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Beitragvon netwolf » 08 Okt 2018 14:33

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Fadenalgen machen sich trotz mittlerweile täglichem Absammeln breit, die ursprünglich gut gewachsenen Pflanzen haben ihr Wachstum dafür überweigend eingestellt und die Marsilea hat diverse braune Flecken

Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

nichts Großartiges, habe aber seit dem Auftauchen der Algen das Licht reduziert und versucht, die Düngung zu 'optimieren'(?)

Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* 3 Monate

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 45 x 31 x 36 35 Liter

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Powder Soil (Ebi, ca. 7 Liter)

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Seryua Steine (ca. 7 kg)

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* aktuell 2 x 3 Stunden mit 5 Std. Pause

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

2 Dennerle Nano LED (je 500 Lumen)

Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Dennerle Nano Eckfilter


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* nur Standard-Bestückung (Flies)

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 150

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor): Diffusor

CO2 Blasen pro Minute [bitte den Blasenzähler angeben]: 90 (Blau Blasenzaehler)

Ist ein CO2 Dauertest im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell] ja (Q-Grow Orb Checker)

Welche Farbe hat der Dauertest? hellgrün

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] vom Hersteller des Orb-Checkers (Q-Grow), bei 20 mg/l gruen

Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 6.10.2018

Temperatur in °C:* 22

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

JBL Troepfchentest


pH-Wert: 7

KH-Wert: 10

GH-Wert: 13

Fe-Wert (Eisen): 0,1

NO2-Wert (Nitrit): 0,01-0,05

NO3-Wert (Nitrat): 20-30

PO4-Wert (Phosphat): n.n. - 0,1

K-Wert (Kalium): 10-15

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

AR Makro Basic Eisen 4ml/w
AR GH Boost N 4 ml/w
AR Makro Basic Phosphat 4 ml/w

Durchschnittswerte, da ich versuche immer beim WW auf die Zielwerte aufzudüngen:
NO3 20-30 mg/l
PO4 1 mg/l (seit 3 Wochen)
Fe 0,05 ml/l
K 8-10 mg/l


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* wöchentlich 15 l (aktuell mehr wg. Fadenalgen-Absaugen)

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Wird das Wasser aufbereitet? Wenn ja bitte das Aufhärtesalz oder andere wasseraufbereitende Mittel angeben: 2 ml Biotopol + 0,5 g Bittersalz wg. Ca/Mg-Verhaeltnis

Pflanzenliste:

Cameroon Moss
Fissidens fontanis
Marsilea crenata
Marsilea hirsuta
Bucephalandra sp. Godzilla
Bucephalandra var. Black Centipede
Rotala indica (aka Ammania sp. Bonsai)
Hornkraut (treibend) -- mittlerweile entfernt
Alternanthera Reineckii mini


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 70 % (überall wo keine Steine sind)

Besatz:

10 Red Fire Sakura
2 Amano
3 Geweihschnecken
3 Rote Rennschnecken


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 10,2

Leitungswasser GH-Wert:* 11,4

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 58

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 14

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* < 1

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 7

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): < 0,02

Weitere Informationen und Bilder:


