Hilfe, welcher Mangel könnte das sein

Renias77

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Problembeschreibung​
Rotalla verliert Blätter, welche eine Braune Verfärbung an der Blattspitze zeigt. Ebenfalls wächst sie eher langsam für ihre Art. Zusätzlich viele Grünalgen auf den Blättern, vereinzelt Fadenalgen


Sind in letzter Zeit Änderungen am Aquarium erfolgt?​
Dünge Anpassung mit Wöchentliche Kontrolle . NPK und Phospat Stoßdüngung auf die unten stehenden Werte.


Allgemeine Angaben zum Becken​
Standzeit des Aquariums:4 Jahre
Maße des Aquariums LxBxH:120x60x60
Bruttoliter:432
~Nettoliter:
Bodengrund, evtl. -aufbau:Sand
Sonstige Einrichtung, Wurzeln, (aufhärtende) Steine, etc.3 große Wurzeln, Mittig im Becken


Beleuchtung​
Leuchtstofflampen/Reflektoren, HQI oder LEDLED
Gesamt Lumen / Bruttoliter in lm/l33lm/l
Mittelwert Farbtemperatur in K(elvin)RGB, kann ich nicht genau sagen
Beleuchtungsdauer8,5 Stunden
mit Dimmphasen? Wie lange?30min Morgens, Abends 1 Stunde


Filterung​
Filter, Hersteller&Modell; andere Filterung?Oase Biomaster 600T
Filtermaterialien?Seachem Matrix 800g sonnst nur 2 Schwämme
Durchsatz lt. Hersteller in l/h? (Wenn bekannt) effektiv?


CO2-Versorgung​
Bio-CO2
Druckgas ohne Magnetventil, mit MV oder geregelt?2Kg mit Nachtabschaltung
Art der CO2 Zugabe?Inline
CO2 Dauertest befüllt mit 20 od. 30 mg/l Lösung?20
Farbe des Dauertests?Hellgrün, leicht Gelb


Heizer, Bodenfluter, UV-C, sonstige Technik?​
Nein


Trinkwasseranalyse des lokalen Wasserversorgers​
KH °dH
GH °dH
Ca in mg/l
Mg in mg/l
K in mg/l
NO3


Wenn angegeben:​
PO4 in mg/l
Kieselsäure/Silikat in mg/l
Hydrogencarbonat in mg/l


Wasseraufbereitung?
Wenn ja, bitte beschreiben wie? Entsalzung, verschneiden mit LW, Aufhärtesalze, Bittersalz, etc.​
Nein


Wasserwechsel, Menge/Intervall​
Wöchentlich ca. 55%


Womit wird wieviel pro Woche gedüngt​
NPK 70ml, GH Boost N 30ml, Phosphat auf 1ml/l Stoßdüngung, Eisen Basic derzeit nur 25ml, Alles von Aqua Rebell


Ermittelte Wasserwerte im Aquarium​
rechnerisch ja/neinnein
Wassertests, welcheJBL und M&N, Werte jeweils vor dem WW
pH6,5
GH8
KH2,5
Fe0,03
NO320
PO40


wenn vorhanden (oder rechnerisch)​
Kmehr als 15
Mg4,7
NH4
NO20,02


Liste Pflanzen​
Rotalla Green Sp. Ludwiga Rubin, Rotalla sp. GiaLai/H Ra, Limnophila sessiliflora, Anubia barteri


"Blubbern" die Pflanzen im Laufe des Tages? z.B. nach 5 von 8h Beleuchtungsdauer?​
Ja


Besatz​
  • 2 Skalar, 20 Citronen Salmler, 6 Cordoyas, 12 Neons, schätze noch 10 Amanos


Allgemeine Beschreibungen und Bilder​
Becken hat ein Algenproblem mit Grünalgen und Fadenalgen. Die Blätter der Ludwigen sind teils stark veralgt, untere sehen stellenweise Orange aus und bekommen Schäden wie auf dem Bild zu sehen.


Ich habe Phoshat im Verdacht, oder ist meine Beleuchtung zu Schwach. Bei 60cm Kantenhöhe könnte auch dies der Grund für mich sein.
***



 

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Renias77

New Member
Hier noch mein Vorwort, ich heiße Rene, bin 43 Jahre alt und betreibe wie die meisten von euch schon lange Aquarien.

Mit dem Tablett ist das garnicht so einfach zu bewerkstelligen den Fragebogen auszufüllen. Ich hoffe ihr könnt hiermit was Anfangen. Würde mich freuen wenn ich es endlich schaffen würde ein Gleichgewicht Herzustellen. Ich persönlich tippe auf zu wenig Licht. Bin auf euere Erfahrungen gespannt.
Danke und schönen Sonntag.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin Rene,

ja, es ist sowieso unkomfortabler mit dem Fragebogen geworden, trotzdem, Danke für die Mühe.

