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Beitragvon Jan S. » 01 Jan 2011 19:15
Hallöchen Forum.
Erstmal euch Allen die besten Wünsche für`s neue Jahr !
Ich habe mich 2010 eigentlich nur mit 2 Problemen beschäftigt, Wassertrübung ( P+Fe)und Grünalgen.
Speziell mit der Grün( Faden-? )-alge Cladophora spec.
Ansonsten laufen meine Becken problemlos, jetzt würden mich mal eure Erfahrungen mit benannter Alge interessieren...
Meine Alge wurde von Jo( Eumel6)2009 bestimmt, schöne Fotos gibt`s aber auch auf Aquamax von Bernd Kaufmann.
Bezeichnend für Clad. ist die ausgeprägte O2 Produktion.
Das konnte ich mit und ohne CO2 Düngung beobachten,sie scheint mit sehr wenig CO2 zurechtzukommen...
Ganz allgemein ist das die einzige Alge, die sich dauerhaft bei mir hält.(unter verschiedenen Bedingungen)
Ich pflege einige Moose und da wird sie ernsthaft zum Problem, gerade Fissidens ist da gefährdet!
Jetzt mal paar Beobachtungen :
- ein stabiler Stickstoffwert ( NO3 10mg/l und mehr)
- pH deutlich unter 7( wobei ich den Einfluß von CO2 hier nicht abschätzen kann)
- sehr magere Mikro ( Fe ? Düngung )
brachten eindeutig Besserung. Ich habe das bei den 3 Punkten jeweils andersherum probiert- eindeutig !
Aus dem Stehgreif fallen mir nur Werner und Julia ein, die über Experimente mit Clad. berichtet haben.
Werner schrieb mal, daß erhöhte K Werte das Wachstum der Alge explodieren lassen...
Hat bei mir nicht so stattgefunden, vielleicht können wir was zusammentragen .
Ich habe mir etliche Seiten über Langzeitbeobachtungen in europäischen Binnengewässern durchgelesen,
hier gibt es ausreichend Information.Inwieweit das auf`s Naturaquarium übertragbar ist...
Schreibt doch mal eure Erfahrungen, beste Grüße Jan
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Jan S.
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Beitragvon Michael Niesar » 03 Jan 2011 23:20
Hallo Jan,
gutes Thema wie ich finde, da Cladophora wirklich problematisch sein kann.
Bei mir zeigte sich diese Alge durch starke Konkurrenz höherer Wasserpflanzen (gutes Wachstum) ziemlich unbeeindruckt. Die Alge scheint genau wie viele Wasserpflanzen lichtliebend zu sein. Und dementsprechend ist Fissidens im Licht chronisch von Cladophora durchsetzt. Fissidens im Schatten hat dagegen kaum Algen.
Hinsichtlich der Wasserchemie kann ich Deine Beobachtungen bestätigen. NO3-Mangel führt ganz klar zum Auftreten / starken Wachstum von Cladophora. Fe-Limitierung finde ich generell ein geeignetes Mittel gegen die meisten Algenarten. Bei PO4 bin ich mir unsicher ob P allein irgendeinen Einfluss auf die Alge hat. Trotz dieses Wissens haben alle Nährstoffstrategien bei mir nie dazu geführt, dass Cladophora verschwindet.
Easy Carbo hatte bei mir trotz Überdosierung nur kurzzeitig Erfolg bei der Bekämpfung der Cladophora. Es sah immer so aus als könte sich Cladophora an hohe Glutaraldehyd-Konzentrationen gewöhnen.
Im Endeffekt konnte ich mich bei einigen Becken nur durch regelmässiges Absammeln der Alge erwehren. Mir ist allerdings aufgefallen, dass Becken mit sehr langer Standzeit i.d.R. kaum Cladophora-Probleme haben, wenn sie stabil und ohne grössere Eingriffe laufen.
Die ultimative biologische Waffe gegen Cladophora sind meine Amanogarnelen. Ich bin mal gespannt ob die nur im jugendlichen Alter so effektiv sind, aber bei mir reichen 5 stk auf 70l. Da hat Cladophora keine Chance trotz NO3-Mangel.