Hallo zusammen,

mein Name ist Wolfgang. Ich bin vor ca. 10 Monaten recht spontan in die Aquaristik eingestiegen indem ich ein Rio 125 übernommen habe. Dies war in katastrophalem Zustand, läuft aber nach viel Aufwand nun recht gut und macht Freude. Vor 3 Monaten hat mir meine Partnerin dann einen Scapers Tank geschenkt, und inspiriert v.a. durch unzählige Videos von Tobi (Aquaowner) haben wir versucht, unser erstes Scape einzurichten.
Die ersten Wochen ist auch alles gut gelaufen, seit ca. 4 Wochen machen sich aber zunehmend Fadenalgen breit und die Pflanzen (v.a. Bodendecker) kümmern nur noch vor sich hin.
Ich habe mich zwar erst heute hier in diesem echt tollen Forum registriert, lese aber schon seit langem mit (wörtlich hunderte Seiten) und glaube auch schon viel gelernt zu haben.
Leider bin ich aber mittlerweile am Ende meiner Weisheit, weshalb ich es an der Zeit sehe nach Hilfe zu rufen.
Was vll. auch noch wichtig ist: ich war am Anfang sehr zurückhaltend mit PO4-Düngung, da ich in dem übernommenen Gesellschafts-Becken Werte > 2 hatte und mühsam reduzieren musste. Da ich befürchtet habe im Scapers Tank in einem permanenten Mangel zu sein habe ich jetzt ein paar Mal auf 1 mg/l aufgedüngt, beim nächsten wöchentl. WW ist aber wieder alles weg (vll. hab ich auf nik's Vorgehensweise trotz vielfacher Erklärungen immer noch nicht ganz kapiert).
Bei der Beleuchtung war ich schon auf 2 x 4 h, bin aber jetzt wieder auf 2 x 3 (womit ich angefangen habe), allerdings mit 5 h Pause da mein CO2 für beide Becken über ein gemeinsames Magnetventil läuft (anderes Becken 2 x 6 h).
Was ich auch noch sagen sollte ist, dass das "Absammeln" rel. mühsam ist, da ich es einfach nicht schaffe die Fadenalgen auf ein Holzstäbchen zu wickeln oder mit Pinzette abzusammeln. Ich nehme daher immer einen CO2-Schlauch, lasse Wasser ab, fahre zu den Algen sodass sie sich am Schlaucheingang konzentrieren und zupfe sie dann mit den Fingern in den Schlauch.
Das kostet jedes Mal 30-60 min., am nächsten Tag ist aber schon wieder alles beim Alten :-(

Seit 2 Wochen verwende ich Microbe-Lift Special Blend (hab den gesamten Thread über die Microflora gelesen), aber außer einem längeren Gespräch mit meiner Partnerin über den neuen Geruch in unserer Wohnung hat das bisher nichts gebracht :-P

Zu Beginn habe ich mit Easylife Nitro gedüngt. Da Kalium aber - warum auch immer - auch ohne K-Zugabe eher mehr als weniger wird habe ich das jetzt eingestellt und verwende nur noch die AquaRebell-Dünger.
Dass die braunen Stellen in der Marsilea von K-Mangel kommen ist ja wohl eher ausgeschlossen denke ich (nicht nur wg. der rel. hohen Werte).

Ich mach jetzt erstmal Schluss, falls ich etwas Wichtiges vergessen habe liefer ich es natürlich mehr als gerne nach!

Würde mich wirklich sehr über Hilfestellung freuen! Das neue Hobby hat bisher viel Freude gemacht und ich möchte auf jeden Fall verhindern, dass die Stimmung weiter kippt.

Schönen Tag einstweilen,
liebe Grüße
Wolfgang

P.S.: hänge meine jeweils vor dem WW gemessenen Werte der letzten Wochen mit ran.
Der Nitrit-Ausreisser kam vom Versuch, mit H2O2 den Algen beizukommen, hab ich deshalb auch wieder eingestellt

P.P.S.: in Wirklichkeit sehen die Algen schlimmer aus als auf den Bildern, v.a. wenn man von vorne reinschaut, vll. weil sie so fein sind?

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Beitragvon moskal » 08 Okt 2018 16:43
Hallo Wolfgang,

willkommen hier!

Zuallererst von meiner Seite: Ich bin kein scaper, ich habe es eher mit der Kultur von interessanten Pflanzen als mit einem 100%igen Gesamtbild. Algen gehöhren für mich dazu, manche hältere ich sogar gezielt (spannenderes Thema als man glaubt). Deshalb halte ich mich für gewöhnlich aus den Algenbekämpfungsthemen raus.
Nur diese Algen bei dir sehen aus wie welche, mit denen ich bei mir kämpfe seit dem ich mal ein Becken mit Soil aufgesetzt habe. Und ich bekomme sie seit Jahren nicht weg sondern nur in den Hintergrund. Sobald irgendwas nicht in Ordnung ist, wie z.B. ein langer heißer Sommer, zack, da sind sie wieder. Ich glaube auch nicht daß es sich um die normale Fadenalge handelt die überall beschrieben wird.

Weniger Kalium hat was gebracht aber das ist auch nicht die Lösung. Am besten funktioniert bisher die Beleuchtung 2 Wochen lang zu reduzieren, du hast ja 2 Leuchten in Betrieb, ich würde eine außer Betrieb lassen oder die eine morgends anschalten, die andere abends. Wenn das vorbei ist die Beleuchtung für zwei Stunden überschneiden lassen und schauen was passiert.

