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Postby unbekannt1984 » 08 Sep 2018 19:02
Hallo,

wie der Titel schon sagt, wollte ich einen Innenfilter für ein 54 Liter-Aquarium selbst bauen. Das Becken ist ein typisches 60 cm x 30 cm x 30 cm.
Doppelkammer ist dabei nur beschränkt richtig, es soll eine Filterkammer mit Grundfläche 80 mm x 80 mm werden und mit einem ca 20 mm breitem Schlitz (für Reinigung mit der Zahnbürste) ein Edelstahl-Siebgewebe (200µm Öffnung, Mesh 80, Restbestände vom Umbau meines Dennerle Nano-Eckfilter Baby-Protect) als Ansaugschutz für Babygarnelen werden.
Ich gehe hierbei von einer nutzbaren Höhe von ca 200 mm in der Hauptfilterkammer aus, damit würde sich ein Filtervolumen von ca 1,28l ergeben. Für diesen Filter wollte ich die sera FP-100 (120l/h, 1,5W) einsetzen. Gebaut werden soll das gute Stück aus 4mm starkem Polystyrol (Bastelglas). Überlegt hatte ich mir 2 leicht unterschiedliche Varianten:

Wenn mein Scanner richtig arbeitet, kann ich die Skizzen noch einmal in Sauber/Schön einfügen.

Variante A: Das Wasser gelangt aus dem Aquarium durch das Edelstahlsiebgewebe in die Vorfilterkammer, von dort geht es über einen Überlauf (ähnlich dem Kamm bei Meerwasserbecken) in die Hauptfilterkammer. Unter der Hauptfilterkammer befindet sich ein "Lochblech", durch Dieses gelangt das Wasser in die Pumpenkammer. Der Auslauf der Pumpe wird seitlich unten ausgeführt (nicht in der Skizze vermerkt).

Variante B: Das Wasser gelangt aus dem Aquarium durch das Edelstahlsiebgewebe in die Vorfilterkammer, von dort geht es nach unten und strömt durch ein "Lochblech" von unten in die Hauptfilterkammer. Die Pumpe befindet sich direkt über dem Hauptfilter, der Auslauf wird seitlich oben ausgeführt (nicht in der Skizze vermerkt).

So, was bleibt mir jetzt noch zu schreiben?
Wie in der Skizze von Variante B angedeutet könnte es zu Wasserstandsschwankungen in der Pumpenkammer kommen - das spricht etwas gegen die Variante.

Gegen Variante A spricht hingegen, das Mulm nach unten rieselt, wenn man also nicht Filterwatte o.ä. einsetzen will, dann könnte der Filter eine ordentliche "Dreckschleuder" werden.
Der unten liegende Auslauf hingegen wird von mir eher positiv bewertet. Abzüge in der B-Note gibt es jedoch beim Austausch der Pumpe (wäre etwas eng mit 8 cm x 8 cm Platz 30 cm tief im Aquarium die Pumpe zu tauschen).

Auch wenn das Filtervolumen einen anderen Einsatz vermuten lässt, soll der Filter hauptsächlich mechanisch arbeiten, die Filtermedien werden wahrscheinlich JBL Cermec und sera biofibres werden (Geringfilterung à la Kurt).
Sollte ich jedoch in der Zukunft richtig Einen an der Klatsche haben, könnte auch eine Umrüstung auf sera siporax o.ä. erfolgen.

Das soll es dann erst einmal von meiner Seite gewesen sein, Fragen, Anregungen usw. sind willkommen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Christian-P » 12 Sep 2018 13:08
Hallo,

Variante A sieht mir wartungsfreundlicher aus. Bei B musst du immer die Pumpe ausbauen um an den Hauptfilter zu kommen.

Ich habe für mein Meerwasserbecken einen Filter (mit Schacht und Technikbecken) selber gemacht. Da braucht man das auch. Für ein 08/15 60ger gibt es aber genug fertige Lösungen. Warum willst du da was bauen? Toll finde ich z.B. die Innenfilter (auch wenn ich fast ausschließlich Außenfilter nutze) von Oase mit der magnetischen Montage.

Viele Grüße

Christian
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Postby unbekannt1984 » 12 Sep 2018 13:31
Hallo Christian,

Christian-P wrote:Warum willst du da was bauen?

^^ weil ich es kann/will :P
Und die Sache mit der Größe ist relativ, so einen Filter kann man auf die jeweilige Beckengröße anpassen. Man kann eine andere Pumpe einbauen, Abmessungen ändern,...

Ich sage mal 1 Liter Filtervolumen ist so die Größenordnung von einem Eheim 2211, auch wenn dann der Filter nicht randvoll mit Filtermaterial gestopft wird (aber wenn man Platz braucht, dann hat man den Platz).
Der Filter soll ähnlich wie die Juwel Bioflow Kisten eingeklebt werden, weil in der Ecke dann auch noch der Bodengrund angehäuft werden soll, stünde ich mit einer Fertiglösung für ein 08/15 60ger ganz schön auf dem Schlauch :) Deswegen habe ich den Vorfilter-Bereich nur oben eingeplant.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Christian-P » 13 Sep 2018 14:24
unbekannt1984 wrote:Hallo Christian,

Christian-P wrote:Warum willst du da was bauen?

^^ weil ich es kann/will :P


Ein mir aus Selbsterfahrung nicht unbekanntes Verhaltensmuster! :smile:

Dann viel Spaß beim Bau.

Viele Grüße

Christian
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Postby unbekannt1984 » 14 Sep 2018 07:18
Hallo,

der Bau des Filters verzögert sich etwas, da das Aquarium nicht mehr ganz dicht war.
Ich habe die Silikonnähte gestern noch aufgeschnitten und die Reste grob entfernt. Neu verkleben, trocknen lassen und auf Dichtheit prüfen dauert dann wieder...

Als Filter werde ich wohl die Variante A bauen (mit leichten Modifikationen):
Die Breite wird auf 100mm erhöht, die Pumpe wird an einem Gestell aus Kunststoff befestigt - so lässt Sie sich bequem versenken oder bei Bedarf tauschen. Der Auslauf wird nach oben geführt (damit ich dort überhaupt noch etwas angeschlossen bekomme).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby unbekannt1984 » 16 Oct 2018 16:06
Hallo,

ich hatte ja schon im Thread zu dem 54 Liter Becken den Zuschnitt des Bastelglases gespoilert, hier nun der Rest:

Zuschnitt mit Stichsäge: Pendelhub auf Minimal-Einstellung, Hubzahl auf Minimum, Sägeblatt Bosch T101B, wesentlich angenehmer und schneller als von Hand gesägt.


Auch wenn ein paar Leute es nicht hören wollen: Theorie und Praxis schließen einander nicht aus.

Was bleibt mir noch zu sagen?
Ansaugfläche - und damit auch Siebgewebe-Fläche - ist etwa 7 x 10 cm, also schon fast doppelt so groß wie beim Dennerle Nano-Eckfilter.

Jetzt muss ich das Ding (sobald Es getrocknet ist) nur noch unfallfrei ins Aquarium kleben und einen Untersetzer für das Filtermaterial in der Filterkammer versenken.

Platz nimmt der Filter nicht wesentlich mehr als ein Fluval 2plus ein, lediglich die Höhe ist nen bisschen mehr... Und das Filtervolumen sowieso :)
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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