Das Echinodorus Jahr

Plantamaniac

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Hei, bei mir läuft alles noch mit Grabkerzen..dafür ein paar mehr...
Im Moment sind im Gewächshaus nur wenige Echis, und das sind welche, die ich doppelt habe..sicher ist sicher...
Außerdem noch paar emerse Stängelpflanzen und Teichpflanzen in Quarantäne.
Der Rest sind Gemüsepflanzen, eine Feige, Pepinos, Topferdbeeren und allsowas.

Ups...vorhin hab ich mich fast im Gewächshaus eingesperrt
:zopfie_schaem

Ging schon schwierig auf..hab erstmal außenrum um die Tür gewischt, um das Kondenswasser wegzukriegen, das tagsüber an den Alustreben kondensierte...
Dann Kerzen kontrolliert...muggelige 2,5 Grad drinnen, bei draußen -7. Tiefsttemperatur war heute Nacht in 1,5m Höhe 1,5 Grad...Mit dem Minimaxthermometer gemessen.
Damit können ich und meine Überwinterungsgäste leben
:kalt2

Heute Nacht sind minus 14 Grad gemeldet
:bibberfrier
Na wenn das gut geht
:zopfie_schaem
...
Aber es is nix drin, was nicht zu ersetzen wäre...ärgerlich wenns erfriert, aber kein Beinbruch...
Hab nochmal 2x 7 Tagebrenner rein und 2x 8 Std. Teelichter. Morgen gegen Mittag muß ich die ersten 3 Tagebrenner ersetzen...
Immer schön versetzt, damit sie nicht auf einmal ausgehen...
Ja und dann wollte ich wieder raus...Ey...Tür geh auf...unten festgefroren
:zopfie_schaem
2x dezent gegen den Alurahmen getreten und sie hat nachgegeben...Dann aber schnell nochmal gewischt..wo kommt das ganze Wasser her? Hoffentlich krieg ich die Tür morgen wieder auf zum Kerzen wechseln...Aber morgen ist Sonnenschein gemeldet..muß ich halt um die Mittagszeit machen... und wieder wischen...Der ganze Spaß dauert jetzt noch bis Montag, dann geht es zumindest tagsüber wieder ins Plus
Verfrorene Grüße, Monika
VG Monika
 

Micha1976

Member
Hallo. Da der Winter hier in Kärnten auf dem Rückzug ist, was mich natürlich sehr freut, werde Ich mir jetzt eine Kiste bauen mit Teichfolie drinnen, ca.1,5mx1,5m und 30cm hoch diese dann mit Wasser auffüllen und alle emersen Echis dort herein, damit ist gewährleistet das sie nicht austrocknen, hatte das letztes Jahr im Hochsommer einige Male, die saufen bei uns im Hochsommer wie die Kühe. Ich habe alle gut über den Winter gebracht und warte jetzt noch 2-3 Wochen bis die Nachtfröste vorbei sind. Keine Ausfälle gehabt aber die Blattläuse sind eine Katastrophe im Winter. Lizetan ist schon gekauft und kommt dann in die Töpfe mit neuem Substrat. Ich berichte weiter.
 
Hallo Freunde/innen der Echinodoren,
für mich und meine Echis beginnt jetzt das Echijahr 2021.

Das Foliengewächshaus hat sich als gut erwiesen, auch den kalten Tage des Februars hat es widerstanden. Wenn auch an den wirklich kalten Tagen (11. bis 14. Februar) mit Außentemperaturen von bis zu -16 ° nur mit Hilfe eines elektrisch betriebenen Frostwächters.

Ich kultiviere meine Echis ja im Gegensatz zu vielen anderen relativ trocken, die 19 cm hohen Töpfe stehen auch im Hochsommer bei voller Sonner maximal für 8 cm im Wasser. Nach dem ersten Nachtrost gieße ich sogar dieses Wasser ab - die Pflanzen stehen also im wahrsten Sinne des Wortes wirklich "auf dem Trockenen". Ich habe mit dieser Methode in den letzten Jahren ausschließlich gute Erfahrungen gemacht denn die Verluste durch die Überwinterung war sehr gering. Im Winter 2019 / 2020 habe ich 2 Töpfe verloren. Bei Kellerüberwinterung war das ganz anders.

