Wiedereinstieg mit 720 l Aquarium

Aquabot

New Member
Das Becken finde ich ja auch 1 A aber :
ZBB--> Suedamerika
Kugelfisch--> Afrika
Otos und Corys----> Suedamerika
Fadenfische --->Asien
Garnelen --> Japan
Schnecken---> Afrika
Barben---> Asien
...bunter gehts kaum , oder ??MMh...vielleicht noch Blauaugen aus Australien...
Es muss dem Threadersteller ja gefallen und nicht mir . ;)

BTw: Hab das jetzt mal in 10 Zeilen geschrieben weil das dem Forumstandard naeher kommt...anscheinend.
Das Argument bzgl. der Orientierung nach Kontinenten habe ich hier und in anderen Foren schon häufiger angetroffen. Ich kann es zwar grob nachvollziehen. Aber es werden dabei m.E. wichtige Aspekte hinten angestellt, die Priorität haben sollte, weshalb ich mich nicht daran orientiere:
  • Tiere interessieren sich nicht für unsere geographische Einteilung und schon gar nicht für unsere politische ;). Entscheidend ist das Lebensraum und nicht wo genau dieser Lebensraum verankert ist. Auch bei Fokus auf einzelne Kontinente ist es problemlos möglich (und sieht man in vielen Aquarien) Fische zu kombinieren, die nicht gut miteinander können oder zu unterschiedliche Bedarfe haben. Ich behaupte sogar, dass die geographische Beschränkung eher zu groben Kompromissen führt, weil die Auswahl beschränkt ist.
  • Ein Aquarium ist weder ein Stück Natur im eigentlichen Sinne noch naturnah. Wir haben im Aquarium den Vorteil kontrollierter Bedingungen. Ansonsten nur Nachteile, die mit Technik und Pflegemaßnahmen wie regelmäßigem Wasserwechsel reduziert werden. Übrigens ist das ein Grund für die Wahl eines derart großen Aquariums: Die grobe Wassermasse, Bodengrundvolumen, Filter, etc. sind auf Dauer "stabiler" und ich habe schlichtweg mehr Raum, um durch Strukturierung und bewusste Positionierung der verschiedenen Komponenten verschiedene Bereiche zu schaffen, die den Bewohnern passen.
  • Entscheidungsgrundlage waren (neben Verhalten und friedlicher Gesinnung natürlich) in erster Linie die Wasserwerte. Wie du anhand der Liste der Fische erkennen kannst, sind viele davon anpassungsfähig bzw. tolerant. Ich habe zu jedem Fisch aus 3-5 Quellen die Werte zusammengetragen, die Durchschnittswerte ermittelt und geschaut, ob ich so auf einen Mittelpunkt komme, der für alle passt. Im letzten Schritte habe ich zudem geprüft welche Bedingungen nötig sind und ob ich sie alle in dem Aquarium unterbringen kann (also helle und schattige Bereiche, Bereiche mit Strömung und welche mit geringer Strömung, Höhlen, Verstecke, etc.).
  • Ein Gesellschaftsbecken ist immer ein Kompromiss. Daran ändert geographische Beschränkung nichts.
Kurz: Aus meiner Sicht, macht es mehr Sinn sich die konkreten Lebensbedingungen der Fische anzusehen statt deren Herkunft, deren Betrachtung bestenfalls akademischer Natur ist aber für den Fisch wenig Bedeutung hat. Gerade bei Kontinenten wie Afrika, Asien, Amerika sind dies so vielfältig was Klima, Lebensräume usw. angeht, dass dadurch nicht wirklich ein Vorteil gegeben ist. Oder ich habe etwas Grundsätzliches nicht verstanden, was ich nicht ausschließe.
 

Thomas P.

New Member
Hallo Paul,
mir gefällt dein Becken auch sehr gut, hat zudem noch eine schöne Größe wo vieles möglich ist.
Das Bild von deinem Tetraodon ist super geworden, würde sich gut in einer Fischdatenbank machen.

