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Postby EckiD » 20 Mar 2009 10:45
Hallo,

auf Empfehlung von Addy und Nik mache ich ein eigenes Thema auf. Ich habe schon einige Zeit in eurem Forum gelesen und bin sehr angetan. Seite und Inhalte sind super.

Vor 2 Monaten habe ich ein neues Becken 120x60x60 cm in Betrieb genommen. Es ist mein erster Versuch mit einem Starklichtbecken. Ich bin zwar schon seit ca. 30 Jahren Aquarianer (holl. Pflanzenaquarium) aber betrete damit trotzdem Neuland für mich. Layout ist noch lange nicht fertig, wichtig war erst mal genügend Pflanzenmasse ins Becken zu bekommen.

Image

Technik: Eheim 2215 (24h, Filtermat. Lavakies+Schwämme)+ 2073 (nur wenn Licht aus, Filtermat. EHEIM SUBSTRATpro + bioMECH + MECHpro), HCI 2x150W NDL (Licht 4 Std. - Pause 3Std. - Licht 4 Std.) + 2x 24W 942 (AUS), CO2 Anlage mit Gasflasche und atom. Regelung über pH, Düngerdosierung über Schlauchpumpen, Heizung 250 Watt und Umkehrosmose. Wasseranalyse über Fotometer (Anton Gabriel).

Pflanzen: Siehe Bild

Tiere: seit 4 Wochen - 7 Otocinclus, 2 Siamensis, 2 Black Molly und 25 Amanogarnelen - keine Fütterung

Düngung: tägl. 15 ml KramerDrak, 11 ml Eudrakon N (7 ml eigentlich max Dosis) und wöchentlich 17 ml Eudrakon P auf netto 350 ltr.! Boden Dennerle DeponitMix Classic (2,5 cm)+ Dennerle Kies Schwarz 2-3 mm Körnung (2,5 cm). Styropor als Unterlage für die Steine.

Wasserwerte Becken: 19.03.2009
gh = 6
kh = 4
pH = 6,6 +/- 0,1
CO2 = ca. 32 mg/l (berechnet)
NO3 = 1,9
PO4 = 0
Fe = 0,13
K = 5

Wasserwerte Leitung: http://www.silverink.de/Wasseruntersuchung.pdf

WW: alle 7 Tage ca. 50% ( 1:1 - Leitung : Osmose)

Doko: Wurzeln siehe Bild und Basalt.

Probleme:
A) Bartalgen: scheint erledigt, da auf neuen Blättern keine Bartalgen mehr wachsen und die alten sich zurückbilden bzw. von den Amanos zerlegt werden. Erfog aufgrund Gh und Kh abgesenkt und CO2 angeboben, Wasserbewegung (Eheim 2073 s.o.) reduziert.

B) Fadenalgen Typ Watte: harte Nuss trotz Erhöhung NO3 kein Erfolg bis jetzt. Mechanisch gut zu entfernen.

C) Fadenalgen Typ Rosshaar: neue Erscheinung seit ca. 1 Woche. Schwer zu entfernen.

D) Glosso im Licht (Bildmitte) gelblich.

Ich glaube jetzt hab ich alles. Freue mich auf euer Feedback.

Gruß Ecki
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Postby nik » 20 Mar 2009 11:34
Hi Ecki,

erkläre mir doch einfach mal, warum du so viel Filterung für so wenig Fisch vorsiehst?
Die Forensuche mit den Stichworten "Geringfilterung" und/oder "filterlos" erläutert das Thema. ;)
Wenn sich dadurch nichts im "Vorbeigehen" zu "Sinterglas" und/oder "Siporax" und/oder "Substrat pro" ergibt, dann mal separat danach suchen.

Bei W/L wird immer die Gesamtwattage der Leuchtmittel mit dem Bruttoinhalt des Aquariums ins Verhältnis gesetzt. Du hast dann 0,58W/L. Das ist gut beleuchtet! Da muss man schon ziemlich herumkonstruieren um mehr Licht für erforderlich zu halten. Außerdem macht es Sinn bei der Beschreibung der Lichtleistung die verwendete Technik anzugeben. Es macht in der Beurteilung einen Unterschied ob es 0,6W/L HQI sind oder 0,6W/L T8 oder 0,6W/L T5. ;)

Bei HQI hat es im Lichtkegel sehr stark beleuchtete Bereiche, die sich oft als problematisch zeigen. Aber auch dann ist die Ursache in nicht ausreichend verfügbaren Nährstoffen zu suchen.