Alle Echindoren haben nur noch vertrocknete Blätter, diese schneide ich im ersten Schritt bis kurz über dem Pflanzsubtrat ab. Bereits danach erkennt man was passier wenn man Echis über 2 Jahre oder sogar länger in einem Topf beläßt: Ein Topf enthält nicht mehr nur die eine damals eingetopfe Pflanze, das Rhizom hat sich im ganzen Topf ausgebreitet und ist an verschiedenen Stellen wieder ausgetrieben. So stecken in vielen Töpfen nicht mehr nur eine sondern mehrere Pflanzen, bei manchen Sorten bis zu 10 !

Leider sind aber nicht nur Echinodoren in den Töpfen, sondern auch Beikräuter, Moose und Flechten. Diese entferne ich vorsichtig aber konsequent im 2ten Schritt. Dabei lockere ich auch die obere Schicht des Pflanzsubtrates auf, so fällt es den beim Austrieb doch sehr kleinen und zarten neuen Blätter wesentlich leichter den Weg ans Licht zu finden

Nun heisst es abwarten bis die Pflanzen neu austreiben. Dann beginnt der nächste Schritt !

Die angehängten Bilder zeigen E. 'Cordifolis Roter Leopard' (1 + 2) und E. 'Indian Summer' (3).

viele Grüße

Klaus
 

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Micha1976

Member
Hallo in die Runde! Habe am Sonntag alle emersen wieder auf die Terrasse gestellt, ernüchternd was so alles trotz Licht und Wärme fast am Tode ist. Ich hoffe es geht bald wieder aufwärts, einiges ist eingegangen, was natürlich im ersten Winter von auszugehen war. Vielleicht überdenke Ich meine Winterkultur, war doch jetzt schon sehr lange ( 5 Monate).

VG Micha
 

Plantamaniac

Active Member
Hei, das Problem hatte ich auch, solange ich versucht habe, sie warm zu überwintern.
Sie ziehen zwar ein und sehen erbärmlich aus, aber das Rhizom/Speicherorgan wird so nicht aufgebraucht und damit kommen sie im Frühling viel besser in die Puschen.
Bei uns soll es am Freitag nochmal Frost geben..solange bleiben die meisten noch in der Garage. Dann kommen sie raus.
VG Monika
 
Hallo Monika, Micha, und hallo Gemeinde.

Ich kann da Monika nur zustimmen ! Mit dem "Verhätscheln" der Pflanzen im Rahmen der Überwinterung habe auch ich schlechte Erfahrungen gemacht. Die Überwinterung von November bis März/April war bei mir jedes Jahr mit nicht geringen Verlusten verbunden.
Ich gehe sogar noch "herzloser" mit meinen um. Im November setze ich sie trocken - gieße also alles in den Kulturwannen vorhandene Wasser ab. Und lasse die Pflanzen bis nach dem ersten Nachtfrost draußen. Das sieht man den Pflanzen dann nach 2 oder 3 Tagen an - alle Blätter sind tot. Auch dann bleiben sie noch unbeschützt draußen. Häufen sich dann die Tage mit Nachtfrösten wandern sie in das Foliengewächhaus, im Februar musste ich ihnen dann einen elektrisch betriebenen Frostwächter gönnen denn wir hatten hier für ca. 1 Woche Dauerfrost mit Nachttemperatur bis zu - 15° Grad. Zum Glück hat der Frostwächter ausgereicht, lediglich ein paar Töpfe die auf dem Boden standen waren am Rand leicht angefroren.
Auch ich habe am letzten Wochenende eine Bestandsaufnahme gemacht. Mit Ausnahme von 2 Töpfen war am Wochenende bei allen anderen ein Austrieb, zu einem nicht geringen Teil sogar ein deutlicher, zu erkennen. Und denen die ausgetrieben sind habe ich dann ein paar Kannen Wasser gegönnt, aber noch stehen sie, auch mit dem Fuß, im Trockenen.
Allerdings lasse ich sie auch noch mindestens 14 Tage im Gewächshaus. Denn eins mögen austreibende Echis nicht: Nachtfrost. Der würde sie sofort unweigerlich umbringen.