LG Thomas
 

themountain

Member
Kurz: Aus meiner Sicht, macht es mehr Sinn sich die konkreten Lebensbedingungen der Fische anzusehen statt deren Herkunft, deren Betrachtung bestenfalls akademischer Natur ist aber für den Fisch wenig Bedeutung hat. Gerade bei Kontinenten wie Afrika, Asien, Amerika sind dies so vielfältig was Klima, Lebensräume usw. angeht, dass dadurch nicht wirklich ein Vorteil gegeben ist. Oder ich habe etwas Grundsätzliches nicht verstanden, was ich nicht ausschließe.
Gebe ich die durchaus Recht ..ist halt eine persoenliche Einstellung die man dazu haben kann..oder auch nicht.
Ich weiss garnicht warum hier die Leute so auf meine Post so abgehen?? Einfach mal entspannt durch die Hose atmen ;)

Wie schon vorher hundertmal gesagt: Das Becken ist ne Wucht ! Glueckwunsch.
 

Aquabot

New Member
Kleines Update:
  • Der Nymphaea Lotus geht plötzlich ab. Nach langer "Wachstumsverweigerung" hat die Pflanze zunächst langsam angefangen Erscheinungen von Wachstum zu zeigen ;). Aber seit einigen Tagen legt die jeden Tagen erheblich und deutlich sichtbar zu. Wenn sie so weiter macht, wird sie die gewünschte Abschattung des rechten Bereichs schon in wenigen Wochen bringen.
  • Nachdem ich den Magnesiumgehalt nach oben korrigiert habe und ihn zumindest zwischen 5 und 10 mg/l halte sowie die Düngung insgesamt etwas zurückgefahren habe, damit sich der Eisengehalt eher um 0,1 mg/l und nicht 0,2 mg/l hält (sowie an einigen wenigen Stellen gezielt mit Easy Carbo eingenebelt habe), gehen die Bartalgen zurück und werden nun auch von der Cleaning-Crew angegangen, was dafür spricht, dass die Algen nicht mehr auf der Höhe sind. Ich bin gespannt, ob es sich weiter positiv entwickelt oder es nur eine trügerische Ruhe ist.
  • Ich habe festgestellt, dass Phosphat immer nur kurz nach der Düngung messbar ist (dann auch nicht viel) und ansonsten <0,02 mg/l liegt. Ich werde probieren mit einem separaten Dünger den Wert auf 0,5 mg/l zu kriegen und zumindest über 0,1 mg/l zu halten. Ich glaube nämlich, dass damit auch die restlichen Grünalgen zurückstecken müssen. Könnte auch gegen sonstige Algen helfen, wenn Phosphat tatsächlich gerade die Limitierung in meinem Aquarium darstellt und somit ggf. andere Nährstoffe nicht vernünftig verbraucht werden.
 

Lixa

Well-Known Member
  • Der Nymphaea Lotus geht plötzlich ab. Nach langer "Wachstumsverweigerung" hat die Pflanze zunächst langsam angefangen Erscheinungen von Wachstum zu zeigen ;). Aber seit einigen Tagen legt die jeden Tagen erheblich und deutlich sichtbar zu. Wenn sie so weiter macht, wird sie die gewünschte Abschattung des rechten Bereichs schon in wenigen Wochen bringen.
Hallo Paul,
Gerade für größere Aquarien ist er eine sehr schöne Pflanze. Die Verzögerung stammt von der Wurzelbildung. Diese Pflanze wirkt zierlich, kann aber massiv Wurzeln bilden. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt sie weiter zu fördern, z.B. mit Tropica Kapseln. Und ja: diese Pflanze liebt Stickstoff und Phospat. Wenn Kalium oder Mikros fehlen macht sie trotzdem weiter schöne Blätter, bei fehlenden Mikros aber mit typischen Mangelsymptomen. Fehlt aber Stickstoff oder Phosphat stoppt sie.