Mfg aus Norwegen,

Micha
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Beitragvon Jan S. » 04 Jan 2011 01:23
Hi Micha.
Na endlich, hatte schon Angst daß mein Geschreibsel im Monolog endet...
Ich denke, daß ich in meiner Aquarienbetreung über paar Jährchen schon einige Algen vertrieben habe, aber
an der Clad. beiß ich mir die Zähne aus...
Was den Einfluß von Lichtmenge oder Beleuchtungszeit betrifft, bin ich noch am probieren.
Ich würde sagen, daß sie die Alge ist, die den anspruchsvollen Wasserpflanzen bei ihren Bedürfnissen am nächsten kommt.
Leiden sie, wächst Cladophora auch nicht ...
Einen kleinen Unterschied konnte ich nur am pH erkennen, das wäre ein Ansatz.
Die Cladophora mickert bei sinkendem pH; ob CO2 ( Kohlensäure) hier eine Rolle spielt?
Ich habe den Sommer über einen Kübel im Freien stehen, da geht Wasser aus dem Aq rein, Pflanzen, Red Fire usw.
Dort verändert die Clad. ihren Habitus, wird viel länger (20 cm) strohig und gelb.
Im Aq. wird sie nicht größer als 3 cm und ist kräftig grün.
Easy Carbo mag ich nicht, deshalb hatte ich die Kur auch nicht beschrieben :-)
Vieleicht können wir aus dem Thema was machen...
beste Grüße in den Norden, Jan
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Jan S.
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Beitragvon Julia » 04 Jan 2011 18:37
Hallo

bei mir sind die Cladophora nie vollständig verschwunden. Zeitweise waren sie mal beinahe ausgerottet, aber dann macht man mal keinen Wasserwechsel, vergisst zu düngen oder die CO2 Flasche ist ein paar Tage leer - da sind sie sofort wieder da mit voller Stärke.

Ich habe mich jetzt mit den kleinen grünen Puscheln arrangiert. Mit 50cm Abstand sehen sie nicht mal so schlimm aus ;). Wenn eine Stelle (Wurzel Stein...) zu arg bewuchert ist, einfach unverdünnt Easy Carbo draufspritzen - innerhalb von ein paar Tagen ist dann alles sauber (und bleibt es auch für ne Weile).
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Julia
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Beitragvon Michael Niesar » 04 Jan 2011 23:39
holz hat geschrieben:Hi Micha.
Na endlich, hatte schon Angst daß mein Geschreibsel im Monolog endet...
Ich denke, daß ich in meiner Aquarienbetreung über paar Jährchen schon einige Algen vertrieben habe, aber
an der Clad. beiß ich mir die Zähne aus...
Was den Einfluß von Lichtmenge oder Beleuchtungszeit betrifft, bin ich noch am probieren.
Ich würde sagen, daß sie die Alge ist, die den anspruchsvollen Wasserpflanzen bei ihren Bedürfnissen am nächsten kommt.
Leiden sie, wächst Cladophora auch nicht ...
Einen kleinen Unterschied konnte ich nur am pH erkennen, das wäre ein Ansatz.
Die Cladophora mickert bei sinkendem pH; ob CO2 ( Kohlensäure) hier eine Rolle spielt?
Ich habe den Sommer über einen Kübel im Freien stehen, da geht Wasser aus dem Aq rein, Pflanzen, Red Fire usw.
Dort verändert die Clad. ihren Habitus, wird viel länger (20 cm) strohig und gelb.
Im Aq. wird sie nicht größer als 3 cm und ist kräftig grün.
Easy Carbo mag ich nicht, deshalb hatte ich die Kur auch nicht beschrieben :-)
Vieleicht können wir aus dem Thema was machen...
beste Grüße in den Norden, Jan

