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Postby sabrikara » 15 Mar 2013 22:08
Guten Abend zusammen.

Für meine "Land"-Pflanzen habe ich im Sommer ein Nährsalzgemisch mit folgender Zusammensetzung gekauft. Ich habe versucht selber daraus schlau zu werden aber das hat nicht so wirklich funktioniert. Klar ist mir irgendwo, dass die Zusammensetzung nicht perfekt sein wird aber vielleicht gibt es die Möglichkeit etwas daraus zu machen, um zumindest eine gewisse Grunddüngung realisieren zu können ??? Eventuell könnt Ihr mir mehr dazu sagen, vielleicht auch, dass ich die Idee gleich wieder sein lassen soll.

NPK-Dünger mit Magnesium 20+5+10(+2) mit Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän, Zink.
NPK-Verhältnis 1 : 0,25 : 0,5
NO3: NH4-Verhältnis 35 : 65

chloridarm
20 % N Gesamtstickstoff
7,0 % N Nitratstickstoff
13,0 % N Ammoniumstickstoff
5 % P2O5 wasserlösliches Phosphat
10 % K2O wasserlösliches Kaliumoxid
2 % MgO wasserlösliches Magnesiumoxid
0,01 % B Gesamt- und wasserlösliches Bor
0,02 % Cu Gesamt- und wasserlösliches Kupfer
0,075 % Fe Gesamt- und wasserlösliches Eisen
0,05 % Mn Gesamt- und wasserlösliches Mangan
0,001 % Mo Gesamt- und wasserlösliches Molybdän
0,015 % Zn Gesamt- und wasserlösliches Zink


Alle Nährstoffe voll wasserlöslich. Chloridgehalt unter 1%. Ohne Chlorid, Natrium und Harnstoff hergestellt.
Mit kalklösender Zitronensäure.

Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen.
Schöne Grüße
Sabri
Liebe Grüße
Sabri
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Postby Wuestenrose » 16 Mar 2013 09:11
Hallo,

sabrikara wrote:Klar ist mir irgendwo, dass die Zusammensetzung nicht perfekt sein wird aber vielleicht gibt es die Möglichkeit etwas daraus zu machen, um zumindest eine gewisse Grunddüngung realisieren zu können ???

Du könntest das Gartennährsalz höchstens als Ammonium und Phosphat-Dünger verwenden. Aber auch da muß man auf das Kupfer aufpassen, von dem für aquaristische Verhältnisse recht viel enthalten ist.

Viele Grüße
Robert
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Postby sabrikara » 16 Mar 2013 12:08
Hallo Robert,

danke für die Rückmeldung.
Das würde bedeuten, wenn ich damit Ammonium und Phostphat aufdüngen möchte und dabei auf den Kupfergehalt aufpassen müsste, muss ich meine Werte kennen?!

Meinst du ich könnte, auch wenn es blauäugig ist, eine gewisse Portion des Düngers mit so und so viel Liter Wasser vermischen und das ins Aquarium geben, damit zumindest geringe Spuren von den Inhaltsstoffen ins Wasser kommen?

Mit dem Eisendünger verfahre ich immerhin genauso - ohne überhaupt die Konzentration im Wasser zu kennen, gebe ich es nach "Anleitung" auf der Flasche ins Wasser.

Wenn ja, hast du eine Idee wie ich wie ich für diesen Zweck die Zusammensetzung - Nährsalz und Wasser - berechnen kann? Geht das überhaupt, so ganz ohne Wasserwerte?

Einen wunderschönen Samstag wünsche ich allen.

Gruß Sabri
Liebe Grüße
Sabri
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Postby Wuestenrose » 16 Mar 2013 12:28
Hallo,

der mengenbegrenzende Faktor bei diesem Gartensalz ist der Ammoniumgehalt. Für die Obergrenze bei der Ammoniumzufuhr pro Dosis gibt es keinen festen Richtwert, ich selber dünge 0,25 mg/l Ammonium pro Dosis. Auf dieses Gartensalz umgerechnet wären das 1 Gramm auf 670 Liter Aquarienwasser.