Falls du also noch Bodendüger da hast, kannst du erreichen, dass sie sich alle 7 Tage verdoppelt - mit viel viel Licht sogar noch schneller.
Zum verkleinern oben einige Blätter wegschneiden, denn wenn man die Pflanze neu setzt dauert es wieder...

Viele Grüße

Alicia
 

Aquabot

New Member
Hallo Paul,
Gerade für größere Aquarien ist er eine sehr schöne Pflanze. Die Verzögerung stammt von der Wurzelbildung. Diese Pflanze wirkt zierlich, kann aber massiv Wurzeln bilden. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt sie weiter zu fördern, z.B. mit Tropica Kapseln. Und ja: diese Pflanze liebt Stickstoff und Phospat. Wenn Kalium oder Mikros fehlen macht sie trotzdem weiter schöne Blätter, bei fehlenden Mikros aber mit typischen Mangelsymptomen. Fehlt aber Stickstoff oder Phosphat stoppt sie.

Falls du also noch Bodendüger da hast, kannst du erreichen, dass sie sich alle 7 Tage verdoppelt - mit viel viel Licht sogar noch schneller.
Zum verkleinern oben einige Blätter wegschneiden, denn wenn man die Pflanze neu setzt dauert es wieder...

Viele Grüße

Alicia
Hallo Alicia,

vielen Dank für die Tipps. Die Tropica-Kapseln habe ich massenweise ^^. Die Blyxa Japonica mag die nämlich auch sehr gerne. Ebenso die Cryptocoryne und einige andere. Habe 50 von den Kapseln auf dem Lavabruch verteilt (geöffnet und die Kügelchen verstreut), bevor ich Kies darüber gegeben habe. Außerdem habe ich nach dem Einpflanzen mit etwas Abstand drei Kapseln um den Tigerlotus verteilt. Eventuell haben die Wurzeln so lange gebraucht, um diese zu erreichen? (ca. 10 cm entfernt). Habe nochmal ein paar dazugesteckt, da das Umfeld auch mit Wurzelzehrern besetzt ist und die sollen schließlich alle satt werden.

Der Tigerlotus gibt jedenfalls weiterhin Vollgas und die von dir angesprochene Verdopplung ist keinesfalls eine Übertreibung. Ich bin begeistert mit welchem Tempo die Pflanze ihre Blätter vergrößert, neue austreibt und auch die Stängel verlängert. Inzwischen habe ich eher den Eindruck, dass es langsam eng wird "unten rum" bei der Vielzahl an Blättern. Aber die Pflanze wird schon wissen, was sie tut :).


Viele Grüße
Paul
 

Aquabot

New Member
Hallo allerseits,

gibt noch ein paar Bilder bzw. Infos. Zunächst einmal zum Thema MCC auf Wurzel. Hier bin ich @Alfisti noch eine Rückmeldung schuldig bzw. mal der aktuellen Stand anhand eines Detailfotos:

PXL_20210407_104251722.jpg

Hier kann man erkennen, dass das MCC auf dem Filterschwamm angefangen hat zu wachsen. Ich habe einen "Strang" in einen Schlitz geklemmt und den Schwamm dann auf die Wurzel aufgeklebt. Mal sehen, ob das für einen mehr oder weniger dauerhaften Halt sorgt. Ich werde dazu nochmal posten, wenn der Schwamm nicht mehr sichtbar bzw. zugewuchert ist und das MCC wieder buschig ist. Ich habe alles, was zuvor auf den Wurzeln war entfernt, da es sowieso kaum noch gehalten hat.

