Problem mit Ludwigia palustris

chrisu

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Hallo zusammen,

hat jemand von euch schon mal so seltsame Triebspitzen bei Ludwigien gesehen?
KH 5
Mg 7mg/l
Ca 26mg/l
K 10mg/l
NO3 10mg/l
PO4 0,075 mg/l täglich
Fe 0,05 mg/l
CO2 25 mg/l
Boden: ungedüngter Kies
 

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Sepp0207

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Hallo,

ist das der einzige Stängel mit diesen Symptomen oder gibt es noch weitere mit dem Problem? Welchen Volldünger verwendest du zur Zeit?

Gruß
Sebastian
 

Haeck

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Hi Christian

.... ähnliche Symptome traten in meinen Kiesbecken einst bei der L. arquata auf. Die in sich nach unten gekrümmten Blätter waren Ausdruck einer zu niedrigen Ca Konzentration von 12 mg/l. Die Sichelförmigen Verformungen entstanden durch einer defizitär schnell verfügbaren Stickstoffquelle. No3 war mit 15 mg/l vorhanden, Phosphat lag bei 0,5 mg/l.
Funktioniert die tägliche Phosphatdüngung bei dir ? Die wöchentliche Konzentration auf Stoß zu verabreichen hast Du bereits versucht ?

Lg
André
 

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chrisu

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Hallo,

Sebastian ja ungefähr die Hälfte aller Stengel sieht momentan so aus. Volldünger momentan Ferrdrakon Power. Zuvor hab ich mit V30 und Flourish gedüngt aber da war das gleiche Problem.

André, Ca ist bei ca. 25mg/l, Phosphat täglich 0,075mg/l. Wöchentliche Stoßdüngung hab ich schon einige Monate nicht mehr praktiziert.
NO3 Düngung mit GH Boost N, Ammoniumdüngung hab ich wegen Grünalgen abgesetzt aber damit hatte ich das Problem auch
 

Sepp0207

Member
Hallo,

Haeck":9j4prxwv schrieb:
Die Sichelförmigen Verformungen entstanden durch einer defizitär schnell verfügbaren Stickstoffquelle.
Dann müssten alle mit NO3 gedüngten Becken auch so aussehen. Tun sie aber nicht.

Ich würde ein Ungleichgewicht bei den Spurenelementen vermuten.

Gruß
Sebastian
 

Haeck

Member
Hallo Sebastian

Dann müssten alle mit NO3 gedüngten Becken auch so aussehen. Tun sie aber nicht.

... und wie erklärst du dir das plötzliche Verschwinden des Symptoms nach dem Verabreichen von Urea... reproduzierbar ? Es ist immer wieder ein Trugschluss zu glauben, das jedes Becken gleich "tickt".

Lg
André
 

Sepp0207

Member
Hallo André,

Haeck":31d89j0v schrieb:
und wie erklärst du dir das plötzliche Verschwinden des Symptoms nach dem Verabreichen von Urea... reproduzierbar ?
Wir neigen leider dazu, und da schließe ich mich selbst mit ein, zu schnell falsche Schlüsse zu ziehen. Wenn das Fehlen einer schnell verfügbaren Stickstoffquelle zu solchen Symptomen führen würde, müsste es reproduzierbar auch bei allen NO3 gedüngten Becken auftreten. Tut es aber nicht. Daher ist für mich dann auch keine allgemein gültige These.

Gruß
Sebastian
 

Haeck

Member
Moin Sebastian,

nur hat dummerweise niemand den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhoben.
Hier wurde die Frage nach Erfahrungswerten zu einer bestimmten Problematik einer Ludwigienart diskutiert. Von mir präsentiert wurde lediglich eine visuel vergleichbar ähnliche Situation, mit anderer Ursache, ohne irgendeinen Anspruch auf Absolutheit.

Gruss
André
 

chrisu

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Hallo,

ich bin für jeden Erfahrungsbericht sehr dankbar!! Klar tickt nicht jedes Aquarium gleich.
Hab auch leider bis heute nicht rausgefunden warum bei mir P. erectus meist so seltsam wächst :nosmile:
 

Frank2

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Ich schließe mich aus eigener Erfahrung der Aussage von Andre an mit Ludwigia Palustris.

In einem eher schwach mit Fischen besetzten Becken war N03 immer so bei ~ 10, der Fischeintrag reichte nicht aus, so dass mittels KN03 zugedüngt wurde auf niedrigem Level. Nach Einzug eines großen Schwarms Rotkopfsalmlern und Absetzen der KN03- Zudüngung pendelte sich N03 so bei 5-8 ein. Die Ludwigia Palustris hat sich hiernach gemacht.

Ich schließe daher auch auf eine defizitär schnell verfügbare Stickstoffquelle, ggf. hat diese Pflanze, neben manch anderen, sogar ein gewisses Unvermögen, bestimmte Stickstoffquellen überhaupt effektiv zu nutzen.

Da Ludwigia Palustris auch in sehr weichen Wasser nachweislich gut auskommt, würde ich hier nicht unbedingt nach Ca/Mg- Konzentrationen schauen. Bei Ludwigia Repens sähe ich das allerdings anders.

An Mikros glaube ich nicht bei dieser Pflanze, die ich auch schon in Becken hatte, die alle 1/4 Jahr mal einen Schuss Volldünger erhalten haben.

Grüße
Frank
 

Haeck

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Hi Frank

Frank2":1hcyn65i schrieb:
Ich schließe daher auch auf eine defizitär schnell verfügbare Stickstoffquelle, ggf. hat diese Pflanze, neben manch anderen, sogar ein gewisses Unvermögen, bestimmte Stickstoffquellen überhaupt effektiv zu nutzen.

Ich denke auch das es in etwa in diese Richtung bei der Haltung in nährstoffarmen Böden der Kiesbecken tendiert. Diese Deformationen scheinen dort vermehrt aufzutreten, denn in nährstoffreichen mit Sand/Kies bedeckten Böden, wächst die Pflanze vollkommen frei von diesen Erscheinungen. Eventuell ist die Pflanze doch mehr Wurzelzehrer als bisher angenommen. Ohne die Zugabe von schnell verfügbaren Stickstoff, sind zumindest in meinen Kiesbecken, trotz ausreichend vorhandenem No3 Verkrüppelungen vorprogrammiert. Da kann noch soviel Nitrat in der Wassersäule präsent sein.

Lg
André
 

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