vg
Klaus
 

Plantamaniac

Active Member
Hei, haben heute auch die ersten 24 Töpfe aus der Garage geholt und in die Sonne gestellt.
Die erste Inventur hat ergeben, das alle noch leben und anfangen auszutreiben.
Jetzt muß ich erstmal die Schildchen erneuern. Die sind ganzschön porös geworden.
Dann müssen sie mal umgetopft werden. Finde ich immer etwas haarig...
Jetzt stell ich sie noch ins Minigewächshaus, das sollte frostfrei bleiben.
Is wieder ganzschön lange kalt diesen Frühling. Normal fange ich mitte April an, emerse Wasserpflanzen als Quarantäne zu ziehen, für meine Aquarien.
Hab noch nix neues geordert dieses Jahr.
VG Monika
 
Hallo

So ich war dann auch mal bei meinen Echis !

Für die nächsten 3 Wochenenden steht viel Arbeit an - Gräser und weiterer Beiwuchs muss entfernt werden, fast alle werde ich umtopfen und dann geht es ab Mitte Mai auf die Dachterasse.

Die Bilder zeigen wie "schön" doch so eine Beibewuchs ist, und sie lassen auch das Ergebnis kräftiger Rhizimo ist: zwischen 2 (sehr selten) und bis zu 10 ausgetriebenene Pflanzen pro Topf.

vg

Klaus
 

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Moinsen,

ich muss meine große Echi auch jetzt umtopfen. Hatte bisher Akadama (war eher geht so) und jetzt Teicherde. Wieder Teicherde oder habt ihr eine andere Empfehlung? Hab öfter gelesen, dass die Teicherde die Wurzel nicht genug atmen lässt.
 

Plantamaniac

Active Member
Hei, wenn Du sie nicht komplett unter Wasser setzt, sollten die Wurzeln genug zum Atmen haben.
Der Trend geht halt zu torffreien Erden...is in dem Fall aber einigermaßen doof, weil torfreie Erden ein Struckturproblem bei Dauernässe haben.
Teicherde ist auch kein Garant, das es gut geht. Wenn die noch nicht genug abgelagert ist, fault die gerne mal.
Habe auch einen frischen Sack Erde kaufen müssen..weil die andere leer war. Hoffe, das sie schon geht..wenn noch zuviele unverdaute Bestandteile drin sind, ist nicht gut.
Die Zersetzung kann auch die Wurzeln schädigen.
Dann gibts die Lehm/Sand Franktion. Damit hab ich meine ersten Echis umgebracht und bin deswegen immer etwas misstrauisch. Manche haben aber sehr gute Erfolge damit.
Muß man halt bisschen rumprobieren und rausfinden, was das Beste für die eigenen Bedürfnisse und Gegebenheiten ist.
VG Monika
 

Micha1976

Member
Moinsen,

ich muss meine große Echi auch jetzt umtopfen. Hatte bisher Akadama (war eher geht so) und jetzt Teicherde. Wieder Teicherde oder habt ihr eine andere Empfehlung? Hab öfter gelesen, dass die Teicherde die Wurzel nicht genug atmen lässt.
Ich würde dir Kies/ Lehm Mischung empfehlen, keinen Sand ,der verdichtet, bei Kies hast du keine Verdichtung im Substrat. Das Ergebniss siehst du auf den Foto, hoffe das ist Erklärung genug.
 

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Hallo allerseits,

ich denke die Diskussion bzgl. des "richtigen" Substrates ist so alt wie das Hobby selbst.

