Lichteindruck von T5 und HQI versus LED

Seddy

New Member
Hallo lieber Aquaristik-Freunde,

erstmal herzlichen Dank für alle, die sich hier in diesem Forum engagieren und mit Rat (und Tat?) zur Seite stehen. Schon so oft habe ich hier Antworten auf brennende Fragen und Lösungen für große und kleine Probleme gefunden. Danke euch allen!

Dies ist mein erstes Thema, das ich hier erstelle und ich bin sehr gespannt, was eure Meinungen bzw. Erfahrungen dazu sind. Aber kurz zu mir: Ich bin großgeworden mit Glühlampen- bzw. T8-Licht und kenne auch HQI-Licht aus diversen Zoohandlungen in früheren Zeiten. Dann kam eine Zeit, in der ich mich über 10 Jahre gar nicht mehr mit dem Hobby beschäftigt habe (traurig aber wahr), weil andere Dinge einfach wichtiger waren. Vor etwa 2 Jahren habe ich wieder so richtig Feuer gefangen für die Aquaristik und war überrascht über die vielen technischen Neuerungen und Weiterentwicklungen. Ich habe kurzzeitig wieder mit einem Becken mit T5-Licht angefangen aber so langsam dämmerte es mir, dass zukünftig eher LED angesagt sein würde.

Ich habe dann die Helialux Spectrum von Juwel ausprobiert sowie diverse LED-Leisten von ledaquaristik.de und auch die Aquaillumination HD Prime Freshwater. Ich kenne auch das Bonbon-Licht von Chihiros, ADA und wie sie alle heißen. Momentan nutze ich eine Uniq FS 1200 von Aqua-Grow. Das Ergebnis war bei all diesen Lampen aber immer das Gleiche: ich war (und bin) extrem bis mittelgradig enttäuscht. Versteht mich nicht falsch: die LED-Technologie an sich ist sicher eine super Sache aber der subjekte visuelle Lichteindruck bei mir ist ein völlig anderer als das, was ich von früher gewohnt bin. Bei T5 und HQI habe ich grüne Pflanzenblätter die ein natürliches inneres Leuchten ausstrahlen. Es sieht einfach soooooo lebendig aus. Bei den angesprochenen LED-Lampen sieht alles eher fad und platt aus und das übrigens auch unabhängig von der Farbtemperatur. Völlig egal, ob ich da 4000k oder 7000k einstelle, es sieht in meinen Augen einfach immer besch... aus, weil ich einfach anders geprägt bin. Bestimmt gibt es viele, die mit sowas super happy sind aber ich bin es jedenfalls nicht.

Nun zu meinen Fragen:
Was unterscheidet T5- bzw. HQI-Licht von LED-Licht? Liegt es am Spektrum? Oder am CRI? Oder gibt es noch andere physikalische Größen, die den Unterschied ausmachen?
Kennt ihr eine LED-Lampe, die möglichst nahe an den Lichteindruck einer T5- oder HQI-Beleuchtung herankommt? Mir ist schon klar, dass T5 und HQI auch nochmal viele Unterschiede haben im Hinblick auf Spot- bzw. Flächenbeleuchtung usw. Es geht mir primär darum, dass die Pflanzen "natürlich leuchten" sollen. Sorry, wenn ich das nicht besser beschreiben kann. Es ist mit Worten irgendwie schwer rüberzubringen.

Vielen Dank schon mal.

Viele Grüße
Stefan
 
Hallo Stefan,

ja du schreibst es genau so wie ich es für mich auch feststellen durfte, HQI Leuchtstoffröhren T8/T5 reproduzieren ein Licht das mit LED Technik in keinster weiße Vergleichbar ist.
Damals wurden die meisten Aquarien mit T8/ T5 Leuchtstoffröhren befeuert und waren von der Natürlichkeit der Farben einfach um Welten besser als es jede am Markt befindliche LED Leuchte nur versucht.

