Fischbesatz für ein 35L Becken

KlausDiter12

New Member
Hallo ihr alle,

ich bin neu hier in dem Forum und möchte mich gern direkt mit einer Frage an euch wenden.

Ich habe jetzt vor gut 3 Wochen mein erstes Aquascape gestartet. Das Becken ist ein 35L Liter Scapers Tank in dem inzwischen (nach dem Nitrit-Peak) 10 Bloody Mary Zwerggarnelen und 3 Rennschnecken leben.

An sich würde ich später super gern noch kleine Fische mit einsetzen, habe aber bis jetzt noch keine gefunden die so wirklich in Frage kommen würden.

Da meine Beckengestaltung für Fische relativ wenig Versteckmöglichkeiten bietet bräuchte ich wohl Tiere die viel Licht gut vertragen und eher Freischwimmer sind. (Ich nutze eine Chrihiros WRGB II Slim, die mit etwa 1000 Lumen läuft.)

Mir wäre sehr wichtig, dass die Fische sich in dem Becken wohl fühlen weshalb es für mich auch in Ordnung wäre weiterhin bei Garnelen und Schnecken zu bleiben, falls sich tatsächlich keine Fische finden deren Haltung relativ artgerecht wäre.
Aber vielleicht hat ja der ein oder andere ein paar gute Ideen.

Ganz Liebe Grüße
Marius
 

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omega

Well-Known Member
Hi,

in 35l außer vllt. einen einzelnen Kampffisch gar keine. Der mag aber kein starkes Licht.

Grüße, Markus
 

themountain

Member

Boraras brigittae ,Danio margaritatus oder Microdevario kubotai

 

Wolke

Member
Hi,
Ich würde keine der erwähnten Arten in diesem Becken halten. Den Betta nicht, weil es zu unverkrautet ist, die anderen drei nicht, weil ich sie als deutlich raumfordernder erlebt habe, als dass 35l ausreichten. Bei diesem Scape würde ich persönlich mich auf Wirbellose beschränken.
 

KlausDiter12

New Member
Erstmal vielen Dank für die ganzen Antworten.

@themountain so an diese Fischgruppe hatte ich auch erst gedacht.
Hier & dort liest man auch, dass einige dieser Fische ab 30l gehalten werden können, bei anderen heißt es ab 60cm. (der Scapers Tank hat 40)

@Wolke ich denke, dass du damit wohl recht hast.
Also es gibt ja schon einige Fischarten bei denen gesagt wird, dass eine Haltung ab 30L möglich wäre. Aber ich würde jetzt eher davon ausgehen, dass hier die rede von stärker bepflanzten Becken mit mehr Versteckmöglichkeiten ist oder? Ich denke halt, dass sich die recht niedrig gehaltene Bepflanzung kaum als Versteckmöglichkeit eignen würde...
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo Marius,
Wenn das dein erstes Aquarium ist, solltest du in so kleinen Aquarien keine Fische halten. Bei so kleinen Volumen führen schon kleinste Fehler zur Katastrophe.

Perlhuhnbärblinge halte ich in 54 Litern und das ist gerade so ausreichend. Zu hohe Temperaturen sind sehr kritisch und die Tiere besetzen kleine Reviere.

Viele Grüße

Alicia
 

DEUMB

Member

Boraras brigittae ,Danio margaritatus oder Microdevario kubotai

Sorry, aber wer Danio margaritatus für ein Becken dieser Größenordnung empfiehlt ist mit den Ansprüchen der Art in keiner Weise vertraut. Ich bin selbst auch ein Vertreter der Nanoaquaristik, aber Perlhuhnbärblinge sind auf Grund ihres sehr hohen Bewegungsdranges für solche Becken nicht geeignet. Ich habe sie selbst aus meinem 60er wieder herausgenommen und ins 130er umgesetzt, weil der Platz für den Bewegungsdrang nicht ausreichte.

@Marius:
Dein Aquarium ist sehr schön, aber derzeit nach meinem Dafürhalten für einen Besatz mit Fischen noch nicht bereit. Die Arten die man in einem Aquarium dieser Größe halten kann benötigen deutlich mehr Pflanzen(Verstecke), also wären Anubia und Stängelpflanzen o.ä. erforderlich.

