Echinodorus grisebachii 'Bleherae'

Große Amazonas-Schwertpflanze

°C
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Hintergrund
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: schnell
Siehe auch: Echinodorus grisebachii 'Amazonicus' , Echinodorus grisebachii 'Parviflorus'
  • Allgemein
  • Kultur
  • Gestaltung
  • Bestandsliste (9)
  • Aquarien (20)
  • Verlinken
Wo kaufen?

Verfügbarkeit [?]: 
  • oft im Handel erhältlich
  • oft von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Große Amazonas-Schwertpflanze
  • Breitblättrige Amazonas-Schwertpflanze

Synonyme [?]: 
  • Echinodorus bleherae Rataj
  • Echinodorus bleheri Rataj

Handelsnamen, Fantasienamen [?]: 
  • Echinodorus rangeri

Irrtümliche Namen [?]: 
  • Echinodorus paniculatus

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Echinódorus grisebáchii Small

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Alismataceae - Froschlöffelgewächse
Gattung [?]: Echinodorus

Beschreibung: 

Die Große Amazonas-Schwertpflanze wurde 1970 von Karel Rataj unter dem Namen Echinodorus bleheri als Art beschrieben. Später (2004) ist der Artname von Rataj in Echinodorus bleherae (grammatikalisch weibliche Form) korrigiert worden, weil er zu Ehren von Amanda Bleher vergeben worden war. Über die Wildherkunft dieses Echinodorus gibt es keine sicheren Informationen. Er ist nur aus Kultur bekannt und wird schon seit vielen Jahren in Wasserpflanzengärtnereien in Asien produziert, aber es wird vermutet, dass er ursprünglich aus dem Amazonasgebiet stammt.

Die Pflanze war schon lange vor Ratajs wissenschaftlicher Beschreibung in Kultur, z.B. unter dem Handelsnamen "Echinodorus rangeri"; teilweise heute noch wird sie auch irrtümlich "E. paniculatus" genannt. Der echte Echinodorus paniculatus ist jedoch eine völlig andere, nicht näher verwandte und selten kultivierte Art. Untersuchungen aus neuerer Zeit, vor allem von Haynes & Holm-Nielsen (1994) und Lehtonen & Myllys (2008), belegen, dass die Große Amazonas-Schwertpflanze keine eigene Art darstellt, sondern zu Echinodorus grisebachii (im weiteren Sinne) gezählt werden kann. Die Art E. grisebachii ist sehr formenreich und hat eine weite Verbreitung im tropischen Mittel- und Südamerika. Zu ihr gehören auch die als Echinodorus amazonicus und E. parviflorus geläufigen Aquarienpflanzen. Christel Kasselmann (2010) benennt diese häufig kultivierten Formen konsequenterweise als Sorten (Kultivare): E. grisebachii 'Bleherae', E. grisebachii 'Amazonicus' und E. grisebachii 'Parviflorus'. (Der Name Echinodorus grisebachii wird im Aquarienhobby seit langer Zeit auch irrtümlich für Pflanzen aus dem Helanthium bolivianum-Formenkreis verwendet.)

Die verschiedenen Populationen von E. grisebachii sind an ihren natürlichen Standorten (z.B. Flussufer) amphibische Pflanzen, die oft über eine lange Zeit des Jahres in recht tiefem Wasser submers wachsen und erst nach dem Trockenfallen bei Niedrigwasser emerse Blätter und Blütenstände bilden. Auch im Aquarium wachsen sie nicht über die Wasseroberfläche hinaus und wandeln sich erst nach Wasserentzug in die Landform um.

Echindorus grisebachii 'Bleherae' ist im Handel und in den Aquarien wahrscheinlich immer noch die häufigste Schwertpflanze, obwohl auch viele farbenprächtige Echindorus-Hybridsorten angeboten werden. Sie wächst im Aquarium zügig und passt sich unterschiedlichsten Lebensbedingungen gut an. Allerdings wird beim Kauf oft nicht bedacht, welche Ausmaße sie unter günstigen Bedingungen erreichen kann. Ausgewachsene Pflanzen sind mit bis über 60 cm Höhe und ebensolcher Breite nur für sehr große Aquarien geeignet. Solche Exemplare können sehr viele Blätter tragen und sind als frei stehende Solitäre besonders dekorativ und beeindruckend. Als Alternative für mittlere Beckengrößen bietet sich der ähnliche, aber meist nicht viel höher als 30 cm werdende E. grisebachii 'Parviflorus' an.

Für die emerse Kultur ist eine hohe Luftfeuchte erforderlich; E. grisebachii 'Bleherae' kann sich wie auch E. g. 'Amazonicus' und 'Parviflorus' nicht so gut an trockene Zimmerluft anpassen wie viele andere Echinodoren. In der Landform treibt die Pflanze häufiger Blütenstände als bei submerser Kultur im Aquarium. Durch Adventivpflanzen an den Blütenständen kann sie ergiebig vermehrt werden. Die Blütenknospen bleiben oft ungeöffnet. Wie auch bei anderen E. grisebachii-Varianten sind die Blüten klein (bis 1,5 cm Durchmesser), haben 9 Staubblätter und sich nicht überlappende weiße Kronblätter. Die Blüten sind steril, d.h. sie zeigen trotz Bestäubung keinerlei Fruchtansatz. Dies hängt damit zusammen, dass E. grisebachii 'Bleherae' triploid ist, also einen dreifachen Chromosomensatz hat (2n = 33).

Leider wurden noch keine Erfahrungsberichte verfasst. Möchtest du den ersten schreiben?
Erhältlich bei: