Könnte Edelstahlgitter im Wasser Probleme machen?

Hallo Leute,
ich möchte gerne meine Bodenschichten auseinander halten. Dazu will ich ein Edelstahl-Gitternetz nehmen. Kann mir jemand sagen, ob das Pobleme geben kann? Gerade in Bezug auf die recht empfindlichen Garnelen weiß ich nicht was da passiert.

Grüße
Axel

P.s.: Alumium gibts auch, ist das besser/schlechter?
 
Hi Axel,

ich habe auch ein Moos aufgebunden auf Edelstahl-Gitter seit mehreren Monaten im Garnelenbecken, und den Tieren geht es prächtig. Allerdings habe ich das so mit dem Moos fertig im AQ-Handel gekauft.

Liebe Grüße
lieselotte
 

Zeltinger70

Active Member
Hi Axel,

mir wurde nicht das "normale" V2A empohlen,
V4A sei wohl besser und wird auch im Lebensmittelbereich verwendet.

Gruß Wolfgang
 

Wirbelmann

Member
Hallo Axel,

dein Gitter sollte nicht nur nicht rosten sondern auch säurebeständig sein, also schon in Richtung V4A. In der Fa. arbeiten wir sehr viel mit 1.4571, wenn du diese Bezeichnung liest wäre das schon ok.
1.4305 solltest du nicht nehmen, aus diesem Material habe ich mir mal einen Deckel gedreht, nach ein paar Monaten im Einsatz hatte das saure Aquariumwasser an der Innenseite fingernagel große Einbuchtungen herausgefressen.
Alu aber auf gar keinen Fall.

Gruß Hans
 
Hallo Hans,
hab mir was im Baumarkt geholt. Ist eigentlich als Abdeckung für Lichtschächte gedacht. Leider ist nur die Bezeichnung "Edelstahl" zu finden. Hm ich glaub ich muss es echt ausprobieren. Vielleicht schreibe ich die Firma auch mal an, sind Schweizer.

Grüße
Axel
 

Tim Smdhf

Active Member
Hallo,

wieso sollte man nicht Aluminium nehmen?

Habe bei mir Fliegengitter im Einsatz, als Moosstütze, bzw für Riccia.

Wo liegt das problem?
 

deru

New Member
Hallo,
bei aquamoos wird ein Edelstahlgitter mit Edelstahl 1.4301 angeboten.
Dies wird da als unbedenklich angegeben. Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit Moosgittern dieser Firma?
Gruß
Detlev
 
Hallo,
das Material ist AISI 304 = DIN 1.4301. Rostfreier Edelstahl. Mehr konnte man mir nicht sagen.

Grüße
Axel
 

MasterChief

Member
Hallo Axel,
darf ich kurz was zum Edelstahlgitter sagen:
Ich habe es selbst seit Oktober 2006 in Garnelenaquarien und keine Probleme. Es ist nicht verfärbt, nicht vergammelt, es wird nicht mehr oder weniger, es wächst nichts raus (nur das Moos und kleine Pflanzen, das soll aber so sein :) ) und den Garnelen geht es sehr gut.

Man kann es gut als Rückwand, für den HMF, zum abtrennen usw. verwenden. Moos und Farn aufbinden geht sehr gut. Ansonsten einfach ein bischen biegen und Moos, Riccia oder auch Hemianthus drunter legen, es wächst sehr schön durch da die Maschen ja sehr offen sind und viel Licht durchlassen.

Ich habe lange gesucht bis ich was geeignetes gefunden habe, war nicht einfach. Entweder passt das Material nicht oder die Maschen sind zu klein usw.... und dann natürlich die Abnahmemenge die man mindestens nehmen muss.

Und wer Bedarf an größeren Stücken hat, darf mich gerne fragen. Super-günstig ist es auch qm-weise nicht, die Rohstoffpreise für Metall/Edelstahl steigen ja leider ständig. Der Preis ist es mir aber allemal wert, es ist immer wieder verwendbar (geht ja nix kaputt) und das Risiko ist wesentlich geringer oder sogar bei fast null im Vergleich zu Kunststoffgittern die Weichmacher abgeben.

Das Material ist 1.4301, die einzelnen Maschen sind ohne Zusatzstoff geschweißt, da nur induktiv gepunktet wird. Bei einem Drahtdurchmesser von 0,5mm wäre das auch nicht anders möglich.

Dieses Material ist unter den Bedingungen wie sie im AQ herrschen neutral und wird auch nicht "angegriffen", es sei dann du hast nen pH-Wert unter 4.... Durch die polierte Oberfläche des Drahtes entsteht noch weniger Angriffsfläche für (sowieso praktisch nicht vorhandene) Korrosion.
Das Material ist gegen Wasser, Wasserdampf, Speisesäuren und schwach organische und anorganische Säuren beständig. Wird im Apparatebau, für Haushaltsgeräte, in der Pharmaindustrie usw. verwendet.


viele Grüße


René
 

Bratfisch

Member
Hallo Axel,

im Freiwasser würde ich keine Probleme sehen, obwohl ich selbst dort zu 4571 greifen würde, nur um wirklich auf der sicheren Seite zu sein. Immerhin müßen die Tiere welche Du mal in Dein Becken werfen wirst mit dem Zeug ein Leben lang Tür an Tür leben.

