Manado oder Sand

Rico_Star

New Member
Hallo liebe Spezialisten. Ich benötige mal aktuelle Antworten zum Thema Manado. Hat jemand über eine längeren Zeitraum Erfahrung damit? Wie sieht es aus mit den Pflanzen. Ich habe gehörte, dass aufgrund des leichten Materials diese öfter aufschwimmen. Können da die Plantis von JBL abhilfe schaffen?
Kann man trotzdem Stängelpflanzen einsetzen?

Meine zweite Frage bezieht sich auf Sand. Kann dieser faulig werden, weil er mit der Zeit verdichtet und so die Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln unterbricht?
Wie wird Sand über Bodensubstrat eingebracht? Ich habe gelesen, dass man den Sannd einbringt, wenn etwas Wasser im Aquarium ist. Aber dadurch wurde der sich doch mit dem unten befindlichen Bodensubstrat vermischen, oder? Ist es möglich den Sand auch ohne ihn vorher zu waschen ins Aquarium zu bringen? Es ist mir klar, dass das Wasser dann trüber wird.

Ich hoffe auf informative Antworten. Vielen Dank.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo (hier könnte dein Name stehen - was nicht völlig gleichgültig ist, denn ich z.B. lasse Anonymousse sein ;) )

Manado besteht aus Ton und das speichert je nach Wasserdüngung manche Nährstoffe oder gibt sie ab. Für manche Nährstoffe hat es also Pufferwirkung und bei einer Änderung der Düngung über das Wasser reagiert das dann verzögert. Mir ist das nichts. Pflanzen reagieren ziemlich direkt und dann kann ich mit einer direkten Düngung Ursache und Wirkung zuordnen.

Ungedüngter Quarzsand ist mir schon was - und dann dünge ich nur übers Wasser. WW ist deshalb größer, weil nicht so genau raus ist, welcher Stoff wieweit verbraucht wird und dann ist der größere WW sozusagen der wöchentliche Reset auf einen gewollten Nährstoffspiegel. Wenn es gut läuft, kann das auch ein geringerer WW sein.
Suche mal im Forum nach Poolfiltersand. Der muss nicht gewaschen werden und macht keine Probleme.
Alternativ bietet sich ein vorgedüngtes Tonsubstrat an. Kann ich nicht so viel zu sagen, ich bin ein Sandmann.

Gruß, Nik
 

Stevie

Member
Hallo Rico?,

Hier ist es üblich mit Namen anzureden :)

Zu dem Manado: ich hatte es bisher bei einem nano im betrieb für ca 6 Monate. Vorweg ich würde es nicht weiterempfehlen. Die Pflanzen sind mir Vorallem zuanfang sehr oft aufgeschwommen. Ich kann mir nicht vorstellen das es mit den Plantis viel besser geht. Meine Nelen haben durch das leichte material das aq auch regelmäßig umgestaltet und dadurch sind auch oft Pflanzen aufgetrieben. Wenn bräuchte man wohl eine etwas dickere schicht ~ 7cm um sicher zu stellen das die Pflanzen nicht so oft auftreiben.

Ich persönlich benutze lieber Sand. Was für einen Sand willst du denn nutzen? Ich hab in letzter Zeit öfter Sandkasten Sand von O*i genutzt. Da kosten 25kg 2€. Den würde ich aber unbedingt auswaschen. Zumal kommt da echt viel Feinstaub raus. Und dann um evtl doch noch vorhandene nicht gewünschte Sachen auszuwaschen.

Ich hatte mein letztes Becken 5 Jahre mit sand betrieben bevor ich es neu gemacht habe. Einbringen wûrd ich erst Soil das dann befeuchten dann den Sand drüber Wasser rein sodass es kurz drüber steht. Etwas in dem Sand rumrühren damit evtl vorhandene Luft rausgeht. Das Wasser evtl absaugen und los geht's :) du kannst aber auch erst Wasser rein und Sand drauf. Sollte keinen unterschied machen. Ist wohl aber besser gegen lufteinschlüsse. hoffe das war's soweit alles.

Lg
Steffen
 

Zambri

New Member
Hallo Rico,
also ich hab seid dem 31.03. den Manado drin und bin total begeistert.
Pflanzen halten etwas schlechter, aber dass ist nicht allzu tragisch... Also meine Stängelpflanzen haben spätestens nach dem 2. Setzen komplett gehalten. Mit ein bisschen Übung bleiben diese beim ersten Versuch sofort im Boden.
Also ich würde den Manado jederzeiz weiterempfehlen!

Grüße
Luke
 

fischbock

Member
Hallo zusammen,

die Frage Manado oder, würde ich immer mit oder beantworten.

Ich habe ihn seit über einem Jahr im Becken, und er ist nicht so katastrophal, dass ich ihn raus scheißen muss, aber da spielt auch meine Faulheit zumindest eine Nebenrolle.

Vorteile (, die aber nichts besonderes sind):

- er ist bisher nicht zerfallen, wie man es manchmal von Soils hört
- trübt daher auch das Wasser in keinster Weise
- strahlend weiße Wurzeln
- Form, Größe, und Gewicht kommen Garnelen und Bodenbewohnern sicherlich entgegen

Nachteile (, die man meiner Meinung nach ohne davon einen Vorteil zu haben in Kauf nehmen muss)

- wirklich null Dimensionsfestigkeit. Geplant hatte ich einen leichten Anstieg, bekommen habe ich innerhalb kürzester Zeit eine plane Ebene, obwohl auch Hardscape zur Unterstützung genutzt wurde.

- Pflanzen halten schlecht bis kaum, je feiner oder grasartiger sie werden. Wenn sie dann doch mal so lange drin bleiben bis sie verwurzeln, halten sie aber in den meisten Fällen dauerhaft. Mein Lilaeopsis kann aber selbst nach einem Jahr eine einzelne Garnele raus "reißen".

- nachweisen, dass es am Manado liegt, kann ich nicht, aber in unregelmäßigen Abständen spielt insbesondere mein PO4- oder NO3-Wert verrückt. Mit verrückt meine ich, dass ich ohne sonstige Veränderungen auf einmal so gut wie gar keinen, oder auch mal einen recht extremen Verbrauch habe. Und da das nicht nur von den Tests, sondern auch den entsprechenden Begleiterscheinungen angezeigt wird (z.B. grüne Punktalgen/Färbung P. stellatus), kann es nicht (nur) an der Ungenauigkeit der Tests liegen.

Gruß,

Dirk.
 

ca_sch

New Member
Hallo,

auch ich habe seit ca. 2 Wochen Manado im Becken. Ausschlaggebend waren für mich Farbe und biologisch aktiv.
Leider habe ich den Bodengrund auch ordentliche durchgewaschen (über mehrere Tage) wie in der Anleitung stehend, um Aufhärtungen des AQ Wassers vorzubeugen.
Das Manado hat sich mit dem im Leitungswasser befindlichen Silikat vollgesogen wie ein Schwamm. Ich habe schon dutzende Wasserwechsel hinter mir (jedesmal 180L Osmose Wasser mit Mischbettharz) aber eine Besserung ist nicht in Sicht. JBL Silikat Ex ist auch im Filter.
Der Halt der Pflanzen ist auch verbesserungswürdig trotz 8cm höhe incl. 2 cm Aqua Basis.
Ich würde es nicht noch einmal verwenden.

Gruß aus Hamburg

Carsten
 

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