Düngung mit Dosierpumpe

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,

ist natürlich meiner Bequemlichkeit geschuldet, dass ich mich doch mit einer einfachen 4-fach Dosierpumpe von Jebao beschäftige. Die Hardware findet sich umgelabelt bei vielen anderen aquaristischen Anbietern wieder, sollte die weitest verbreitete sein. Man munkelt, sie soll ziemlich ungenau sein, das weiß ich noch nicht genau, aber bei den bisherigen Kalibrierungen war sie schon mal konstant und bei verschiedenen Mengen Flüssigkeiten sogar einigermaßen linear, d.h. bei zu fördernden Mengen >10 ml werden pro ml ~1,4-1,5 sek benötigt. Natürlich sind größere Mengen Flüssigkeiten leichter zu kalibrieren, wie ich das mit 1, 2, 3, 5 ml sinnvoll mache, überlege ich noch. ^^

Steht schon in der Beschreibung und ist im Grunde selbstverständlich, will man die Dosierung genau haben, dann kalibriert man in etwa die Menge, die man zuzugeben beabsichtigt. Hilft mir also nicht sonderlich weiter, wenn ich milliliterweise zugeben möchte, das aber nicht sinnvoll kalibrieren kann. Und wenn man 20 oder wie vorgeschlagen 50 ml kalibriert, brauche ich mich über Unschärfen im Milliliterbereich nicht zu wundern. Muss ich mir noch ansehen.

Trotzdem habe ich Neigung dem Prinzip "kalibriere die Menge, die du zugeben willst" zu folgen. Das ist genau! Bei mir kommt die Dosierpumpe an 80 nettoliter und ich möchte in täglichen Zugabemengen pro Dünger von 5 oder 10 ml liegen - kommt darauf an was bei meinen Kalibrierungen kleiner Mengen als sinnvoll rauskommt. Am Beispiel Eisenvolldünger wird es offensichtlich, dass das mit einer täglichen Zugabe von mind. 5-10 ml bei 80 nettolitern nicht gut gehen kann. Verdünnung der Lösungen wird ein Thema sein. Um mit der Problematik nichts mehr zu tun zu haben, braucht es Becken ab 350 l. ^^

Grundsätzlich ist die Düngung beschrieben in Die Düngung zur Geringfilterung.
Eine Umsetzung gibt es schon im Thread Tropfendüngung in Nanobecken.
Kann man natürlich anders machen. Ich denke, das wird in der Betrachtung der gängigen Dosierpumpe schon allgemeinen Wert haben, deshalb ist das auch in Technik gelandet.



So, jetzt werde ich über die Dosierpumpe und das Kalibrieren kleiner Flüssigkeitsmengen nachdenken. ^^

to be continued ...

Gruß Nik
 

Andrej

Active Member
Hallo Nik,

ich habe die (Schlauch)Dosierpumpen auch in 54L Becken verwendet.
Man kann die Leistung durch die Spannung beeinflüssen. Gesteuert war / ist das ganze durch Logo!. Man kann auch einen Mikrocontroller dafür nehmen.
Die älteste Pumpe bringt seit über 12 Jahren eine konstante Leistung. Die habe ich vor ca. 3 Wochen kontrolliert.
Wenn man die Pumpe 1 mal für z.B. 20 Sekunden laufen lässt und dann 20 Mal 1 Sekunde, dann bekommt man verschiedene Mengen an Flüssigkeiten die die Pumpe befördert hat.

Gruß,
Andrej
 

m4ze

Member
Ich hab's spaßeshalber gerade mal an meinem regelbaren Netzteil probiert. Die Pumpen können bis ca 6 V betrieben werden. Darunter wird's etwas ruppig und ich wäre dann vorsichtig, nicht zu tief zu gehen, sodass sie noch gut anlaufen. Den Durchfluss bei der niedrigen Spannung hab ich allerdings nicht gemessen.

