Grüne Punktalgen auf dem Rückzug

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Zusammen,

So als Pflanzenhälterungsbecken habe ich mir ein 60x35x35 mit 2x24W hingestellt. Beim Einfahren zickte das länger rum, unter anderem auch bakt. Trübungen. Das kam erst in die Gänge als ich tüchtig Mulm aus dem 128L Becken dazu gab. Algen hatte es keine, interessanterweise nur die grünen Punktalgen als das Becken erkennbar auf dem richtigen Weg war. Die siedelten ausschließlich auf den hellen Regenbogensteinen und war in der Spitze so, dass die Steine mit einer dichtgrünen "Kappe" versehen waren - sonst gar nichts. Ich ließ das laufen und wollte mich später noch mal mit denen, bzw. der Filterung beschäftigen, weil ich sah, dass das Becken kommt. Na ja, jetzt habe ich nicht weiter darauf geachtet und sehe heute, dass die so gut wie verschwunden sind. Ich wollte noch ein Bild machen, aber irgendwie taugen alle Akkus nix mehr und sie sind leer, wenn man sie braucht. Morgen versuche ich noch mal ein Bild von dem kümmerlichen Rest.
Grüne Punktalgen hatte ich vor Jahren schon mal ein Erlebnis bezüglich deren Abhängigkeit von der Filterung, hatte später aber bei anderen Gelegenheiten nur mehr Anflüge die schnell wieder verschwanden.

Morgen beschreibe ich das Ausgangswasser, die Düngung, die Filterung, etc. Alles nix spektakuläres, aber das Becken ist auf dem Weg zum stabilen, völlig algenfreien Biotop. Jetzt muss ich ins TT-Training ... :D Oh, da fällt mir eine Sache ein, die ich verändert habe, ich dünge das Becken seit dieser Woche mit Urea zur Stickstoffversorgung.

Gruß, Nik
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo,

hier die Fortsetzung ...

Vom kümmerlichen Punktalgenrest habe ich am nächsten Morgen Bilder gemacht ...


... vorher war etwa das obere 1/5 der Regenbogensteine grün. Eigentlich kann man das Ausmaß der Punktalgen nur mehr an den helleren Stellen der Steine erkennen. Dort, wo die Punktalgen sich befanden, sind die Steine jetzt heller. Das folgende Bild ist 24std. später aufgenommen und zeigt das enorme Tempo mit dem die verschwinden. Ich schätze mal, dass die vom letzten Sonntag bis heute, also in 8 Tagen, verschwanden.


Als mir das auffiel dachte ich, das haben die Blasen-/Zebrarennschnecken gefressen. Auch wenn dem so wäre, gäbe es eine Zeit in der sich die Punktalgen deutlich schneller gebildet hatten als sie gefressen wurden. Heute morgen habe ich mir das wieder eingehend angesehen und es war gut zu erkennen, dass die Punktalgen sich stückweise lösten. Sie gehen kaputt. Warum?

Normalerweise habe ich sowieso nichts mit grünen Punktalgen zu tun. Die kamen seltenst in vernachlässigbaren Anflügen.
Hier ist die Trinkwasseranalyse. Nix besonderes, KH 4-5, GH 7, NO3 9mg/l, PO4 1.2-1,5mg/l, Ca 28 und Mg 8mg/l.
Wasserwechsel hatte ich sein gelassen und N/P nicht mehr gedüngt um die für die Urea-Düngung runter zu bekommen. Leider ist die Urea-Düngung genau das, was zeitlich mit dem Verschwinden der Punktalgen zusammenfällt. Die Urea-Düngung müsste dann aber Sofortwirkung gehabt haben - daran glaube ich nicht. Ansonsten wäre bei Punktalgen die Urea-Düngung der ultimative Tipp. :D

Was ist das für ein Becken?
60x35x35 mit 2x24W mit ungedüngtem feinen Sand(0,1-0,4mm) nicht mehr als 3cm hoch. Besatz sind 8 P.furcatus, 3 Zebrarennschnecken und ein Haufen Blasenschnecken. Das Becken betrachte ich als stabil und eingefahren.
Vor dem überfälligen Gärtnern ...