Auf die Fadenalgen bin ich gar nicht eingegangen, die sind auch ein Indiz für einen mind. partiellen Nährstoffmangel.

Gruß, Nik
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Postby Roger » 20 Mar 2009 11:38
Hallo Ecki,

als erstes würde ich den Eudrakon N durch einen nicht Ammoniumhaltigen Stickstoffdünger ersetzten. Hier bieten sich selbstgemachte Lösungen mit KNO3 oder Tobi´s Makro-Basic-Nitrat an. Den Einsatz von Ammonium während einer Algenphase in einem offensichtlich noch nicht ausreichend stabilisiertem Becken halte ich nicht für ratsam da es Algenfördernd sein kann.
Den Nitratgehalt würde ich dann auf 10mg/l anheben. Besonders bei viel Licht ist der von Dir gemessene Wert viel zu gering.

Po4 würde ich ebenfalls mit 0,1-0,5mg/l immer verfügbar halten. Dafür ist das Eudrakon P sehr gut geeignet.

Dann würde ich den Magnesiumgehalt auf ein Ca-Mg Verhältniss von 3:1 anpassen. Besonders bei Fadenalgen hat das teilweise positiven Effekt gebracht. Zur Kontrolle würde ich mir noch Anton´s sehr genauen Magnesiumtest besorgen.

Gegen den Betrieb von zwei Aussenfiltern ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Jedoch würde ich die porösen Filtermaterialien durch normal Schwamm ersetzen. In den porösen Materialien können viele wichtige Spurenelemente verschwinden.
Das ausschalten eines Filters würde ich unterlassen. Die angesiedelten Bakterien werden wahrscheinlich durch Sauerstoffmangel absterben und wenn der Filter wieder einschaltet belastet das abgestorbene Biomaterial das Becken zusätzlich.

Um dem Becken mehr Gelegenheit zu geben sich zu stabilisieren, würde ich die Beleuchtungszeit auf 6 Stunden täglich reduzieren und die Lampe noch etwas höher hängen.
Gruß
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Postby Tobias Coring » 20 Mar 2009 11:51
Hallo Ecki,

ich würde als erstes auch die Lampen höher hängen. Die sollten mind. 30 cm vom Becken entfernt sein und können zur Zeit noch höher hängen. Du solltest bei den jetzigen Nährstoffproblemen nicht weiterhin so extrem beleuchten. Eine Reduzierung der Beleuchtungszeit auf 6 Std. wäre auch Ok.

NO3 kannst du wie gesagt zusätzlich durch KNO3 anheben. Ich würde mind. 5 mg/l anstreben. PO4 eben auch noch etwas zugeben. Die starke Filterung ist grundsätzlich nicht so das Thema... jedoch muss dann ggf. sehr viel mehr gedüngt werden. (je nach Beleuchtung)
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

Bitte sendet mir keine geschäftlichen Anfragen als private Nachricht.
Gerne helfen wir dir telefonisch unter +49 531 2086358 (Mo.–Fr. 9–17 Uhr) oder per E-Mail unter huhu@aquasabi.de weiter.

Lass es wachsen!

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Postby nik » 20 Mar 2009 13:22
Hallo Tobi,

wie lässig du mit der Filterung umgehst. ;) Ich sehe das im Kontext. Bei einem gerade mal 4 Wochen laufenden, sehr üppig gedüngten Becken mit solch einer reichlichen - auch für die Mikroflora als Siedlungssubstrat dienenden - Pflanzenmasse, ohne Fütterung und frischem Kies wird es schon recht übersichtlich den parziell viel zu hohen Nährstoffverbrauch zuzuordnen.
Bei solch üppigem zwangsangeströmten Filtersubstratangebot zieht man sich eine hungernde Mikroflora heran, die nimmt was sie kriegen kann und begünstigt Nährstoffausfällungen. Die Ausfällungen sind die einzige plausible Möglichkeit für den enormen Verbrauch. Angesichts der gegen null gehenden organischen Belastung ist der Dünger besonders gefährdet. Das Becken brauchte an sich überhaupt keine Filterung. Warum das so ist, das weiß ich nicht, aber einfach nur die Düngerzugabe zu erhöhen, läuft idR nicht so wie gewünscht. Im Fokus ist mir die Mikroflora, die einen maßgeblichen Faktor für den erfolgreichen Betrieb eines Beckens darstellt, nur sekundär die Filterung! Passt die Mikroflora, wird ein Aquarium ausgesprochen stabil - egal wie viel Dünger man hineingibt oder was für eine Filterung dranhängt. Ein Einfahren eines frischen Aquariums mit so einer üppigen Filterung begünstigt gerade unter den gegebenen Umständen eine unerwünschte Spezialisierung der Mikroflora. Die Betriebsbedingungen sind ja eher extrem.
n - Pflanzenmasse, ohne Fütterung und frischem Kies wird es schon recht übersichtlich den partiell viel zu hohen Nährstoffverbrauch zuzuordnen.

