LED-Beleuchtung für Zimmer-Balkonpflanzen

Guten Morgen!

Nachdem ich vor einigen Wochen mein kleines Becken mit LEDs ausgerüstet habe, kam mir der Gedanke für meine Zitronenbäumchen für die Herbst- und Wintermonate auch eine Beleuchtung aus LEDs zu bauen.
Bisher haben die Pflanzen in den dunklen Monaten sehr gelitten und einfach Energiesparlampen haben anscheinend nicht genügend Licht geliefert.

Habt ihr Erfahrung was die Beleuchtung von nichtaquaristischen Pflanzen mit LEDs angeht? Wie viel Lumen sollte da jede Pflanze bekommen (wie viel Lumen bringt im Vergleich dazu die Sonne, teilweise im Halbschatten in den Sommermonaten?)
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Servus Korbinian...

Willst du die Zitronenbäumchen nur überwintern (max 10 °C), oder sollen sie weiter aktiv "im Saft" stehen?

Grüße
Robert, der aktuell den Lichtbedarf seiner Indoor-Tomaten stark unterschätzt hat
 
Guten Morgen Robert,

Reines überwintern habe ich bisher immer irgendwie geschafft. Im Frühling hats dann aber immer ewig gedauert, bis sich die Pflanzen wieder erholt haben. Darum wollte ich jetzt mal probieren, die Zitronen die ganze Zeit "voll im Saft" stehen zu lassen - wenn dies einigermaßen sinnvoll umsetzbar ist...
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Servus...

Für Zitronen habe ich eine Sättigungs-Photonenflußdichte von 600…800 µmol/s/m² gefunden. Wieviel davon man zur Gesunderhaltung der Pflanze unbedingt braucht, weiß ich, ehrlich gesagt, nicht. Gehen wir einfach mal von einem Drittel aus, also 200…270 µmol/s/m².

Um auf einer Fläche von einem Quadratmeter diese Photonenflußdichte zu erzeugen, benötigst Du beispielsweise 27 bis 36 Cree XM-L bei 1,5 Ampere. Macht man bei der Pflanzenbeleuchtung aber üblicherweise nicht, sondern man läßt mindestens die Hälfte des Photonenflusses von royalblauen und tiefroten LEDs erzeugen und nimmt weiße LEDs, vorzugsweise welche mit hohem CRI, nur, um das Spektrum ein bißchen aufzufüllen.

Grüße
Robert
 

Plantamaniac

Well-Known Member
Hallo, das mit den Zitronen/Zitruspflanzen ist relativ einfach.
Du solltest im Winter nur für "warme Füße" sorgen. Damit sind alle Spatzen gefangen.
Wenn der Wurzelballen warm ist, können sie auch im warmen Wohnraum stehen und werfen die Blätter nicht ab.
Wenn sie einen kalten Wurzelballen bekommen, können die Wurzeln das Wasser nichtmehr in die Krone transportieren und die Blätter fallen ab. Je kühler, desto dunkler, und je wärmer, desto heller kannst Du sie überwintern. Deshalb stehen meine mit Korkplatten auf den Fensterbrettern und bekommen auch Sonne, wenn sie denn da ist. Sie blühen und fruchten den ganzen Winter. Meistens werfen sie beim einräumen im Herbst einige Blätter ab, weil das Licht ja anders ist. Wenn es nicht total dunkel in Deiner Wohnung ist, brauchst Du kein Zusatzlicht.
Du kannst sie auch den ganzen Winter durch düngen. Was Zitruse gerne mickern läßt, ist ein Mangel an Stickstoff.
Kalk vertragen sie auch sehr gut, wenn sie regelmäßig umgetopft werden. Die ganzen Märchen rund um Zitruse kannst Du getrost vergessen..lies lieber mal hier..da ist alles sehr gut erklärt.
http://www.steffenreichel.homepage.t-online.de/Citrus/
Hier gehts um Pflegefehler, mit der Erklärung, warum es ihnen im Winter oft mehr als bescheiden geht.
http://www.steffenreichel.homepage.t-online.de/Citrus/PFLFMGL.html
Chiao Moni
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Korbinian,

kann ich bestätigen. Ich kann die Zirangen und Ortronen allerdings in den Wintergarten stellen. Der geht aber im Winter wegen der Tropfsteinhöhlenproblematik nicht wärmer als max. 12-13°C. Der Wintergarten ist mit Granitfliesen über einem ungeheizten Kellerraum und da macht im Winter Styropor unter den Töpfen den Unterschied zwischen Blattfall bzw. nicht.
Das gleiche gilt auch für die verschiedenen Ficus Arten. Bei den Ficus lässt sich der Blattfall nicht ganz vermeiden, aber es ist ein erheblicher Unterschied zur vorherigen, weitgehenden Entlaubung.
Auch nur erläuternd zu Monis Ausführungen, je kühler die Pflanze, je trockener - natürlich nicht staubend - und umgekehrt - natürlich nicht ersäufend. :D

Gruß, Nik
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Servus...

