen sollte werd ich wohl besser den Erste Hilfe Thread zu dem Becken dafür wiederbeleben, hier der aktuelle Betrag dazu.

Liebe Grüße
Wolfgang
 

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