Grüße Marcel
 

Andrej

Active Member
Hallo,
mir ist noch eine Idee aufgefallen.
Mit Hilfe einer "Reverse-Funktion" die man mit einem zusätzlichen Relai realisieren kann, lässt sich Dünger sogar tropfenweise ohne Pumpenleistung zu verändern dosieren.
Und zwar:
! Dosierdüse soll sich außerhalb des Wassers befinden und Schlauch sollte voll mit Dünger seien (eigentlich Standardsituation)

1. Die Pumpe läuft z.B. T1=3s rückwärts.
2. Kurze Pause von z.B. 1s.
3. Die Pumpe läuft vorwärts mit T2=T1+ null Komma etwas.

So eine "Reverse-Funktion" nutze ich um Schläuche bequem für die Wartung / Düngerwechsel zu entleeren.
 

Damian

Active Member
Hi Nik

Bist du zwischenzeitlich zu einer für dich sinnvollen Lösung gekommen, kleine Mengen genau zu dosieren?

Grüsse
Damian
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin Damian,

öhm, nein. Die DP sollte den kontinuierlichen Betrieb gewährleisten. Praktisch habe ich dafür so ziemlich gar keine Notwendigkeit, soll mich eher von Spielereien am Becken abhalten. Zur Dosierung/Kalibrierung hatte ich mich auch privat ausgetauscht und habe damit einen festgehaltenen brauchbaren technischen Stand. Die DP ist genauer als angenommen, eine Kalibrierung trotzdem erforderlich. In der Art und Weise ist es mir auch klar, aber in den sich ergebenden Möglichkeiten springt mich noch nichts an. Ist dann mangels Relevanz und sonst was für Gründen liegengeblieben.

Erinnert mich aber an mein ursprüngliches Ziel des Einfach-nur-Schaubeckens. Dafür ist es schon sinnvoll, nicht wegen der Stabilität. Die ist begründet in der Qualität der Mikroflora und es bestätigt sich immer wieder, abseits meiner unbestätigten Vermutungen ob der Sinnhaftigkeit von Spurenelementen für die Mikrobiologie, läuft das Becken overgrown, schon lange ungedüngt, vernachlässigt, aber mikrobiologisch sehr stabil. Die DP soll das "Area 91" befeuern und ist schon verbaut.
Das wird vorbehaltlich unerwarteter Entwicklungen sehr lange laufen.
Das Licht ist ein Provisorium CRI>80 LEDs, sieht man auch. Mit dem vorgesehenen Licht gibt es noch eine weitere langwierige Baustelle, die nackigen LEDs mit einem Abstrahlwinkel von 120° sind mir unbefriedigend und es sieht so aus als hätte ich eine Lösung für die LinearZ D55 (CRI 95) Module mit nicht passenden Linearlinsen gefunden. Ist noch einiges zu tun. Ziel bleibt ein automatisches Schaubecken mit Vollspektrumlicht. Pflanzen sind auch noch eine Baustelle. Die S. prietoi ist so ein Trümmer geworden und könnte beim Herausziehen der Wurzeln aus der Bodenkammer für eine Neueinrichtung sorgen. Das Moos ist eine invasive Beigabe, dessen Beseitigung das größere Problem werden wird. Zurzeit habe ich definitiv am Becken, bzw. dessen Entwicklung Interessantes zum Spielen, bin aber noch nicht schlüssig wie damit umgehen. In jedem Fall vor der nächsten maintenance.

Gruß Nik
 

K. Lopez

Active Member
Moin Damian,

ob es Dir weiterhilft, musst Du selbst entscheiden, ich kann Dir nur mit folgender Erfahrung dienen:

Dosierpumpe "Aqua Medic Reefdoser Evo 4" >> Dosierung kleiner Mengen (in meinem Fall 8ml und 2ml) hat sich so gestaltet:

- auf 50ml (lt. Gebrauchsanweisung) kalibriert, 2ml eingestellt, Pumpe fördert 3,4ml.
- Den Kalibrierwert so lange angepasst, bis die Pumpe 2ml fördert.
- Test am nächsten Tag, Pumpe fördert 3ml
- Mehrere Tests u. Anpassungen über Tage.
- Die Fördermenge schwankt zwischen 1,7ml und 3,5ml

- Bei 8ml ähnlich, aber nicht ganz so grosse Schwankungen.
- Fazit: Ansich eine schöne Pumpe, macht soweit einen guten Eindruck, lässt sich gut bedienen, produziert aber bei kleinen Mengen mal so und mal so. Bei grösseren Mengen (also im zweistelligen ml-Bereich) hingegen passt es recht präzise.