Gruß, helmut
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Beitragvon unbekannt1984 » 08 Okt 2018 16:48
Hallo Wolfgang,

und herzlich willkommen bei Flowgrow.

netwolf hat geschrieben:Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Seryua Steine (ca. 7 kg)

Meinst du Seiryu (Minilandschaft)? Das wären aufhärtende Steine und du misst auch eine höhere GH im Aquarium als im Leitungswasser (ja, das Bittersalz macht da nicht so viel aus).

Wird das Wasser aufbereitet? Wenn ja bitte das Aufhärtesalz oder andere wasseraufbereitende Mittel angeben: 2 ml Biotopol + 0,5 g Bittersalz wg. Ca/Mg-Verhaeltnis

Die 0,5g Bittersalz sind eher eine kosmetische Korrektur, wenn die Steine für die Aufhärtung verantwortlich sind, dann würde ich Magnesium z.B. mit 20mg/l einstellen (1:3 Mg:Ca).

Falls du die Sache mit der Aufhärtung überprüfen möchtest, benötigst du einen Calcium-Test.

Das Biotopol könnte aber ebenfalls Probleme verursachen, meistens beinhalten die Wasseraufbereiter vor allem Chelatoren, die die Spurenelemente binden.

Fadenalgen... Bei mir kommen die immer, wenn ich zu viel Stickstoff (also auch Nitrat) gedüngt habe. Von daher würde ich den Nitratgehalt ziemlich stark senken.

AR Makro Basic Eisen 4ml/w
AR GH Boost N 4 ml/w
AR Makro Basic Phosphat 4 ml/w

Also Nitrat kommt lediglich etwa 6mg/l pro Woche in das Becken? Dann kann ich mir kaum so hohe Werte vorstellen.
Kalium kommt bei diesen Düngern ebenfalls nur in geringen Mengen mit.

Es scheint als würden die Pflanzen wirklich keine Nährstoffe aus dem Wasser ziehen, ansonsten müsste der Stickstoff-Bedarf über das Futter gedeckt sein. Wie viel fütterst du denn so?

EDIT: Upps, ich meinte etwas von 55l gelesen zu haben... Trotzdem werden die Nitratmengen nicht übermäßig hoch sein und das Bittersalz macht dann auch ein bisschen mehr aus - trotzdem noch nicht so wirklich viel.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon netwolf » 08 Okt 2018 17:59
Vielen Dank für das herzliche Willkommen und die raschen Antworten!

@Helmut: oh, das klingt ja interessant, und fast so als hätte ich es nicht mit einer "normalen" Fadenalge zu tun!
Das freut mich zwar zum einen, da es meine unermüdlichen aber dennoch immer scheiternden Versuche, sie mit einem Holzstab o.ä. zu entfernen, erklären würde.
Zum anderen ist es natürlich nicht so toll, wenn die Alge schwer oder gar nicht in den Griff zu bekommen ist.

Die 2. Lampe hab ich mir besorgt da mir gesagt wurde, dass die Marsilea am besten mit viel Licht "unten gehalten" werden kann und niedrig wächst. Da die Dennerle-Lampe nur 500 Lumen hat und das auf 35 Liter nicht viel ist hab ich sie daher verdoppelt.
Könnte aber leicht eine abschalten und die andere in die Mitte geben, dann hätte ich wieder nur die ca 15 lm/l.
Dann aber schon wieder länger als 2 x 3 Std., oder?

Kalium hab ich jetzt schon länger (2-3 Wochen) nicht mehr absichtlich zugefügt (abgesehen von der kl. Menge im AR Phospaht und AR Eisen Dünger), das scheint sich aber irgendwo gehalten zu haben.
Werde aber dennoch weiterhin versuchen es niedriger zu halten.

@Torsten: ja, Seiryu mein ich, sorry für die doch recht kreative Schreibweise.