Bei solch üppigem zwangsangeströmten Filtersubstratangebot zieht man sich eine hungernde Mikroflora heran, die nimmt was sie kriegen kann und begünstigt Nährstoffausfällungen. Die Ausfällungen sind die einzige plausible Möglichkeit für den enormen Verbrauch. Angesichts der gegen null gehenden organischen Belastung ist der Dünger besonders gefährdet. Das Becken brauchte an sich überhaupt keine Filterung. Warum das so ist, das weiß ich nicht, aber dann einfach nur die Düngerzugabe zu erhöhen läuft idR nicht so wie gewünscht. Im Fokus ist mir die Mikroflora, die einen maßgeblichen Faktor für den erfolgreichen Betrieb eines Beckens darstellt, nur sekundär die Filterung! Passt die Mikroflora, wird ein Aquarium ausgesprochen stabil - egal wie viel Dünger man hineingibt oder was für eine Filterung dranhängt. Ein Einfahren eines frischen Aquariums mit so einer üppigen Filterung begünstigt gerade unter den gegebenen Umständen eine unerwünschte Spezialisierung der Mikroflora. Die Betriebsbedingungen sind ja eher extrem.

Ich betrachte das nur noch so und fahre ein Becken mit wenig/keiner Filterung, anfänglich 6 std. üppigem Licht, üppiger, vollständiger Düngung, (bei ungedüngtem Quarzand als Bodengrund) und irgendeiner Bepflanzung - die kann auch sehr kümmerlich sein - problemlos und schnell ein. Ob der zum Animpfen verwendete Mulm die alleinige Rolle für den Erfolg spielt, gilt mindestens mal nicht für das Licht, dessen zeitliche Reduzierung vermeidete bei mir immer Kieselalgen, aber eine ganz zentrale, IMHO die zentrale Funktion hat der Mulm(/die Mikroflora).

Gruß, Nik
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Postby addy » 20 Mar 2009 13:34
HI Ecki,
joah eigendich habe ich dir das gleiche in der PN ja auch schon geschrieben.
Roger hat es nochmal wiederholt.
Der eudrakon N enthält Ammonium. Gerade bei vorhandenen Algen würde ich darauf verzichten.
Kno3 trocken oder fertig gelöst wären hier empfehlenswert. Wo es den gibt weißt du ja schon. :D

Dein Glosso wird in der Mitte heller als im Schattenbereich weil dort "Nährstoffarmut" herscht. Ich vermute das im Schatten die Nährstoffe gerade noch so ausreichen um eine normale Blattfarbe hervorzubringen. Wenn du die Stängelpflanzen links und rechts zurückschneidest wird warscheinlich alles gelb.

Wie Tobi schon schrieb würde ich die Lichtintensität verringern.

Naja großartig was neues gebe ich ja nicht wieder aber wenn ich versprochen habe zu antworten dann tue ich das :D

Was mich noch interessieren würde - wie kommst du auf so genaue Messergebnisse? Hast du ein Fotometer?
mfG André :hippy:

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Postby addy » 20 Mar 2009 13:48
Hi ihr nochmal,
habe gerade mal mit dem Nährstoffrechner ein bischen rumgespielt.
Mir kam es komisch vor den so viel gibts ja eigendlich nicht ins Becken.
11mg /l No3
0,25 mg / Po4 / woche
ich finde das eigendlich gar nicht so viel.
Als Beispiel : Mein altes Liquid Anomali hat 20-30mg/No3 und 3mg/l Po4 die Woche weggelutscht :bonk:
Da war der Filter meiner Meinung nach nicht beteiligt. Das lief mit Innenfilter von Juwel. Nur mit Matte bestückt.

