Zielwerte

swizzle101

Member
CO2 : 30 mg/l
NO3 : 5-30 mg/l
K : 10-30 mg/l
PO4 : 1.0-2.0 mg/l
FE : 0,2-0,5 oder höher
GH : 3-5
KH : 3-5

Wann genau sollten diese Werte vorhanden sein? Wenn ich das richtig verstanden habe, sind EI und PPSpro so ausgelegt, dass die Nährstoffe über einen oder 2 Tage verbraucht sind. Damit würde ich für einen guten Teil der Zeit sicherlich unter den Zielwerten liegen. Sind diese Werte damit unmittelbar nach dem Zudüngen anzustreben, oder sind sie eher als täglicher bzw. wöchentlicher Mittelwert zu berücksichtigen?
Bin leicht irritiert, denn damit der Nährstoffgehalt in meinem Becken zu keinem Zeitpunkt unter die obengenannten Zahlen sinkt, muss ich gewaltige Mengen zuschütten (mind. 80 mL JBL Ferropol pro Woche, und mind. 80 mL EI-Lösung).

Aquarium: 160 L (40 * 40 cm)
Beleuchtung: 2 * T5 39W 6500K + 2 * T8 30W 4000K (die T5 laufen 6 Stunden, die T8 11 Stunden am Tag)
(Bei voller Beleuchtung sprudelt mein Becken wie Mineralwasser)


Grüsse

Christian
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Christian,

diese Zielwerte sollen lediglich das große Spektrum verdeutlichen, in denen die Nährstoffe sich bewegen können. Für Eisen wäre ich eh vorsichtig, da es sehr auf die Filterung ankommt usw. ob so hohe Eisenwerte benötigt werden etc.

EI geht schon von einer gewissen Akkumulierung aus, wohingegen beim PPS Pro weitestgehend alles verbraucht werden sollte. Um eine zu massive Ansammlung der Nährstoffe zu verhindern, wird ja beim EI ein 50% WW jede Woche durchgeführt.

Prinzipiell sieht Tom Barr den Großteil dieser Werte als optimal an, aber da kann man sich wieder lange drüber streiten. Insgesamt ist es wichtig, dass eben alle Nährstoffe vorhanden sind und wenn deine Pflanzen gut wachsen, musst du auch deine Nährstoffe nicht auf dieses Niveau anheben. Es geht aber auch darum zu zeigen, dass z.B. 20-30 mg/l NO3 oder 1-2 mg/l PO4 keine Algenhölle im Becken auslösen, sondern ebenfalls noch unter "gute Wuchsbedingungen in einem Pflanzenaquarium" fallen.

Somit kann man getrost sagen, dass diese "Zielwerte" sehr weit ausgelegt werden können ;).
 
Wenn ich diese Werte mit einem so hohen Phosphatgehalt fahre, gibt es einen Wachstumsschub und dann einen Wachstumsstop da ein anderer Nährstoff limitiert wird, den ich durch den EI nicht zudünge!!!!

Das musst du ausprobieren mit welchen Werten dein Becken gut läuft!! Und wie Tobi sagt sind es ja sehr große Fenster die angegeben sind! Aber höher als die Maxima solltest du eigentlich nicht gehen.
 

swizzle101

Member
Danke für eure Antworten!

Also gehört es zum Plan, dass zeitweise ein Mangel an Nährstoffen vorhanden ist, denn wenn ich auf die empfohlene Dosierung gehen würde, käme ich wohl nie auf die Zielwerte.

Angenommen, ein Nährstoff fällt plötzlich unter den kritischen Wert, der für ein gesundes Pflanzenleben ohne Mangelerscheinungen nötig ist: wie lange darf diese "Dürreperiode" andauern, damit eben diese Mangelerscheinungen noch nicht auftauchen?
 
Nein das gehört ganz bestimmt nicht zum Plan!!

Eigentlich sollte das Ziel sein das nie ein Nährstoffmangel vorhanden ist!!!
Die Pflanzen speichern auch einige Nährstoffe, aber im Idealfall liegt nie ein Mangel vor!!
z.B. Ist ein Phosphatwert unter 1mg/l ja noch lange kein Mangel.

Die Grenzen die du angegeben hast, beziehen sich auf den EI und sind Richtwerte!
 

swizzle101

Member
wohingegen beim PPS Pro weitestgehend alles verbraucht werden sollte.


Jetzt bin ich verwirrt. Wenn alles aufebraucht wird (also nichts mehr davon da, so wie es vorgesehen ist), dann herrscht doch zeitweilig ein Mangel. Während dieser Zeit muss die Pflanze an ihre Reserven, aber wie lange halten die?
 