Kannst du mal nach deiner "Trinkwasseranalyse" plus "Stadt/Gemeinde" googlen?

Am Licht liegt es nicht, am nicht nachweisbaren Phosphat auch nicht.

Da du mit Sand unterwegs bist, braucht es fetter gedüngteres Wasser für die Versorgung der Pflanzen, dazu passen Hochleistungsfiltermaterialien wie das Seachem Matrix nicht. Zu angemessener Filterung kannst du in meiner Sig lesen.

Ich habe gerade erst ein Becken saniert, welches hartnäckig Schwaden von einer leicht zerreißenden Grünalge und desweiteren Pelzalgen zeigte. Das bekam erst die Kurve, als ich in diesen 90 l Cube das Wechselwasser aus einem gut laufenden 30 l Cube, der nur 20 l netto hat, reingegeben habe. Das zeigte anfangs schnelle Erfolge, wurde dann eher mühsam im Fortschritt und ist heute frei von dieser Schwaden bildenden "Fluffialge" und den Pelzalgen. Bei genauerem Hinsehen fanden sich noch Fadenalgen, die erledigen sich aber von selbst, wenn man auf eine ausreichende Stickstoffversorgung achtet.

Grund für diese Entwicklung ist nicht die Nährstoffsituation im 30 l Cube Wechselwasser, sondern dessen funktionierende Mikroflora, die in der Lage ist Algen auszukonkurrieren und in den 90 l Cube exportiert werden konnte.

Das Licht über deinem Becken ist ausreichend, PO4 nicht nachweisbar (n.n.) ist nicht per se ein Problem, denn auch wenn es nicht nachweisbar ist, kann die ausreichende Versorgung der Pflanzen gegeben sein.
Was mich an deinem Setup störte, das ist die intensive Filterung mit unerwünschtem Einfluss auf die Nährstoffe. So langsam komme ich von grobem Schwamm als optimal geeignetem Filtermedium ab und tendiere zu schlichten Keramikröhrchen. Der Grund ist simpel, die Schlammbildung ist im Schwamm ausgeprägter und in diesem finden sich mehr oder weniger ausgefällte Nährstoffe.

Desweiteren hat es ziemlich sicher ein Problem mit der Mikroflora bzw. dem Biofilm in deinem Becken. Das ist mühsam gerade zu ziehen, wenn man kein weiteres gut laufendes Becken hat. Dazu habe ich umfangreich in meiner Sig geschrieben.

Zur Düngung nur so viel. Es genügt eine vollständige Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Speziell im Problemfall! Das ist nicht schwer und das Thema soweit erledigt. Eine größere Rolle spielt die Filterung mit ihren Einflüssen auf die Nährstoffe und die wesentliche Rolle spielt die Mikroflora, die Algen auskonkurrieren kann. Mit der Pflanzenmasse und schnellwachsend als Algenkonkurrenz ist das leider nur breitgetretener Quark. Der einzige Effekt, den eingebrachte Pflanzen haben können, ist der über den auf den Pflanzenoberflächen mitgebrachte Biofilm - so der denn was taugt! Biofilm ist nicht gleich Biofilm.

Gruß Nik
 

Renias77

New Member
Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Das mit der Filterung ist garnicht mal so abwegig. Ich habe das Becken ganz am Anfang mit einem Selbstgebauten Mattenfilter, welcher komplett Bewachsen war betrieben. Leider kippte das System nach 3 Jahren, was mich bewegte zu einem Außenfilter zu wechseln. Ich würde jedoch schon eine Matte im Biomaster Filter lassen wollen, um die Röhrchen nicht zu schnell verschlammen zu lassen. Ein Test ist das auf jeden Fall wert. Ich werde berichten.

Grüße René
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo René,

Rotala können nach meiner Erfahrung empfindlich auf Ca/Mg Mangel reagieren.
Du brauchst also die Informationen über dein Trinkwasser, um abzuschätzen was du im Aquarium hast...

Ja, einen HMF Mattenfilter habe ich auch gerade überholt, weil das Aquarium nach fast 3 Jahren Standzeit und Licht-Upgrade starke Grünalgen mit extremen NO3-Mangel entwickelte. Jetzt nach 4 Wochen stagnieren die Grünalgen und sogar die Rotala wallchii wächst sehr gut (ohne CO2 o_O).

Es kann zusätzlich helfen Pflanzen aus guter submerser Kultur einzusetzen. Ich denke das meine neuen Pflanzen von Aquasabi auch geholfen haben.