Mg auf ca. 20 mg/l bringen ist eigentlich mein Ziel gewesen (wg. 3:1), werd da nochmal den Nährstoffrechner bemühen.

ad Nitrat: das ist eines der Themen, zu denen ich die widersprüchlichen Aussagen leider bisher noch nicht auflösen konnte. Konkret wurde mir von einem Aquascape-Geschäft nämlich sogar _wegen_ der Algen empfohlen, den Nitrat-Wert zu _erhöhen_, und ich musste sogar ziemlich viel GH Boost N ins Becken lehren um auf die 20-30 mg/l zu kommen.
Auch habe ich an xig verschiedenen Stellen (nicht nur aber auch hier bei Flowgrow) gelesen, dass man bei Fadenalgen den Nitrat- (und CO2-)Wert erhöhen soll.

Ich werde aber dennoch mit der NO3-Düngung mal massiv runterfahren und schauen was passiert, viel schlimmer kann's ja nicht werden.

Futter kommt aktuell sehr wenig rein, nur ca. 1 Mal pro Woche ein halber Stick für die Garnelen. Das Futter interessiert sie auch nicht wirklich (geb's in die Futterschale). Es ist zwar am nächsten Tag weg, aber selbst nach 2 Std. schauen höchstens 2 oder 3 Garnelen mal kurz vorbei.
Allerdings muss ich auch sagen dass eine Rennschnecke vor 2 Wochen gestorben ist, und da kann ich nicht ausschließen dass sie verhungert ist :-(
Sie haben zu Beginn sehr motiviert die Grünalgen-Beläge (und davor Kieselalgen) vom Hardscape geschabt.
Seit diese aber praktisch verschwunden sind kommen sie mir deutlich weniger aktiv vor, und mir Fadenalgen (oder was auch immer das genau ist) scheinen sie gar nichts anfangen zu können.
Hab daher auch schon Spirulina-Pulver gekauft, weiß aber noch nicht so recht wie ich es "verfüttern" soll ohne das ganze Becken in einen Algenstaub-Nebel zu verwandeln...

Biotopol werd ich auch erstmal weglassen. Hab's eigentlich gut gemeint damit, es ist aber sicher nicht nötig da das Wasser nichts "Böses" (Cu, Cl,...) enthält, und wenn's sogar kontraproduktiv ist bleibt es in Zukunft draussen.
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Beitragvon Rue » 08 Okt 2018 19:19
Moin,


eine Verständnisfrage; habe mal gelesen, dass Pflanzen mindestens 4 Stunden Licht benötigen um eine erfolgreiche Photosynthese zu betreiben-gibt es da neue Erkenntnisse?

Weil wenn nicht, ist alles was du tust nur für den Algenwuchs, denn den Algen ist es egal ob du 3 oder 5 Stunden beleuchtest, die wachsen auch so und freuen sich über die vielen Gaben.

Ich setze meine Becken immer erst mit 6 std auf und erhöhe von Woche zu Woche um eine halbe Stunde-bis max. 9 Std.
gruß rue
Als ich fünf war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass es das Wichtigste im Leben sei, glücklich zu sein.
Als ich in die Schule kam, baten sie mich aufzuschreiben, was ich später einmal werden möchte. Ich schrieb auf: "glücklich"
Sie sagten mir, ich hätte die Frage nicht richtig verstanden, und ich antwortete ihnen, dass sie das Leben nicht richtig verstanden hätten.“
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Beitragvon unbekannt1984 » 08 Okt 2018 19:48
Hallo Wolfgang,

netwolf hat geschrieben:Kalium hab ich jetzt schon länger (2-3 Wochen) nicht mehr absichtlich zugefügt (abgesehen von der kl. Menge im AR Phospaht und AR Eisen Dünger), das scheint sich aber irgendwo gehalten zu haben.

Soil - der wirkt als Puffer für viele Nährstoffe, also Kationen kann der enthaltene Ton speicher und wieder abgeben.

Mg auf ca. 20 mg/l bringen ist eigentlich mein Ziel gewesen (wg. 3:1), werd da nochmal den Nährstoffrechner bemühen.

^^ Das mache ich im Kopf... Bittersalz hat einen reinen Magnesium-Anteil von ziemlich genau 10%, bei Ausgangswerten von 14mg/l fehlen 6mg/l, pro 10l also 60mg Mg und das entspricht 0,6g Bittersalz.

das ist eines der Themen, zu denen ich die widersprüchlichen Aussagen leider bisher noch nicht auflösen konnte.