Ich teile Monikas Erfahrungen. Das Lehm/Sand-Gemisch war bei mir mit hohen Verlusten nach der Überwinterung verbunden. Auch eine Kies/Lehm Mischung halte ich nicht für optimal.

Ich verwende seit über 5 Jahren ausschließlich CompoSana Blumenerde. Diese zeigt zwar den von Monika erwähnte Strukturschwäche denn sie fällt nach intensiver Bewässserung deutlich zusammen. Aber ich bekomme die Pflanzen über den Winter. Allerdings möchte ich da noch mal erwähnen, dass ich meine Echis deutlich anders kultiviere als viele andere. Bei mir stehen die Echis nie bis zur Substratobergrenze im Wasser sondern maximal in einer Höhe von 50 % des Topfes. An heißen Tagen im Sommer kann es sogar vorkommen, dass am Abend kein Wasser mehr in den Kulturschalen vorhanden ist.

Hält man seine Pflanzen dauerhaft bis zur Oberkante des Topfes in Wasser stehend so ist das meiner Meinung nach keine emerse Kultur. Der Vegetationskegel der Pflanze steht unter Wasser, die Blattstiele und Blätter zeigen den emersen Habitus.

Und auch da stimme ich Monika zu: Man muss selber herausfinden was das Beste für den eigenen Weg ist.

vg

Klaus
 
Hallo Allerseits,

die Wetterprognosen für die nächsten 14 Tage zeigen für das Münsterland keine Nachtfröste, die Minimaltemperatur soll bei 4° liegen. Somit habe ich heute morgen zur Inventur und Sortierung alle Echis die bereits angetrieben sind aus dem Häuschen ins Freiland gesetzt. Anschließend habe ich ihnen richtig Wasser gegönnt, denn besonders feucht war das Pflanzsubstrat nicht mehr.

Wie man auf den Bildern sieht überwiegen leider noch die Beipflanzen, eingeschleppt wie jedes Jahr durch Samenflug der Gräser. Dieses und das kommende Wochenende werde ich also dafür nutzen um die Echis bzw. die Töpfe von diesen Beipflanzen zu befreien. Dem entsprechend sehen die Pflanzen nicht gerade schön aus. Auch sind manche noch sehr sehr klein, ich musste bei der Inventur schon genau hinschauen um zu sehen ob da eine Echi austreibt oder ob es sich um einen kleinen Rasen im Topf handelt.

viel Spass an den Bildern

vg

Klaus
 

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Micha1976

Member
Hallo in die Runde. bei mir schlagen jetzt erst auch die ersten Pflanzen aus, waren lange schüchtern draussen, aber ein paar warme Tage und es geht los. Ich habe Samen von Berteroi, Glaucus und " Stachelechi" also floribundus erhalten und habe alle gekeimt, Von der berteroi habe Ich 5 Pflanzen submers im Aquarium und 5 in der umgehwöhnungsphase auf emers, Ich hoffe das Ich diesen Sommer einige gross bekomme.
 

Plantamaniac

Active Member
Hei, das hört sich gut an.
Meine haben mittlerweile auch gut ausgetrieben bzw. sich wenigstens gezeigt, und gemeldet, das sie noch leben.
Bei uns ist es viel zu kalt. Normalerweise wären sie um die Jahreszeit schon viel größer. Auch im Gewächshaus wollen sie nicht wirklich wachsen, bei Tagestemperaturen von bis zu 32 Grad. Die Nächte sind wohl der "limitierende Faktor" Es müssen auch sehr viele umgetopft werden.
Da hab ich immer ziemlich Respekt davor. Ist halt doch eine Störung, die auchmal nach hinten losgehen kann.
Diese Woche soll es regnen, regnen, regnen.
Sehr gut für die Natur und den Garten, aber es bremst einen doch auch ziemlich aus, mit allen alljährilichen Arbeiten.
VG Monika
 

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