Sabine68

Active Member
swizzle101":2911xw9k schrieb:
wohingegen beim PPS Pro weitestgehend alles verbraucht werden sollte.


Jetzt bin ich verwirrt. Wenn alles aufebraucht wird (also nichts mehr davon da, so wie es vorgesehen ist), dann herrscht doch zeitweilig ein Mangel. Während dieser Zeit muss die Pflanze an ihre Reserven, aber wie lange halten die?

Hallo Christian,

die Pflanzen sind in der Lage, Nährstoffe zu speichern.
Wenn die Tests n.n. anzeigen heißt es nicht, daß sie einen Mangel haben.
Viele düngen z.B. P auf Stoß und es wird erst wieder nachgedüngt, wenn P einige Zeit n.n ist.
Kalium können Pflanzen auch jede Menge speichern, wie es sich mit Nitrat verhält, habe ich jetzt nicht im Kopf - da müßte ich nochmal nachgucken.
 

Sabine68

Active Member
Noch ein kleiner Nachtrag.

Wie lange es dauert, bis die Pflanzen die Speicher aufgebraucht haben, hängt wahrscheinlich von eingen Faktoren, wie z.B. Licht und Art der Pflanze ab.
Ich denke nicht, daß man das verallgemeinern kann
 

swizzle101

Member
Ach so! Es kann also gut sein, dass zB Phosphat nie nachgewiesen werden kann, weil die Pflanzen es schnell "aufsaugen". Und obwohl es im Beckenwasser so gut wie kein PO4 gibt, entsteht in den Pflanzen kein Mangel.

Vielleicht wäre es dann von Vorteil, wenn in der Anleitung von EI und PPSpro die Zielwerte als Konzentration angegeben wird, die sich aufs ganze Becken (also inklusive Pflanzen) bezieht, und nicht nur aufs Wasser, wo das Phosphat ja ausschliesslich nachgewiesen werden kann. Aber vielleicht bin ich auch der Einzige, den das verwirrt hat. :oops:
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi,

die Zielwerte sind so lediglich beim EI definiert. Beim PPS Pro gibt es keine anzustrebenden Werte.

Diese Werte beziehen sich aber auch allein auf die Wassersäule. Es ist damit nicht gemeint, wieviel die Pflanzen speichern können. Aber wie gesagt sind diese Werte weit auszulegen. In einem Becken mit wenig Licht und mehr Fischbesatz wird man mit NO3 und PO4 Werten n.n. weiter kommen als in einem Becken mit viel Licht. Bei Starklicht kann schon eine kurze Zeit nachdem n.n. erreicht wird ein Mangel eintreten. Gerade NO3 Mangel wird von Pflanzen nicht so gut weggesteckt wie z.B. ein PO4 Mangel usw.

So gesehen muss man die Nährstoffwerte noch differenzierter betrachten und da ist es eben mit dem EI ganz nett, dass dieser davon ausgeht immer genug von allem in der Wassersäule zu haben. So kann dann auch theoretisch kein Mangel auftauchen...
 

Sabine68

Active Member
swizzle101":1q2il4p6 schrieb:
Ach so! Es kann also gut sein, dass zB Phosphat nie nachgewiesen werden kann, weil die Pflanzen es schnell "aufsaugen". Und obwohl es im Beckenwasser so gut wie kein PO4 gibt, entsteht in den Pflanzen kein Mangel.

Vielleicht wäre es dann von Vorteil, wenn in der Anleitung von EI und PPSpro die Zielwerte als Konzentration angegeben wird, die sich aufs ganze Becken (also inklusive Pflanzen) bezieht, und nicht nur aufs Wasser, wo das Phosphat ja ausschliesslich nachgewiesen werden kann. Aber vielleicht bin ich auch der Einzige, den das verwirrt hat. :oops:

ja - richtig.

mache es dir nicht so schwer :wink:
Ich fahre mein Riff z.B. mit einem Mindestlevel bei P von 0,5mg/l und bei N von 10 - 15mg/l
Ich weiß nicht genau, was meine einzelnen Pflanzen an P oder N verbrauchen - ich weiß nur, was alle Pflanzen zusammen verbrauchen und das ist auch nicht immer gleich.
Mit diesem "Grundgehalt" an Nährstoffen laufe ich nicht Gefahr in den Mangel zu geraten und kann die ganze Düngung etwas entspannter sehen. :wink:
 

swizzle101

Member
mache es dir nicht so schwer :wink:
Ist ne schlechte Angewohnheit von mir :roll:

