Wohnzimmertauglicher Aquarienschrank (1,6-2m Sideboard)

omega

Well-Known Member
Hi Norbert,

von mir aus kann hier munter weiter über alles diskutiert werden. So langsam scheint sich das Thema für mich eh zu erledigen, da ich keine Antwort mehr von den beiden Schreinereien und dem einen Aquarienbauer bekomme, die bisher auf meine Anfrage positiv reagiert haben.
Habe bei den dreien explizit wegen Verzug/Tragfestigkeit und Platten- statt Vollholzmaterial für tragende Teile nachgefragt, keine Antwort bisher (>1 Woche).

EDIT: die zweite Schreinerei würde das Sideboard für die Hälfte bauen.

Grüße, Markus
 

Beowulf

Member
Schon klar Markus,

Diskussionen sind immer auch lehrreich und mich interessiert ja das Thema auch, vor allem wenn man bei Holz absolut kein Fachmann ist. Wäre halt gespannt was dann am Ende für ein Ergebnis bei rauskommt
 
Hallo Markus,

ich finde das von Dir verlinkte Beispiel auch sehr schick - Vollholz hat einfach 'was.

Wenn ich so einen Unterschrank selber konstruieren müßte, würde ich mir als tragendes Gestell eine Rahmenkonstruktion aus item-Profilen und -Verbindern aufbauen (es gibt natürlich auch andere Hersteller - mit item Profilen hatte ich schon zu tun)

https://product.item24.de/produkte/...MIu-Th5dfY7wIVYyF7Ch1bZgaAEAAYASABEgLHFfD_BwE

Dieses Gestell kannst Du dann mit Vollholzplatten nach Maß verkleiden. Im einfachsten Fall hättest Du weder Schubladen noch Türen.
Prinzipiell wäre das aber ausbaufähig.

Die Vollholzplatten könntest Du montieren, indem Du die Profile durchbohrst und die Platten von hinten anschraubst. Entweder direkt mit Holzschrauben oder bei dicken Platten diese mit Ensat-Gewindeeinsätzen versehen und dann metrische Schrauben verwenden.
Oder, wenn Du die Platten von vorne abnehmen möchtest, könntest Du überlegen, diese mit Neodym-Magneten zu halten (die können richtig was - vielleicht unten einhängen und oben mit Magnet halten).
Oder, oder, oder,... o_O

Voraussetzung wäre, daß man Spaß daran hat, das System selber zu entwerfen und aufzubauen. ;)

Freundlichst grüßt Dich

Dirk
 

Bernd.G

Member
Hallo Markus,

Die Vollholzplatten könntest Du montieren, indem Du die Profile durchbohrst und die Platten von hinten anschraubst. Entweder direkt mit Holzschrauben oder bei dicken Platten diese mit Ensat-Gewindeeinsätzen versehen und dann metrische Schrauben verwenden.
Oder, wenn Du die Platten von vorne abnehmen möchtest, könntest Du überlegen, diese mit Neodym-Magneten zu halten (die können richtig was - vielleicht unten einhängen und oben mit Magnet halten).
Oder, oder, oder,... o_O

Voraussetzung wäre, daß man Spaß daran hat, das System selber zu entwerfen und aufzubauen. ;)

Freundlichst grüßt Dich Dirk



Hallo Dirk

Profile haben Nuten und eine Unmenge an Befestigungsmaterial. Die zu durchbohren und Holzschrauben durchzustecken ist unschick!
Meine (Nicht Vollholz) sind alle abnehmbar um im Ernstfall von allen Seiten in den Unterschrank zu kommen. Mit Aluwinkeln, metrischen Schrauben und Nutensteinen befestigt.
So ein Vollholzsideboard ist natürlich ohne Ende edel aber möglicher Verzug und die höhere Wasserempfindlichkeit würden mich zu Plattenware mit Echtholzfurnier greifen lassen.

Gruß
Bernd
 

omega

Well-Known Member
Hallo Dirk,

Dieses Gestell kannst Du dann mit Vollholzplatten nach Maß verkleiden. Im einfachsten Fall hättest Du weder Schubladen noch Türen.
eben, eine Sideboard hat aber nun mal Türen/Schubladen. Und wo soll ich die passgenauen Vollholzplatten in Erle PV herbekommen? Und wie sieht das dann am Ende aus? Das Teil soll schon primär ein Sideboard sein.

Grüße, Markus
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo Markus,
Ja Holzhandel oder Sägewerk, wenn du Glück mit einem in der Nähe hast.

Zur Behandlung brauchst du dann ein Schleigerät sofern du nicht von Hand arbeiten möchtest. Zum Ölen kann ich reine Leinölfirnis oder raffiniertes Leinöl empfehlen. Entgegen der üblichen Meinung, trocknet es auch ohne Verdünnungsmittel, Sikkative usw.. es dauert nur länger. Lösungsmittel helfen bei Firnis, dass diese sich dünner verteilt und tiefer eindringt. Bei reinem Lackleinöl ist das optional.

