Unser erster Versuch im Aquascaping

nightblue

Member
Hallöchen,

nachdem unser großes 350er Becken nach 4 Monaten endlich seine Hürden gemeistert hat und stabil läuft haben wir uns entschieden in unserem Flur ein kleines Becken neu zu richten. Anfangs sollte es ein low Budget Projekt werden, aber wir haben schon diverse Sachen ausgetauscht da es im Flur schon oft gesehen wird :D
Hier eine Auflistung der Technik:
Dennerle Scapers Tank 35 Liter Basic Set
(Inkl. Innenfilter und LED , der Filter wurde schon garnicht verbaut, LED mit 500lm schon , aber war uns zu dunkel und lief nur die ersten beiden Tage)
Neue Beleuchtung: Chihiros A401 mit 3850lm, gedimmt auf 60% , was etwa 60lm/Liter entspricht. (6h)
Filter : Eheim 150 gedrosselt auf 50%
Co2 : JBL u504 (macht hier die Anschaffung einer Nachtabschaltung Sinn?)

Bodengrund: Aqualit - Mironekutun Mineralien - Tropica Soil
Pflanzen :
Marsilea Crenata
Eleocharis Mini
Rotala Vietnam H‘ra
Ludwiga Repens Rubin
U.a. :wink:

So sah das Ganze dann aus



Dennerle LED 5.0
Chihiros A401


Werde die ersten 3-4 Wochen aller 2 Tage 50% Wasser wechseln .Im LeitungsWasser sind etwa 2-3mg NO3 vorhanden , das sollte auf für den Anfang reichen. Im großen Becken dünge ich sehr viel Po4 (halte das auf 1.0mg) was haltet ihr von einer leichten PO4 Düngung auf 0.1 ) Eisen will ich ab Woche 2 düngen im Bereich 0.03
Unser LW :
No3 2-3
Po4 0
K 10

So nun freue ich mich auf Kritik und Verbesserungsvorschläge oder Ähnliches :)

Gruß Dustin
 

Kejoro

Active Member
Hi Dustin,

mir gefällt dein erster Versuch :thumbs:

Ich hätte noch zwei Anmerkungen
Die Chihiros haben eine etwas zu optimistische Lichtangabe. Rechne mit etwa 75% des angegebenen Lichtstroms. Mein A90 Balken kann kaum mit den DIY Leuchten mithalten, die "nur" 6000lm liefern. Das sollte sich linear auf die anderen Leuchten von Chihiros übertragen lassen.
Ich sehe am Übergang Soil-Sand jetzt keine Abgrenzung. Ich könnte mir vorstellen, dass der Sand über die Zeit in den Soil hineinwandert. Mit ein wenig Filterwatte könnte man das verlangsamen. An der Scheibe will man die natürlich nicht sehen, weshalb ich auch nur dort den direkten Kontakt Soil/Sand haben wollen würde.
Wenn man das richtig machst, sieht das so aus, wie bei dir jetzt.

Zum Tropica Soil werden sich sicher andere dazu äußern, auch, wie man mit dem Soil düngt.
Ich bin mal gespannt, wie sich das Becken so entwickelt :bier:

Was soll den später in das Becken einziehen?

Schöne Grüße
Kevin
 

nightblue

Member
Hallo Kevin,

Ich denke auch dass Chihiros optimistisch mit ihren Angaben ist, aber brauche eh nicht die angegebene Leistung.

Es sollen Garnelen (die rot-weiß gestreiften) und ein paar Schnecken einziehen. Manche halten in dem Becken dann noch einen Kampffisch, das überlegen wir uns aber noch ob das Sinn macht und passt.
Werde sobald die ersten Algen kommen ein paar Amanos aus dem großen Becken kurzzeitig umsetzen.

Zum Thema Düngen mit Tropica Soil bin ich wirklich sehr gespannt auf die Diskussion. Wenn jemand Erfahrungen hat , bitte niederschreiben :D
Meine Erfahrung : Der Soil wirkt die ersten Wochen KH-Senkend (innerhalb 24 h macht er aus 10grad -> 5grad). Im großen Becken halte ich die Werte NPK auf 20/1/10 und Eisen an der untersten Nachweisgrenze und fahre derzeit relativ Algenfrei.

Gruß Dustin
 

Kejoro

Active Member
Hey Dustin,
nightblue":tnu7xto3 schrieb:
Es sollen Garnelen (die rot-weiß gestreiften) [...]. Manche halten in dem Becken dann noch einen Kampffisch, das überlegen wir uns aber noch ob das Sinn macht und passt.
Wenn du mit Leitungswasser arbeitest, rate ich dir von der Haltung der rot-weiß gestreiften Garnelen ab (Crystal Red oder Wine Red?). Bienengarnelen und die daraus entstandenen Taiwan-Bees sind recht empfindlich und es haben schon viele vor dir versucht, sie mit so einem Setup zu halten. Das ging schon einige Male schief. Am Anfang mag das noch gut gehen, da der Soil die KH knackt. Dabei werden die hauptsächlich härtebildenden Kationen aufgenommen und dafür Protonen (H+) abgegeben. Die Protonen gehen direkt in das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht ein und verschieben das Gleichgewicht in Richtung CO2. Als Resultat nimmt der pH ab und die Keimdichte steigt nicht so schnell, wie sie es bei höherem pH machen würde. Der Effekt lässt aber, wie du schon angemerkt hast, irgendwann nach. Wenn dann die Mikrobiologie nicht passt, dann wird es sie reihenweise aus den Socken hauen. Und glaub mir, die Mikrobiologie passt seltenst.
Der Kampffisch wird auch ab und zu eine Garnele snacken^^

Ich würde die zu Neocaridina raten, wenn du bei Leitungswasser bleibst. In deinem Becken könnte ich mir die N. palmate aka. White Pearl echt gut vorstellen.
Als Alternativvorschlag zum Kampffisch könntest Du dir auch die Boraras Arten ansehen. Die kommen mit 40cm Kantenlänge ganz gut zurecht.

Überlege es dir mit den Garnelen, ich meine es nur gut :smile:

Schöne Grüße
Kevin
 

nightblue

Member
Hallo Kevin,

danke für den Tipp , denke da hast du völlig Recht. Werde das Ganze in Ruhe nochmal überdenken.

Kleines Update :

Becken ist nun seit 13 Tagen in Betrieb ohne Besatz und habe gerade mal aus Langeweile Nitrit gemessen. Stecke grad voll im Peak. Bin derzeit irgendwo bei 0.4 mg Nitrit. :thumbs:

Habe seit 4 Tagen minimal Phosphat gedüngt , Pflanzen zeigen nun einen eindeutigen Eisenmangel, neue Triebe sind richtig weiß. Des Wegen habe ich gestern leicht Eisen gedüngt auf 0.05
Manche Pflanzen wachsen schon richtig gut wie zb die Rotala H‘ra , manche lösen sich bisschen auf wie bspw die Bucephalandria. Stellt sich sicher um auf Submers .
Wasser wechsle ich weiterhin aller 2 Tage und Beleuchtung ist auf 6 Stunden.



Hier mal die Technik im Schrank :)

Gruß Dustin
 

nightblue

Member
Anbei Fotos nach 4 Wochen. Dünge so aller 2 Tage N,P und Fe.
Beleuchtung bin ich bei 7,5h .
Aller 4 Tage 50% Wasserwechsel, dabei bisschen sauber machen. Mehr wird nicht gemacht.
Nitrit Peak war vor einer Woche, danach zogen 3 Stahlhelmschnecken ein.

Gruß Dustin
 

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