Außerdem hat ein User via PN nach "unschönen" Fotos gefragt ;D. Es geht dabei um Pinsel-/Bartalgen. Ich habe keinen wirklichen Befall, der ausgeprägt genug wäre, um es auf einem Gesamtbild zu erkennen. Ich habe das ursprüngliche Bild jedoch trotzdem mal in höherer Auflösung (4.000px Breite) eingefügt (man achte auf den mittleren Stein sowie die Hygrophila Pinnatifida):

IMG_4304-m.jpg

Hier ist eine aktuelle Aufnahme kurz vor der Beckenpflege (mit Smartphone bei Tageslicht aufgenommen, daher nicht direkt vergleichbar mit dem DSLR-Bild):

PXL_20210407_104216891.jpg

Wenn man auf den mittleren Stein achtet, stellt man fest, dass der Befall mit Pinselalgen ähnlich ist. Die Pinselalgen scheinen zu stagnieren, die Bartalgen sind größtenteils weg. Ich habe beispielsweise das HCC stark zurückgeschnitten, und so die darin befindlichen Bartalgen entfernt. Seit dem haben sich keine neuen gebildet:

PXL_20210407_104341859.NIGHT.jpg

Allerdings an der Bucephalandra schon (hier sieht man auch gut die Grünalgen, die vor allem die Cryptocorynen und besonders die Alternanthera reineckii mini befallen haben):

PXL_20210407_104418443.jpg

Das hält sich alles im Rahmen und ich bin weiterhin zuversichtlich das mit etwas Geduld in den Griff zu kriegen. Das Nährstoffverhältnis passt jetzt jedenfalls. Nur beim Nitrat bin ich nicht wirklich sicher. Denn ich dünge mit Masterline Golden, das Urea enthält. Das lässt sich mit dem Nitrat-Tröpfchentest nicht messen.

Hier ist übrigens auch ein Bild vom Tigerlotus, dem es offenbar nicht an Blättern mangelt ;):

PXL_20210407_134922599.jpg

Mein wirkliches Sorgenkind sind die Alternanthera reineckii mini, die im Bild des Ausgangsposts noch sehr gut aussahen und inzwischen erheblich gelitten haben. Sie sind stark mit Grünalgen befallen, was sie zuvor nicht waren (ich gehe davon aus, dass der Phosphatmangel Auslöser dafür war und sich das durch die Anpassung bald erledigt). Viele Blätter (habe ich heute alle entfernt) sind total durchlöchert. Das sieht für mich jedoch eher nach Fraßschaden und nicht Zersetzung/Nekrosen/o.ä. aus. Ich kann mir vorstellen, dass einer der Algen- bzw. Aufwuchsfresser diese anrichtet. Womöglich etwas zu motiviert die Algen entfernt? Das führt mich direkt zur zweiten Problematik: Ich weiß von Amanogarnelen aus eigener Erfahrung, dass sie normalerweise nicht an Pflanzen drangehen. Wenn sie jedoch mal eine gekostet haben, die ihnen schmeckt, kann man eigentlich vergessen diese Pflanze weiter zu pflegen, da sie früher oder später komplett von den Garnelen gefressen wird. Wenn sie erst einmal auf den Geschmack gekommen sind, sind sie unerbittlich. Aber vielleicht gibt es auch einen anderen Übeltäter und ich tue den Amanos unrecht ;).

Seht euch das Trauerspiel selbst an:

PXL_20210407_104311638.jpg

Ich werde weiter berichten. Ich hoffe nur, dass ich von Erfolgen berichten kann. Ansonsten muss ich mir eine Alternative für die Alternanthera reineckii mini, was ich unheimlich schade fände, da sie so toll gestartet ist und m.E. einen entscheidenden Beitrag zur Gesamtoptik liefert.


Grüße,
Paul
 

Matz

Moderator
Teammitglied
Hallo Paul,
ein sehr schönes Becken hast du da eingerichtet!
Leider scheinen die Amanos gerade auf die A. reineckii (mini oder nicht) oft geradezu abzufahren. Liest man öfter, leider.
Ich drück' die Daumen, dass du sie trotzdem durchbringst; die wächst ja eigentlich recht flott.
Bis bald,
 
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