Hallo,
Ich bin auch ein wenig überrascht, dass hier so wenige Reaktionen kommen. Naja, jetzt sind wir ja schon drei "Cladophora-Geschädigte".
Auch bei mir ist die Alge in einigen Becken wohl immer latent vorhanden. Die Gemeinsamkeiten dieser Becken sind: stark pflanzenorientiert, weiches Wasser (KH <5), relativ viel Licht (minimum 0,5W/l), regelmässige Düngung und CO2. Andere Becken, bei denen diese Faktoren nicht so auftreten, haben geringere Probleme. Doch die Ausnahme bestätigt hier die Regel und das ist in dem Falle ein Becken mit C. dennerli, wobei sich Cladophora hier evt. aus "mutierten Ablegern" der im Becken befindlichen Mooskugeln entwickelt. In diesem Becken wird Cladophora auch wesentlich länger als in den Pflanzenbecken (>20cm) und ist etwas weniger verzweigt, allerdings behält sie die knallgrüne Farbe. Übrigens sind die Tylomenia im selbigen Aquarium an der Alge so gar nicht interessiert und die verschmähen sonst wenig pflanzliches :o
Zum pH kann ich ähnliches berichten. Jedesmal wenn ich in meinem 530l den Filterschwamm reinige, der als Garnelenschutz dient, bekomme ich eine mehr oder weniger leichte Cladophora-Blüte, die bei gut ausgenüchterten Amanos nicht das Problem ist. Wahrscheinlich geht nach der Reinigung, aufgrund der stärkeren Strömung, etwas mehr CO2 verloren oder wird schneller veratmet und da geht der pH etwas hoch. Das habe ich allerdings nie näher verfolgt bzw. nachgemessen. Wie weit musst Du beim pH runter, dass Cladophora anfängt zu mickern?

@Julia
So lange die Cladophora als "Puschel" irgendwo isoliert sitzt, würde ich mich nicht dran stören. In einem Becken habe ich eine Wurzel, die sehr dekorativ mit einer grünen Pelzalge bewachsen ist, super! Allerdings ist Cladophora bei mir v.a. auf Fissidens fontanus spezialisiert und da kann das mächtig nerven. Die Alge scheint auch sehr tief im Moos zu sitzen, an Stellen wo die Garnelen nicht rankommen. Seit einiger Zeit schneide ich Fissidens radikal runter, was allerdings nicht viel zu bringen scheint. Die Alge bleibt da, auch wenn man sie die längste Zeit nicht sieht. Ich weiss, dass sie da irgendwo drinsitzt :x

MfG,

Micha
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Beitragvon Jan S. » 05 Jan 2011 00:10
Hi Julia.
Julia hat geschrieben: Zeitweise waren sie mal beinahe ausgerottet, aber dann macht man mal keinen Wasserwechsel, vergisst zu düngen oder die CO2 Flasche ist ein paar Tage leer - da sind sie sofort wieder da mit voller Stärke.

Jep - genauso bei mir passiert !1 Woche unterwegs, CO2 Ende und N wech !
Alles im Eimer , wer mal Erfahrungen mit grünen Fadenalgen gemacht hat, kennt die Wachstumsrate :-)
Naja , ist jetzt bei mir keine Plage - aber stört mich eben...
Die Clado`s heften sich ja nicht an Blätter , Pflanzen - bei Bodendeckern oder Moosen
werden sie aber bei günstigen Bedingungen schon zum Problem.
Ich will sie endgültig vertreiben, hab schon paar ansehnliche ( Moos-) Ideen wegen ihr platt gemacht !
Gruß Jan
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Beitragvon Julia » 05 Jan 2011 02:39
Hey

also, dass die sich nicht an Pflanzen festsetzen kann ich nicht bestätigen - manchmal wachsen sogar an den Spitzen der Blätter meines Javafarns Cladophora. Auch am Boden entstehen immer mal wieder Polster (die kann man aber gut entfernen).

Allerdings habe ich auch nur im Cube dieses verstärkte Auftreten - im 60er wächst sie recht friedlich an einer Stelle einer Wurzel. Da bildet sie aber auch richtig dicke Polster - und kommt nach dem Entfernen immer wieder. Ausbreiten tut sich da allerdings nichts.
Der Cube läuft mit 2x11 Watt, pH 7,kh 5 gh 10, das 60er 2x24 Watt, kh 4, Gh 10-12, ph 7. Im 125er habe ich garkeine Cladophora, ist aber ein stark besetztes Fisch AQ mit eher wenig Licht. kh 7 Gh 11 pH 7.

wobei sich Cladophora hier evt. aus "mutierten Ablegern" der im Becken befindlichen Mooskugeln entwickelt.


