Machery&Nagel Visocolor eco Calzium

Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo…

Mein Ziel ist, sauer, weich und mineralarm, aber keine Schieflage.

Ich habe den Eindruck, du machst es dir reichlich komplizierst. Warum härtest du das Wasser nicht einfach mit Duradrakon o. ä, auf, führst Kalium als Kaliumnitrat und wenn dann noch Stickstoff fehlt, den in irgendeiner die Wasserwerte im Endeffekt nicht beeinflussenden Form wie Harnstoff und/oder Ammoniumcarbonat zu?


Viele Grüße
Robert
 

Andreas5

Member
Hallo Robert,

den Eindruck kann man in der Tat haben. Ich habe auch erst viel einfacher angefangen. Also mit Leitungswasser verschnitten, dann mit verschiedenen Düngern gearbeitet. Aber ein Stoff war immer zu viel, mal war es Calcium, dann war es Kalium. Und im Dünger Phosphat. Also bin ich auf Einzelkomponenten umgestiegen, da kann ich ganz gezielt arbeiten. Und in Einem musst Du mir recht geben, preiswerter ist es, wenn man einmal ein kleines Sortiment hat, allemal. Viel preiswerter würde ich sogar sagen.
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo…

Und in Einem musst Du mir recht geben, preiswerter ist es, wenn man einmal ein kleines Sortiment hat, allemal.

Aha: "Magnesiumnitrat oder Calciumnitrat, oder wenn zuviel Nitrat drin ist Magnesium- oder Calziumsulfat hinein. Kaliumchlorid oder Hydrogencarbonate wenn die KH zu niedrig ist habe ich auch. Ammoniumhydrogenphophat und Urea ebenfalls. Der pH liegt übrigens bei ca. 6,2."

Das sind 8 Substanzen. Duradrakon, Kaliumnitrat, Ammoniumcarbonat und optional Harnstoff nur 3 bzw. 4.

Ich bin raus.


In diesem Sinne,
Robert
 
Zuletzt bearbeitet:

Fino

Member
Hallo zusammen,

Wuestenrose schrieb:
Macherey-Nagel hat fix und kompetent auf meine Anfrage vom Freitag geantwortet und bestätigt, daß es außer die Probe einzudampfen keine Möglichkeit gibt, den Test empfindlicher zu machen.

Fino schrieb:
Interessant, hätte erwartet, dass der Test das grundsätzlich hergeben sollte. Ist ja nach der Test-Beschreibung das übliche (komplexometrische) Titrationsverfahren, das ich auch selbst für meine Ca-Messung unter Verwendung der chemischen Einzelkomponenten (Lauge, Indikator, EDTA) nutze. Ist vom Verfahren vergleichbar mit der KH-Bestimmung. Während dort die Karbonat-Ionen mit H(+)-Ionen titriert werden, erfolgt bei der Ca-Bestimmung die Titration der Ca(++)-Ionen mit EDTA bis zum Farbumschlag. Finde ich spannend, dass das nicht funktionieren soll. Liegt dann möglicherweise an einer Besonderheit des Tests.

Kannst du mitteilen, was M&N genau geantwortet hat?

Ich habe mich inzwischen mit meiner Fragestellung direkt an M&N gewandt. Anbei gebe ich mal die Fragestellung an M&N auszugsweise wieder, da ich sie so formuliert habe, dass sie vielleicht zum besseren Verständnis der Funktionsweise des Tests und der Handhabung des Tests für den Fall, dass 1 Tropfen weniger als die vorgesehenen 5 mg/L Ca entspricht, beiträgt:
Sehr geehrte Damen und Herren

ich bin Hobby-Aquarianer und habe eine Frage zum Calcium-Test VISOCOLOR ECO. Dieser ist so konzipiert, dass 1 Tropfen einem Ca-Gehalt von 5 mg/L entspricht. In der Regel ist diese Messgenauigkeit völlig ausreichend. Gleichwohl gibt es gelegentlich Fälle, bei denen man sich ein genaueres Ergebnis wünscht. Nach meinem Dafürhalten sollte dies mit dem Test grundsätzlich möglich sein, indem man eine größere Wasserprobe verwendet und entsprechend mehr Reagenzien hinzufügt.