Für eine besonders rustikale Optik würde ich empfehlen nicht zur fein zu schleifen (z.B. 120) und es im letzten Schritt farbig sehr dünn zu Ölen, also überstehendes Öl sehr zeitnah mit einem Lappen aufzunehmen.
Pinsel und Lappen lassen sich lufticht in einer engen gut verschlossenen Tüte lagern.
Die Farbe erreicht man durch die Zugabe von Pigmenten, z.B. Eisenoxide in braun oder schwarz. Umbra gibt es auch braun.
Pigmente gibt es in kleinen Mengen beim Künstlerfachhandel und du brauchst ca. 8-15% - also 15 g für 100g Farbe. Ich messe das mit einer digitalen Küchenwaage. 15g Pigment, 15 g Öl, dann zu einer Paste vermengen; weitere 70 g Öl und gut verrühren. Ölfarbe ist sehr ergiebig! 100 g sollte für den Schrank außen reichen.

Beim Auftragen muss immer wieder die Farbe gerührt werden, denn je nach Qualität der Pigmente sinken diese nach unten.

Die Reinigung der Pinsel geht mit Aceton, Pinselreiniger oder ähnlichem.

Noch etwas zum Ölen: Öl verfärbt das Holz, Kiefer wird z B. gelb (siehe Bilder im Anhang). Gleichzeitig tritt die Holzstruktur hervor und dies kann durch Ölfarbe verstärkt werden.
Im Anhang ist ein Bild von Kiefer - dick schwarz geölt. Dünn ist das natürlich heller. In jedem Fall erst an einem kleinen Stück der gleichen Holzart testen und üben.

Mit ein wenig Übung und Geduld ist es nicht schwer ein echt teuer wirkendes Stück zu erhalten. Mit der Auswahl des Holzes (viel oder wenig Struktur/Astlöcher) ergibt sich natürlich auch noch eine Gestaltungsmöglichkeit.

Viele Grüße
Alicia
 

omega

Well-Known Member
Hi Alicia, hi Robert,

nein, nein, nein, aufhören, :), das soll ein Fachmann machen. Ihr glaubt doch wohl nicht, daß ein Laie sowas so hinbekommt wie ein Schreiner/Tischler. Ich werde einen Teufel tun und mir die Fähigkeiten dieser Handwerkskunst anmaßen.

Soll Ihr Euch doch mal dran probieren und mir dann das Ergebnis zeigen. Ich entscheide dann, ob ich es Euch abkaufe.

Grüße, Markus
 
Hallo Markus,

Du kannst auch das Prinzip umkehren und statt ein Gestell zu verkleiden ein fertiges Sideboard erwerben, welches deinen Vorstellungen entspricht und dieses dann innen geschickt versteifen.
Dort, wo Schubladen sind, geht das meistens nicht (hängt von der Höhe der Schubladenseitenwände ab). Aber dort, wo Türen nach außen aufgeschwenkt werden, kann man das wunderbar machen.
Ich hab' das früher mit mehreren Schränkchen gemacht, die mir in der Ursprungsausführung nicht stabil genug erschienen.
Dabei muß man natürlich dazu bereit sein, einige innenliegende Bretter des neuen Möbelstücks anzupassen.
Wichtig ist, die tragenden Seitenwände so zu verdicken (versteifen), daß diese nicht knicken. Dann ist es sinnvoll, oben unterhalb der Deckplatte durchgehende Elemente einzubringen, welche die Gesamtlast auf die tragenden Seitenelemente verteilen. Geignet sind z.B. Holzbalken, Metallhohlprofile, Winkelprofile, ... Dann ersetze ich meistens noch die üblicherweise recht dünne Rückwand durch eine steifere Konstruktion. Dadurch wird verhindert, daß das gesamte Schränkchen unter Last wie ein Parallelogramm wegknickt.

Bei dem von Dir verlinkten Beispiel geht das Prinzip nicht, da die Schubladen außen sind. Bei einem Sideboard, welches außen jeweils Türen hätte und nur in der Mitte Schubladen, wäre das kein Problem.

Aber auch dabei gilt wieder:

Voraussetzung wäre, daß man Spaß daran hat, das System selber zu entwerfen und aufzubauen. ;)

Freundlichst grüßt Dich

Dirk
 

Lixa

Well-Known Member
nein, nein, nein, aufhören, :), das soll ein Fachmann machen. Ihr glaubt doch wohl nicht, daß ein Laie sowas so hinbekommt wie ein Schreiner/Tischler. Ich werde einen Teufel tun und mir die Fähigkeiten dieser Handwerkskunst anmaßen.
Hallo Markus,
Da ging es nur um die Türen und Oberflächenbehandlung. Das schafft jeder, auch wenn richtige Türscharniere der Fachmann besser einbaut. Wenn einfachere Scharniere möglich sind, schafft das jeder mit Grundkenntnissen eine Tür anzubauen.

Viele Grüße

Alicia
 
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