Gleichzeitig erhöhst Du bei dieser Dosis den Nitratgehalt um 0,5 mg/l, Phosphat um 0,1 mg/l, Kalium um 0,12 mg, Eisen um 0,001 mg/l und Kupfer um 0,0003 mg/l, um mal die wichtigsten zu nennen.

Ich würde eher Abstand nehmen von diesem Dünger. Vielleicht mal, um Ammonium- und/oder Phosphat testweise zu erhöhen.

Viele Grüße
Robert
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Postby sabrikara » 16 Mar 2013 13:00
Hallo Robert,

kurz zusammengefasst würde das in meinem Fall also bedeuten:

0,29 g Nährsalz führen auf meine 200 Liter

0,25 mg/l Ammonium
0,5 mg/l Nitrat
0,1 mg/l Phosphat
0,12 mg/l Kalium
0,001 mg/l Eisen
0,0003 mg/l Kupfer

Wenn im Wasser, theoretisch gesehen, vorher alles bei 0 mg ist, würde nach der Düngung die Konzentration im gesamten Aquarium bei den oben angegebenen Werten mal 200 sein?

Testweise würde ich also 0,29 g Nährsalz nach jedem Wasserwechsel hinzugeben. Mit dem Wasserwechsel kriege ich natürlich nicht alles wieder raus. Aber ich könnte einfach mal probieren wie lange es dauern wird, bis die Algen explodieren. :smile: Was meinst du?

Schöne Grüße
Sabri
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Postby sabrikara » 01 Nov 2013 13:31
Hallo zusammen,

ich hätte noch mal eine Frage. Ich weiß ohne Wasserwerte schwierig aber vielelicht könnt Ihr an den Bildern erkennen, was fehlt (rein optisch).

Momentan Dünge ich täglich Ferrdrakon 2,8 ml und Makro Basic NPK 4 ml - Aquarium Brutto 200 Liter. Co2 Druckgas, im Hellgrünen - gelben Bereich, der ist aber definitiv nicht korrekt.

Die Samolus Schwertpflanzen hat durchsichtige, junge, Blätter.

Die rotala Rotundifiola hat teilweise kaputte Spitzen und in den Blätter sind teilwese dunkle, teilweise durchsichtige Blätter.

Schaut euch bitte die Bilder an - sorry für die schlechte Qualität.
Vielen Dnak im Voraus.

Schöne Grüße Sabri.

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Postby Aquariophilo » 01 Nov 2013 15:39
Hi Sabri,

so ähnliche Blätter hatte meine Rotala sp. "colorata" auch mal, vielleicht kannst Du aus diesem Thread ja etwas rausziehen.

Um das Problem mit den "gegrillten Blättern" geht es später, der Thread ist aber bis dahin denke ich auch interessant.
Liebe Grüße
Stefan

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Postby sabrikara » 01 Nov 2013 16:38
Hey Stefan,

danke. - War ganz schön was zu lesen. Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du die Probleme damit gelöst, dass du deinen No3 Wert sesenkt und den K Wert erhöht hast.

Hmmm...

Das ist echt doof ohne Wassertests...
Da ich nur den NPK-Dünger nutze, kann ich an den einzelnen Werten aktuell nicht herum experimentieren.
Ich denke ich werde mal von "allem" etwas weniger geben, mal sehen was das bringt. Eienen "Mega-Wuchs" will ich eh nicht, nur das es halt einigermachen gut ausschaut.

Das Schadbild der Samolus-Schwertpflanze könnte auch dadurch behoben werden? Löst also die gleiche Problematik auch dieses Schadbild aus?

Liebe Grüße
Sabri
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Postby Aquariophilo » 01 Nov 2013 21:39
Hi Sabri,

wenn man das immer so genau zuordnen könnte...
Ich kenne ja auch gar nicht die Gegebenheiten Deines Beckens (Beleuchtung, die Wasserwerte Deines Versorgers, die Wasserwerte, auf die Du Dein Wechselwasser aufdüngst (rechnerisch), Bodengrund etc.). Dann könnte man vielleicht schon etwas Näheres dazu sagen.

Vielleicht mal näherungsweise einen Erste Hilfe Thread erstellen.
Sind die Triebspitzen Deiner Rotala eigentlich an manchen Trieben auch drastisch verkleinert/verkümmert?
Liebe Grüße
Stefan

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Postby sabrikara » 02 Nov 2013 11:37
Guten Morgen,

ich habs mal versucht.