Trotzdem wundere ich mich warum du 2 Filter verwendest. Einer reicht hier locker!
Evtl. könnte man einen ohne Bestückung mitlaufen lassen um eine gute Strömung zu haben.
mfG André :hippy:

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Postby SebastianK » 20 Mar 2009 13:57
Hi,

André hat Recht, was den eurodrakon angeht. Den würde ich auch weglassen bis die Algen weg sind.
Was die Filterung angeht, so scheiden sich die Geister. Nik hat gute Erfahrungen damit gemacht und ist sicher schon sehr lange dabei, allerdings habe ich sehr gute Erfahrungen mit üppiger Filterung (viel biologische Filtermaterialien) gemacht und fahre meine Becken völlig problemfrei.
Die Ausfällung der Nährstoffe ist sicher ein Thema, aber ein gut chelatierter Dünger wird in sehr kurzer Zeit von den Pflanzen aufgenommen, so das es zu der angesprochenen Ausfällung mE gar nicht kommen kann.
Nchteil hierbei ist das der Dünger täglich dosiert werden muss und auf Stoß wird ein bisschen schwerer.
Soweit ich weiss filtern die Asiaten auch grundsätzlich sehr fett. Wenn man sich mal die Edelstahlfilter ansieht, die Herr Amano anbietet kann man ebenfalls darauf schließen.

Gruß

Sebastian
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Postby EckiD » 20 Mar 2009 16:07
Hi zusammen,

bin erschalgen - fast. :wink:

Erst einmal vielen Dank für euer Feedback.

Nik: Licht bei Bruttoberechnung ist bei 0,69 Watt/Ltr mit 2x150W HCI-Brennern, Lichtfarbe NDL auf 432 Liter brutto. Filterung ist auf einen Besatz mit einem großen Schwarm Salmler ausgelegt. Ich wechsel auf Filterschwämen (blau) und lasse ihn 24 Std. laufen.

Roger: KNO3 ohne Ammonium werde ich ausprobieren. Hat André mir auch empfohlen. Filter siehe oben.

Tobi: Ich probiere es mit 7 Stunden. Da das Becken offen ist, hatte ich mir schon Gedanken über Abdeckscheiben gemacht. z.B. Plexiglas filtert 8% Licht und 100% UV! Was haltet Ihr davon?
Wenn ich von 13 auf 30 cm gehe, wie hoch ist dann der Verlust?

André: Ja ich setze einen Fotometer ein. NO3 und PO4 erhöhe ich langsam und messe.

Sebastian: Die Entscheidung für den zweiten Filter habe ich Aufgrund der CAU-Seite bzw. der ADA, AGA getroffen, dort sind oft vergleichbare Durchsatzvolumen zu finden. NO3 dosiere ich täglich über eine Schlauchpumpe. PO4 1-2 x wöchentlich manuell.

Gruß Ecki
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Postby Biotoecus » 20 Mar 2009 17:17
Hallo Ecki,

ganz vorne weg: Ein sehr schönes Aquarium.

Zu den Düngeverhältnissen lasse ich mich nun nicht weiter aus, das habe ich nicht alles gelesen.

Nur zur Filterung kann ich noch was aus der Praxis beisteuern.
In einem 120/40/50cm Becken hatte ich seinerzeit 100 Paracheirodon axelrodi. Das Becken wurde mit einem Eheim 2026 gefiltert. In dem Filter befand sich eine einzige Filtermatte. Die war 15/15/5cm groß. Reicht.

Die Neons sind dann in ein 145/73/60cm umgezogen. Da habe ich dann einen Fluval 404 drangeklemmt. Reicht.

In einem anderen Becken 130/70/50cm sitzen zur Zeit 13 ausgewachsene Anostomus anostomus, ca. 60 Inpaichtys kerri, ca.20 Hyphessobrycon robertsi und ca. 10 Hyphessobrycon takasei. Da läuft ein Eheim 2028 voll mit Filtermatten. Reicht.

Alle Becken sind/waren gut bis reichlich bepflanzt.

Wir hatten hier mal eine Diskussion (ich find den Link gerade nicht) da ging es um Diskus in Pflanzenbecken.
Ich habe mich dann mal hingesetzt und in aller Theorie ein paar Werte durchgerechnet.
Das Ergebnis kannst Du hier sehen:
http://www.aquaristik-normal.de/html/fu ... eorie.html

Unterschätze in dem Zusammenhang nicht was Pflanzen so alles regeln in den Stoffkreisläufen.
Mich würde zu dem Thema noch interessieren wie denn Dein Salmlerbestand mal aussehen soll.

Alsdann viel Erfolg mit den Fadenalgen.