Beispiel: Verwendung von 10 ml Wasserprobe (1 Tropfen entspräche dann 2,5 mg/L Ca). In diesem Fall (10 ml) wären 4 Tropfen Ca-1 zu geben (statt 2 Tropfen bei 5 ml Wasserprobe). Durch die zusätzlichen 2 Tropfen Ca-1 wird der erforderliche pH>12 für die 10 ml Wasserprobe sichergestellt. Mit der Zugabe von Ca-2 (EDTA-Lösung und Calconcarbonsäure als Indikator) erfolgt nun wie gehabt die tröpfenweise Titration, wobei bei 10 ml Probevolumen dann 1 Tropfen einem Ca-Gehalt von 2,5 mg/L entspräche. Hätte beispielhaft die Ausgangslösung einen Ca-Gehalt von 30 mg/L, würde man nun (bei 10 ml Probenvolumen) bis zum Farbumschlag auf blau 12 Tropfen benötigen (statt 6 Tropfen bei 5 ml Probevolumen). Da man die doppelte Menge an Tropfen hinzufügt, wäre auch sichergestellt, dass ausreichend Indikator in der Probe ist. Wünscht man sich eine noch höhere Genauigkeit, z.B. von 1 Tropfen = 1,25 mg/L Ca, müsste man 20 ml Wasserprobe verwenden und 8 Tropfen Ca-1 hinzugeben. .

Frage: Gibt es aus Ihrer Sicht Bedenken gegen die beschriebene Vorgehensweise bzw. funktioniert dies nicht mit dem Test?
...

Viele Grüße

M&N hat geantwortet und bestätigt, dass sich so prinzipiell die pro Tropfen detektierte Ca Konzentration verringern lässt. Weiter führen Sie (erwartungsgemäß) aus, dass Sie aber keine Garantie über die Präzision der Messergebnisse übernehmen können und verweisen auf die schwankende Tropfengröße als Unsicherheitsfaktor. Es könne davon ausgegangen werden, dass "diese Vorgehensweise bei der Ca-Bestimmung vergleichbar gut wie bei der Carbonathärte" ist. "Die beiden Testkits arbeiteten sehr vergleichbar." Ich sehe mich damit in meinem Verständnis voll bestätigt.

@Andreas
Andreas5 schrieb:
Jetzt mein Problem. Ich habe Weichwasser mit einem Calziumgehalt von ca. 10mg/l. Da sind mir 5mg/l Schritte zu groß. Wenn ich die Probenflüssigkeit verfünffache, auf 25ml, sollten doch 1mg/l Schritte herauskommen. Geht das so? Wieviel Tropfen von der ersten Reagenz muss ich dann nehmen?
Wie dargelegt, kannst du das so machen. Soll 1 Tropfen 1 mg/l Ca detektieren, muss du von der ersten Reagenz 10 Tropfen in das Probevolumen von 25 ml hinzufügen.

Viele Grüße
Klaus
 

Andreas5

Member
Hallo Robert,

da hast Du ja eine galante Möglichkeit gefunden Dich aus der Diskussion zu entfernen. Abgesehen davon, dass Finanzmathematik nicht Deine Stärke zu sein scheint, ist das keine gute Gesprächskultur.

Aber ich helfe gerne nach. Die Kosten berechnen sich nicht danach wie viele Gewürze der Koch im Schrank hat, sondern wie viele er verbraucht. Und da werfe ich nicht mehr hinein als Du, zwei bis drei verschiedene pro Woche. Und kannst Du Dir vorstellen wie viele Jahre ich mit meinen Pülverchen reiche?

Und noch etwas. Mein Preisvergleich bezog sich auf meine Anfänge, Wasserverschnitt mit Leitungswasser und gekaufte Dünger und jetzt keine Dünger, Verschnitt mit vollentsalztem Wasser und Zugabe von Einzelkomponenten. Nichts anderes wollte ich sagen. Die Phase mit dem Aufhärten hatte ich dazwischen auch durch, zwar mit Sera Mineral Salt, aber das ist ähnlich dem Duradrakon. Ich bin auf die Mischung festgelegt, Magnesium muss trotzdem nachgegeben werden und das Ko-Kriterium die KH. Du hast doch gelesen, dass ich mit <0,5KH fahre? Was soll mir dann Duradrakon? Das GH+ gab es, glaube ich, damals noch nicht, ist auch teurer und ich wollte dann von den festen Mischungen weg.