Wie gesagt: Bei mir kommen die Fadenalgen immer nur wenn ich zu viel Stickstoff in das Aquarium schütte. Andere Leute können da durchaus andere Erfahrungen gemacht haben.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Kejoro » 08 Okt 2018 19:55
Hi Rue,

Rue hat geschrieben:eine Verständnisfrage; habe mal gelesen, dass Pflanzen mindestens 4 Stunden Licht benötigen um eine erfolgreiche Photosynthese zu betreiben-gibt es da neue Erkenntnisse?
Wenige einstellige Minuten :) und wenn es eingesetzt hat, geht das binnen Sekunden.
Pflanzen "wachen" also sehr schnell auf.

Schöne Grüße
Kevin
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Beitragvon Wuestenrose » 08 Okt 2018 20:24
'N Abend...

Kejoro hat geschrieben:Wenige einstellige Minuten :)

Genauer gesagt, drei :smile: .


Viele Grüße
Robert
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Beitragvon netwolf » 08 Okt 2018 20:40
Wow, ist ja echt toll wie schnell hier Beiträge eintrudeln - und noch dazu hilfreiche!

Zur Licht-Frage: ich habe mir das während des Ausfüllens des Fragebogens ehrlich gesagt auch schon gedacht.
Es heißt ja öfter "geh runter auf 6 Std.", allerdings ist da nie von einer 5-Std.-Pause zwischen den je 3 Std. die Rede.

Wenn gesunde Pflanzen unter günstigen Bedingungen allerdings schon nach Minuten assimilieren dürften sie mit 3 Std. ja wenig Probleme haben.
Allerdings bin ich mit 3 - 5 - 3 halt schon sehr weit weg von allem, was Pflanzen irgendwo sonst auf dem Planeten vorfinden...
Ist es denn denkbar dass die Lichtphase zwar sofort loslegt, trotzdem aber eine gewisse Mindestdauer haben muss, damit genügend NADPH + und ATP erzeugt werden kann, damit auch die darauffolgende Dunkelphase entsprechend Früchte trägt?

Danke Torsten für die Überschlags-Rechnung, das mit den ca. 10% Mengenanteil ist sehr praktisch zu wissen!
D.h. ich bin ja noch im ziemlich zurückhaltenden Bereich was Mg betrifft, das wird geändert.

Danke auch für den Hinweis bzgl. der "Pufferwirkung" von Soil. Ich habe zwar oft davon gelesen, war aber der - scheinbar falschen - Meinung dass dieser Effekt erst nach vielen Monaten auftritt, oder eben wenn man echt viel Zeug reingeschütttet hat welches sonst nirgendwo verwertet bzw. wieder entnommen wird.
Und je mehr ich darüber nachdenke desto mehr scheint mir, dass die Algenprobleme erst größer wurden, als ich
die NO3-Zufuhr erhöht habe - groteskerweise als vermeintliches Instrument gegen die Algen. :sceptic:

Vll. ist auch die Kombination aus NO3 rauf und Lichdauer runter eine nicht übermäßig günstige gewesen
(obwohl beides für sich genommen ja Standard-Empfehlungen bei Fadenalgen darstellen)?
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Beitragvon Wuestenrose » 08 Okt 2018 20:50
'N Abend...

netwolf hat geschrieben:Ist es denn denkbar dass die Lichtphase zwar sofort loslegt, trotzdem aber eine gewisse Mindestdauer haben muss, damit genügend NADPH + und ATP erzeugt werden kann, damit auch die darauffolgende Dunkelphase entsprechend Früchte trägt?

Das ist richtig gedacht, aber eben nicht nur von der Dauer, sondern auch auch von der Beleuchtungsstärke abhängig. Wichtig ist, daß die Pflanze während der Zeiten, wo es hell ist, genug Energie sammeln kann. Auf meiner Homepage habe ich hier und da was dazu geschrieben.

Viele Grüße
Robert
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Beitragvon moskal » 08 Okt 2018 21:12
Hallo Wolfgang,

was bei mir das meiste gebracht hat ist eine Zeit lang weniger und nicht kürzer Licht und dann die Pflanzen wieder an stärkeres Licht gewöhnen.