Wie betreibe ich das Becken?
Das Wasser bereite ich mit 5ml/100L Preis Mineralsalz(PMS) zur Spurenelemente- und Magnesiumanreicherung auf. Gedüngt wird mit Profito, derzeit 3ml täglich. N und P gibt's über's Wechselwasser. N ist in der Tendenz knapp, der Rest satt. Wie schon beschrieben, seit einer Woche N-Versorgung über Urea (0,5g/100L)
Wasserwechsel normalerweise mit 50-80% voll aufbereitetem Wasser.
CO2-Versorgung über Druckgas mit Nachtabschaltung. Den "Reaktor" sieht man *in* der Abdeckung an deren Rückseite (waagrecht).
Links nahe der Oberfläche befindet sich die Schaumstoffpatrone zur Filterung. Angetrieben wird das von einem Eheim 2211 mit 5 od. 8W(?). weil das mit der CO2-Zugabe noch nicht richtig funzt, sind im Filter zur Verwirbelung des CO2 0,6L Keramikröhrchen. Einen filterrelevanten Einfluss konnte ich nicht feststellen. :D Außerdem hängt noch ein UV-C Klärer dran. Ist aber nicht in Betrieb, resultierte sozusagen aus einer Phase der Übertreibung mit UV-C.
Algen, außer den Punktalgen? Anfänglich tüchtig Kieselalgen( es empfiehlt sich weniger Licht beim Einfahren) und bakterielle Trübungen. Mit UV-C lässt sich das beseitigen, mit tüchtig Mulm aus einem gut laufenden Becken auch! Sonst keine Spuren von Algen! Der zu sehende Algenmagnet diente lediglich dazu die den Biofilm auf der Frontscheibe abweidenden Blasenschnecken aus dem Bild zu schubsen. Scheiben mache ich höchstens wegen Fotos und der Schnecken wegen sauber.
Beleuchtungsdauer beträgt derzeit 10 std., wird noch auf 12 std. verlängert werden.

Das war's.

Wenn ich was vergessen habe oder was unklar ist, einfach fragen. Wie man sieht, ist das alles nix spektakuläres. Für mich neu war die große Bedeutung "guten" Mulms und dass ein Becken vorteilhafterweise mit sukzessive steigenden Beleuchtungszeiten von 6 std. ab eingefahren wird. Ich neige immer stärker zu der Annahme, dass sich unterschiedliches Verhalten eines Aquariums während der Einlaufphase aus der unterschiedlichen Entwicklung seiner Mikroflora ergibt. Mulm aus einem gut funktionierenden Becken ist für das Einfahren eines neuen Beckens Gold wert!
Meine letzten beiden größeren und einzigen Becken (Paludarium mit 240L Wasser und ein 300L Aquarium) liefen 14 und 6 Jahre mit vollentsalztem und wieder aufgesalzenen Wasser, da war Einfahren einfach kein Thema.
So jetzt muss ich noch mal "Geringfilterung" erwähnen, damit das in einer entsprechenden Suche gefunden wird. Manche eiern da halbherzig mit ihrer Filterung herum, das muss jeder selbst wissen, da sage ich nichts, aber wenn man ein Kind haben will, dann kann man es nicht mit ein "bisschen schwanger" versuchen.

Gruß, Nik
 

Roger

Active Member
Hi Nik,

wie fast immer verfolge ich auch diesen Bericht von Dir mit großem Interesse, da ich meine Becken nach einem sehr ähnlichen System betreibe und wie immer bin ich von den Ergebnissen beeindruckt. :top:

Nach dem ich nun vor kurzem, auch dank Deiner Hilfe, :beten: erfolgreich eine Bakterientrübung bekämpft habe, bleiben mir immer noch grüne Beläge die sich ausschließlich auf den Pflanzen befinden über die ich bisher nicht recht zuordnen kann. Jedoch denke ich, das sie am besten in die Kategorie Punktalgen passen.
Hier mal ein Bild auf dem besonders gut die grün belegten Blattränder zu erkennen sind. Die Limnophila sessiliflora ist kpl. damit überzogen aber da bekomm ich kein brauchbares Foto hin. :?



Ich hatte nun auch überlegt es mal mit Ureadüngung zu versuchen.
Wie schon beschrieben, seit einer Woche N-Versorgung über Urea (0,5g/100L)
Gibst Du diese Menge täglich zu? Das würde laut Nährstoffrechner den Ammoniumgehalt auf satte 3mg/l erhöhen. :shock:
Ist das nicht zu viel?
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Roger,

ich erinnere mich. Das Wuchstempo wäre interessant. ... ob das Algen oder Bakterien sind. Schick doch mal eine Probe an eumel6, der freut sich und ich gewinne Zeit. :wink: Das Foto ist nicht besonders, aber ich habe so etwas wohl noch nicht gesehen. Ich schreibe noch eine PN.

