Kahmhaut durch Eisendünger

Daniel P.

Member
Hallo zusammen,

Da ich schon Länger Probleme mit Kahmhaut habe, habe ich mich jetzt mal auf die Suche gemacht.
Heute morgen habe ich den Eisendünger weggelassen (Micro Basic) und musste feststellen,
dass die Kahmhaut um einiges weniger geworden ist.
Kann das die Lösung sein? Und sollte ich meine Düngung dann wieder auf Wöchentliche zugabe umstellen??
Die Kahmhaut war schon ziemlich nervend und Oberflächenbewegung fand fast gar nicht mehr statt...

Gruß Daniel
 

Christian11

Member
Hallo Daniel

Ich denke schon, dass der Eisengehalt einen Einfluss auf die Kahmhautbildung hat, zumindest habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Seit ich den Aquatilizer-Dünger von Ferka verwende, ist das Problem gelöst, da dieser anscheinend weniger Eisen enthält. Fe ist trotzdem bei mir nachweisbar. Gleichzeitig habe ich auch die Dosis des Wasseraufbereiters reduziert.

Du kannst ja dies einmal ausprobieren, vielleicht hilfts.

Viele Grüsse
Christian
 

Daniel P.

Member
Hi Christian,

Wasseraufbereiter verwende ich sowieso momentan keinen, und da ich noch genug Eisendünger hab werde ich erstmal auch nicht umstellen. Vielleicht hilft es ja auch auf Wöchentliche Düngung umzusteigen...

Gruß Daniel
 

Maw516

New Member
Hi,

der Thread hier ist zwar schon sehr alt, aber natürlich immer noch genauso aktuell wie damals. Ich hatte auch von Anfang an eine dicke Kahmhaut und schon immer Spezial Flowgrow verwendet. Was am Ende geholfen hat war Magnesium ins Wasser zu geben. Die Pflanzen konnten offensichtlich durch einen Magnesiummangel nicht ans Eisen ran. Also anstatt den Eisendünger zu verringern am besten auch mal Magnesium messen, bzw. probehalber einfach mal dazugeben. Innerhalb einer Woche war die Kahmhaut bei mir komplett verschwunden!

Ich hoffe das hilft allen die die Kahmhaut noch nicht losgeworden sind. Ich muss auch noch erwähnen dass ich gleichzeitig testweise die Menge an Wasseraufbereiter beim Wasserwechsel stark verringert habe. Daran könnte es also theoretisch auch liegen.

Viele Grüße,
Martin
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Martin,

erst einmal ein herzliches Willkommen im Flowgrow. :)
Maw516":n5kshbkn schrieb:
Ich muss auch noch erwähnen dass ich gleichzeitig testweise die Menge an Wasseraufbereiter beim Wasserwechsel stark verringert habe. Daran könnte es also theoretisch auch liegen.
daran, d.h. dem daraus resultierenden organischen Angebot wird es liegen. Nur Eisen bringt die Bakterien nicht in Wallung. ^^ Der kleine Eheim Skimmer löst auch das Problem. Irgendwann braucht es den Skimmer nicht mehr.

Gruß, Nik
 

Wuestenrose

Well-Known Member
'N Abend (ja, hier ist es inzwischen nach 10...)

nik":1rzr5fb5 schrieb:
Nur Eisen bringt die Bakterien nicht in Wallung.
Das nicht, aber möglicherweise die Spaltprodukte des an der Wasseroberfläche photolytisch zerlegten Fe-EDTAs?

Nur eine Arbeitshypothese...


Grüße
Robert
 

Öhrchen

Active Member
Hallo

Daniel P.":1o7vuh1c schrieb:
Heute morgen habe ich den Eisendünger weggelassen (Micro Basic) und musste feststellen,
dass die Kahmhaut um einiges weniger geworden ist.

Die Erfahrung habe ich ebenfalls schon gemacht, nicht nur bei AR, auch bei DRAK Mikrodünger.
Ich versuche, die Düngermenge gerade so zu halten, daß es für die Pflanzen reicht (klappt nicht immer), damit reguliert sich auch die Kahmhaut.
Je stabiler und besser eingelaufen das Becken ist, desto mutiger kann ich mit dem Mikrodünger werden ;)
 

Frank2

Active Member
Hallo

solange die Oberfläche auch nur in irgendeiner Art und Weise eine Trennschicht hat, und wenn es nur die Sauerstoffblasen sind, die nicht gleich durchgehen, ist das Becken noch nicht stabil und für alle Zeit eingefahren. Erst wenn sich die Pflanzen oben spiegeln und es glasklar ist, ist alles in Butter. Bei einer Kahmhaut ist man sehr weit von einer Stabilität entfernt. Skimmen hilft, löst aber gar nichts. Von daher wirklich wichtig von Zeit zu Zeit den Skimmer abzustellen und zu schauen, was passiert, wo man steht.
Es ist wie bei allen anderen Dingen auch. Wer zum Betreiben UVC-Klärer für klares Wasser, Skimmer für die Oberfläche und Gift für die Algen braucht hat es nicht geschafft. Es dauert manchmal bis zu 2 Jahre und ist ein steiniger Weg, bis man die Stabilität erreicht hat, aber danach ist es eigentlich ein Becken für die "Ewigkeit" bei korrekter Handhabung Reinigung; Wasserwechsel etc.pp.. .
Neulich habe ich hier gelesen, dass ein Becken nie problemlos läuft. Das wäre ja schlimm! Jemand, der so etwas schreibt hat eben nur noch nicht die Erfahrung gemacht wie leicht auch größere Becken zu handeln sind, wenn sie erst einmal richtig laufen. Es ist kein Kampf und keine dauernde Wasserwechselei mehr.

Grüße
Frank
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,
Wuestenrose":1csc1hce schrieb:
nik":1csc1hce schrieb:
Nur Eisen bringt die Bakterien nicht in Wallung.
Das nicht, aber möglicherweise die Spaltprodukte des an der Wasseroberfläche photolytisch zerlegten Fe-EDTAs?

Nur eine Arbeitshypothese...
Das kann nur von irgendwelchen Organika kommen und beim Volldünger sind das idR. nur die Chelate, aber, wie schon erwähnt wurde,ein Becken mit Kahmhaut ist noch nicht so wie wir das haben wollen. Die Organika, die sich beim Wasseraufbereiter neben Chelatoren auch noch als schleimhautpflegende organische Stoffe wieder finden, sind schon ein den Kahmhautbakterien leckeres Angebot.

Es macht allerdings keinen Sinn deshalb auf Organika zu verzichten, die zu begrenzen, so etwas lässt sich über die Mikroflora sehr gut in den Griff bekommen. Und wenn man die Kahmhaut mechanisch beseitigt (Skimmer, ...) dann entwickeln sich sessile Bakterien, die den Job der flotierenden/treibenden übernehmen und ihnen die Grundlage entziehen. Ein stabiles Becken bekommt trotz eingebrachter Organika keine Kahmhaut.

Gruß, Nik
 

Fero

New Member
Hey Zusammen,

genau das im Thread beschriebene Problem habe ich und bekomme es nicht im Griff. Konnte auch über Ausschluss-Verfahren feststellen, dass es am Eisendünger liegt (AR Micro Basic Eisen). Lasse ich ihn weg, verschwindet auch die Kahmhaut - finden nur die Pflanzen, welche Wunder, nicht so pralle.

Wie nähere ich mich dem Problem denn jetzt?

Danke schon im Voraus!

Grüße

Martin
 

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