Allerdings ist das auch echter Blindflug ohne Mikroskop, Studium und Bestimmungsschlüssel Algen genau genug zu identifizieren um wirklich zu wissen was sie verhindert. Es gibt sehr sehr viele Algen und die unterschiedlichsten mit den verschiedensten Ansprüchen sehen sich äußerlich zum Teil verblüffend ähnlich. Das, zusammen damit daß jedes noch so gleich eingerichtete Aquarium sich unterscheidet lässt am Schluß praktisch nur trial and error übrig. Natürlich eröffnen viele Tips viele Möglichkeiten aber den Durchbruch wird es immer nur durch grob eingegrenzten Zufall geben.
Hier die Liste der in der Uni Göttingen kultivierten Algen/Cyanos:
http://sagdb.uni-goettingen.de/showstrains.php?allfields=&strain_number=&prev_name=&genus=&division=&species=&class=&search=Show+strains
und es gibt viel viel mehr.

Gruß, helmut
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Beitragvon netwolf » 09 Okt 2018 07:21
Guten Morgen Robert, guten Morgen Helmut!

sehr interessant die Sache mit dem Luxstunden-Integral.
Weniger Licht und dafür dann etwas länger wäre ja kein Problem.
Und dann auch gleich mit NO3/PO4 runterfahren, und Kalium weiter ausschleichen lassen.
Habt ihr vll. Erfahrung wie lange es dauern sollte, bis sich ein etwaiger Erfolg einstellt?
Will ja nicht alle paar Tage etwas anderes ausprobieren, andererseits aber das Becken auch nicht sehenden Auges gegen die Wand fahren.

Eine konkrete Bestimmung der Alge ist da wohl für mich als Laien ein Ding der Unmöglichkeit.
Die Frage ist ob es Sinn macht, im Algen-Subforum oder sonstwo mal zu fragen ob sie jemand kennt.
Oder ist eine Bestimmung eher von rein akademischem Interesse, da die Behandlung bei allen Arten von Grünalgen ohnehin gleich ist?

Schönen Tag einstweilen,
Wolfgang
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Beitragvon unbekannt1984 » 09 Okt 2018 09:14
Hallo Wolfgang,

netwolf hat geschrieben:Oder ist eine Bestimmung eher von rein akademischem Interesse, da die Behandlung bei allen Arten von Grünalgen ohnehin gleich ist?

ähh nein. Z.B. gibt es die sehr beliebte Cladophora, Die sich sehr schwer bekämpfen lässt.

Wie ich bereits geschrieben habe bekomme ich nur dann Fadenalgen, wenn ich zu viel Stickstoff in das Aquarium geschüttet habe, selbst dann ist die Lebenserwartung der Fadenalgen (dank hunderter Garnelen) sehr kurz. Cladophora würden die Garnelen wahrscheinlich nicht anrühren.

Du kannst zumindest ein paar einfache Merkmale deiner Algen erfassen, die zumindest einen Hinweis auf die Art liefern:
- Absammeln - die normalen Fadenalgen sind nicht fest verankert und lassen sich leicht absammeln,
- Tasten - sofern ich das recht in Erinnerung habe, soll sich z.B. Cladophora fest/hart anfühlen,
- Wuchsform - in einem flachem weißem Gefäß ein Foto machen (Cladophora ist z.B. etwas verzweigter).

Kurt hat bei verschiedenen Gelegenheiten die Unterschiede zwischen verschiedenen Algen aufgezeigt, z.B. im Fusselalgen-Thread, Cladophora-Thread - nochmal im Cladophora-Thread,...