Och, wenn ich das Urea schon versuche, dann alle Becken die geeignet sind, d.h. zurzeit alle und da dünge ich bis 1g/100L. Es ist die Frage wie weit das Urea zum Ammonium und zum Nitrat kommt. Das ist erst einmal zum Sehen, einen Ammoniumtest habe ich derzeit gar nicht, Algen gibt es keine. Zugabe ist täglich

Gruß, Nik
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Nik,

ich garantiere dir, dass du viel zu viel Urea düngst. 3 mg/l - 6 mg/l NH4 kann kein Becken verstoffwechseln.
Du wirst bereits jetzt sehr hohe NO3 Werte oder sehr hohe NO2 Werte haben.
Algen müssen natürlich auch bei solchen Mengen nicht auftreten, jedoch wird es den Bewohnern nicht unbedingt sehr gut bei sowas gehen.

Ca. 1 mg/l NH4 am Tag würde ich schon als recht hohe Ammoniumdüngung bezeichnen und diese würde ich auch nur bei extremer Beleuchtung und rasant schnell wachsenden Pflanzen einsetzen. Du führst ja im Moment ca. 15 - 30 mg/l NO3 pro Tag hinzu.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hi Tobi,

eine aktuelle NO3-Messung aus den beiden Becken mit Fischbesatz.

Das 128LBecken akkumuliert und ergibt etwa gute 30mg/l NO3. Der Sauerstoffbedarf ist erkennbar, das Becken kann das aber ab. Probleme sehe ich keine.

Das im Thread gezeigte Becken ergibt einen NO3-Gehalt um 5mg/l.

Muss mal schauen, eine Unschärfe kann sich durch die Zugabe des Urea in ml ergeben.

Gruß, Nik
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hi Tobi,

Die Dichte für Urea beträgt 1,3230 g/cm3
0,4ml ~ 0,5292g auf ca.104 nettoliter das entspräche genau der angestrebten Dosierung.
0,2ml ~ 0,2646g auf ca. 62 nettoliter
0,1ml ~ 0,1323g auf ca. 33 nettoliter
In diesen Größen habe ich Messlöffel, mit denen ich das Salz gestrichen aber nicht gestopft zugebe. Das wäre die Unschärfe!

Ich muss heute abend noch mal den Phosphatgehalt messen. So, rein auf Sicht, würde ich den im 128L als gering einstufen. Einen weiteren Mangel kann ich ausschließen.
Jenseits der Theorie ist es so, dass das 72L Becken mit 5mg/L NO3 jenes ist, bei dem ich die Urea-Düngung im Laufe der Woche erhöht habe.

Ich hätte gleich erwähnen sollen, dass die Urea Düngung Problempotenzial birgt!

Gruß, Nik
 

Roger

Active Member
Hallo Nik,

Ich hätte gleich erwähnen sollen, dass die Urea Düngung Problempotenzial birgt!
warum düngst Du dann so viel davon? Kann ja durchaus sein das Deine Becken die hohen NH4 Konzentrationen irgendwie verdaut, aber soweit ich in verschiedenen Threads gelesen habe, ist die gängige Dosierung etwa 1mg/L täglich. Damit sollten sich Probleme doch nicht sooo schnell ergeben.

Hallo Roger,
ich erinnere mich. Das Wuchstempo wäre interessant. ... ob das Algen oder Bakterien sind.Schick doch mal eine Probe an eumel6, der freut sich und ich gewinne Zeit.
Das Wuchstempo ist nicht übermäßig schnell aber deutlich vorhanden. Der Verbrauch der Makros ist allerdings minimal bis gar nicht vorhanden was mich immer noch irritiert und sich auch durch verschiedene Veränderungen der Wasserwerte nicht steigert.
An eumel6 hatte ich auch schon gedacht. Ich werde ihn mal fragen ob er was für mich tun kann.
 

moeff

Member
Hi,

muss den Thread mal wieder hochholen (super Bericht bisher). Gibt es weitere Erfahrungen mit dem Auftreten von Grünen Punktalgen?

Lag das Absterben der Algen nun im Zusammenhang mit der Urea-Düngung. Könnte man bei ähnlichen Problemen mit NH4/Ammonium-Düngung gegensteuern? Ich konnte bisher erkennen das bei mir Grüne Punktalgen sowohl bei 0.25mg/L als auch bei 3,0mg/L PO4 gedeien. Eine Abhängigkeit zum Phosphatgehalt schließe ich derzeit aus.

