Wasser enthärten

nabbl

New Member
Moin moin,
ich möchte mit einem 160liter Aquarium starten. Allerdings bin ich ein wenig unschlüssig bei meinen Wasserwerten was die Härte angeht:

http://www.stadtwerke-kiel.de/pdf/unter ... lensee.pdf

Dem PDF kann man ja entnehmen, dass die Carbonathärte 15,4 °dh entspricht, das für mich schon nach einer ganzen Menge klingt :). Nun habe ich gelesen, dass man diese Werte mit Hilfe von
- (Umkehr-)Osmoseanlagen
- Ionentauschern
senken könnte.

Eine Osmoseanlage käme für mich nicht wirklich in Frage, da mir hierbei zu viel Abwasser produziert werden würde... Daher zu den Ionentauschern: Was würdet Ihr mir empfehlen? Vollentsalzer? Teilentsalzer?

Braucht ihr noch weitere Infos?

Grüße
Manni
 

jgottwald

Member
Hallo Manni
ich denke mal das bei deiner Beckengrösse sich das alles nicht viel gibt. Klar produziert die Osmoseanlage Abwasser , dafür brauchst du Säuren und Laugen für den VE. Allerdings wird der nächste das und ein anderer wieder das erzählen, Fakt ist aber das in den letzten Jahren die Zahl der Osmoseanlagen dratisch zugenommen hat, während VE Anlagen eher immer mehr in den Hintergrund geraten.
mfg
jörg
 

nabbl

New Member
Wie sieht es denn mit der Wartung und den damit verbundenen kosten einer kleinen(?) osmoseanlage aus?
 

flashmaster

Member
Hy Friedemann

meiner Erfahrung nach , aller 12 Monate mal neu Filter und ne neue Membran , macht so um die 25€
zumindest bei den Kleinen
 

jgottwald

Member
Hallo Manni
einmal im Jahr sollte man die Vorfilter wechseln und nur bei Bedarf die Membrane. Ich habe allerdings nich nur einen Kunden die haben die Membranen 4-5 Jahre im Betrieb und die laufen immer noch zufriedenstellend.
mfg
jörg
 

ghostfish

Member
hi

jgottwald":1zsaoth8 schrieb:
Fakt ist aber das in den letzten Jahren die Zahl der Osmoseanlagen dratisch zugenommen hat, während VE Anlagen eher immer mehr in den Hintergrund geraten.

Ja das dürfte daran liegen das man sich damit etwas intensiver auseinander setzen muss und die Menschen immer weniger Zeit haben oder nicht mit Säuren hantieren wollen. Ausserdem unterschätzen viele die Abwasserkosten die bei günstigen Osmoseanlagen viel höher sind.
Ich finde Ionenaustauscher allerdings ungeschlagen wenn man nur Kationen wie Ca und Mg sowie Carbonate entfernen will und das Wasser fast keine Anionen wie Chlorid,Sulfat etc. hat. Dann reicht eine Säule voll und ganz und die Betriebskosten sind unschlagbar (nur etwas Salzsäure). Und wenn ich mir die Wasserwerte von dem PDF so ansehe dann funktioniert das weil an Anionen neben etwas Chlorid fast nur Hydrogencarbonat enthalten ist. Da könnte man sogar einen schwach sauren Kationenaustauscher verwenden, der ist noch günstiger. Da bleibt dann nur der Überschuss an GH übrig, was nicht durch KH abgedeckt ist also z.B. GH18 KH15 wäre dann GH3 KH0.
 

jgottwald

Member
Hallo Thomas
ich denke das es für alles ein für und wieder gibt, allerdings unterschätzen viele die Kosten für das Regenerien des VE. Die Kosten, die oft angeben werden sind nur beim Kauf von relativ grossen Mengen Salzsäure und Natronlauge zu schaffen. Rein rechnirisch hat ein VE gegenüber einer Osmose mit 1:2 keine Chancen im Vergleich bei normalen Mengen.
mfg
jörg
 

ghostfish

Member
hi jörg
Was ich von den Rechnungen bis jetzt sah ist VE ungefähr gleich von den Gesamtkosten wie Osmose. Allerdings habe ich davon nur halbe Kosten mit einer Säule (ich brauche kein Natron), da kommt man mit Osmose nie hin.
10kg Salzsäure kosten frei Haus knapp 20€, die stellt man sich irgendwie in die Ecke und kommt ewig damit aus. Beim Threadersteller reicht das für Jahre und das Harz hält auch ewig.
Die Regenerationskosten lassen sich bei stark saurem Harz ausserdem nochmal erheblich reduzieren wenn man eine Gegenstrom Regeneration ohne vorheriges Rückspülen macht.
 
...ganz unabhängig von den Kosten muss man bei Empfehlungen auch die jeweiligen Lebensumstände sehen....

ich für meinen Teil kann keine 10 kg Salzsäure in der Mietwohnung lagern....und das Bad einige Stunden zum regenerien missbrauchen.