Plantamaniac":1nird9pb schrieb:
lies lieber mal hier..da ist alles sehr gut erklärt.
]http://www.steffenreichel.homepage.t-online.de/Citrus/
http://www.steffenreichel.homepage.t-online.de/Citrus/[/quote
Dort kann man lesen:

Aber in den Winterquartieren ist heute ab und an eine Beleuchtung notwendig. Wie schon im Kapitel Überwintern beschrieben, sind heute manchmal die Überwinterungsbedingungen zum Teil so warm, daß unser Tageslicht nicht ausreicht. Gerade wer seine Pflanzen im Zimmer überwintern will, kommt oft um eine zusätzliche Lichtquelle nicht herum.

Das ist auch meine Erfahrung mit meinen Indoor-Kulturen (Küchenkräuter, Chili, Tomaten): Viel hilft viel, also lieber eine großzügig ausgelegte Beleuchtung als schwächelnde, vergeilende Pflanzen.

Grüße
Robert
 

Plantamaniac

Well-Known Member
Ok, darüber habe ich vor Jahren großzügig hinweggelesen(ist ja auch recht umfangreich die Seite), weil Zusatzbeleuchtung bei mir nicht notwendig ist.
Es geht auch gut ohne, also lass ich das. Aber nicht jede Wohnung ist ausreichend hell. Korbinians Lichtverhältnisse kann ich leider so nicht beurteilen. Ich würde es mal mit den warmen Füßen versuchen, wenn das nicht klappt kann er sich immernoch Gedanken über Zusatzlicht machen.
Chiao Moni
 
Hallo zusammen,

@Moni: Danke für den Link. Da steht wirklich einiges nützliches drin.

Allerdings auch der Grund, warum ich bisher anscheinend immer Probleme hatte: Bei mir stehen die Pflanzen im Winter bei 18-20 Grad in der Wohnung an Süd-Westfenstern. Womöglich ist es denen dort so warm, dass das Licht wirklich nicht mehr ausreicht?!

@Robert: Welche royalblauen und tiefroten LEDs würdest du denn verwenden? In dem Link schreibt der Autor, dass er früher nur Röhren mit 77 Lichtfarbe verwendet hat, mittlerweile aber normale Dreibandröhren (kalt- oder warmweiß) verwendet.

Womöglich kann man mit so einer Beleuchtung zwei Fliegen mit einer Klappe schlacken, indem ich zu den Zitronen und Kräutern auch noch Chilis ansetzen kann, die dann pünktlich zum Frühling umgepflanzt werden können...
 

Plantamaniac

Well-Known Member
Hallo Korbinian, das ist nicht zu warm. Auf meinen Fenstern wird es allein durch einen hellen Wintertag bedeutend wärmer hinter Glas. Wenn die Sonne scheint muß man sogar schon aufpassen, das die Blätter nach vielen trüben Tagen nicht verbrennen. Die Tageslichtlänge ist zwar verkürzt, aber das macht ebenfalls nichts.
Meine stehen alle an der Ostseite und haben nur Morgensonne. Sie wachsen ja sowieso schubweise und das würde ich jetzt nicht auf winterlichen Lichtmangel schieben. Sie stehen bis zum ersten Frost unter -2° draußen im Garten und wenn sie reinkommen ins Warme treiben sie erstmal durch...bekommen frischen Austrieb, blühen und fruchten anschließend. Als sie neu waren, haben alle zuerst alle Blätter abgeschmissen. Ein Trauerspiel :( . Sie kommen im Frühling aus einem hellen Kalthaus mit warscheinlich gespannter Luft in den trockenen Wohnraum. Das scheint dochnochmal eine andere Nummer zu sein, als die Aktion beim Einräumen im Herbst.
Manche sagen man soll die Lichtrichtung nicht verändern, wie auch bei Ficus Benjamini, weil es sonst zu Blatt und Fruchtfall kommen kann(evt. auch ein Grund warum sie alle Blätter schmeißen bei Neukauf im Frühjahr). Dem kann man auch entgegenwirken, indem man sie regelmäßig einige cm dreht.
Dann wachsen sie schön gleichmäßig und nicht so krumm...

Chili und Paprika brauchen nicht nur sehr lange hell, sondern auch sehr warm und nicht zu trocken(Spinnmilben).
Sonst wird das auch nichts.
Chiao Moni
 
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