...ist meines Wissens nach nicht möglich! Hat glaube ich mal B. Kaufmann in meinem ehemaligen Algen Thread erwähnt...? Muss man mal danach suchen.
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Beitragvon Arami Gurami » 05 Jan 2011 08:09
Hallo zusammen,
ich kann bestätigen, daß diese Alge bei Nährstoffungleichgewicht (besonders No3-Mangel) gerne auftaucht. Eigentlich eine prima Indikatoralge. Wenn sie nur nicht so nervig wäre. Hohe Kaliumwerte scheint sie zu lieben, zumindest kann ich einen Rückgang verbuchen, seitdem ich weniger K dünge. Lokale Stellen kann man prima mit EC behandeln!
Liebe Grüße,
Aram
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Beitragvon flashmaster » 05 Jan 2011 14:23
Hy
ich habe diese nette Alge auch in 5 von 7 Becken , und das sind jeweils die , die über HMF gefildert werden .
in meinem 480er hab ich sie noch nie gehabt , obwohl dort auch stark und lange beleuchtet wird
selbst in meinem fast techniklosen Festae Becken breitet sie sich aus , und dort hab ich nur 15 Watt drüber und keine Heizung
allerdings geht es dort sehr viel langsamer
im 300er (mit HMF) wuchert sie wie verrückt und auch im 160er , dort stört sie mich am meisten
bin dort ein wenig am Scape probiern :)
Easy Carbo nützt gar nichts , da die Alge nach ein paar Tagen wieder voll "zuschlägt"
seit ich mehr Stickstoff zuführe ist es merklich weniger geworden , aber in den Moosen sitzt sie fest :evil:
auch hatte ich sie in meinem ehemaligen Jungfischbecken , das war mit einem Rucksackfilter betrieben
dort hatte sie sich auch kräftig ausgebreitet , da ich dort nur sehr umständlich Wasser wechseln konnte und halt blos aller 1,5-2Monate Wasser gewechselt habe ,
nachdem ich regelmäßig Wasser gewechselt habe ist sie von einen auf den anderen Tag weg gewesen , also es können schon 2-3 Tage vergangen sein , mehr aber nicht :)

ich hatte auch die Mooskugel in Verdacht , da die Alge nur in den Becken auftauchte wo ich auch Mooskugeln drinn hatte
im Moment habe ich nur 2 Becken wo sie nicht wächst
mein komplett ungedüngtes Picta /Tridens Becken mit 112litern und Innenfilter und mein 480er mit Micro und Macrodüngung
und einem JBL CristalProfi 500 mit "Intensiv"Filterung
die Pflanzen wachsen wie sau und Algen gibts kaum ein paar

hier nnoch mal ne kleine Auflistung:
Becken 1: 480 l , FilterAußenfilter voll bestückt, Beleuchtung 4x 58W T8 865 täglich 10 Stunden , täglicheDüngung Micro und Macro, Co2 Druckgasanlage, Dauertest hellgrün , klein paar Punktalgen , minimal Pinselalgen an den Steinen
Pflanzen wachsen echt gut
Becken 2 :300l , Filter HMF Eckfilter mit Pumpe, Beleuchtung 4x 36W T8 840 täglich 8 Stunden, Wochendüngung ,Co2 im Moment keins, da Anlage defekt Cladophora in rauen Mengen
Pflanzen wachsen aber nicht so gut wie im 480er
Becken 3 : 112 Liter Innenfilter Fluval , Düngung ab und an (so einmal im Monat) mal etwas Volldünger , Beleuchtung 2x18W T8 865 10 Stunden , Co2 : keins, ab und an geringe Mengen an Kieselalgen, das aber sporatisch , sie verschwinden wieder
Pflanzenwachstum wie im 300er
Becken 4: 160l :Filter HMF , Beleuchtung 3x 30W T8 865 10 Stunden , Co2 als notlösung über Tabletten mit so ner Art P.Schale von Sera , da Anlage defekt (300er und 160er teilen sich eine Flasche , Druckminderer im A...)
Dauertest blaugrün, tägliche Dünbgung Micro und Macro , Macro erst seit dieser Woche
Algen Cladophora massenweise und einige Punktalgen
Pflanzenwachstum befriedigend , war erst besser denke mal es liegt am EC welches ich überdosiert hatte um die Algen los zu werden , leider haben die Pflanzen auch gelitten
Becken 5: 54l , Filter HMF , Beleuchtung 1x15W T8 865 11 Stunden, wöchendliche Düngung , kein Co2 etwas EC ab und an
Cladophora vorhanden aber keine Plage , Pflanzenwachstum normal
Becken 6:Filter HMF , Beleuchtung 1x15W T8 865 11Stunden, wöchendliche Düngung , kein Co2 etwas EC ab und an
Cladophora vorhanden aber minimal, Pflanzenwachstum normal
Unterschied zum Becken 5 keine Heizung durchschnittstemp. 19-20°,
Becken 7: 54l Beleuchtung 2x15W T8 im moment neu angesetzt , keine Cladophora allerdings vor dem Neuansatz wie beim Becken 4 , Bedingungen auch sonst in etwa so wie im Becken 4 gewesen , Beleuchtung da noch 2x18 W T8
seit dem Neuansatz vor 14 Tagen keine Algen
vllt hift die Auflistung ja etwas
wenn ich 1 und 1 zusammenzähle , liegt es am fehlenden Nitrat , vermutlich durch die HMF`s
meine JBL Tests zeigen mir in etwa einen Wert von 10bzw knapp unter 10mg No3
da werd ich wohl mal etwas mehr von aufdüngen und weiterschaun
und das Co2 muß wieder in Betrieb
mein Ph wert liegt bei sämtlichen betroffenen Becken im Bereich zwischen 7,5 und 8 bei einer KH von 3°
Lg Bryan
immer auf der suche nach seltenen und/oder schwer zu kultivierenden Wasserpflanzen