Probleme:
Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Triebspitzen der Rotala rotundifiola teilweise braun/schwarz und abgestorben.
Die Blätter haben teilweise braune, teilweise "klare" stellen - nciht genau identifizierbar.
Bei der Samlolus sind die klaren stellen deutlich zu sehen (meist an jüngeren Blättern).

Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

Keine

Allgemeine Angaben zum Becken:
Standzeit des Aquariums:* 2 Jahre

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 100x40x50

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Nur Kies 2-3mm

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Wurzeln + Lavagestein

Beleuchtung:
Beleuchtungsdauer:* 10-15,30 Uhr, 17 - 22 Uhr - 10,5 Stunden

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T8 30 Watt 865]*

2x Osram Biolux 30W / 965 (0,3 W/L)

Filterung:
Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Tetratec EX700 Außenfilter

Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Keramikringe, Biofilterbälle, Schwämme, Schwamm + Watte

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 700 L / h

CO2 Anlage (falls vorhanden):
Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor): Glasdiffusor

CO2 Blasen pro Minute [bitte den Blasenzähler angeben]: ...

Ist ein CO2 Dauertest im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell] dennerle co2 langzeittest

Welche Farbe hat der Dauertest? hellgrün-gelb

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] Sera

Sonstige Technik (falls vorhanden):


Wasserwerte im Aquarium:
gemessen am:* ...

Temperatur in °C:* 24

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

Tröpfchentest von JBL

pH-Wert: 6,5

KH-Wert: 6

GH-Wert:

Fe-Wert (Eisen):

NH4-Wert (Ammonium):

NO3-Wert (Nitrat):

K-Wert (Kalium):

Mg-Wert (Magnesium):

Düngung:
Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Ferrdrakon Eisenvolldünger 2,8 ml - täglich
AR Makro Baisic NPK 4 ml - täglich

Wasserwechsel:
Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* 1. die Woche ca. 80 - 100 Liter

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Wird das Wasser aufbereitet? Wenn ja bitte das Aufhärtesalz oder andere wasseraufbereitende Mittel angeben: Nein


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 70%

Besatz:
14x Kongosalmler
7x Rotkopfsalmler
4x Prachtbarben
6x Panzerwelse
Ein paar Posthornschnecken

Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:
Leitungswasser KH-Wert:* 6

Leitungswasser GH-Wert:* 7,6

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 42

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 7,3

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* 4,2

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 11,7

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): 0,26

Weitere Informationen und Bilder:

Hier noch mal ein paar Bilder.

Ich weiß antürlich, dass eine Einschätzung ohne aktuelle Wasserwerte (Bis auf KH und PH - die hab ich ja) schwierig ist. Aber vielleicht lässt sich etwas vermuten.
Vielen Dank.

Lg. Sabri

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Liebe Grüße
Sabri
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Postby Aquariophilo » 02 Nov 2013 21:51
Hi Sabri,

das Schadbild an der Rotala ist deckungsgleich mit dem, welches ich in meinem Becken hatte. Eine richtig schön "gegrillte" Pflanze, deren Triebspitzen irgendwann so verkrüppelt sind, das sie nicht mehr wachsen.
Wie bereits in dem in meinem Thread verlinkten Thread von Tobi und dem darin verlinkten Thread auf APC beschrieben, sind das eher Mangelerscheinungen, die auf Ca-Mangel hindeuten, obwohl davon genug im Leitungswasser enthalten ist...

Vorerst kann man mal sagen, dass Du an sich keinen Mangel hast:

NO3: mit den 11,7 mg/l aus dem Leitungswasser +NPK genug da
PO4: mit den 0,25 mg/l aus dem Leitungswasser und NPK genug da
K: mit 4,3 mg/l aus dem LW und dem NPK grenzwertig niedrig, das könnten schon so 10-15 mg/l sein (könnte für Dein Problem mitverantwortlich sein)
Ca:Mg-Verhältnis: 5,75:1, könnte etwas mehr Mg sein, zwischen 10-15 mg/l (ist aber für Dein Problem denke ich nicht ursächlich)
Fe+Mikros: Durch den Ferrdrakon genug da

--> Der Mangel ist irgendwie induziert, d.h. höchstwahrscheinlich durch ein Missverhältnis der im Wasser vorliegenden Nährstoffe ausgelöst. Dabei hemmen sich dann Stoffe gegenseitig bei der Aufnahme durch die Pflanze.