Zu meiner Entäuschung tauschte ich eine 4x18W T8 Eigenbau Hängeleuchte (bestückt mit OSRAM 865 ) gegen die so hochgelobte ADA SOLAR RGB ein, ja das Design mancher Lampen ist sicher gelungen nur das bringt nicht´s wenn die Farben darunter (Falsch wirken), und da ist es egal welcher Hersteller je mehr RGB in´s Spiel kommt desto komischer wird es.

-Die Solar RGB ging nach keinen 2 Werktagen wieder zum Händler zurück, die Lampe ist für eine LED echt die Best nur im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhrenbeleuchtung kein Upgrade wert, der Stromverbrauch war auch fast um 100% erhöht trotz LED

Guter Vergleich hatte ein ADA 60f mit 2x18W Röhre , daneben ein ADA Mini M mit einer Aquasky 361 , dazu kam ein 60P mit einer Twinstar E600 und ein weiteres Mini M mit 2x Twinstar B300 LED.

Fazit: ich bekam ernsthaft Kopfschmerzen wenn ich den Raum betrat in dem die Aquarien standen, die Twinstar Lampen machten ein Magenta/Rotes Licht gemischt mit blau.
Auch hier nach etwa einer Woche verließen die Twinstar Leuchten mein Haus !
Ein einfache weiße LED wie die ADA Aquasky (alte Acryl Version) war bis heute die beste Leuchte die ich kaufen konnte, sehr neutral und angenehm.

Leider musste die Leuchtstoffröhrentechnik pausieren (habe die Leuchten noch im Besitz) Stromverbrauch und Montageproblematiken am Aquarium selbst.
Aktuell verwende ich 6500K Deckenleuchten von Osram in 6500/4000K von 30-150cm im DIY-Bereich kann man mit nötiger Kentniss vieles brauchbares daraus bauen !

Hier mein mit T8 beleuchtetes Aquarium:
160l-naturaquarium-622073b5c2b6a.jpg


und 4x18W T8 865 60P:
64l-naturaquariun-classic-60p-62207c00ea63c.jpg


Hier wurde mit LED 6500K rein Weiße einzelchips beleuchtet ( ca. 12 000 Lumen auf 320Liter)

325l-island-fire-with-plants-6220771a9aa95.jpg


LED 6500K und 4000K Osram LED Leuchtbalken aus dem Baumarkt- Bürobereich

325l-natureaquarium-sunshine-rising-609ceeb3e192a.jpg


Mein Fazit: wenn LED dann reine 6500K Kaltweiße Chips oder 6500K und Warmweiße 4000 (Neutralweiße)gemischt , aber ansonsten gewinnen Leuchtstoffröhren mit Abstand wenn es um Natürlichkeit geht um längen .

-Das ist meine persöhnliche Meinung und soll nicht´s gegen andere Meinungen sprechen, es ist letztendlich Geschmacksache und sollte auch dabei bleiben.
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo,

irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, daß hier zwei hoffnungslose Nostalgiker ihre verklärte Sicht auf die Vergangenheit austauschen und dabei gänzlich vergessen, daß 800er Leuchtstofflampen ein zwar recht vernünftiges Licht machen, aber von modernen LEDs sowohl in Sachen Farbwiedergabe, als auch in Sachen Effizienz um Längen ausgestochen werden..

Ich habe hier mal das Spektrum einer 865er Leuchtstofflampe dem einer modernen LED (Bridgelux Thrive), beide 6500 K, so gegenübergestellt, daß beide den gleichen Lichtstrom erzeugen:

865vsThrive.png

Man erkennt auf den ersten Blick, warum die 865er das Grün so unnatürlich hervorhebt. Die 800er Leuchtstofflampen besitzen nur deshalb einen gegenüber RGB-LEDs vergleichsweise guten Farbwiedergabeindex, weil die Emissionspeaks der Leuchtstoffe gut mit den Empfindlichkeitsmaxima der Zapfen in der Netzhaut zusammenfällt. Eine natürliche Farbwiedergabe ist das aber nicht.

Gut, daß die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU dem in Kürze den längst fälligen Riegel vorschiebt. Ja, ich habe lange 800er Leuchtstofflampen verteidigt. Inzwischen bin ich aber Ra>90-verwöhnt...