Also die Algenart ist nicht nur von akademischem Interesse :)
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon moskal » 09 Okt 2018 16:01
Hallo Wolfgang,

die Bestimmung von Algen ist akademisch und selbst die Akademiker können nicht so ohne weiteres jede Alge in jedem Stadium besteimmen.
Aber die Behandlung von Algen unterscheidet sich je nach Art leider doch beträchtlich. So ist z.B. kommt in nährststoffreichem/armen Wasser vor, was ist im Wasser besonders vertreten oder fehlt durchaus Merkmal zur Grobeinnordung der Art. Rein optisch und Haptisch kann man da gerne mal nichts unterscheiden, bei manchen Arten geht das tatsächlich nur über die Schwärmerstadien oder die Vermehrung:
Spirogyra sind nur während der "Konjugation" zu bestimmen. Das ist ein sexueller Vorgang: 2 Fäden legen sich aneinander und die Partnerzellen bilden zwischen sich ein "Kopulationskanal". Dann erweist sich die eine Zelle als "männlich": Sie kriecht zur weiblichen Zelle und verschmilzt mit ihr zur Zygote. Deren Form ist arttypisch.
Aus Sauers Naturführer, Tiere und Pflanzen im Wassertropfen

Und es gibt Algen die noch abgefahreners drauf haben, so ist z.B. die Volvox Alge das erste bekannte Lebewesen das per Lebenszyklus sterben kann, alles was es schon länger gibt lebt per Zellteilung ewig.

Aber zurück zu den Spirogyra, die gehören zu den Jochalgen, welche als Besonderheit zur biogenen Entkalkung fähig sind. Das heißt, wenn man sie in ein Glas Wasser gibt und dieses hell steltt schießt der pH wert nach einem weilchen durch die Decke. Bei meinen Fäden ist das so, also gehe ich davon aus, daß es Jochalgen sind. Eine Gattung davon ist ja Spirogyra, hier eine Artenliste:http://www.algaebase.org/search/genus/detail/?genus_id=43564 Die sehen alle praktisch gleich aus haben aber unterschiedliche Zygote und zum Teil erheblich andere Anssprüche an die Umwelt. Also bringt mir meine äußerst grobe Bestimmung nichts und zu einer anderen bin ich nicht in der Lage. Es bleiben nur unsere Stellschrauben und Algizide die aber auch zur Algenart passen müssen. Also trial and error.

Trotzdem ist es am besten erst mal die üblichen Ratschläge zur optisch passenden Art auszuprobieren.

Gruß, helmut
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Beitragvon netwolf » 09 Okt 2018 20:02
Schönen guten Abend!

Faszinierend was die Welt der Algen alles zu bieten hat, und es scheint ja wirklich eine ganz eigene Welt zu sein!
Ich kann mir sogar vorstellen dass es interessant sein kann, sich gezielt damit zu beschäftigen.
Aber nicht jetzt, und nicht in meinem Becken :keule:

Cladophora kann ich - nach allem was ich bisher über sie gelesen habe - glaube ich ziemlich ausschließen.
"Meine" Grünalgen sind unglaublich dünn (dünner als ein menschliches Haar), sehr weich und schön saftig grün.
Sie sind auch nicht verzweigt und lassen sich gut vom Untergrund entfernen.
Naja, gut im Sinne von "ohne großem Widerstand", ich muss es allerdings mit Schlauch und Fingern machen da sie weder am Holzstäbchen haften noch an Pfeifenputzern, Flaschenbürsten etc. (sie gleiten einfach vorbei bzw. durch).

Garnelen fressen sie schon, allerdings verfangen sie sich immer öfter darin beim Drüberschwimmen, was ihnen nicht sehr gefällt.
Rein mengenmässig haben sie leider keine Chance sie im Zaum zu halten.
Das gezielte Sterben haben die Algen scheinbar auch nicht so drauf, es werden eher sogar ziemlich schnell mehr wenn ich mal einen Tag nicht mühsam abzupfe/sauge.

Da es mein erstes Scape-Becken ist habe ich leider null Erfahrung damit, aber was würdet ihr denn zum Zustand der Pflanzen, v.a. der Marsilea sagen? Ich finde sie hat ziemlich viele dunkle/braune Flecken, ist das normal?
Oder kann es sein dass ihr etwas fehlt oder sonstwie nicht passt, und sie daher mit den Nährstoffen nichts anfangen kann und sich die Algen freudig bedienen?

Und würde vll. eine Dunkelkur helfen, oder ist das - wie man ja auch öfter liest - bei Grünalgen einigermaßen sinnlos?

Liebe Grüße
Wolfgang
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Blaualgen - Weiß nicht mehr weiter
von k3viN » 22 Apr 2012 07:55
3 1270 von ghostfish Neuester Beitrag
02 Mai 2012 13:06

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