Beste Grüße
Martin, der auch sehr viele Fäden aufwickeln durfte :D
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Postby nik » 21 Mar 2009 14:28
Hi Ecki,

EckiD wrote:Hi zusammen,

bin erschalgen - fast. :wink:

Erst einmal vielen Dank für euer Feedback.

Na ja, ich denke, begleitende PN-Aktionen zur Threaderstellung sind hier nicht notwendig.

Nik: Licht bei Bruttoberechnung ist bei 0,69 Watt/Ltr mit 2x150W HCI-Brennern, Lichtfarbe NDL auf 432 Liter brutto. Filterung ist auf einen Besatz mit einem großen Schwarm Salmler ausgelegt. Ich wechsel auf Filterschwämen (blau) und lasse ihn 24 Std. laufen.

Auch wenn das ein großer Schwarm wird, entscheidend ist der organische Eintrag in Form von Futter. Und da kommt ein Schwarm kleiner Fische relativ um einiges günstiger weg als z.B. ein paar große Fische á la Diskus.

Deine Lichtberechnung stimmt natürlich. Irgendwie habe ich mich in der Beckengröße vertan. Mir ist mein Ergebnis nicht noch mal so gelungen. 8) 0,7W/L ist schon tüchtig Licht. In dem Bereich finde ich Dimmung schon ziemlich sinnvoll, ist halt bei HCI nicht. Höher hängen ist schon ein guter Tipp, verringert auch die Intensität im Lichtkegel. Bei den 6std. musst du keine Bedenken haben, wichtig ist ausreichende Photosynthese der Pflanzen und damit eine ausreichende O2-Versorgung des Beckens. Bei deinem organisch gering belasteten und besetzten Becken kann da nichts passieren.
105 ml Kramerdrak/Woche/432L ist schon viel für ein frisches Becken. Bei gleichzeitiger Zugabe von N und P sind die resultierenden Ergebnisse schon merkwürdig. Bei deinem Nettoinhalt, die erwähnten 350L, wärst du mit dem Faktor 2 über der empfohlenen Maximaldosierung von schon üppigen 15ml/100L/Woche des Kramerdrak. Ich hoffe, ich habe diesmal besser gerechnet. ;)
Verdächtig sind da nur noch Filtersubstrat und evtl. kiesiger Bodengrund. wobei bei dem in der Kürze der Zeit noch nichts passieren sollte. Die Denitrifikation im Boden mag manchmal passieren, aber im Grunde halte ich es für einen im Pflanzenbecken unerwünschten Prozess. Hinterher schütte ich dann Nitrat ins Becken. :roll:
Bei einem gering bis mittel besetzten Pflanzenbecken gibt es gar keine Gründe für eine intensivere Filterung, im Gegenteil, aber mit intensiver Filterung kann es, muss nicht, Probleme geben. Mit den Düngern gibt es einfach noch Ungewissheiten bezüglich der Nährstoffverfügbarkeit/Chelatierung und darauf hat die Mikroflora auf dem Filtersubstrat erkennbar unterschiedlichen Einfluss. Eine komplette Nährstoffversorgung bereit zu stellen ist einfach, funktioniert aber trotzdem nicht zwangsläufig. Das kann nur noch der Einfluss der Mikroflora sein und dann ist es ein grundsätzlicher Unterschied ob ein solcher Prozess im Filter mit nachfolgender Fällung oder direkt auf der Blattoberfläche passiert und ungebundene Nährstoffe möglicherweise nur mehr in offene Futterluken fallen müssen.

Ich betone noch einmal, wenn ein Aquarium (mikro)biologisch eingefahren ist, zufriedenstellend und ohne Algen läuft, dann lässt sich Licht, Filterung, Nährstoffversorgung, Ammonium-, Ureazugabe, Strömung in erstaunlich weiten Grenzen variieren! Bei einem frisch eingerichteten Pflanzenbecken - auch noch ohne organischen Eintrag - halte ich Filterung eher für eine Option auf Probleme. Deshalb sollte gefiltert werden, aber nur so gering wie notwendig! Das kann man einem Becken durchaus ansehen. Deswegen erzähle ich von Geringfilterung.

Dein Becken braucht Strömung, dann ist das Becken mit seiner Pflanzenmasse Filter in sich. Die Prozesse passieren im Becken und damit erhöht sich die Chance auf Verbleib der Nährstoffe im Kreislauf.

Eine gute Sache wäre auch ordentlich Mulm aus einem gut laufenden Becken zuzugeben.

Da das Becken offen ist, hatte ich mir schon Gedanken über Abdeckscheiben gemacht. z.B. Plexiglas filtert 8% Licht und 100% UV! Was haltet Ihr davon?