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Beitragvon Tobias Coring » 05 Jan 2011 14:33
Hi,

bei mir hat sich die Alge in ein Becken eingechleppt (60x40x40). Dies passierte als ich in Thailand im Urlaub war und das CO2 währenddessen für das eine Becken ausgefallen ist.

Seitdem ist die Alge nicht mehr gänzlich verschwunden. Ich habe sie jedoch dank Easy Carbo massiv zurückgedrängt, war bis jetzt aber nicht stringent genug eine "Extrem EC Kur" durchzuführen. Nach ca. 7-14 Tagen EC in 4facher Dosis bricht bei mir Cladophora meist komplett ein. Aber man muss da extrem am Ball bleiben und darf das nur in Becken mit VIEL Sauerstoff durchführen.

Es ist mit Abstand die schrecklichste Alge, da nach dem Auftreten jegliche Düngemaßnahmen die Alge nur noch besser zum Wachsen bringen.

EC direkt auf sie gespritzt hilft ebenfalls recht gut.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Beitragvon channaobscura » 05 Jan 2011 17:20
Hallo zusammen,

ich reihe mich mal ein und dann sind wir schon sieben Geplagte. :?

Angefangen hat es bei mir mit der Anschaffung von Mooskugeln, welche ja ebenfalls zur Gattung Cladophora gehören. Das mag ja durchaus Zufall sein, aber komisch ist das schon. Ganz losgeworden bin diese Alge auch nie. Irgendwo blieben immer kleine und kleinste Fitzel übrig. Und bei der passenden Gelegenheit schlägt das Grauen daraus dann wieder erbarmungslos zu. Ich habe es nie mit der chemischen Keule probiert und weder Amanos noch sonstige "Algenvernichter" fanden bisher Geschmack daran. Warum auch. Meine "Cladophoraversion" stinkt ganz erbärmlich, wenn man sich so ein Büschel unter die Nase hält. Wer möchte sowas schon fressen. Allerdings scheinen Amanos die Ausbreitung deutlich zu reduzieren, da sie möglicherweise ganz junge Austriebe fressen.

Bernd Kaufmann hatte zum Geruch mal geschrieben, dass der Gestank von aufsitzenden Blaualgen käme. Eine Symbiose? N-Mangel wird ausgeglichen durch stickstofffixierenden Aufwuchs?