Alle Tests mit 4/6 PVC- Schlauch und Rückschlagventilen zwischen Vorratsbehältern und Pumpen.

"GHL Doser 2.1" >> kleine Mengen:

- 2,1ml eingestellt, Fördermenge 2,1ml, auch wiederholt.
- 8ml eingestellt, Fördermenge 8ml, auch wiederholt.
- Geschwindigkeit 1 (zweitlangsamste)
- Schläuche 2/4mm, keine Rückschlagventile.
- Fazit: Hervorragendes Gerät, sauteuer, Einbindung ins Netzwerk für Normalos oder IT-Doofies eine Herausforderung, ich hab zwei Tage gebraucht dafür.

Die Fördermengen (Wasser) wurden nicht volumetrisch, sondern nach Gewicht mit einer kalibrierten Feinwaage gemessen.
 
Ich habe ein paar Kommentare.
Wenn mann kleinere Dosismengen brauchen kann man den peristalichen Schlauch austauchen.
Wichtig ist nur das der Wandstärke der Schlauch beibehalten ist.
Man kann ein 2/4 mm zu 1/3 mm austauchen und der Fördermenge zu ungefähr 1/4 reduzieren.
Der Material des Schlauches ist wichtig. Neopren - Santopren sind die besten.
Reduzieren der Geschwindigkeit des Pumpenmotors ist eine schlechte Ideé. Der wird sehr empfindlich für Verschleiss und die Geschwindigkheit muss immer wieder kalibriert werden.

Als ich meine Leuchtdioden CRI um 80 zu CRI 97 für mein Kleinbecken austauchte war es wie ein Neubeginn. Plötslich war es verschiedene satte Grüne Nyancen an die Pflanzen.

Aber ich möchte keine Linsen. Ohne Linsen habe ich mehr licht am Boden und nicht zu viele nackte Stiele wenn die Pflanzen dicht steht.
 

Chryorn

Active Member
Hallo,

bei mir werkelt seit ein paar Tagen eine D-D H2Ocean 4 Pro. Das ist eine umgelabelte Kamoer F4 PRO Wifi. Die App für die Einstellung ist auch ganz offiziell von Kamoer. Ich dünge derzeit nur mit 2 der 4 Pumpen, momentan jeweils 5 ml pro Tag. Laut Kamoer beträgt die mindest Abgabemenge 0,1 ml, maximal 24 Dosierungen pro Tag und Pumpe.

Im Handbuch findet sich der Hinweis, dass die Flüssigkeit aus dem Schlauch zurück gesaugt werden könnte, wenn sich Anfang Saugseite und Ende der Druckseite um mehr als 50 cm in der Höhe unterscheiden. Ich habe die Schlauchlänge erst einmal nicht optimiert und tatsächlich verschwindet über 24 Stunden knapp 1 cm aus meinem abgeschnittenem Aquario-PETG-Bogen (Deswegen erst einmal nur eine Dosis pro Tag, um dies beobachten zu können). Das entspricht etwa 0,07 ml und ist mir egal, zumal ein Teil dieses cm schon mit dem letzten Tropfen Dünger aus dem Bogenende fließt. Schwund also eher 0,05 ml. Der Vollständigkeit wegen müsste ich dann auch noch testen, ob in diesen 24 Stunden Flüssigkeit aus dem Röhrchen verdunstet.

Kalibrierung war schnell und einfach, Abgabemenge ist bisher reproduzierbar genau. Einbindung ins Netzwerk ging auch schnell. Die Pumpe kann nur eine Geschwindigkeit und ist doch lauter, als ich erwartet hatte - aber mir fehlen Vergleichswerte in diesem Bereich. Eindeutig lauter als eine Eheim Universalpumpe.
Bisher bin ich sehr glücklich damit.

Gruß
Christoph
 
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