Meine Maßnahmen zur Optimierung Deines Beckensetups wären:

Beleuchtungsdauer:* 10-15,30 Uhr, 17 - 22 Uhr - 10,5 Stunden

Die würde ich mal auf 6h (ohne Mittagspause) reduzieren, bis die Probleme behoben sind.

Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Keramikringe, Biofilterbälle, Schwämme, Schwamm + Watte
Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Nur Kies 2-3mm
Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Wurzeln + Lavagestein

Das sieht nach insgesamt mächtig viel Filterung aus. Aufgrund der großen Besiedlungsfläche für Bakterien im Kies, der Lava, und der Filtermedien könnte (!?) es da zu einem Problem mit den Mikronährstoffen kommen, besonders nach langer Standzeit.
Ich würde langsam Schritt für Schritt den Filter ausräumen, bis höchstens nur noch ein paar grobe Filtermatten drin sind. Das reicht zur Gewährleistung der Nitrifikationskette vollkommen aus und schluckt Dir nicht den ganzen Dünger.

Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Keramikringe, Biofilterbälle, Schwämme, Schwamm + Watte
Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 700 L / h

Ich schätze mal, das der Filter aufgrund der vielen Filtermedien jetzt netto nur noch so 400 l/h umwältzt. Zum Vergleich: Ich filtere mein 60l Becken mit 700 l/h Nennleistung der Pumpe (und komplett ohne Filtermedien. Ich würde da in Deinem becken deutlich mehr rühren, ein Becken deiner Größe verträgt zum besseren Transport der Nährstoffe zu den Pflanzen und dem Biofilm sicherlich 1500 l/h Nennleistung. Ich würde Da einfach noch eine Strömungspumpe reinhängen.

Außerdem würde ich PO4 auf Stoß düngen (d.h. direkt nach dem WW auf 0,5 mg/l berechnet auf das gesamte Beckenvolumen aufdüngen) und den PO4-Wert dann im Laufe der Woche auf 0 mg/l fallen lassen. Das verhindert langfristig Probleme mit Nährstoffdepotbildung im Kiesboden (und damit unkontrollierten Bindungen/Rücklösungen von Mikronährstoffen und PO4).

Jetzt kommt das Schwierigste (und wie ich schätze auch das Wichtigste :-/ ):

Bei mir hat bei gleichen Symptomen eine Reduktion des NO3-Wertes auf unter 5 mg/l geholfen (so genau kann man das mit den Schrotttests ja nicht messen :P ) Gleichzeitig habe ich K auf 20 mg/l erhöht, was aber denke ich nicht ursächlich war (aber vielleicht geholfen hat :glaskugel: ), denn:
Nachdem ich einige Zeit wieder tägl. viel NO3 gedüngt hatte, kamen die "gegrillten Blätter wieder (habe dann mal nachgemessen und festgestellt, dass sich NO3 tatsächlich wieder angereichert hatte auf ca. 10 mg/l).
Der K Wert war konstant.

Laut diesem auch sehr interessanten Thread auf APC hast Du also 2 Möglichkeiten: Erhöhung der GH (Achtung Ca:Mg-Verhältnis) oder Absenken des NO3-Wertes plus vielleicht einigen Spielereien mit K.
Das kannst Du allerdings ohne Einzelkomponentendüngung (und Wasseraufbereitung: das NO3, aus dem LW muss raus!) nicht hinbekommen. Ich will Dich da nicht entmutigen, aber Dein Problem ist denke ich recht komplex und lässt sich nicht mal so eben zwischendurch lösen, da musst Du schon ein paar Monate an verschiedenen Schräubchen drehen.