Ich hab sie jetzt in vier meiner sechs Becken. Sie wächst in den betreffenden Becken auch nicht gleich gut bzw. schlecht. Im einen mal besser, im anderen mal schlechter. Warum sie noch nicht in allen Becken zu sehen ist - keine Ahnung. Vieleicht ist sie aber schon überall angekommen - und ich brauch doch ne Brille... :D

Auch bei mir deutet sich an, dass N-Mangel diese Alge fördert. Regelrecht explosiv wird das Wachstum jedoch, wenn - parallel zum Nitratmangel bei Werten unter 5 mg/l - erhöhte Kaliumwerte von 6 mg/l aufwärts bestehen. Ich hatte ja schon mal was dazu geschrieben, jedoch den Zusammenhang mit N-Mangel noch nicht so erkannt. Das ist reproduzierbar. Auch hatte ich anfänglich den Eindruck, dass CO2-Gehalte um die 30 mg/l das Wachstum ganz erheblich drosseln. Allerdings musste ich kürzlich wieder erfahren, dass dem nicht so ist, wenn längere Zeit N fehlt und gleichzeitig zuviel K vorliegt. Und sie mag viel Licht. Je mehr, desto fädiger (Fäden dann locker über 30 cm lang). Alle anderen Parameter wie P, Fe, NH4, KH, GH, ph, Temperatur scheinen - wenn überhaupt - nur zweitrangig zu sein. Selbst in mehreren Händlerbecken hab ich das Zeug längere Zeit langsam und stabil wachsen sehen: Betonwasser mit Blubberfilterung, hohe Wasserbelastung (Überbesatz), regelmäßige Medikamentenbehandlung und teils sogar Kochsalzzusatz. Die Alge ist verdammt zäh! Und sie mag viel Licht. Je mehr, desto besser.

Michael Niesar hat geschrieben:Allerdings ist Cladophora bei mir v.a. auf Fissidens fontanus spezialisiert und da kann das mächtig nerven.


Bingo! Ist bei mir ebenso. Javamoos wird aber auch immer wieder gerne genommen. Außerdem besteht eine Neigung zum punktförmigen Anwachsen auf festen Gegenständen wie Holz, Kunststoff, Kies oder auch an Blättern von relativ langsam wachsenden Pflanzen bzw. Pflanzen, die ihre Blätter länger behalten (Javafarn, Anubias, aber auch Valisneria etc.).

Meiner Meinung nach ist diese Alge nur mit der ganz harten, chemischen Keule auszurotten. Möchte man mit solchen Mitteln nicht arbeiten, muss man sich wohl arrangieren. Nur mit gezielter Düngung oder / und Herumschrauben an den Wasserparametern passiert da jedenfalls nix.

Viele Grüße,
Werner
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Beitragvon Tobias Coring » 05 Jan 2011 17:34
Hi,

achja... meine Alge stinkt nicht erbärmlich sondern 100% nach frischen Pilzen aus dem Wald. Tutti hatte mich darauf aufmerksam gemacht :D.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Beitragvon Julia » 05 Jan 2011 19:37
Tobi hat geschrieben:100% nach frischen Pilzen aus dem Wald.


Meine stinkt auch - aber ich wäre froh, ich hätte die Assoziation Waldpilze - ich rieche nämlich immer eine offene, infizierte Wunde (Krankenhauserfahrungen). :bonk: (So ein typischer Bakteriengeruch)
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Beitragvon channaobscura » 05 Jan 2011 19:47
Hai Julia,

hab ich gerade gelacht: ich hätte das wirklich nicht besser formulieren können. Ich schmeiss mich in die Ecke.... :rofl: :dance: :bier:

Viele Grüße,
Werner
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Beitragvon Tutti » 05 Jan 2011 20:23
Hi zusammen,

hiermit reihe ich mich auch in die Riege der Cladophora Züchter ein,wie Tobi sagte riechen meine auch nach Pilzen :D ,was auffällt ist das ich sie zur Zeit nur in allen meinen Garnelen Zuchtbecken habe,das sind normale 54 Liter Pötte ohne CO2 ohne Düngung und mit HMF an Nitratmangel möchte ich bei ca.80-150 Tiere ja Becken und massiver Fütterung aber nicht glauben.
Gefressen werden die Algen einfach von nichts was ich kenne.

In meinen "Memorys" Layout hatte ich lange mit den Cladophoras zu kämpfen und konnte sie auch nie ganz besiegen,aber durch einen Kampf aus absammeln-das ist das wichtigste,EC,Aufhärtung mit Sera Salz,Dunkelkur und Volldünger entzug konnte ich sie fast unsichtbar halten.
Ich habe das Layout dann abgerissen alle befallenden Moose und Planzen in die Tonne gehauen und seit dem in keinem meiner "Schaubecken" die Cladophora je wieder gesehen.

Grüße Tutti
Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. (Wilhelm Busch)
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