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Postby jörg » 27 Jan 2016 14:54
Hallo zusammen,
Leider konnte ich nichts passendes finden, was meine Frage beantworten würde.
Ich hätte gerne gewusst, was für Folgen ein zu hoher Nitrat / Kaliumwert hat für die Pflanzen.

Zum besseren Verständnis, angenommen man möchte einen Wert von 15mg / l No3, 10mg / l Kalium und hat einen Phosphatwert von 0,5 mg / l der nicht täglich aufgefüllt wird, nach einer Woche hat man 30 mg / l no3, Kalium vielleicht bei 20 oder 30mg und NN bei Phosphat, wie würde sich dies bei den Pflanzen bemerkbar machen ?

Jörg
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Postby Wuestenrose » 27 Jan 2016 16:40
Hallo Jörg...

Naja, wenn zuwenig Phosphat vorhanden ist, wird die Pflanze irgendwann mal unter Phosphatmangel leiden. Der muß sich nicht mal als makroskopisch an irgendwelchen Pflanzenteilen sichtbaren Auffälligkeiten äußern, sondern auch einfach nur als schlechtes Wachstum.

Ein Nitrat:Kalium-Verhältnis von 1:1 halte ich für zuwenig Nitrat, zumal Kalium in diesen Mengen auch die Aufnahme anderer Nährstoffe behindert, zuvorderst Magnesium. Nitrat:Kalium sollte bei 4:1 bis (ungefähr) 10:1 liegen.

Grüße
Robert
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Postby JasonHunter » 27 Jan 2016 17:15
Hallo Robert,

wenn man beispielsweise einen K-Gehalt von 10mg/l nicht vermeiden könnte, müsste NO3 um des Verhältnis willen bei mindestens 40mg/l sein?

Gruss,

Jason
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Postby jörg » 27 Jan 2016 20:07
Hallo ihr beiden,
nun wenn ich das richtig verstehe dann würde es gut aussehen bei 15 - 20 mg/l NO3 und einem Kalium Gehalt von 4 - 5 mg/l, somit hätte ich ein Verhältnis von 4:1 erreicht ?

Ein weiteres Verhältnis auf das man achten muss ist das Calcium / Magnesium Verhältnis 3:1.

Das macht mir jetzt etwas klar, eine meiner Pflanzen zeigt mir einen Mangel an, weiße Triebspitzen in der Farbe des Stengels, zuerst hatte ich Eisen in Verdacht, doch das konnte ich ausschließen, denn das war bei meiner Zugabe nicht möglich, danach hatte ich Magnesium in Verdacht was auch passen würde, doch der Mangel wird nicht gezeigt weil Magnesium nicht ausreichend vorhanden wäre, sondern die Aufnahme durch einen zu hohen Kaliumgehalt blockiert wird.

Nun zwei Fragen, gibt es einen Spielraum also genaue Werte bei Calcium / Magnesium in denen ich mich bewegen muss, also nicht unter und auch nicht überschreiten soll, oder reicht es aus wenn man ein 3:1 Verhältnis erreicht hat, egal mit welchen Werten auch immer ?


Wie verhält es sich mit Eisen nach einem WW, zum einen kann man sagen es ist sicher noch im Wasser vorhanden, auch wenn ein Test die Aussage NN hervorbringt, würde ich nun wieder auf den Anfangswert von 0,1mg/l Aufdüngen ( gerechnet auf das komplette Volumen ) sollten sich mit der Zeit Probleme einstellen, wäre da nicht der richtige Weg allein das Wechselwasser wieder auf einen Wert von 0,1mg/l zu bringen ?

Bei Phosphat hingegen sehe ich keine Probleme wenn man vor dem WW einen NN Wert erhält, und das komplette Volumen wieder einmalig für eine Woche auf 0,5mg / l bringt.

Am Ende kann man auch sagen, man sollte am besten auf die Pflanzen achten was sie einem sagen, und sich nicht zu tote messen, da kommt meist viel Mist dabei raus.

Ich hoffe, ich liege da nicht allzu falsch.

Jörg
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Postby Wuestenrose » 28 Jan 2016 00:15
'N Abend...

JasonHunter wrote:wenn man beispielsweise einen K-Gehalt von 10mg/l nicht vermeiden könnte, müsste NO3 um des Verhältnis willen bei mindestens 40mg/l sein?

Ja, aber nicht nur. Da hängt 'ne ganze Latte anderer Abhängigkeiten dran. Nitrat:Kalium ≈ 4...10:1, Magnesium:Kalium ≈ 1...2:1, Calcium:Magnesium ≈ 2..4:1, Phosphat:Nitrat ≈ 1:10. Das Phosphat:Nitrat-Verhältnis ist auch das einzige, an dem man schrauben kann, ohne das die Pflanze gleich auffällige Mangelerscheinungen zeigt. Bei zuwenig Phosphat wächst die Pflanze halt einfach nicht so schnell. Aber an allen anderen Verhältnissen sollte man sich schon orientieren.

Grüße
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Postby JasonHunter » 28 Jan 2016 01:00
Hallo Robert,

die anderen von dir erwähnten Verhältnisse sind mir bekannt, ich wende sie auch schon an, nur ist mir das Nitrat:Kalium Verhältnis neu. Vor allem habe ich in diesem Forum noch nie eine Diskussion darüber gefunden und kaum bis gar keines der hier vorgestellten Becken zeigen dieses Verhältnis auf. Was ich fast immer sehe ist NO3:K 20mg/l:8-10mg/l. Wäre das alles denn ungünstig, obwohl viele dieser Becken "gut" laufen? Warum ist es nie ein Thema wie Ca:Mg:K? Oder ist es nicht so wichtig?

Neugieriger Gruss,

Jason
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Postby jörg » 28 Jan 2016 16:42
Eine Frage noch,
Gibt es eine Möglichkeit den Kaliumwert im Aquarium zu errechnen, so wie man auch den Magnesiumgehalt anhand der GH und des Calcium errechnen kann, oder nur mit den MN Test ?

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Postby MrBaenrae » 28 Jan 2016 17:11
Ich habe mal noch nichts gefunden.
Einzig über die Werte Deines Versorgers plus Zugabe ist möglich. Aber wir wollen ja den Gehalt auch kontrollieren, oder nicht?
Mit freundlichen Grüssen

Mike
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Postby Wuestenrose » 16 Oct 2016 11:11
Mahlzeit…

jörg wrote:Gibt es eine Möglichkeit den Kaliumwert im Aquarium zu errechnen, so wie man auch den Magnesiumgehalt anhand der GH und des Calcium errechnen kann, oder nur mit den MN Test ?

Nein, den Kaliumwert kann man nicht aus anderen Meßwerten ableiten, sondern muß selbst meßtechnisch bestimmt werden.


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