Ich fahre mein Riff z.B. mit einem Mindestlevel bei P von 0,5mg/l und bei N von 10 - 15mg/l
Ich weiß nicht genau, was meine einzelnen Pflanzen an P oder N verbrauchen - ich weiß nur, was alle Pflanzen zusammen verbrauchen und das ist auch nicht immer gleich.
Mit diesem "Grundgehalt" an Nährstoffen laufe ich nicht Gefahr in den Mangel zu geraten und kann die ganze Düngung etwas entspannter sehen. :wink:
Stimmt, so habe ich mir das eben auch vorgestellt. Ein Mindestlevel ist meiner Meinung nach eine gewisse Empfehlung wert, immerhin macht er das Düngen einfacher.

@Tobi:
Ich dünge jetzt seit einiger Zeit mit EI. Nach anfänglichem "Stossdüngen" auf die empfohlene Konzentrationen habe ich mich an die empfohlene Dosis gehalten. Dabei sinken die Konzentrationen an NO3 und PO4 aber kontinuierlich, also frage ich mich, ob die EI-Dosis wirklich "genug für alle Fälle" ist. Meine Beleuchtung ist auch alles andere als stark, bis anhin nämlich 0.5 Watt/L

Grüsse
Christian
 

Kora

Member
Hallo Chrisian,

eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen.

Wenn ich die volle Dosis EI fahren würde, würde ich heillos (gefühlsmäßig, nicht weils schlimm wäre) überdüngen.

Ich habe ein Beckern mit knapp 0,5 W/l und fahre *1/3* E.I.!

Dabei halbieren sich dann ungefähr die gedüngten Werte innerhalb einer Woche.

Kannst Du vielleicht bitte mal erzählen, was, wieviel Du düngst, und was Du mißt?

Gruß,
Kora
 

swizzle101

Member
Hallo Kora,

Aber sicher!
Beobachtungszeitraum: 5 Tage
Ich habe drauf Wert gelegt, genug zuzudüngen, um eine konstante Konzentration der Nährstoffe aufrecht zu erhalten. Messungen wurde jeden Tag durchgeführt. Ich habe diese Werte nicht zuletzt für ein gesundes Wachstum der Eichhornia diversifolia angepeilt.

Mikro:
Eisen: 0.5 mg/mL
Zugegebene Menge Ferropol: 90 mL (!!)

Makro:
PO4: 1.5 mg/mL
NO3: 15-20 mg/mL

Zugegebene Menge EI-Lösung: 60 mL


Die Pflanzen assimilieren wie verrückt: das Wasser sieht aus wie Sprudel, insofern kann ich mich nicht beklagen. Allein, es geht ins Geld :-(
Noch eine Beobachtung: das Wasser wird jeden Abend ein wenig milchig (weiss, nicht grün). Scheine mit dem Dünger wohl auch Bakterien angeregt zu haben. Ist das ein Problem? (Habe bis jetzt noch keine negativen Auswirkungen beobachten können).


Grüsse

Christian
 

Kora

Member
Hi,

ich verstehe jezt nicht ganz, entschuldige, ich steh manchmal auf der Leitung:

das sind die Werte wie Du sie jeden Tag gemessen hast? Oder was Du wöchenlich düngst?

Wenn das Dein wöchenlicher Plan ist, dann klingt das gut. Ein 0,5 Watt Becken sollte kaum soviel verbrauchen --
von meinen beiden eigenen ausgegangen.
Eisen evt. etwas hoch (keine eigene Erfahrung, ob das stimmt; bin selbst ein Eisen-Junkie).

Wenn das die täglich gehaltenen Werte sind, dann auch gut!
Wieviel verbraucht das Becken denn täglich?

Wieviel von allem ist in 60 ml EI-Lösung?
Ich bin Trockendüngerer, anders ist es mir zu kompliziert. :)

Was genau scheint Dir zuwenig zu sein?

Wenn es Dir zu gering erscheint, dann ist es kein Problem, die Zugabe zu erhöhen.
Jedes Becken ist anders und die Werte sind keine Absolutien (siehe meine eigene Variation davon).

Entschuldige, dass ich noch nicht ganz durchsteige.

Im alten Becken hatte ich das auch oft: leichtes milchig werden des Wassers abends, nach der Fütterung. Ich habe die Ursache nie gefunden (denn ich hielt meinen Filter (HMF) für sehr effektiv).

Gruß,
Kora
 

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