Was regelmäßig zu erkennen ist, das nach einem WW die Algen es schwerer haben, bzw länger brauchen als nach 1 Woche ohne Wasserwechsel. Da aber Ammonium ja im Leitungswasser ebenfalls nicht erwünscht ist, kann ich mir ebenfalls keinen richtigen Zusammenhang hierfür vorstellen.

Bei mir gedeiehen die Pünktchen (fast ausschließlich auf den Scheiben, Zusammenhang zwecks Sonneneinstrahlung schließe ich ebenfalls aus) in 250L bei Kh4 GH9 pH6.6 NO³5-20 PO4 0.5-1, 8h 4x39W, e900 mit nur einer Filtereinheit (Matte+Vlies) + Vorfilter, das einzigste was bei mir noch im argen liegt ist Mg/Ca Verhältnis. Demnächst wird das Becken auch komplett auf wieder angereichertes Osmosewasser gestellt.

Eine weitere These wäre das Auftreten der Algen bei nichteingefahrenem Filter, oder zuwenig Filtermasse.

Vielleicht hat auch jemand einen Link für die PO4 Mangel These, da dies ja sehr weit verbreitet ist!

Grüße Marco
 

Sabine68

Active Member
Hallo Marco,

Eine weitere These wäre das Auftreten der Algen bei nichteingefahrenem Filter, oder zuwenig Filtermasse.

Nik hat solche Beobachtungen in seinem Becken gemacht.
Bei ihm hat wohl ein 2 Schwämmchen am Filter die Punktalgen zum verschwinden gebracht bzw. sie sind nicht mehr aufgetaucht.

Bei hat es bisher sehr oft mit der Erhöhung von PO4 funktioniert, aber warum kann ich die leider auch nicht sagen.
Sie sind bei mir auch eher ein "Problem" in den Einlaufphasen - in dem Falle meine ich aber eine Einlaufphase von mind. 6 Monaten :wink:
 

kurt

Well-Known Member
Hallo zusammen,
interessanter Bericht von Nik, :top::D habe ich wohl übersehen.
Bei mir sind manchmal vereinzelt Punktalgen an den Scheiben, sind aber sehr schnell wieder verschwunden.
Keine Änderungen, schon seit Monaten, auch nicht die Filterung gereinigt (sind nur Tonröhrchen), Düngung PPS-Pro-System.
Versuche das Mal genauer zu beobachten, auch mikroskopisch.
Gibt es den noch mehr Beobachtungen dazu?
@ Nik
kennst ja mein Becken, hier noch meine Wasserwerte, mache ja kaum Wasserwechsel. Seit ca. 3 bis 4 Wochen habe ich einen
Redox-Wert =420mv morgens, gegen Abend =400mv, das bekomme ich noch nicht zugeordnet.
Habe aber mittlerweise meine Bodendurchsickerung bis auf 0 gefahren. Pflanzenwuchs ist sehr gut, meine HZ hat jetzt auch oft Blüten, aber alle unter Wasser! Ob das mit der Bodendurchsickerung zusammenhängt und ob der Redox-Wert reproduzierbar wäre über die Durchsickerung weiß ich noch nicht. Möchte auch nicht zu viel auf einmal machen, dann verliere ich den Überblick. Am Anfang der Umstellung auf PPS-Pro-System war das nicht, da waren die Werte zwischen 450mv morgens, gegen Abend 480mv. Müsste ich mal die Elektrode überprüfen.
Sind die Beobachtungen hier im Thread fehl am Platz?

Leitwert 450µS/cm beständig.
KH2
NO3= 12mg/l
FE= 0,1mg/l
PH=6,7
PO4=?Nicht gemessen, nach Daumen.
 

eumel6

Member
Hallo,

Keine Änderungen, schon seit Monaten, auch nicht die Filterung gereinigt (sind nur Tonröhrchen), Düngung PPS-Pro-System.
Versuche das Mal genauer zu beobachten, auch mikroskopisch.
Gibt es den noch mehr Beobachtungen dazu?
Ich halte es für ein großes Problem, dass sich zuwenig mit der Identifierung der Algen beschäftigt wird. Einer berichtet über die sau-Punktalge, der nächste über die Kuh-Punktalge und Einstimmigkeit herrscht dann, dass die Beobachtungen nicht zueinander passen.