Die Osmose demontiere ich nach der Wasserherstellung und stell sie in den Keller.
 

jgottwald

Member
Hallo Thomas
ich habe früher nur mit dem VE gearbeitet , erzähle mir also bitte nichts. TE habe ich auch durch, da hatte ich Wasser mit einem PH Wert von 3 und hier musste ich tagelang das CO² austreiben. Von Schäden die durch Säuren/Laugen entstehen , das möchte ich gar nicht erwähnen. Auch halte ich es für extrem gefährlich 10 kg Salzsäure in einem Privathaushalt zu lagern, vielleicht noch mit Kindern. Ach so: erkundige dich mal was passieren kann, wenn Salzsäure offen steht und sich die Dämpfe im Haus verteilen
mfg
jörg
 

ghostfish

Member
derluebarser":2whlfc88 schrieb:
ich für meinen Teil kann keine 10 kg Salzsäure in der Mietwohnung lagern....

warum?
und was hindert dich das in den Keller zu stellen?

und das Bad einige Stunden zum regenerien missbrauchen.

dauert 30min.
Die Durchflussgeschwindigkeit ist bei Entsalzer auch einiges höher als bei Osmose.

@jörg
die ganzen Reinigungsmittel sind für Kinder nicht minder gefährlich. Was soll an 10kg gefährlicher sein als eine kleinere Flasche?
Und extreme Dämpfe entstehen nur beim verdünnen, die sollte man nicht einatmen.
CO2 dauert bei mir 1 Tag bis das auf "normal" ist.

Aber klar, du willst ja deine Osmose verkaufen :D
 

jgottwald

Member
Hallo Thomas
Aber klar, du willst ja deine Osmose verkaufen
der Spruch musste kommen :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:
Ich habe mir allerdings die Seiten die in deiner Sigantur stehen angeschaut und nachdem ich da ein Bild gesehen habe, war mir einiges klar. Es bringt aber nichts mit dir weiter über das Thema zu schreiben, denn du tust hier so als ob nur du mit VE und TEs
gearbeitet hast. Ich denke mal das ich wahrscheinlich mehr und länger mit denen gearbeitet habe und somit die Stärken und Schwächen der jeweiligen Geräte kenne. PS meine Merlin schafft 200 ltr die Stunde, sofort gebrauchsferitig, kommt da dein TE mit?
mfg
jörg
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo,

ich habe von 1995 bis 2005 einen Vollentsalzer betrieben und seit dann eine Umkehrosmoseanlage. Danach fragte ich mich, warum ich diesen Schritt nicht schon viel eher gemacht habe. Die Pritschelei mit Säure und Lauge ist schlicht und ergreifend höchst lästig und daran gewöhnt man sich auch nicht. Ich habe mich im Gegenteil dabei ertappt, Wasserwechsel hinauszuzögern, weil ich nicht schon wieder meinen Entsalzer regenerieren wollte.

Mit der Umkehrosmoseanlage ist alles anders: Wasserhahn auf, abwarten, bis genug Wasser in der Vorratstonne ist, Hahn wieder zu. Man kann das auch automatisieren.

ghostfish":1pove4by schrieb:
Die Durchflussgeschwindigkeit ist bei Entsalzer auch einiges höher als bei Osmose.
Das nützt dir aber gar nix, weil das Wasser aus dem Entsalzer jede Menge CO2 enthält (bei mir über 200 mg/l), das erst mal raus muß. Dazu musste ich das Wasser in der Vorratstonne erst mal eine Nacht lang beblubbern. Somit ist der Geschwindigkeitgewinn dahin, abgesehen davon, daß es inzwischen Direct-Flow-Anlagen gibt, die 50 Liter pro Stunde oder mehr machen.

Viele Grüße
Robert
 

Peda 22

Member
Hi zusammen,

also ich habe auch eine Anlage von Jörg mit der ich sehr zufrieden bin. Bei mir ist allerdings der Wasserdruck zu niedrig, somit liefert die Anlage auch nicht die Liter lt. Beschreibung (logich). Sonst bin ich aber voll und ganz zufrieden.
Ich hatte auch überlegt ob ich nicht mit VE Wasser arbeiten soll bin aber froh darüber mich dagegen entschieden zu haben.
Einfach nach der Herstellung vom Wasser abmontieren und in den Kellr damit. Perfekt.

Und das Jörg nicht schreibt das Osmose quatsch ist klar. Er hat damit einfach recht und soche Sätze wie "du willst deine Anlagen doch verkaufen" finde ich nicht passend.

Es muss jeder für sich entscheiden was er will ich bin für Osmose so wie der großteil hier im Forum.
 

nabbl

New Member
Moin miteinander,
erstmal danke für die ganzen Antworten im Thread. Ich hätte nicht gedacht, eine Art Glaubenskrieg auszulösen :).
Das mit der Osmoseanlage klingt ja ganz interessant. Ich habe allerdings noch ein paar Fragen dazu:
- Wie schließe ich die an?
- Wie groß ist die?
- Wird das Wasser in der Anlage gesammelt und ich kann das dann einfach "abzapfen" oder muss ich ein entsprechendes Gefäß da haben, um das Wasser aufzufangen?

Wie gesagt, Osmoseanlage klingt interessant - nur weiß ich nicht, ob ich das in der Mietwohnung nutzen / unterbringen kann...

Lieben Gruß,
Friedemann
 

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