In diesem Sinne
Robert
 
Hallo Robert,
zwei hoffnungslose Nostalgiker ihre verklärte Sicht auf die Vergangenheit austauschen und dabei gänzlich vergessen, daß 800er Leuchtstofflampen ein zwar recht vernünftiges Licht machen, aber von modernen LEDs sowohl in Sachen Farbwiedergabe, als auch in Sachen Effizienz um Längen ausgestochen werden..
Das hast du gut ausgedrückt:p, und da stimme ich dir natürlich auch zu. Die Effizienz einer LED ist um längen besser im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhre!

Nur das Farbbild ist bis heute unerreicht, und wird es hoffentlich in Zukunft nicht bleiben.
Led ist und bleibt die Zukunft, jetzt wo das Thema Stromkosten in den Vordergrund rückt ist jeder froh der dieses LEuchtmedium über seinem Aquarium installiert hat.
Irgendwelche Abstriche muss man dafür halt fahren, im gegenzug ist eine kompackte und unauffälige Leuchte ebenso nur mit LED möglich (ADA Aquasky) .
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Morgen…

Nur das Farbbild ist bis heute unerreicht, …

'Tschuldige, daß ich Deinen Beitrag auf diesen Halbsatz reduziere, aber das ist stimmt nur halbwegs, wenn Du damit die unnatürlich grünbetonte Farbwiedergabe von 800er Leuchtstofflampen meinst, aber auch die läßt sich mit RGB-LEDs wohl so hindrehen.

Ansonsten sehen die Leuchtstofflampen gegenüber bspw. einer Bridgelux Thrive oder einer Seoul Sunlike einfach alt aus.


Viele Grüße
Robert
 

moskal

Well-Known Member
Hallo,

welches sind denn die hochwertigen LEDs die schlechter Farbe wiedergeben als t5/t8?

Das ist zwar kein Skape, es geht um die N. aquatica, aber es ist mit diesen LEDS beleuchtet klick
HQI, t5, t8, die da mithalten können habe ich noch nicht gesehen:
nymphoides.aquatica.03.04.19.1.jpg
Aber klar, was einem am besten gefällt, gefällt einem am besten.

Gruß
Helmut

Edit um auf den Anfangspost einzugehen:

CRI ist ausschlaggebend für die Farbwiedergabe, wobei CRI 100 dem sonnenlicht entspricht und je kleiner die Zahl um so schlechter ist die Farbwiedergabe im Vergleich zum Sonnenlicht. Irgendwelche LED-Leuchten bei denen sich die Farbtemperatur einstellen lässt und die für mein Empfinden besser sind als sehr gute t5/t8 habe ich auch noch nicht gesehen. Das will bei mir allerdings nichts heißen, ich baue meine Leuchten selbst und habe keinen Überblick über das Zooangebot.

Gruß
Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:

nik

Moderator
Teammitglied
Moin Christian,

Nur das Farbbild ist bis heute unerreicht, und wird es hoffentlich in Zukunft nicht bleiben.
doch, sollte es sogar. Das, was du beschreibst, ist die Gewöhnung an ein im Vergleich objektiv unbestreitbar mangelhaftes Licht!

Du hast nicht die blasseste Vorstellung was ich in Licht schon alles gedreht habe. Gearbeitet hatte das schon länger in mir, bestätigt wurde das durch ein Aquarium, das in der flachen Sonnenstandes morgens volle Sonne von vorne bekam. Sensationell was für eine Pracht vorher unauffällige Moenkhausia sanctaefilomenae zeigten. Spielten zwei Dinge eine besondere Rolle, das Sonnenlicht mit seinem Spektrum als maßgeblicher Standard für die Bewertung der Farbwiedergabe jedes anderen Leuchtmittels und der natürlich untypische Fall des von der Seite auftreffenden Lichts. Gerade silberfarbene Fische können nur das reflektieren was auftreffendes Licht schon beinhaltet. Und genau da humpelt der Hamster!