gruß jo
 

Sabine68

Active Member
Hallo Jo,

prinzipiell hast du schon recht. Allerdings muß man dann auch als "Normalaquarianer" in der Lage sein, die Algen ohne Mikroskop zu unterscheiden. Das ist sicherlich nicht bei allen Arten möglich.
Nicht jeder hat ein Mikroskop und legt alles darunter, sondern möchte nur die Algen loswerden.
In dem Falle hilft dann wohl nur Trial and Error
 

kurt

Well-Known Member
Hallo jo,

eumel6":1i91u8wj schrieb:
Ich halte es für ein großes Problem, dass sich zuwenig mit der Identifierung der Algen beschäftigt wird.
die Identifizierung der Algen ist für einen Aquarianer erst einmal zweitrangig und es besteht wie Sabine geschrieben hat nur ein Interesse daran sie loszuwerden. Die Beschäftigung mit Mikroflora und Mikrofauna des Süßwassers entsteht erst später, wenn überhaupt. Man kann jetzt versuchen die Schönheit der Mikroorganismen zu vermitteln und die Aquarianer ansprechen die Algen verstehen möchten, zu denen gehöre ich auch.
Angestrebt wird ja meistens nur ein optisch von Algen befreites Aquarium, aber wodurch und wieso nehmen sie manchmal überhand?
Ein Mikroskop und etwas Mühe beim suchen würden auch in einem anscheinend algenfreien Becken diese zutage bringen, auch wenn sie nicht auffällig wären.
Ein Aquarium ohne Algen gibt es nicht, muss auch nicht sein, erreicht habe ich das aber Mal (vorübergehend) mit einer Flubenol-Behandlung auf Essigsäurebasis, das war schon ein optische Erlebnis, gemeint ist die Brillanz des Wassers und die Farben der blitzsauberen Pflanzenblätter.
Es ist wichtig das richtige Wasser zur Verfügung zu haben, wenn nötig Osmose oder VEA-Wasser, sonst nutzt auch der immer wieder gepriesene Wasserwechsel nichts. Den Qualitätsunterschieden des von den Wasserwerken zur Verfügung gestellten Trinkwassers wird auch zu wenig Bedeutung zugemessen.
Kieselalgen (Diatomeen) zum zB. durch Silikat im Trinkwasser wären nicht nur ein Problem wie beim Einfahren eines Aquariums, da verschwinden sie ja im Allgemeinen sehr schnell.
Man braucht auch nur einen tropfenden Trinkwasserhahn außen anbringen, genügend Licht, ein Gefäß darunter stellen und es wäre nur eine Frage der Zeit bis zum Grünalgenwuchs, später schwarze Mückenlarven und so weiter….
Ich sehe das jetzt nur mal als Einstieg zu einen regen Dialog um von Aquarianern gemachte Erkenntnisse mit Algen in Erfahrung zu bringen.
Ich gehe davon aus das man gemeinsam um einiges schlauer wird.
Ich freue mich auch schon auf schöne Bildchen (auch mikroskopische Aufnahmen u. Benennung, Jo :D ) im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten.

@ Nik,
darf ich mich in deinem Thread so einbringen? :oops:
 

eumel6

Member
Hallo Sabine,

prinzipiell hast du schon recht. Allerdings muß man dann auch als "Normalaquarianer" in der Lage sein, die Algen ohne Mikroskop zu unterscheiden. Das ist sicherlich nicht bei allen Arten möglich.
Nicht jeder hat ein Mikroskop und legt alles darunter, sondern möchte nur die Algen loswerden.
In dem Falle hilft dann wohl nur Trial and Error
Bezüglich eines Mikroskops ist das Verhaltens vieler Aquarianer unverständlich.
Gibt den Begriff ernsthafter Aquarianer Detersscher Prägung. Diesen zeichnet ein hoher Widerwillen gegenüber der Mikroskopie aus.
10 Becken, 20 Becken, 30 Becken und kein Mikroskop und so ein Teil kostet 40 Euro - weniger als 1 neues Becken oder von mir aus 2.
Oder man stellt sich eine 480lKiste aufwärts, knausert aber an 70 Euro für eine Lidl-Kiste, hat dafür eine 1000EuroCam.

Für mich nicht zu verstehen.
Auf der anderen Seite ist es kein Problem, mir ein paar Algen zu schicken. Die Möglichkeiten zu einer Arbeit sind da.
Ich stelle mir seit einem Jahr die Frage: Sind Spirogyra typisch für Starklichtalgen? Das Ergebnis - schwach für eine einfache statistische FRage. Es gibt kaum Input(Material).

gruß jo
 

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