Viele Grüße

Alicia
 
Ahoi Nik,
Aha!?
Das mit dem Wassertausch ist ja interessant....da ich in meinem großen Becken mit den (z. Zt. eher kleinen) Dauer-Problemen auch einen gr. Biofilter habe: mit 3 Kammern (1. Kammer auf blauen Grobschwamm umgerüstet, 2. Flies, 3. hat diese Röhrchen aus keramik...) werd ich heut beim Wasserwechsel mal austesten...
Allerdings scheint es so zu sein als ob der Mangelwuchs nur in der linken Hälfte des Bodengrundes sichtbar wird, könnte also auch mit Konkurenzchemie unter den Pflanzen zu tun haben.
 

Renias77

New Member
So, ich habe hier mal die Trinkwasseranalyse meines Versorgers. Mit Magnesium und Calzium hab ich echt Probleme, getestet mittels Tröpfchentest habe ich Ca 20mg/l und Mg 5,3mg/l getestet. In der Tabelle steht was anderes. Als ich vor dem Wasserwechsel mein AQ Wasser getestet habe war Mg auf 1,75 mg/l und Calzium auf 40mg/l.
Ich füge jede Woche so 50g Bittersalz zu, damit ich auf ca. 12mg/l komme. Freitag ist alles wieder runter. können die Pflanzen wirklich so viel MG ziehen?
 

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Lixa

Well-Known Member
Hallo René,
Gerade wegen dem hohen Kalium und tendenziell eher niedrige Ca und Mg, dünge Mal nur mit N GH Plus nach dem Wasserwechsel. PO4 geht nicht so schnell in Mangel und auf K verzichtest du erstmal.

So gibst du auf einfache Weise mehr Mg und Ca zu während du gleichzeitig K senkst.

Ich verwende selber Dolomit für Ca und Mg und die Pflanzen reagierten zum Teil sehr schnell mit ausperlen. Die GH ist ein guter Zeiger wie hoch Mg und Ca zusammen sind. Wenn du Mg messen kannst, sagt der Rechner hier aus dem Forum zusammen mit der GH wie viel Ca noch da ist.

Hast du weitere Bilder von Pflanzen? Hygrophila bekommt sehr typische Verformungen der neuen Blätter bei Ca Mangel.

Viele Grüße

Alicia
 

Roby

Active Member
Da du PO4 0 misst würde ich PO4 als z.B. mittels Kh2PO4 auf düngen, wozu sonst misst sonst PO4.
Die Pflanzen mögen PO4 ja speichern, schön und gut aber 0 im Wasser ist vorsichtig gesagt nicht viel.
Klar kann es auch an etwas anderem liegen und PO4 düngen nichts bringen, leider ist die Aquaristik nicht so gut erforscht bzw. wissenschaftlich abgeklärt.
Deine anderen (gemessenen) Werte schein ja in einem vernünftigen Rahmen zu liegen.
K scheint ein wenig hoch, doch wenn man glaubt was man so liest macht das keine Probleme ...
Fe klingt etwas bescheiden womit düngst du hier, aber Vorsicht zu viel und es drohen Pinselalgen.
Versuch macht kluch.

LG Robert
 
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Renias77

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Hier mal Bilder der anderen Pflanzen. Man sieht recht deutlich die grünen Beläge auf den Blättern. Die Pinselalgen sind noch Altlasten, welche aber schon mal nicht mehr werden. Derzeit versuche ich mal nur N voll zu düngen, Eisen und Phosphat werde ich mal halbieren und mich mit Magnesium beschäftigen. Mich hatte es nur gewundert das von den auf ca 12mg/l Mg nur noch 1,75 übrig waren. Können das Pflanzen, ähnlich wie Po4 oder FE speichern?
 

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Roby

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Hier mal Bilder der anderen Pflanzen. Man sieht recht deutlich die grünen Beläge auf den Blättern. Die Pinselalgen sind noch Altlasten, welche aber schon mal nicht mehr werden. Derzeit versuche ich mal nur N voll zu düngen, Eisen und Phosphat werde ich mal halbieren und mich mit Magnesium beschäftigen. Mich hatte es nur gewundert das von den auf ca 12mg/l Mg nur noch 1,75 übrig waren. Können das Pflanzen, ähnlich wie Po4 oder FE speichern?
Du misst PO4 Null und halbierts auch noch die Zugabe?
Interessanter Ansatz.
Nicht das du mich falsch verstehst, es ist nicht ausgeschlossen, dass dies funktioniert, ich bin nicht der große Dünge-Guru.

LG Robert
 
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