Ich möchte hier keinesfalls gegen höhere NO3-Werte Propaganda fahren, dass das auch funktioniert sieht man hier ja bei 80 % aller Becken, es scheint aber bei einzelnen Becken (anscheinend besonders bei niedriger GH) Probleme damit zu geben, wie ja die beiden Threads auf APC auch zeigen.
Liebe Grüße
Stefan

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Postby sabrikara » 03 Nov 2013 10:54
Hallo Stefan,

vielen Dank für deine Mühe.
Da hast du wohl recht, ganz schön kompliziert.
Allen voran werde ich wohl mit dem Filter anfangen. Also nahc und nach etwas an dem biologischen Filtermaterial entfernen.

Den No3-Wert aus dem Wasser zu nehmen wird für mich wohl zu aufwendig sein. Das würde ja bedeuten, dass ich nicht mehr rein Leitungswasser nehmen kann. Also fällt für mich das shcon mal weg. Ein anderer Weg muss her.

Grob und aus meiner unwissenheit gesehen: Wenn ich auf meine zwei Düngerflaschen schaue, sieht das für mich aus, dass ich am meisten K zufüge. Da in NPK und im Eisenvolldünger der dominierende Wert das K ist. Wie kann also genau dieser Wert zu niedrig sein?

Am liebsten wäre mir natürlich an der Ca:Mg-Schraube nicht herumfummeln müsste. das alles wird mir dann doch zu kompliziert. Wenn cih mich an früher erinnere, da hatte ich nicht mal Dünger oder CO2 ...

Ich hätte auch nichts dagegen, wenn die Pflanzen langsamer wachsen. Sprich, dass ich einfach irgend wie von den beiden Düngen die ich habe weniger verabreiche. Gibt es in der Richtung eine Lösung?

Was mir gerade noch einfällt: als die Rotala frisch ins Becken kam, wuchs diese die erste Zeit recht gut und schön.
Mehr oder weniger apprupt hat sie die Mängel gezeigt.
Danke nochmal recht herzlich.

Liebe Grüße
Sabri
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Postby Aquariophilo » 03 Nov 2013 11:40
Hi Sabri,

Grob und aus meiner unwissenheit gesehen: Wenn ich auf meine zwei Düngerflaschen schaue, sieht das für mich aus, dass ich am meisten K zufüge. Da in NPK und im Eisenvolldünger der dominierende Wert das K ist. Wie kann also genau dieser Wert zu niedrig sein?

Von der täglich verabreichten Dosis an K ist das schon in Ordnung so. Allerdings ist der Wert im Wasser etwas niedrig (obwohl bei manchen auch ein so geringer Wert ausreicht). Das muss man unterscheiden.
Was wie gut von den Pflanzen aufgenommen wird ist primär davon abhängig, wieviel in der Wassersäule vorhanden ist und wie dieser Stoff mit anderen Stoffen im Wasser eventuell um die Aufnahme durch die Pflanzen konkurriert.
Das, was Du täglich düngst ist dazu da, diese im Wasser eingestellten Nährstoffkonzentrationen zu halten (damit es möglichst nicht mehr oder weniger wird, sich also ein konstantes Millieu für die Pflanzen einstellt).
Aber mit Deinem Einwand bzgl. des K hast Du schon recht: Da besonders bei niedriger Beleuchtung recht wenig K verbraucht wird, hat sich da wahrscheinlich in Deinem Becken durch die tägliche Zugabe bereits einiges angereichert, sodass Du vielleicht schon ca. 10 mg/l K im Wasser hast. Das sollte also tatsächlich reichen.

Am liebsten wäre mir natürlich an der Ca:Mg-Schraube nicht herumfummeln müsste. das alles wird mir dann doch zu kompliziert. Wenn cih mich an früher erinnere, da hatte ich nicht mal Dünger oder CO2 ...

Ich habe auch nicht gesagt, dass Du das musst, mein Beitrag war eher Brainstorming, was man an Deinem Setup optimieren könnte. Es müssen längst nicht alle Ratschläge befolgt werden, damit es läuft. Auch funktioniert bei anderen hier im Forum ein sehr weites Ca:Mg-Verhältnis von z.B. 9:1 auch sehr gut.
Bzgl. Deines Einwands zu früher: Man vergisst beim Schwärmen :roll: von der "guten alten Zeit" gerne einmal, dass die Rahmenbedingungen damals ganz andere waren als heute und diese heute auch nicht wieder auftreten werden. Z.B.: Nitratfreies Leitungswasser (?), weil auf den Feldern weniger gedüngt wurde, geringere Beleuchtung, nur anspruchslose Pflanzen (Javafarne, Anubien, Valisnerien...) etc. Und wenn ich mir die Bilder von Aquarien vor 30 Jahren anschaue, dann möchte ich die auch nicht wirklich bei mir im Wohnzimmer stehen haben :lol:

Ich hätte auch nichts dagegen, wenn die Pflanzen langsamer wachsen. Sprich, dass ich einfach irgend wie von den beiden Düngen die ich habe weniger verabreiche. Gibt es in der Richtung eine Lösung?