Bei Pflanzen spielt das nicht so eine Rolle. Wurde mir klar, als ich Pflanzenbecken mit RGB Lampen sah, die trotz der in mir Widerstände hervorrufenden großen spektralen Lücken bei gleichzeitiger Ineffizienz insgesamt einen allgemein als gut befundenen Eindruck hinterließen. Ist übrigens genauso ein vergleichbar "unerreichtes Farbbild". Mich hatte das Revival der RGB in ihrer Ähnlichkeit zu den farbbetonenden Gro-Lux Leuchtstofflampen schon gewundert. Gro-Lux hatte ich in seiner Farbwirkung schon als bengalisches Feuer bezeichnet. Sowohl bei Gro-Lux als auch RGB kann von Farbwiedergabe keine Rede sein. Die Überzeichnung von mittels RGB beleuchteten Aquarien wird einen an Vollspektrum gewöhnten Aquarianer immer stören.

Es gibt verschiedene Gründe für solche Gewöhnungen. Nach endlosen Versuchen mit Kombinationen verschiedener Leuchtphosphore bin ich bei T5 Narva BioVital (CRI ~92, könnten auch 93 gewesen sein; 5700 K) gelandet, einer der vielen Vertreter im Bereich Biolichtgelotter. Vollspektrum waren die alle. Für mich traf die BioVital ganz gut bezüglich Farbtemperatur und der dunkelblaue bis ins nahe UV-A reichende Lichtanteil muss ebenfalls eine Rolle spielen, denn es gab von Narva eine weitere Lichtfarbe, die sich nur durch den fehlenden dunkelblau unterschied und für mich weniger attraktiv war.
Interessant war, dass in der Tendenz meine Vorlieben in Farbtemperatur mit steigender Farbwiedergabe gen wärmere im Bereich von 5000 - 5700 K sanken. Selbst die 4000 K von Halogenmetalldampfkeramikbrennern funktionierten über die gute Farbwiedergabe.

Muss man auch nicht mehr über die Qualitäten der LED diskutieren, die sind in allen Belangen besser. Unangenehm ist nur, das ist nicht in konfektionierten Aquarienbeleuchtungen erhältlich. Schlimmer noch, die paar Versuche mit weißen High-CRI LED verschwanden wieder vom Markt. Woran das lag weiß ich nicht. Es beinhaltet die Möglichkeit, dass die sich nicht ausreichend verkauften.
Alternativ gibt es RGB basierende Leuchten, deren Spektrallücken mehr oder weniger gut mit weiteren LED-Lichtfarben gepimpt wurden, sodass das ein Toaster mit 1000 Schaltern wurde und jeder seine gewöhntes ^^ "Farbbild" einstellen konnte.

Ich weiß, warum ich mit 865 immer gut konnte oder warum mich normale immer noch gängige LED in ihrer Farbwirkung geradezu abstoßen, ich weiß auch, dass bei der Beleuchtung eines Pflanzenbeckens die Farbwiedergabe keine sonderliche Rolle spielt. Das heißt, ob das CRI 85 oder 95 bei gleicher Farbtemperatur sind, kann so gut wie niemand unterscheiden! Das sage ich als Vollspektrumjunkie. Bei den Fischen sieht man es. Äußert sich vielfältig, müsste ich noch mal so einen Roman schreiben.

Wenn man um die Eigenschaften eines Leuchtmittels weiß, lässt sich das nutzen. Eine HQL beleuchtung tut es optisch noch ausreichend bei Pflanzen, bei Fischen gehen z.B. rote Lebendgebährende wie Platys und Helleri. Bei denen erhält man eine "Farbbetonung", so gut wie alle anderen Fische sehen mehr oder weniger fahl aus.

Wie auch immer, diese "Gewöhnung" an ein "Farbbild" ist geradezu normal. Macht Sinn sich das klarzumachen. Mit LED ist es leicht einen CRI von 95 zu erreichen, mit inzwischen auch guter Effizienz, nur, wie auch hier wieder klar wird, im Grunde nur mit DIY-Beleuchtungen.