Im Bodengrund jedoch würde ich auf keinen Fall zu 43o1 greifen denn man weiß nicht welche lokalen Milieus sich dort aerob / anaerob einstellen werden (z.B. auch um Pflanzenwurzeln herum, wo ebenfalls eine spezielle lokale Chemie herrscht) welche dann zum Beispiel zu Nickel-Auswaschungen führen könnten.

So kommt es zum Beispiel selbst bei medizinisch verwendetem 4571 als Implantatstahl dennoch immer wieder mal zur Bildung auch von Lokalelementen weil das Material in sich nicht 1oo% gleichmäßig verarbeitet ist oder sich sonstige Minimalstverunreinigungen eingeschlichen haben was dann bedeutet daß das Material an dieser Stelle Kathode und Anode zu sich selbst wird und galvanische Prozesse stattfinden, welche dann auch zu den bekannten Nickel-Allergien verursacht durch V4A-Implantate führen können. Aber auch andere Legierungsbestandteile welche ausgewaschen werden können, z.B. das Chrom, sind was ihre Biovertäglichkeit angeht nicht ohne!

Ständige abrasive Enwirkungen können die Passivierungschicht aus Chromoxid in ihrer Funktion ebenfalls beeinträchtigen und das Grundmaterial angreifbar werden lassen.

Die Verwendung in einem mit Eisenoxyd und sonstigen Nährstoffen fett beaufschlagten Bodengrund zzgl. "Luftabschluß" und wer weiß welcher lokalen Chemie in nächster Nähe zu den schon erwähnten Pflanzenwurzeln darin würde mich noch zusätzlich verunsichern.

Ich persönlich würde zumindest im Bodengrund komplett die Finger von Metallen lassen die nicht "Titan" oder "Tantal" oder "Niob" heißen und nachgewiesenermaßen absolut inert sind, wobei die beiden letztgenannten natürlich kostenmäßiger overkill sind, auch wenn Du ja alles perfekt machen willst und zu investieren bereit bist.

Wenn Du jedoch unbedingt Metall im Boden haben willst dann würde ich an Deiner Stelle auf jedenfall mindestens zu 4571 greifen. Hier kannst Du mal nachsehen. Da gibt es 4571-Gewebe :

- http://rollschatz.de/tranzparenzgewebe-v4a.html




Ingo
 
Hi Ingo,
ich hab mit denen mal telefoniert. Die hätten alles da. Jetzt ist nur die Frage was ist der beste Edelstahl. Soll ich V4A oder den 4571 nehmen, oder ist das sogar das Gleiche? Was wäre ideal?

Grüße
Axel
 

Bratfisch

Member
Hallo Axel.

V4A ist Werkstoff 1.4571. Zumindest in der Theorie, denn unter V4A firmieren auch noch andere Legierungen. Unteranderem auch weniger korrosionsfeste. Laß Dir von den Menschen dort versichern das es mindestens 4571 ist. Dieser ist für seine Eigenschaften allgemein gut beschreiben und man kann sich seiner bzgl. auf das verlassen was so über die Korrosionsfestigkeit von "V4A" verbreitet wird. Sollte es eine andere Legierung sein so mußt Du mal nachsehen was die leistet. Geeigneter als 1.4301 = V2A sind alle unter V4A fallenden Legierungen aber allemal.

Was kost´n das per m² eigentlich?



Ingo
 
Ich habe ihnen meinen Wunsch per email geschrieben. Ich denke die melden sich recht bald. Aber das wird schon teuer werden. Mal sehen wieviel genau. Ich rechne mit um die 40Euro pro qm. Was solls das macht den Kohl auch nichtmehr fett...

Grüße
Axel
 
So, der Stahl den sie verwenden ist 1.4404 (X2CrNiMo17-12-3). Ist der auch ok?
Laut Beschreibung ist der: "Rost- und säurebeständiger Stahl : Chemische Industrie , Molkereien , Brauereien "
Preis steht noch aus.

Grüße
Axel
 

Bratfisch

Member
Hallo Axel.

Es gibt den Begriff der "Wirksumme", bzw. des "Lochfraßindex". Stähle mit einer Wirksumme von über 33 gelten als seewasserbeständig. Die Wirksumme ist festgelegt als für ferritische Stähle mit PREN=%Cr+3,3(%Mo) und für austenitische und Duplex-Stähle mit PREN=%Cr+3,3(%Mo)+x(%N), wobei "x" bei austenitischen Stählen mit Faktor 3o und bei Duplex mit Faktor 16 angesetzt wird.

(Da bei den unten aufgeführten hochlegierten Stahlsorten der Stickstoffgehalt (N) nicht relevant ist, wird für sie, obwohl sie austenitisches Gefüge aufweisen, dennoch erstere "Kurzformel" verwendet. Stickstoff fällt eben weg ...)

Für 1.43o1 (X5CrNi18-10) wäre das : 18% Cr + 3,3*0% Mo = 18 (V2A-Stahl)

Für 1.44o4 (X5CrNiMo17-12-3) : 17% Cr + 3,3*3% Mo = 26,9 (gehört in die V4A-Gruppe)

Für 1.4571 (X6CrNiMoTi17-12-2) : 17% Cr + 3,3*2% Mo = 23,6 (ist der "eigentliche" V4A-Stahl)

- Der Fliegengitterstahl liegt also in der Korrosionsbeständigkeit noch vor dem eigentlichen V4A-Stahl, 1.4571. Aber wie gesagt : Das alles gilt lediglich für ein Freiwasserszenario. Für die Anwendung im Humus einer feuchten Gruft ist da nix vorhersagbar ...



Ingo
 
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