Also, mein Preisvergleich bezog sich auf die Anfänge im Vergleich zum jetzigen Stand.

Übrigens wundere ich mich immer wieder, warum intelligente Menschen mir Fragen beantworten, die ich gar nicht gestellt habe. Ich wollte keine Belehrung bezüglich Wasseraufbereitung, sondern ich wollte meine Frage aus Post #5 beantwortet haben. Vielleicht kommt da noch was und vor allem ob die Reagenz 1 so genau eingehalten werden muss? Allerdings nur, wenn es nicht zu viel Mühe macht.
 

Andreas5

Member
Hallo Klaus,

danke für Deine Mühe.

Ich habe inzwischen selber getestet. 5ml Probenwasser bei zwei Tropfen blau. 25ml Probenwasser bei 10 Tropfen blau. 12,5ml Probenwasser + 12,5ml vollentsalztes Wasser bei 5 Tropfen blau.

Ja, was wollen wir mehr? Allerdings die Tropfer sind eine Katastrohe, da kommen die Tropfen ganz schön leicht und schnell heraus. Trotzdem, ich bin zufrieden.
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Morgen…

Ok, wenn du schon…

Übrigens wundere ich mich immer wieder, warum intelligente Menschen mir Fragen beantworten, die ich gar nicht gestellt habe.

Weil du hier nicht nur die Antworten bekommst, die dir in den Kram passen, sondern auch welche, die dich zum Nachdenken animieren sollen. Was hast du denn von all den Mittelchen, die du im Schrank stehen hast? Richtig, du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und hängst dich an irgendwelchen höchst unwahrscheinlichen Szenarien wie Calciummangel auf. KISS – Keep It Stupid Simple – gilt auch in der Aquaristik.

Und wer an sein Hobby monetäre Maßstäbe anlegt, hat sowieso schon verloren.

Das war jetzt aber wirklich mein letzter Beitrag hier.

In diesem Sinne,
Robert
 
Zuletzt bearbeitet:

crick

New Member
Jetzt mein Problem. Ich habe Weichwasser mit einem Calziumgehalt von ca. 10mg/l. Da sind mir 5mg/l Schritte zu groß. Wenn ich die Probenflüssigkeit verfünffache, auf 25ml, sollten doch 1mg/l Schritte herauskommen. Geht das so? Wieviel Tropfen von der ersten Reagenz muss ich dann nehmen? Auch die fünffache Menge?

Hallo Andreas,

ich versuche mal als Biochemiker genau auf deine Frage einzugehen ... ;-) Ich habe den Ca-Test von MG übrigens auch in Gebrauch. In deinem Fall würde ich tatsächlich auch die Probenmenge verfünffachen, aber Lösung 1 ganz normal mit 5 Tropfen einsetzen. Letztenendes ist dieser Test ein quantitativer Titrations-Test und die Lösung 1 muss so vorgesehen sein, dass sie sich im Überschuß befindet. Also theoretisch auch (z.B.) für 200 mg Ca (40 Tropfen) ausreichen muss. Dann musst du ganz normal mit Lösung 2 die Tropfen zählen und den Farbumschlag abwarten. Das entspricht dann 1 mg pro Tropfen (in 5 ml). Also genau wie du schreibst 1 mg/l. Bei diesem Test ist das Färbereagenz so stark konzentriert, dass man den Farbumschlag auch bei 25 ml gut sehen müsste. Falls man das nicht sieht und die rosa Farbe nicht richtig zu sehen ist, würde ich die 25 ml in ein langes, schlankes Röhrchen füllen (z.B. ein Reagenzglas) und den Farbumschlag von oben (durch die gesamte Flüssigkeit hindurch) beobachten. Wenn das immer noch zu dünn ist, kannst du Alufolie von aussen an das Reagenzglas anbringen und es gegen eine Lichtquelle abgleichen. Und nicht vergessen, immer gut umschütteln. Entscheidend ist am Ende nur der Farbumschlag.

LG Thomas
 

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