Gruß Nik
 
Meine geschichte von Lichtquellen.
Ich bin sehr alt und habe alle Lichtquellen geprobt.
Glühlampen erst und dann die Leuchtstoffröhre. Da hatte ich ein kombination von 4 vershiedene Farben bereits um 1967.
Dann auch Quicksilber in den 70:s. Das harte Licht von nur 3 LIchtquellen über 720 liter gab sehr gute Farben an einige Fische aber nicht an die meisten Pflanzen. Rotala macranda war fantastich. Ich glaube das war ein produkt hohe läckage von UVB. Ein gutes Leuchtstoffröhr war die 176?? gemacht für Fleich und Gemüse in Lebensmittelgeschäfte. Ich glaube es war nur nicht nur ich das rote Tomaten gekauft hatte um bei Hause zu sehen - die war fast orange. Un dann bei das Fenster wieder fast rot in der Sonnenlicht zu sein.
Um 2000 wurde es T5 und Metallhalogen. Meisten in die gleiche Farben als die alten T8. Und die Metallhalogen hatte nur die Lichtmenge. Mann kann noch die schlechte Farbwiedergabe an Sportplatzen bestaunen.
Aber es kam spezial entwickelte für Aquarien. Da konnte mann ein paar Philips Aquarelle mit ein Grolux zusammensetzen und das war die beste kombination so far.

Vor ungefär 15 Jahren begann dann die Leds. Erst nur 3 - 6000K mit ein sehr schlechte Farbwiedergabe. Ra 70 oder 80 praktisch ohne Tiefrot und Grün.
Die gibt es noch in einige billige Armaturen. Die Wirkungsgrad wurde besser und besser.

Und dann kam die Leds mit Ra 95+. Das ist ein Revolution!
Nun haben wir Leds mit eine Farbwiedergabe das ist schwer mit den Augen von Sonnenlicht zu unterscheiden. Selten in Fertigarmaturen im Geschäft aber die wird kommen.
Mann kann einfach ein sehr gutes LIcht erhalten wenn mann ein Lichttape mit Ra 97 und ein Farbtemperatur von 4000 bis 6500K in ein alter Schale von ein Leuchtstoffrohrarmatur einbauen.
Einfach und es ist von 12 oder 24 ungefärliche volt getrieben. Wenn mann an so ein Licht gewöhnt hat möchte mann alle Lichtquellen im Haus austachen.
In mein Küche habe ich nun 5000K RA97 Unterschrankbeleuchtung und staune wenn ich zu Freunden komme mit 2700k alte Leuchtstoffröhre. Mann isst ja auch mit den Augen.

Und Warnung für die RGB. Das ist nur Rot, Grün und Blau. Alle andere Farben sind nicht da. Das bedeutet ein satt gelbes Fisch wie Zebrasoma flavescens scheint braun zu sein da kein gelbes Licht da ist.
Eine Menge Pflanzen in Spektrum gelb - orange - hellgrün sehen auch merkwürdig aus. Auch ein bisschen Warnung für Armaturen mit viele verschiedene justierbare Farben. Es gibt immer Lücken zwichen die verschiedene Farben der Leuchtdioden.

Wenn mann mehr in der DIY ist gibt es auch stärkere COB Leds mit guten Farbwiedergabe so man ein Aquarium mit nur ein oder zwei Lichtpunkten beleuchten kann. Das harte licht gibt plakative Farben an die Fischen aber auch tiefe Schatten an die Pflanzen. Nicht für Pflanzenaquarien aber Mbunas wird sehr Farbenfroh. Und da braucht mann Kühler für die Leds so es ist schwieriger zu bauen.
 
Sehr interessant Beiträge entstehen hier, LED´s mit CRI über 90 habe ich mir noch nicht angesehen.
Wird sobald es das Projekt zulässt aber gemcht !
 