Du kannst natürlich versuchen, von allem weniger zu verabreichen und das dann beobachten, es kann ja sein, dass das auch gut funktioniert. Allerdings ist die Rotala nunmal eine schnellwachsende Pflanze, und wenn die langsam wächst, fehlt ihr irgendetwas...
Ich muss jedoch aus eigener Erfahrung (die, wie ich zugeben muss, auch nicht immer übertragbar auf andere Becken ist) sagen, dass Dein Problem wahrscheinlich der erhöhte Nitratwert ist. Am Grundproblem Deines Beckens wird sich also vielleicht nur wenig ändern, wenn Du diese Sache nicht angehst. Und das ist halt in Deinem Fall leider mit Aufwand verbunden. Auch möchte ich nochmal auf die PO4-Stoßdüngung verweisen, die ich empfohlen habe, auch die halte ich neben dem NO3-Problem für wichtig und zielführend (hatte damit auch deine Verbesserung herbeigeführt, wie das in meinem Thread bereits beschrieben ist).

Was mir gerade noch einfällt: als die Rotala frisch ins Becken kam, wuchs diese die erste Zeit recht gut und schön.
Mehr oder weniger apprupt hat sie die Mängel gezeigt.

Dazu müsste man wissen, welche Dinge dann verändert wurden, sodass sie nicht mehr gewachsen ist. Auch ist es ja so, dass Pflanzen Nährstoffe speichern. D.h. Du hast eine vollgefressen Pflanze in Dein Becken gesetzt, die dann ein paar Wochen von ihren Vorräten zehrt. Da aber der Nährstoff nicht mehr aufgenommen wird, ist dann irgendwann Schluss. War bei meiner Krüppelrotala genauso: Die war in Top Zustand (kam von Olaf-Peter), aber nach 1-2 Wochen fing sie an zu vergehen :(
Liebe Grüße
Stefan

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Postby sabrikara » 03 Nov 2013 11:55
Hi Stefan,

welche Test wären also in diesem fall sinnvoll?
Ich dneke ich bestelle mir mal die Tests, jetzt will ichs wissen.

Neben No3 + Fe ?
K ist ja wohl nicht so einfach messbar - so wie ich es gelesen hab ...


Ich bin überhaupt froh, dass jemand ohne genaue Wasserwerte zu kennn sich der Sache annimmt / herum philosophiert - also noch mal Danke!

LG
Sabri
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Postby Ebs » 03 Nov 2013 12:54
Hallo,

sabrikara wrote:
Den No3-Wert aus dem Wasser zu nehmen wird für mich wohl zu aufwendig sein. Das würde ja bedeuten, dass ich nicht mehr rein Leitungswasser nehmen kann. Also fällt für mich das shcon mal weg. Ein anderer Weg muss her.


Nicht unbedingt.
NO3 kann man sehr elegant mittels eines biologischen Nitratfilters (Typ Wodkafilter) aus dem Wasser entfernen oder nur senken.

Ich habe den jahrelang mit bestem Erfolg verwendet.

Bei Interesse einfach mal danach googeln.

Gruß Ebs
Aquarium von Eberhard:110 l Netto, KH 6; GH 13; PH 6,8/6,9; CO2 25/30; NO2 n.n; NO3 10/15; PO4 um 0,5; K um 8; Fe 0,1; Ca/Mg 7 :1; Bel. T5 2x 28W + 1400 Lumen LED; 15 Std. Bel. ; keine sichtb. Algen
http://www.flowgrow.de/aquarienvorstellungen/juwel-panorama-80-120l-vorstellung-t13998.html
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