Du brauchst an der Intensität des Lichts nicht weiter zu drehen, kürzer beleuchten genügt vollauf. Das UV-Licht ist uninteressant, ich hatte mir schon spaßeshalber UV-Reptilienleuchtstofflampen übers Becken gebastelt. Das hatte keinen Effekt. Die Scheiben vor dem Brenner sind schon als UV-Schutz ausgelegt und die Brenner sind auch reduziert. UV ist kein Thema.

Gruß, Nik
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Postby EckiD » 21 Mar 2009 16:22
Hi Nik,

deine Ausführungen zum Filtern leuten mir ein. Ich entferne die biologische Filterung aus dem 2073 und lasse die Körbe leer bzw. fülle sie mit etwas Filterwatte/Schwam. Übrigens habe ich den zweiten Filter 2215 direkt von meinem alten Becken übernommen, womit bereits eine entsprechende Microflora ins Becken eingetragen wurde. Zwar nicht so üppig wie mit Mulm, aber immerhin etwas. Licht ist klar.

Hi Martin,

ich hab deine Abhandlung gelesen, was mich in der Entscheidung bestärkt hat die biologische Filterung zu reduzieren. Bzgl. dem Besatz schwanke ich noch zwischen 80 Paracheirodon axelrodi oder Petitella georgiae und 20 Carnegiella strigata. Und 3-4 Diskus würden mich auch reizen, aber erst in ferner Zukunft.

Jetzt werde ich mich erst einmal mit den Fadenalgen rumschlagen und versuchen die Düngung richtig einzustellen.

Ich bericht in Kürze was herausgekommen ist.

Gruß Ecki
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Postby EckiD » 01 Apr 2009 17:16
Hallo,

ich habe inzwischen einige Punkte umgesetzt und will einen kurzen Zwischenbericht geben.

Vor einer Woche habe ich ordentlich gegärtnert, dann 2xWW und die Düngung angepasst. Die Leuchte hängt jetzt bei 30 cm über Wasserspiegel und in den Filtern befindet sich nur noch Watte und Schwäme. Beide Filter laufen dauernd.

Düngung: CO2 Zugabe erhöht, KramerDrak = 10 ml / tägl. (reduziert von 15 ml), Makro Basic Nitrat 9 ml / tägl. (statt Eudrakon N (9 ml) seit heute) und Eudrakon P nach Bedarf. Letzteres lässt mich aber inzwischen etwas ratlos werden, ich habe jetzt 4 Tage in Folge je 17 ml zugegeben und nur bei der letzten Messung 1 Stunde nach Zugabe konnte ich eine Erhöhung auf 0,1 mg/l feststellen, sonst 0,00 mg/l?!! :( Was kann so viel PO4 verbrauchen oder einlagern?

Auf der anderen Seite wird meine Glosso jetzt auch in der "Sonne" wieder grün! :D Viel hilft viel!

Die Werte: 31.03.09 21:30
gh = 6
kh = 4
pH = 6,6 +/- 0,1
NO3 = 3,25
PO4 = 0
Fe = 0,08
K = 6

Und meine Fadenalgen sind unverändert lästig. Entferne was ich kann.

Gruss Ecki
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Postby Sabine68 » 01 Apr 2009 18:15
Hallo Ecki,

je nachdem, wie ausgehungert die Pflanzen waren, ist es durchaus möglich, daß sie sich jetzt zuerst ihre Speicher voll machen.
Ansonsten kannst du auch mal versuchen, etwas großzügiger du düngen (würde ich so machen :wink: )
Viele Grüße
Sabine


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Postby EckiD » 01 Jun 2009 23:13
Hallo,

mein Becken entwickelt sich jetzt ganz gut. Sehr sehr wenige Bartalgen, eine übersichtliche Menge Fadenalgen und jetzt leider Blaualgen. Letztere habe ich durch absaugen aber deutlich dezimiert.

Phosphat dünge ich jetzt täglich 2x 13ml über eine Schlauchpumpe, seit dem geht es mit der Glosso wieder aufwärts. Kramerdrak und N je 13 ml 1xtäglich.

pH = 6,6
KH = 4
GH = 6
NO3 = 6
K = 8
PO4 = 0,2
Fe = 0,1

Ein Schwarm schwarzer Neon mit ca. 45 Stk. und 7 junge Krobia "sp. Rio Xingu" sind als Besatz noch dazugekommen.

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Grüße EckiD
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