Seddy

New Member
Herzlichen Dank für die zahlreichen Wortmeldungen, das hat mir einige neue Erkenntnisse gebracht. Ich hatte schon den Verdacht, dass das Licht der "alten Leuchtmittel" nicht wirklich natürlich im wortwörtlichen Sinne ist, sondern für mich einfach nur vertraut ist. Ob ich diese Gewöhnung umgewöhnen kann bzw. will steht natürlich auf einem anderen Blatt...

VG Stefan
 

Damian

Active Member
Hi zusammen

Gearbeitet hatte das schon länger in mir, bestätigt wurde das durch ein Aquarium, das in der flachen Sonnenstandes morgens volle Sonne von vorne bekam. Sensationell was für eine Pracht vorher unauffällige Moenkhausia sanctaefilomenae zeigten. Spielten zwei Dinge eine besondere Rolle, das Sonnenlicht mit seinem Spektrum als maßgeblicher Standard für die Bewertung der Farbwiedergabe jedes anderen Leuchtmittels und der natürlich untypische Fall des von der Seite auftreffenden Lichts. Gerade silberfarbene Fische können nur das reflektieren was auftreffendes Licht schon beinhaltet. Und genau da humpelt der Hamster!
Absolut! Ich kann nur bestätigen, dass Vollspektrum-LEDs wie Bridgelux Thrive (bei mir mit 5700 k und 3500 k im verhältnis von 2:1 gemischt, separat ansteuerbar) dem Auge regelrecht schmeicheln können. Sehr deutlich ist das z.B. für mich bei Bolivianischen Schmetterlingsbuntbarschen. Die bereits unter älteren LEDs sichtbaren rot-türkis gefärbten Flossen leuchten regelrecht und zu meiner Überraschung werden Farbbereiche sichtbar an Orten, die ich zuvor als weitestgehend farblos empfand. Generell empfinde ich es als sehr schönes, differenziertes Licht.

Muss man aber sehen, nicht lesen.

Aktuell so eingestellt:
1666869021023.png


Ergibt folgendes Bild:
E17B277A-FD0F-447C-954A-17272E305158.jpeg





Viele Grüsse
Damian
 

Thomas80

Member
Grüß Euch!

Stefan's Eindruck kann ich bestätigen. Die Brillanz von Farben unter Leuchtstoffröhren, insbesondere HQI hab ich noch in keinem LED-Aquarium gesehen. Auch nicht unter der Daytime Matrix, in der Vollspektrum-LEDs (SunLike) verbaut sind. Was unter HQI leuchtet, sieht unter LED eher fahl / stumpf aus. Vermutlich gibt es noch mehr Parameter als der CRI-Wert (der bei Röhren und HQIs meistens gar nicht sonderlich hoch ist), die über die Lichtqualität entscheiden. Vielleicht ist es der nicht vorhandene UV-Bereich bei LEDs, der den optischen Unterschied ausmacht? Jedenfalls ist der Unterschied zumindest für mein Auge deutlich erkennbar, so dass ich schon auf Fotos erkennen kann, ob mit HQI oder LED beleuchtet wird, und LED zumindest in der Meewasseraquaristik für mich bis heute keine akzeptable Alternative ist. Was ich bedauere, da man mit LED wirklich schöne, flache Beleuchtungen bauen kann. Doch was nutzt es mir, wenn z.b. ein Zitronendoktor unter LED seinen Namen nicht mehr verdient. Mal ein paar Beispiele ...

HQI:

Bildschirmfoto_2022-12-24_00-42-36.png


LED:

Bildschirmfoto_2022-12-24_00-56-15.png


HQI:

resized_6200fbb3ca8df4a95b7b877f_24b0586bb5454c5605f205c9236bc2b67296873499e72adffba915a16406c...jpg


LED:

Bildschirmfoto_2022-12-24_01-05-53.png


Ach ja, und was die angeblich so hohe Energieersparnis von LEDs betrifft, so schneiden Röhren und HQIs gerade in diesen kühlen Tagen gegenüber (Hängelampen)-LEDs, die 50 % ihrer Energie über den Kühlkörper in die Luft verpuffen, sicherlich nicht schlecht ab ;)

Gruß, Thomas
 
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