Hier mal zum Vergleich ein Foto meines 25er Aquariums mit Boraras naevus.
25er 2020 10 0002.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

Plantamaniac

Well-Known Member
Hallo, lass das Becken mal reifer werden und noch etwas zuwachsen. Dabei sammelst Du diverse Erfahrungen.
Dann wären ein paar Unterstände gut, aus Holz, Steinen oder Röhren, die man nahezu unsichtbar integrieren kann.
Das Beckelchen sieht zwar gut aus, aber ein Lebensraum/Biotop für Fische ist es so nicht wirklich.
Perlhühner wären darin absolut unglücklich und würden sich nur versuchen zu verstecken und hätten Mega Stress, weil sie kaum eine Chance dazu haben.
Allen Tieren würde es gut tun, wenn auch etwas in die Höhe wachsen würde. Ein oder mehrere Cyperus helferi zb. Die würden das Layout meiner Meinung nach sogar aufwerten, das reicht Perlhühnern aber nicht..die möchten eine dunkle Rückzugsecke.
Wenn dann mal so einzwei Jahre ins Land gegangen sind, und Du Dich auch etwas an Lebendfutter rangetastet hast, kannst Du Dir Dario Dario, Dario sp. Tiger/Pyjama, Elassoma everglady/gilberti mal ansehen. Allerdings ist den Winzbarschen allen zu eigen. das sie nix anderes als wirklich lebendes Futter fressen. Dazu braucht man diverses Gewürm, welches nicht schwierig zu halten ist und einen Eimer Wasserflöhe oder Moina. Man kann auch Lebendfutter in so Tütchen kaufen, aber das ist mühsamer als selbst zu züchten.
Habe im Mom meine ersten Tiggerpods, das sind Salzwassercyclops. Die Haltungsanleitungen hören sich vielversprechend an :)
Cyclops, Muschelkrebse, Öltröpfchenwürmer und so Kleingekröse siedelt sich meistens schon im Garnelenbecken an und wenn genug Moos oder feine Pflanzen im Becken sind, können sie den Speisplan der Barsche bereichern, ohne auszusterben.

Die Winzbarsche sind wunderschön und mit sehr kleinen Becken zufrieden, vorrausgesetzt, sie laufen stabil, haben schon etwas Begleitfauna.
Schau Dir mal Youtubevideos an.
Das sind auch Solisten. Die werden in Artbecken gehalten, also keine andern Fische mir rein. Mit Garnelen geht, wenn man akzeptiert, das das eine oder andere Garnelenbaby als Futter endet.
Aber das wäre auch bei allen andern genannten Fischen so.
VG Monika
 

Öhrchen

Active Member
Hallo,
drei Rennschnecken werden zu viel für 35 L, die verhungern. Außerdem neigen sie dazu, offene Aquarien ungeplant zu verlassen. Geweihschnecken sind da besser geeignet, aber auch davon höcjstens drei.
Bei den Fischen stimme ich meinen Vorschreibern zu.
 

KlausDiter12

New Member
Ganz vielen Dank für die ganzen Tipps!

Okay, ich denke ich werde das Becken erstmal bei einem Wirbellosen Becken belassen. Es soll ja auch nicht darum gehen auf biegen und brechen Fische einzusetzen. :D

Ja, mit den Rennschnecken hatte ich auch schon gelesen, leider erst nach dem Kauf... (im Zoogeschäft wurden mir 3 Tiere empfohlen, ich hätte mich da lieber vorher mehr selbst erkundigen sollen)

Bisher habe ich die Rennschnecken mit Spirulina-Algensteinen zugefüttert was bis dato ganz gut geklappt hat. Da jetzt gerade die Grünalgen in den Startlöchern stehen und ich davon ausgehe, dass diese aufgrund meiner relativ geringen Pflanzenmasse doch etwas heftiger ausfallen könnten, würde ich vorerst bei den 3 Rennschnecken bleiben und sobald sich die Algen zurückziehen 1-2 Tiere abgeben.
 

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